UMWELTBILDUNG / BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Ausgezeichnet: Das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ ist Vorbild für Nachhaltigkeit

Bundesministerium für Bildung und Forschung und Deutsche UNESCO-Kommission zeichnen das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ als herausragendes Bildungsnetzwerk für nachhaltige Entwicklung aus.

Gruppenphoto
Bildquelle: Gruppenbild © DUK/Thomas Müller

Unter dem Motto „Ausgezeichnet“ prämierten Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) Prof. Dr. Maria Böhmer 32 Lernorte, 43 Netzwerke und 6 Kommunen für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung am 28. November in Bonn.

Die Auszeichnung ist auch ein Ausdruck von Kontinuität, da das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ im Jahr 2016 schon einmal von der Deutschen UNESCO-Kommission als Netzwerk im Rahmen des Weltaktionsprogramms „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde.

 

 

Foto Auszeichnung: (v. l.) Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Carmen Schnaidt, StMUV und Minister a.D. Walter Hirche, Internationaler Berater der Nationalen Plattform BNE und Vorsitzender des Fachausschusses Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission.
DUK/Thomas Müller

Staatssekretär Christian Luft hob die gesellschaftliche Bedeutung der gewürdigten Initiativen hervor: „Wir brauchen in Deutschland und der Welt ein noch stärkeres Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit Ressourcen und der Notwendigkeit eines nachhaltigen Lebens. Hierfür spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung eine Schlüsselrolle. Die heute ausgezeichneten Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung. Positive Beispiele und das beeindruckende Engagement der vielen Beteiligten bringen uns in der Verankerung einer nachhaltigen Entwicklung im deutschen Bildungssystem einen weiteren Schritt voran.“
Wie wichtig das Engagement angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen ist, betonte DUK-Präsidentin Prof. Dr. Maria Böhmer: „Die neuesten Warnungen von Weltklimarat und Weltbiodiversitätsrat zeigen: für eine zukunftsfähige Welt brauchen wir schnelle und weitreichende Veränderungen. Wie Nachhaltigkeit praktisch gelebt und erfahrbar werden kann, das zeigen unsere 81 herausragenden Bildungsinitiativen Tag für Tag. Ich wünsche mir, dass ihre neuen Lösungsansätze zahlreich aufgegriffen und weiterentwickelt werden.“

Begründung der Jury für die Auszeichnung des Netzwerks Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“:

„Das Netzwerk Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ vernetzt die Partner, die in Bayern für die Bildung für nachhaltige Entwicklung Verantwortung tragen. Die wichtigsten Ziele des Qualitätssiegels "Umweltbildung.Bayern" sind die Verbreitung von BNE in der Öffentlichkeit, die Qualifizierung der Mitarbeiter in den Einrichtungen sowie die Vernetzung der Einrichtungen untereinander. Das gesamte Netzwerk erreicht mehr als 830.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die jährlich an den Angeboten teilnehmen.
Die stetige Weiterentwicklung des Netzwerkes, welches durch seine Arbeit deutlich zur Steigerung der BNE-Qualität der beteiligten Netzwerkpartner in Bayern beiträgt und Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeglicher Altersstufen erreicht, ist besonders hervorzuheben.“

Logo BNE

Bayernweit wurden neun Lernorte, Netzwerke und Kommunen ausgezeichnet:

Marktgemeinde Oberelsbach (Kommunen)
Green City e.V., München (Lernort)
NEZ Burg Schwaneck, KJR München-Land (Lernort)
naturindianer-kids, München (Lernort)
MANEMO e.G., München (Lernort)
Nachhaltigkeitsgesamtkonzept der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt (Lernort)
rehab republic e.V., München (Netzwerk)
Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ (Netzwerk)
Netzwerk Klimaherbst e.V. München (Netzwerk)

BNE strukturell in der Bildungslandschaft verankert

Seit 2016 zeichnen das BMBF und die DUK im Rahmen der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr Bildungsinitiativen aus. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der DUK. Neben Lerninhalt, Methoden und Lernprozessen richten die ausgezeichneten Akteure ihr gesamtes Handeln auf BNE aus. Sie orientieren auch die eigene Bewirtschaftung an Prinzipien der Nachhaltigkeit. Somit tragen sie dazu bei, BNE strukturell in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern. Als offizieller Beitrag zum Weltaktionsprogramm stellen sie sich ab sofort auf der Internetseite des BNE-Portals vor und profitieren vom Austausch mit anderen Akteuren in einem breiten Wissens- und Praxisnetzwerk.

Hintergrund

Nachhaltige Entwicklung bedeutet Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015–2019) ist die Umsetzung von BNE als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Deutschland beteiligt sich mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung, der im Juni 2017 von der Nationalen Plattform BNE verabschiedet wurde.

Weitere Informationen

Die ausgezeichneten Initiativen: www.bne-portal.de/auszeichnungen
Bundesministerium für Bildung und Forschung: www.bmbf.de/bne
Publikation „Strukturen stärken - Ausgezeichnete Kommunen, Lernorte und Netzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung im Porträt“

nach oben nach oben