- Startseite >>
- Förderung >>
- Projekte
Geförderte Projekte
| Antragsteller | Projekttitel | Jahr |
|---|---|---|
| 3Klang e.V. Musikschule | Lebendiges, tönendes Wasser
Durch die Fotos und die Texte soll den Besuchern klar werden, dass Wasser in seiner natürlichen Lebendigkeit ganz andere Bewegungen in uns auslöst, als wenn es z.B. kanalisiert oder träge geworden ist. Daneben sollen Fotos und Texte von Wasser in eingezwängter, seiner Lebendigkeit beraubter Form als Gegenüberstellung auch deren Wirkung verdeutlichen. Märchen und Musik sollen schöpferische, fantasievolle und mitfühlende Kräfte wecken. Werthaltungen, die hinter unserem Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen, wie Wasser stehen, können hier in inneren Bildern erlebbar werden. Die Überwindung von Ohnmacht wird darin erfahrbar und regt zu einem selbst bestimmten, eigenverantwortlichen Handeln an. Neue Perspektiven werden angeregt und erlebbar. Sie bringen auch die Bedeutung des Wassers in anderen Kulturen nahe, da durch das „Eintauchen“ in die Bilder des Märchens eine tiefere Ebene der Betroffenheit entstehen kann. Eine Empathie wird angeregt, die solidarisches und vernetztes Handeln möglich macht. Es geht in der Ausstellung auch darum, Schönheit auf verschiedensten Ebenen wahrzunehmen und dadurch eine Orientierung für die Gestaltung des eigenen Lebens und der Lebensgrundlagen zu finden. Als Gegenüberstellung wird Zerstörung von Lebendigkeit aufgezeigt und erlebbar. Der Umgang mit Wasser soll als innerer Prozess begreifbar werden und die Werthaltung gegenüber dem Wasser soll reflektiert werden. Dies unterstützen auch christliche Andachten, die den verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung betonen. Eigene und übernommene Wertvorstellungen sollen durch die Auseinandersetzung mit den Bildern, Texten und Geschichten reflektiert und geklärt werden und bieten damit einen Anhaltspunkt gegen Orientierungslosigkeit. In den Workshops sollen kreative Handlungsmöglichkeiten vor Ort entdeckt und umgesetzt werden, um auf die Leben spendende Bedeutung von Wasser hinzuweisen; und ebenso auf Möglichkeiten, Wasser auch im städtischen Umfeld lebendig zu erleben und gestalterisch oder erhaltend darauf einzuwirken. | 2008 |
| Agenda-21-Büro des Landkreises Fürstenfeldbruck | Lebensader Amper – Künstler als Botschafter einer nachhaltigen Nutzung des Lebensraums Amper
Zielsetzung des Projekts ist es, ein neues Bewusstsein zu schaffen für die Amper als Lebensraum für den Menschen und seine Mitgeschöpfe und damit letztendlich auch einen Beitrag zu leisten zur Sicherung des bedeutsamen Flussraumes als ökologisches Rückzugsgebiet, aber auch als wertvolles Naherholungsgebiet, das auch für künftige Generationen erhalten werden soll. Das Projekt „Lebensader Amper“ will: Künstler mit ihrem Schaffen in ein Umweltbildungsprojekt einbinden, sie gleichermaßen als eigene Zielgruppe wie auch als Multiplikatoren für Inhalte der Nachhaltigkeitsbildung ansprechen; Künstler mit dem Thema Nachhaltigkeit in Kontakt bringen und sie anregen zu dem Themenbereich „Nachhaltigkeit und Kunst an der Amper“ künstlerisch tätig zu werden. im Landkreis ansässige Kunstschaffende (Profi- und Hobbykünstler, Fotografen, Bildhauer, Schriftsteller, Filmemacher etc.) und Multiplikatoren in Sachen Nachhaltigkeit (Agenda21-Gruppen, Umweltschutzorganisationen, Eine-Welt-Gruppen u.