UMWELTBILDUNG / BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Netzwerktreffen "Checkpoint" 2019

Das diesjährige Netzwerktreffen „Checkpoint“ der Träger des Qualitätssiegels „Umweltbildung.Bayern“

findet am Donnerstag, den 07. November 2019
im Kongress- und Kulturzentrum Kolpinghaus St. Erhard in Regensburg statt.

Dieses können Sie vom Bahnhof Regensburg aus auch zu Fuß gut erreichen.

Programm

  • 9:30 – 10:00 Uhr
    Willkommenskaffee und -tee
  • 10:00 – 10:20 Uhr
    Begrüßung und Einführung Karl-Friedrich Barthmann
    Referatsleiter Umweltbildung/Bildung zur Nachhaltigkeit, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
  • 10:20 – 11:20 Uhr
    Key Note und Diskussion (Geseko von Lüpke)
  • 11:20 – 12:00 Uhr
    Vortrag "Fridays for Future – Wie schafft eine Bewegung es, innerhalb weniger Wochen tausende Jugendliche zu mobilisieren?"
    (Antonia Messerschmitt, Fridays for Future München)
  • 12:00 – 12:40 Uhr
    Vortrag "Mit YEAH statt BUHH! - Wie können wir Menschen zu einem nachhaltigeren Lebensstil motivieren?"
    (Markus Mitterer, rehab republic e. V.,)
  • 12:40 – 14:00 Uhr
    Mittagessen und Zeit für Gespräche
  • 14:00 – 14:45 Uhr
    Workshop-Phase 1
    (Workshop 1 – 4)
  • 14:45 – 15:15 Uhr
    Kaffee- und Teepause
  • 15:15 – 16:00 Uhr
    Workshop-Phase 2
    (Workshop 1 – 4)
  • 16:00 – 16:30 Uhr
    Einführendes Interview und anschließende Diskussion mit allen Referenten der Workshops

Moderation

Ulrike Sacher-Ley, Bildungsreferentin, Bund Naturschutz in Bayern e. V. und Mitglied des Kern-teams „Umweltbildung.Bayern“ zusammen mit Dirk Schmechel, Bayerische Forstverwaltung und Mitglied des Kernteams „Umweltbil-dung.Bayern“

Keynote-Vortrag

  • HOFFNUNG ENTSTEHT IM HANDELN - Die Bedeutung von transformativer Arbeit in der Zivilgesellschaft
  • Referent

    Dr. Geseko von Lüpke

    Politikwissenschaftler, Journalist, Autor und internationaler Netzwerker zu weltweiten „Projekten der Hoffnung“. Autor mehrerer Bücher zum ökologischen Kulturwandel, in der Umweltbildung und Wildnispädagogik tätig, mehrmaliger Initiator von Symposien zu ökologischen Fragestellungen, aufgrund seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit den Projekten und Preisträgern des „Alternativen Nobelpreises“ gilt er als profunder Kenner der globalen Zivilgesellschaft', die weltweit für eine enkeltaugliche Zukunft eintritt

    Inhalte des Vortrags

    Die Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung steht vor ganz neuen Herausforderungen. Wissenschaftlich dokumentierter Klimawandel und Artensterben machen deutlich, dass wir uns jetzt der Zeit ökologischer Katastrophen nähren, vor der uns Zukunftsforscher und Ökologen seit 40 Jahren warnen. Die junge Generation verlangt lautstark Antworten für die Bedrohungen, die fraglos auf sie zukommen. Angesichts einer verbreiteten Haltung, die Konsequenzen unseres Wirtschaftens zwar zu erkennen, aber nichts grundsätzlich zu ändern, radikalisiert sich die Jugendbewegungen zunehmend. Der „Hambacher Forst“ oder „Extinction Rebellion“ sind nur die Spitze eines Eisbergs.

    Die klassischen Formen der Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung reichen kaum mehr aus, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. Es muss offenbar auf breiter Linie an den Grundwerten, an Menschen- und Weltbildern gearbeitet werden, die uns kollektiv in eine ökologische Katastrophe zu führen scheinen. Die „innere Arbeit“ an Werten kann dann auch neue Impulse in die Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung, andere Aktionsformen und Projekte initiieren. Denn Hoffnung entsteht nicht erst, wenn alle Fragen beantwortet sind, sondern Hoffnung entsteht im Handeln, zu dem Umweltbildung/ Bildung für nachhaltige Entwicklung inspirieren will.

