Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Umweltstation Weismain des Landkreises Lichtenfels

Schwerpunktthemen

  • Naturerlebnis-Veranstaltungen unter verschiedenen Gesichtspunkten (lehrplanorientierte Exkursionen und Untersuchungen zu diversen Themen, genussorientierte Wanderungen mit Picknick oder besonderem Landschaftserlebnis, Naturrallye mit Erkundungsaufträgen...)
  • Vermittlung traditioneller Handwerkstechniken (Töpfern, Backen im Holzofen, Holz- und Steinbearbeitung, Papier schöpfen, Weidenflechten...)
  • Interaktive Ausstellungen (Sinnesparcours u.ä.)
  • Wettbewerbe zu verschiedenen Themen (Umgang mit Ressourcen, naturnahe Dorfgestaltung...)
  • Beratung und Vermittlung von Infos und Fachleuten zu diversen Umweltthemen
  • Beratung und Schulung im Bereich Ernährung (Fokussierung auf Regionalität, Anbau- und Inhaltsstoffe best. Nahrungsmittel, Exkursionen zu Heil- und Wirkkräutern, Zubereitung und gemeinsamer Genuss zu jahreszeitlichen Schwerpunktthemen)
  • Beratung und Schulung von Multiplikatoren zu den Themen Natur in und außerhalb der Ortschaften, erlebnisreiche Naturerkundung mit Kindern

Methoden

Erfahrungen und Informationen werden möglichst aus "erster Hand“ vermittelt, das heißt Fachreferenten bzw. Menschen mit direktem Bezug zum Thema (Künstler, Handwerker, Naturwissenschaftler) werden eingesetzt. Das Erkennen von Zusammenhängen ist uns ein wichtigeres Anliegen als die Vermittlung von isolierten Einzelinformationen. Um die Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) langfristig zu implementieren, wird bei der Arbeit immer ein enger Bezug zum Umfeld der Zielgruppen angestrebt. Um ein möglichst nachhaltiges Erleben und Eintauchen zu ermöglichen, versuchen wir die Aktionen mit einem großen Zeitrahmen auszustatten. Dabei werden Ansätze der Erlebnispädagogik ebenso wie die der Naturpädagogik angewandt.

Projekte

Beispielhaftes Projekt:

"Die Umweltstation wird mobil, das Umweltmobil macht Station“ – auf Spurensuche in den Dörfern

Das Bewusstsein für globale Zusammenhänge beginnt im eignen Umfeld, in der Familie, dem Wohnort. Dabei hat jeder Ort seine eigene Geschichte, die eng mit der Nutzung der Landschaft, ihrer Ressourcen und den Menschen verknüpft ist. Diesen Zusammenhängen nachzuspüren, sie näher kennen zu lernen und wert zu schätzen und daraus nach Möglichkeit Schlüsse für das eigene Handeln zu ziehen, ist der erste Schritt eines nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt – lokal und global.

Die Umweltstation zieht mit einem Bauwagen, der Anlaufstelle, Erkennungszeichen, Lager und Aktionsraum ist, durch die Dörfer des Landkreises.

Mit einem Stück "Heimatkunde“ die jeweils eine eigene ortspezifische Aktivität beinhaltet (Besuch typischer oder traditioneller Berufsgruppen, Umgestaltung von Gemeinschaftsgärten oder Spielplätzen, Erkundung typischer dorfnaher Strukturen wie Steinbrüche, Landschaftselemente, Untersuchung der Natur...) wird das Bewusstsein für den Heimatort gestärkt. Aktionen wo das "Selbst-tätig-werden“ im Vordergrund steht (Filzen, Flechten, Holzbearbeitung...) runden den Auftritt des Bauwagens ab. Als nachhaltiges und nachvollziehbares Ergebnis der Landkreistour werden von den Kindern Fotos und Berichte erstellt die dann im Internet veröffentlicht werden.