ä.) miteinander ins Gespräch bringen. Der Bevölkerung mit Ausstellungen vor Ort die Schönheit und Schutzbedürftigkeit des Ampertales vor ihrer Haustür nahe bringen. LandArt als eine Form des kreativen Arbeitens in Verbindung mit intensiver Wahrnehmung und besonderem Augenmerk auf den Standort bei Pädagogen im regionalen Umfeld bekannter machen und entsprechende Kompetenzen schulen. Kindern eine Möglichkeit schaffen, durch sinnliche Erlebnisse die Vielfalt, Schönheit, Verletzlichkeit und Schutzwürdigkeit des Lebensraums Fluss zu erfahren. den Kindern die Gelegenheit geben, unter pädagogischer Begleitung Spiel- und Gestaltungsräume in ihrer Wohnumgebung kennen und schätzen zu lernen. | 2008 |
| Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung ANU, LV Bayern | ANU Werkstatt-Treffen zur Förderung der Umweltbildung in Bayern
Geplante Inhalte des Treffens: Anregungen, die sich aus den Rechnungsprüfungen ergeben, sollen als Chance für Verbesserungen diskutiert werden und in die Qualifizierung von Antragsteller/-innen einfließen. Die Sammlung und Kommunikation häufig gestellter Fragen und der einschlägigen Antworten zum Antrags- und Bewilligungsverfahren sowie zum Verwendungsnachweis sollen die Sicherheit der Antragsteller/-innen erhöhen und eine effiziente Beratung und Bearbeitung ermöglichen. Die Qualifizierung von Antragsteller/-innen zu pädagogischen Fragen und zur Entwicklung innovativer, zukunftsorientierter Projekte soll die Qualität und Breitenwirkung der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung in Bayern weiter erhöhen und für noch mehr Transparenz im Hinblick auf die Mittelvergabe sorgen. Austausch und Vernetzung unter den Umweltbildungseinrichtungen in Bayern soll zur gegenseitigen Stärkung und Weiterentwicklung der Einrichtungen und ihrer Bildungsarbeit beitragen. | 2008 |
| Bayerische Sportjugend (BSJ) im BLSV | Bewegt in die Zukunft
Sport / Ökologie / Nachhaltigkeit ist in der Bayerischen Sportjugend (BSJ) seit vielen Jahren ein Querschnittsthema. 2010 soll das Projekt „Bewegt in die Zukunft„ bayernweit der Schwerpunkt in der sportverbandlichen Jugendarbeit werden. Es werden sämtliche Sportfachverbände mit einbezogen.
Seit dem 25.09.2009 sind weltweit alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die für 2009 zur Verfügung standen. Nach der Ermittlung des „ökologischen Fußabdrucks“ und einer anschließenden Analyse durch die Bayerische Sportjugend im BLSV stehen sämtliche Abläufe, wie z. B. Dienstreisen, Materialeinsatz/-verbrauch, Energieverbrauch, Verpflegung auf dem Prüfstand.
In der ersten Phase des Projekts ist vorgesehen, dass rd. 50 ehrenamtliche Multiplikatoren, die seit vielen Jahren in den sieben landesweiten BSJ-Lehrteams aktiv sind, an zwei Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen, um das Thema „Bewegt in die Zukunft“ anschließend vermitteln zu können.
Parallel hierzu wird das Projektteam mit den hauptberuflichen Bildungsreferenten der BSJ acht weitere landesweite Fortbildungen überarbeiten und das Jahresthema „Bewegt in die Zukunft“ integrieren. Zielgruppe dieser Fortbildungen sind ca. 150 Übungsleiter, Trainer, Betreuer und weitere Interessierte aus den Sportvereinen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ideen und Erfahrungswerte aus diesem Personenkreis werden in die weitere Programmgestaltung einfließen. Somit ist gewährleistet, dass die Konzeption ständig verfeinert wird.
Im nächsten Schritt werden die aus- bzw. fortgebildeten Multiplikatoren das Thema in die Basis, also in die Sportvereine, hineintragen.