Weitere Vorträge

  1. "Fridays for Future – Wie schafft eine Bewegung es, innerhalb weniger Wochen tausende Jugendliche zu mobilisieren?"
  2. Referentin

    Antonia Messerschmitt

    Die 1999 in München geborene Studentin des Masterstudiengangs Forstwissenschaften & Ressourcenmanagement an der Technischen Universität München, unterbrach im Herbst 2018 ihr Studium, um sich voll der Initiation der Fridays for Future Bewegung in München zu widmen. Seitdem investiert sie ihre Kraft in die von Greta Thunberg ins Leben gerufene Klimabewegung. Inzwischen absolviert sie zusätzlich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim Umweltinstitut München.

    Organisation

    Fridays for Future zündete in Deutschland im Dezember 2018. In München fand die erste Demonstration am 14.12.18 statt. 80 Menschen versammelten sich damals im Schneeregen auf dem Max-Joseph-Platz. Seitdem wächst die Bewegung stetig und bracht zuletzt über 60.000 Menschen auf die Straßen. Die Organisation der Veranstaltungen wird dabei von einer ca. 15 - 30-köpfigen Gruppe von jungen Menschen im Alter von 12 - 25 Jahren, in ständig wechselnder Besetzung getragen.

    Vortragsinhalte

    Im Workshop werden die Techniken beschrieben und analysiert, mit denen Fridays for Future Jugendliche mobilisiert. Im Austausch sollen Übertragungsmöglichkeiten für in der Bildung für nachhaltigen Entwicklung und Umweltbildung tätigen Organisationen herauszuarbeitet werden.


  3. Mit YEAH statt BUHH! - Wie können wir Menschen zu einem nachhaltigeren Lebensstil motivieren?"
  4. Referent

    Markus Mitterer

    Diplombiologe und seit 2010 als Umweltpädagoge tätig, Gründer und Vorstand von rehab republic e.V., engagiert sich darüber hinaus als Vorstand beim Netzwerk Klimaherbst e.V., Klimaschutzmanager im Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München.


    Organisation

    rehab republic e.V. fördert seit vielen Jahren mit interaktiven Formaten und der nötigen Freude das Bewusstsein für eine nachhaltige Gesellschaft. Um seinen Zielen näher zu kommen, bringt rehab republic bei Schnibbel- und Kleidertauschpartys oder Plogging- und CleanUp-Aktionen die Teilnehmenden direkt ins Handeln. Um dem Motto #einfachmalmachen# gerecht zu werden, werden nachhaltige Lebensstile einfach selbst ausprobiert – natürlich nicht ohne darüber zu berichten.

    Vortragsinhalte

    Wissensvermittlung alleine reicht oft nicht aus, um eine Verhaltensänderung hin zu einer nachhaltigen Lebensweise anzustoßen. Thematisiert werden die Hintergründe der Umweltpsychologie ebenso wie Beispiele gelungener, interaktiver Aktionen im öffentlichen Raum.


Workshops

  1. Fridays for Future München - Tausende vom Zimmer auf die Straße – mit WhatsApp
  2. Referentin

    Antonia Messerschmitt


    Workshopinhalte

    Im Workshop werden die Techniken beschrieben und analysiert, mit denen Fridays for Future Jugendliche mobilisiert. Im Austausch sollen Übertragungsmöglichkeiten für in der Bildung für nachhaltigen Entwicklung und Umweltbildung tätigen Organisationen herauszuarbeitet werden.


  3. Rehab republic e.V. - Mit YEAH statt BUHH! - Wie können wir Menschen zu einem nachhaltigeren Lebensstil motivieren?
  4. Referenten

    Lea Wiser

     


    Markus Mitterer


    Workshopinhalte

    Anknüpfend an den Vortrag „Mit YEAH statt BUHH! - Wie können wir Menschen zu einem nachhaltigeren Lebensstil motivieren?“ wird in diesem Workshop die "rehab republic - Herangehensweise" an die Planung und die praktische Umsetzung von Aktionen beleuchtet. Anschließend planen die Teilnehmenden eine eigene interaktive und öffentlichkeitswirksame Aktion.


