UMWELTBILDUNG / BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Nationalpark Bayerischer Wald,
Sachgebiet Umweltbildung

Träger

Als Sonderbehörde untersteht die Nationalparkverwaltung seit dem 14. Oktober 2003 unmittelbar dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Sitz der Nationalparkverwaltung ist in Grafenau.

Zielsetzung

Nationalparke in Deutschland haben zum Ziel, in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten.

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist auf Grund seiner konsequenten Umsetzung des Prinzips "Natur Natur sein lassen" vom Europarat (Europadiplom) und der IUCN (The World Conservation Union) international als Nationalpark der Kategorie II anerkannt. Gemäß den internationalen Naturschutz-Qualitätsstandards sind auf mindestens 75 Prozent der Fläche die prioritären Managementziele, die auf eine unbeeinflusste Entwicklung der Natur abzielen, zu gewährleisten. Dieses Ziel wird 2027 erreicht werden, momentan entsprechen 59 Prozent der Fläche diesem Ziel.

Der Nationalpark Bayerischer Wald schützt eine für Mitteleuropa charakteristische, weitgehend bewaldete Mittelgebirgslandschaft mit ihren natürlichen und naturnahen Ökosystemen als nationales Naturerbe für jetzige und künftige Generationen. Das Wirken der natürlichen Umweltkräfte und die ungestörte Dynamik der Lebensgemeinschaften werden dabei vornehmlich gewährleistet. So entwickeln sich die Wälder des Nationalparks auf der weit überwiegenden Fläche ohne lenkende Eingriffe des Menschen langfristig wieder zu Naturwäldern. Naturereignisse wie Windwurf und Schneebruch sind zusammen mit Insekten- und Pilzbefall wesentliche Faktoren einer natürlichen Waldentwicklung.

Geschichte

Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 als erster deutscher Nationalpark feierlich eröffnet.

Am 1. August 1997 wurde der Nationalpark um 11.000 Hektar Staatswald bis nach Bayerisch Eisenstein auf insgesamt 24.218 Hektar erweitert. Staatsminister Dr. Hans Eisenmann hat mit seinem vielzitiertem Ausspruch "Ein Urwald für unsere Kinder und Kindeskinder" dem Nationalpark die Leitidee "Natur Natur sein lassen" vorgegeben. Seine Entscheidung, nach dem Gewittersturm im August 1983, die Windwurfflächen in der damaligen Reservatszone des Nationalparks nicht aufzuarbeiten, sondern der natürlichen Waldentwicklung zu überlassen, stellte noch in seiner Amtszeit die Weichen für die Naturwaldentwicklung im Nationalpark.

Auszeichnungen

  • UN-Dekade Biologische Vielfalt
    2012 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt
  • Werkstatt N Projekt 2011
    2011 für das Wildniscamp am Falkenstein: Themen- und Länderhütten als Ausgangspunkte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
  • UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung
    • 2008/2009 für das Projekt "Wildniscamp am Falkenstein
    • 2006/2007 für das Projekt "Mensch und Wildnis"
  • Transboundary-Park
    Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde 2009 zusammen mit dem Nachbar-Nationalpark Šumava für vorbildliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit zertifiziert.
  • Europadiplom
    Der Nationalpark Bayerischer Wald ist Träger des Europadiploms seit 1986. Mit dem Diplom werden geschützte Gebiete aufgrund ihrer hervorragenden wissenschaftlichen, kulturellen und ästhetischen Qualitäten ausgezeichnet.
  • Bayerischer Innovationspreis
    Bayerischer Innovationspreis für Grenzenlose Waldwildnis in der Bärenregion am Nationalpark Bayerischer Wald, Grafenau – Neuschönau, Ostbayern

Impressionen

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Bild vergrößert sich per Mausklick: Erlebniswochenende für Jugendliche auf dem Tummelplatz Bild vergrößert sich per Mausklick: Jugendliche vor der Tummelplatzhütte Bild vergrößert sich per Mausklick: Ausstellung "Weg in die Natur: Die Geschichte von Wald und Menschen"
Bild vergrößert sich per Mausklick: Jugendliche aus der ganzen Welt vor der Glas-Arche Bild vergrößert sich per Mausklick: Glasfuß für das Internationale Jugendforum Bild vergrößert sich per Mausklick: Eröffnung des internationalen Wildniscamps
Bild vergrößert sich per Mausklick: Kinder der Realschule Roding im Wildniscamp am Falkenstein Bild vergrößert sich per Mausklick: Kinder vor venezolanischen Cabana im Wildniscamp Bild vergrößert sich per Mausklick: Venezolanische Besuchergruppe im Wildniscamp
Bild vergrößert sich per Mausklick:Gewässeruntersuchung im Wildniscamp am Falkenstein mit der Commerzbank-Praktikantin Katrin Schulz Bild vergrößert sich per Mausklick: Viel Spaß beim Ferienprogramm „Hörst Du die Regenwürmer husten“ zum Thema „Boden“

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