Im Herbst 2010 wird eine Referentenschulung stattfinden. Zielgruppe sind die Teilnehmer der ersten Phase und alle weiteren langjährigen MitarbeiterInnen. Im Anschluss daran wird eine Abschlussveranstaltung stattfinden, auf der eine intensive Auseinandersetzung mit der gesamten Thematik (ökologischer Fußabdruck der BSJ, erarbeitete Handreichungen für Übungsleiter, zeitgemäße Praxisbeispiele, Energiesparmanagement, Klimawandel, Ressourcenknappheit, Vielfalt der Arten etc.) stattfinden. Durch die ständige Reflektion und die jeweilige Anpassung wird auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingegangen.
| 2010 |
| Bildungswerk der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Diözesanverband Eichstätt e. V. | Schatzsuche für ein gutes Leben - zehn Familienangebote an außergewöhnlichen Orten zum Entdecken
Mit vier Tagesseminaren und dem Family-Camp als zentrale Veranstaltungen werden Familien, Eltern und Kinder, befähigt, das Spannungsfeld zwischen der Erwartung an einen adäquaten, modernen, auch von Konsum geprägten Lebensstil und der nachhaltigen Bewahrung der Schöpfung zu verstehen.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen nach Wertschöpfung und Wertschätzung der natürlichen Umwelt, nach der Funktion von Geld und der zunehmenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche. Eltern und Kinder werden zu einer begründbaren Wertentscheidung befähigt, um die Bewahrung der Schöpfung als Baustein des eigenen, christlichen Glaubens zu leben. Energiesparen, Umwelt- und Klimaschutz im Alltag zu praktizieren und Anregungen und Motivation zu erhalten, um diese Ideen auch außerhalb des Verbandes in den Bekanntenkreis, die Schule und den Arbeitsplatz hineinzutragen.
Mit Betriebsbesuchen werden verschiedene Ziele erreicht: Es werden Betriebe zugänglich gemacht und damit ein unmittelbarer Einblick in die Produktion, die „Wertschöpfung“ gegeben. Gleichzeitig stehen die ethischen Unternehmensgrundsätze der besuchten Unternehmen zur Diskussion. Für die KAB als Berufsverband stehen hier auch Fragen zur Zukunft der Arbeitswelt bei den mittelständischen Brauern und im Zeitungsverlagswesen zwar nicht im Mittelpunkt, jedoch mit auf dem Programm.
| 2010 |
| Bildungswerk des Bund Naturschutz in Bayern e. V. | 53 - fünf hoch drei 5 x Wissen-Vernetzung-Umsetzung
Das vorliegende Projekt besteht aus einer Veranstaltungsreihe von fünf Fortbildungswochenenden, verteilt auf das Jahr 2010. Dabei wird gezielt Fachwissen zu aktuellen Brennpunkten im Natur- und Umweltschutz vermittelt. Die konzentrierte Form des Angebotes nimmt Rücksicht auf die Zeitknappheit der Zielgruppe und bietet Anreize, Vermittlung und die Chance zur Erprobung in relativ kurzer Zeit.
Aus den Erfahrungen der bisherigen Aktionen ergaben sich drei zentrale Anliegen der Generation +-30:
Wissen
Hoher inhaltlicher sowie didaktischer Anspruch an die Themen und Referenten ergibt sich aus dem professionellen Hintergrund vieler Teilnehmer. Neben konkretem Fachwissen in einzelnen Bereich werden wichtige Zusammenhänge mit anderen Bereichen naturschutzferner Interessen vermittelt. Eine Ausbildung vom Spezialisten zum Generalisten wird hier gefördert.
Vernetzung
Berufliche und soziale Vernetzungsmöglichkeiten und Anknüpfungspunkte von Gleichgesinnten steht als ein weiteres zentrales Element der Motivation für eine Teilnahme an oberster Stelle. Diesem Umstand muss Rechnung getragen werden und in der Gestaltung der Veranstaltungsreihe Berücksichtigung finden.
Umsetzung
Wie kann ein effizientes, an die Lebenssituation angepasstes Engagement in der Generation +-30 aussehen? Neue, kreative Möglichkeiten von der Bewerbung hin zum Überdenken von etablierten Verbandsstrukturen bis zur Erarbeitung neuer Aktionsformen werden diskutiert und erarbeitet.