  5. Transition Regensburg e.V. - Von der Idee zur Umsetzung - Best Practice Beispiele aus dem Alltag einer Bürger*innenbewegung
  6. Referentin

    Michelle Platt

    Kultur- und Kommunikationswissenschaftlerin, Vorstandsmitglied von Transition Regensburg e.V., Projektleitung "Kurze Wege für den Klimaschutz" Nationale Klimaschutz Initiative in Regensburg, Mitbegründerin diverser Projektgruppen (z. B. dem Regensburger Umsonstladen von Transition Regensburg e.V.) langjährige Erfahrung mit Gruppendynamiken und der Initiierung sowie Stilllegung von Projekten


    Organisation

    Transition Regensburg e. V. ist eine Bürgerbewegung und gemeinnütziger Verein, der sich mit Kopf, Herz und Hand für eine überlebensfähige, umwelt- und menschenfreundliche Stadt Regensburg einsetzt. Ziel der Projekte und Aktionen in denen die ehrenamtlichen Mitglieder Ihre Ideen umsetzen ist es, auf vielfältige Weise gemeinsam Ressourcen zu schonen, krisenfester zu werden, konsumkritisches Denken zu vermitteln und einen respektvollen Umgang mit Natur, Umwelt und Mitmenschen zu demonstrieren.
    https://www.transition-regensburg.de/

    Workshopinhalte

    In diesem Workshop wird zunächst auf die Ziele von Transition, einer weltweiten Bewegung, die sich für ein nachhaltiges Miteinander, sowie Klimaschutz und Ressourcenschonung einsetzt, eingegangen. Dabei geht es vor allem um die Initiierung von neuen Projekten für Städte oder Kommunen. Anhand von Beispielen werden in einer Gruppenarbeitsphase mögliche Ideen für die eigene Arbeit gefunden und diskutiert. Dabei gibt Michelle Platt hilfreiche Tipps aus der Praxis. Wie komme ich von der Idee zur Umsetzung? Was mache ich wenn Konflikte entstehen? Wann sollte ich ein Projekt lieber abbrechen? Themen wie "Konfliktmanagement", "Das Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Ehrenamt und Hauptamtlichen" oder "Gruppenprozesse durchlaufen", können ebenfalls bei Bedarf angeschnitten werden.


  7. Gemeinwohl-Ökonomie und Bildung für Nachhaltige Entwicklung/Umweltbildung - Neue Verbindungen suchen und Netzwerke bilden
  8. Referentin

    Andrea Behm

    Rechtsanwältin für internationales Strafrecht, Völker- und Europarecht, Sprecherin der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), Mitglied im GWÖ Matrix-Entwicklungsteam für Gemeinden und GWÖ-Radiomacherin, Zertifizierte Friedensfachkraft (forumZFD) und Master (MA) in Friedensforschung; mehrjährige Friedenseinsätze in Kambodscha und Kosovo für den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), die Europäische Union (EU) und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Durchführung von Rechtsstaatsprojekten für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Campaignerin für nichtfinanzielle Unternehmens-Berichtspflicht

    Organisation

    In einer Zeit, in der der Klimawandel unsere Zivilisation bedroht und sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet, wünschen sich viele Menschen eine Wirtschaftsordnung, die sich nicht nur an der Gewinnmaximierung orientiert, sondern ethisches Handeln, sozialen Umgang und umweltschonendes Wirtschaften in ihren Fokus nimmt. Unser jetziges Wirtschaftssystem steht auf dem Kopf. Das Geld ist zum Selbstzweck geworden statt ein Mittel zu sein für das, was wirklich zählt: Ein gutes Leben für alle. Die Gemeinwohl-Ökonomie zeigt, dass die Wirtschaft verändert werden kann, wenn Unternehmen Werte wie Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz in den Mittelpunkt ihres Wirtschaftens stellen. www.ecogood.org

    Workshopinhalte

    Im Workshop werden kurz die Grundzüge der Gemeinwohl-Ökonomie vorgestellt und anhand der Gemeinwohl-Bilanz gezeigt, wie Unternehmen und Kommunen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs 2030) erfüllen können. Schließlich werden Hinweise gegeben, wie man Pionier-Unternehmen und GWÖ-Kommunen kennenlernen und wie man sich mit Pionieren des Wandels vernetzen kann.


Übernachtung

Sollten Sie eine Unterkunft benötigen, dann wenden Sie sich bitte direkt an das Kolpinghaus:

http://kolping-dev.de/hotel/

Weitere Informationen zu Programmablauf und Anmeldung finden Sie rechtzeitig auf unserer Homepage. Wir freuen uns, wenn Sie sich diesen Termin schon jetzt vormerken.

Weitere Informationen

www.kolpinghaus-regensburg.de

Anmeldung

Eine Anmeldung ist bis zum 27.10.2019 möglich.

zum Anmeldeformular

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