Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV)
Bezirksgeschäftsstelle Oberbayern
Programm
Schwerpunktthemen
- Öffentlichkeitswirksame Aktionen für Natur- und Umweltschutz durch die „Silbermöwen“, das sind LBV-aktive Senioren/innen (55+)
- Naturerlebnis verknüpft mit Bildung für nachhaltige Entwicklung für Schulklassen und Kindergärten (z.B. Walderlebnis, Untersuchung von Kleinlebewesen am Wasser)
- Kontaktpflege zu den Umweltbeauftragten der Schulen
- Fortbildungen für LehrerInnen und ErzieherInnen
- Natur- und umweltbezogene Führungen in Oberbayern
- Projekte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
Wichtigste Methoden
- Naturerlebnis-Veranstaltungen
- Vorträge, Seminare, Fachtagungen
- Fortbildungen für Multiplikatoren
Hauptzielgruppen
- Schulklassen
- Urlauber in der Region
- Regionale Bevölkerung
- Familien
- Senioren
- Menschen mit Behinderung
- Lehrer, Erzieherinnen und andere Multiplikatoren
Beispielhaftes Projekt: "Abenteuer Ammer“ – Natur sinnlich erleben und nachhaltig fördern
Abenteuer Ammer – so heißt ein großes Umweltbildungsprojekt, das die LBV-Bezirksgeschäftsstelle Oberbayern gemeinsam mit der Ammer-Allianz entlang des gesamten Flusslaufes der Ammer, vom Lindergrieß bis zur Mündung in den Ammersee 2006 startete. Mit über 100 Exkursionen und Aktionen wurden den Menschen im Ammertal die Augen für die Schönheit der Landschaft, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die Besonderheiten des Flusses, und auch für Bedrohungen und Empfindlichkeiten dieses Naturraums geöffnet.
Motto „Die Kraft des Flusses erleben“
Im Vordergrund steht das sinnliche Erlebnis: Unter dem Motto „Die Kraft des Flusses erleben“ werden z.B. geologische Wildnis-Touren angeboten, und bei den Aktionen „Im Fluss, über den Fluss, durch den Fluss“ können Kinder, Jugendliche und Familien mit ihren Körpern die Kraft des strömenden Wassers sowie verschiedene Möglichkeiten der Ammerüberquerung erproben.
Einblicke in die nachhaltige Nutzung des Lebensraumes geben Führungen von ausgewählten Fischern, Gewässerwarten, Wasserbauingenieuren, Kanufahrern, Geologen und Heimatforschern zu Wasserkraftwerken bis hin zum Fliegenfischen. Die heimischen Anwohner können den Fluss als Teil ihrer Heimat erinnern oder neu erleben, um für den Erhalt der Ammer und ihrer natürlichen Uferbereiche motiviert zu werden. Impulse zu nachhaltigem Verhalten jedes Einzelnen werden gesetzt durch konkrete Tipps zum Einkauf von Bio-Nahrungsmitteln, zu umweltschonender Mobilität, zu saisonal-naturschutzgerechtem Wandern wie auch zur regionalpolitischen Partizipation.
Auch dem Zusammenspiel von Natur und Technik widmen sich einige Angebote, so konnten Kinder eine Wassermühle schnitzen oder mit Fachleuten des Wasserwirtschaftsamts die Wassernutzungen im Kreislauf des Wassers erforschen. Im vielfältigen Programm wird die reichhaltige Flora und Fauna der Ammer und ihrer Aue erkundet, vom blauen Wunder der Iris-Blüte in den Streuwiesen über die abenteuerliche Wasserwelt der Kleinlebewesen bis hin zu Fledermäusen, Bibern und Störchen.
Abgerundet wird das Programm mit dem Themenblock „Kreativität am Fluss“: Dabei werden Naturmaterialien entdeckt und erforscht, mit ihnen experimentiert und gebaut, bis fantastische Natur-Kunst-Werke das Ammerufer schmücken – oder Ammerindianer auf der Pirsch tauchen in die Welt der Naturvölker ein, um aus ihrem Leben und Geist neue Ansätze für den Alltag zu finden.
Zahlreiche Partner aus der Ammer-Allianz wirken an diesem im Jahr 2006 vom Bayerischen Umweltbildungsfonds geförderten Projekt mit, unter anderem die Schutzgemeinschaft Ammersee-Süd, der Bund Naturschutz, das Wasserwirtschaftsamt Weilheim, die Gebietsbetreuung Ammersee, Die Ammerfischer, die Anglergemeinschaft Lech-Ammer und die Fischergilde München.
Auch außerhalb der Region fand das Projekt großen Anklang: „Abenteuer Ammer“ wurde inzwischen von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet!