Um die Vernetzung der Teilnehmer sowohl untereinander als auch mit den Referenten stärker zu fördern, werden gezielt übergreifende Themen angesprochen. Diese sind wie folgt angesiedelt:
- Klimawandel und Klimafolgen
- Vogelkunde
- Pflanzenkunde
- Landwirtschaft und Naturschutz - Interessenkonflikt in der Landnutzung
- zukunftsfähiges Deutschland
Das Projekt bietet eine bayernweite Vernetzungsmöglichkeit von Engagierten der Generation +-30, die bisher entweder nur in beruflichen Netzwerken organisiert sind oder noch kein Netzwerk für ein fachlich motiviertes Engagement gefunden haben. Die Veranstaltungsreihe bietet die Möglichkeit, sich in hoch aktuellen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes zu informieren, eigene Ideen zu entwickeln und aktiv zu werden. Teilnehmern wird die Kompetenz vermittelt, Veranstaltungen zu den jeweiligen Themen zielgerichtet und zielgruppenorientiert zu gestalten. Besondere Beachtung findet die Kinderbetreuung auf den Veranstaltungen, angepasst auf die Lebenssituation der jungen Teilnehmer.
Den Abschluss bildet eine gemeinsame Exkursion oder Aktion.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern Kreis-gruppe Main-Spessart | MehrWert - Meine, deine, unsere Heimat
Mit dem Projekt möchte der Bund Naturschutz über die Vermittlung von Hintergrund- und Basiswissen zu den Themenbereichen „Tiere“, „Pflanzen“ und „Lebensräume“ Begeisterung für die Natur wecken und einen Bezug zum natürlichen Umfeld herstellen. Außerdem möchte er die Notwendigkeit von Biodiversität aufzeigen, die Bedeutung und Auswirkung der Landnutzung verdeutlichen, den Wert von Natur für die eigene Erholung und Regeneration erlebbar machen und zeigen, dass Naturerlebnisse sinnstiftend sein können.
Der Landkreis Main-Spessart bietet dazu vielerlei Ansatzmöglichkeiten: intensive Landwirtschaft findet hier ebenso statt wie extensive Beweidung, kleinräumige Strukturen wechseln ab mit nutzungsgleichen Großflächen, beschauliche Täler laden ein als Urlaubsregion.
In diesem Umfeld erleben die Teilnehmer, dass der Mensch als Teil der Natur zu verstehen ist, dass er aber auch eine Verantwortung trägt für sein natürliches Umfeld und deshalb ein verantwortlicher Umgang mit der Natur und ihren Elementen als Lebensvoraussetzung und Lebensraum aller Kreaturen notwendig ist. Das Projekt motiviert und befähigt deshalb auch zu aktivem, nachhaltigem, naturverträglichem Handeln. Diese Inhalte werden durch den Einsatz vielfältiger Methoden bzw. Methodenbausteine vermittelt:
- aktivierende Methoden
- Einzel- und Gruppenarbeiten
- Mitmachangebote, Forschungstätigkeiten
- Orientierung an den Fähig- und Fertigkeiten der Teilnehmer
- Kreativangebote
- Möglichkeit der Mitsprache und Mitgestaltung
- Medienarbeit
- Spielerische Wissensvermittlung
Durch einen begleitenden Fotowettbewerb zum Thema „MehrWert - Meine, deine, unsere Heimat“ werden die Teilnehmer zu aktiver Medienarbeit angeregt und Medienkompetenzen gefördert. Auch trägt dieser Wettbewerb dazu bei, die Thematik weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.
Vordergründig bei dem pädagogischen Konzept ist die Vermittlung eines klaren Wertesystems, der Förderung der Kompetenz und Entscheidungsfähigkeit zugunsten nachhaltiger umweltschonender und verantwortlicher Lebensweisen, zur Wahrnehmung der Natur als eigener Lebensraum und der aller Lebewesen.
Das Projekt zeichnet sich aus durch eine hohe Flexibilität bei der Durchführung, so dass die Umweltbildungsangebote von Kindergärten gerne zur Ergänzung ihres eigenen thematischen Angebotes wie den unterschiedlichen Lebensräumen Wald, Wiese, Wasser oder Hecke genutzt werden. Dies wird sich dahingehend zunutze gemacht, dass immer wieder auch alte Inhalte transportiert und gefestigt werden. Bei den Spielen lassen sich beispielsweise auf unkomplizierte Weise Inhalte des Bewegungsprojektes einbauen, ebenso können aber auch Elemente der Sinneswahrnehmung eingebaut werden. Durch die den Nutzern angepassten Themen, situationsbedingte Änderungen im Programmablauf, Eingehen auf Fragen und Wünsche können optimale Ergebnisse erreicht werden.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Aschaffenburg | Im Reich des Ameisenlöwen
Dieses Projekt zielt darauf ab, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren auf einem ehemaligen Militärgelände die Besonderheiten dieser potentiell hochwertigen Sandmagerflächen aufzuzeigen und Neugierde zu wecken für eine Fläche, die lange nicht betreten werden durfte. Viele Tiere und Pflanzen konnten sich in dieser ungestörten Zeit wieder ansiedeln. Dies geschieht im Rahmen von drei Bausteinen.
- Im Reich des Ameisenlöwen
- Wasserdetektive
- Wunderwelt Sand
Bei dem Teilprojekt „Im Reich des Ameisenlöwen“ lernen die Teilnehmer das Leben der Ameisenlöwen und vieler weiterer Sandbewohner kennen und üben einfache Kartierungsmethoden. Sie betrachten Sandböden direkt vor ihrem Haus und machen sich Gedanken zum Sand, der sie seit ihrer Kindheit in Form von Sandkästen, Glas und Gebäuden begleitet.
Die vielen eingebetteten Tümpel, Bäche und kleinen Seen laden die Kinder zu Wasseruntersuchungen ein und lassen sie als Wasserdetektive eintauchen. Auch der angrenzende Waldbereich mit vielen in diesem Landstrich typischen Kiefernbeständen ist ein idealer Ausgangspunkt für viele naturkundliche Spaziergänge, Exkursionen, Survival- und Experimentier-Aktionen. Gemeinsam legen Teilnehmer und Veranstalter eine Ausstellung mit einer Sandmagerfläche und der hier beheimateten Pflanzenwelt an.
Was in großen Keschern wimmelt, wird von kleinen Wasserdetektiven begeistert untersucht. Außerdem gehen sie auf Tauchstation, bekommen nasse Füße, schlammen am Uferrand und bestimmen Wassertiere. Sie erkennen dabei, dass viele kleine Tümpel, Bäche und Waldseen in und um die „Serengeti“ Schutz und Unterkunft bieten für viele wieder neu angesiedelte Amphibienarten, wie z. B. den Grasfrosch und die Gelbbauchunke.
Bei dem Baustein „Wunderwelt Sand“ werden die Teilnehmer mit Orientierungshilfen ausgestattet und zu Naturscouts ausgebildet. Reizvoll ist, dass dabei Technik und der Aufenthalt in der Natur miteinander verbunden werden können.
Zusätzlich und ergänzend werden mit dem Baustein „Wie schmeckt die Natur“ benachbarte Streuobstwiesen zu entsprechenden Aktionen genutzt, beispielsweise das Herstellen eines Apfelsafts.
Bei Exkursionen mit Kindern und Schulklassen zum Thema „Landschaftspflege mit Schafen“ werden Vorgehensweise und Aufgaben eines Pflegers vermittelt. Bei ökologisch sensiblen Flächen, wie am ehemaligen Truppenübungsplatz Schweinheim und in Neurod bedarf es zudem einer professionellen Hütetechnik, bei der die Herde möglichst wenig durch den Einsatz von Hunden bewegt wird. Der Besuch eines Schäfers auf der Weide gewährt einen Einblick in das Herdenverhalten der Tiere, die Arbeitsweise der Hunde und die tägliche Arbeit des Schäfers mit seinen Werkzeugen.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Bamberg | Erlebnis Wildnis - Mobile Umweltbildung Naturerbe Steigerwald
Ziel des Projekts ist es, Interesse und Kenntnisse bezüglich des Steigerwalds zu steigern. Mit einem erlebnisbezogenen und bedürfnisorientierten Ansatz sollen neue Zielgruppen für die Bedeutung des Steigerwaldes als Reservoir der Artenvielfalt sensibilisiert werden, die zu Botschafterinnen und Botschaftern des Steigerwaldes werden. Es soll ein Gefühl für die Schönheit und Besonderheit dieses Naturerbes vermitteln und die Menschen in der Region stolz auf „ihren“ Steigerwald machen und die besondere Verantwortung der Menschen für den Erhalt ansprechen und stärken.
Die Laubmischwälder des Steigerwaldes sind insgesamt noch in einem naturnahen Zustand. In den seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschafteten Naturwaldreservaten wie Waldhaus oder Brunnstube und in den kaum bewirtschafteten Waldgebieten haben einzelne Urwaldreliktarten überlebt.
Die naturnahen Gebiete des Steigerwaldes lassen erahnen, wie Urwald in Deutschland aussehen könnte. Gerade angesichts der Diskussionen um Biodiversität, den Schutz der Regenwälder und die Bedeutung von Wäldern für den Klimaschutz haben wir eine besondere Verantwortung, die letzten kleinen Reste noch verbliebenen Naturwaldes zu bewahren.
Kinder und Jugendliche sollen zu Botschaftern des Naturerbes Steigerwald werden. Sie sollen sich durch die aktive Aneignung und Auseinandersetzung mit dem Lebensraum Steigerwald identifizieren und Erwachsene an ihre Pflicht und Verantwortung zur Bewahrung dieses Erbes erinnern. Das Wissen über die Funktion und Bedeutung von Naturwäldern bzw. Urwäldern soll verbreitert werden. Dabei werden auch globale Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten deutlich. Wichtig ist dabei besonders das Zusammenspiel von Natur und Kultur, von ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung zu vermitteln.
Elemente des Projekts:
- Podcast, Youtube und Co. - Interaktive und mediale Aneignung des Themas
- Theater der Artenvielfalt
- Naturwaldmobil
- Schulung von Multiplikatoren
Inhaltlich geht es bei allen Angeboten darum, die natürlichen Lebenskreisläufe und Lebenszyklen des Buchenwalds kennen zu lernen, die Artenvielfalt zu entdecken, die Bedeutung von Naturwald für den Erhalt bestimmter Arten zu erfahren und durch die Vermittlung der Schönheit des Steigerwaldes auch das Gefühl der Verantwortung zu stärken.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Hammelburg | Information und Wege zum Energiesparen durch Wärmebildaktion
Zwei Drittel unserer Energie werden durch die Raumheizung verbraucht. In diesem Bereich Energie einzusparen, wäre also sehr effektiv. Da der Einstiegspreis für eine Energieberatung vielen zu teuer erscheint und sie daher von einer Beratung absehen, möchte der Bund Naturschutz (BN) die Hausbesitzer mit Hilfe einer Wärmebildkamera mit dem Thema „Energiesparen“ vertraut machen. Die Kosten für die Aufnahmen betragen ca. 8 €.
Der BN vertraut dabei auf die Erfahrung, dass Bilder einen weit größeren Aufforderungscharakter zum Handeln haben als alle Zahlen, die den Menschen täglich in den Medien präsentiert werden.
Der Ablauf der Aufnahmen ist dabei wie folgt:
Der „Kameramann“ stellt in telefonischer Absprache mit den Hausbesitzern eine Route zusammen. Pro Haus werden etwa 10 - 15 Aufnahmen gemacht, die dem Hausbesitzer übermittelt werden. Pro Haus ist mit einer Dauer von etwa einer Stunde zu rechnen.
Durch eine gute Schulung der Kameraleute können umfangreiche Informationen zum Energiesparen mit allen relevanten Themen bereits vor Ort und professionell vermittelt werden. Da die Hausbesitzer sensibilisiert sind, können anschließend zusätzliche Inforationen, z. B. über die KfW-Kreditbedingungen durch Energieberater in weiteren Veranstaltungen die Menschen zum Handeln bewegen.
Ein besonderes Augenmerk wird auf Kinder und Jugendliche gerichtet, die aufgefordert sind, ihre Energieverbrauchsgewohnheiten zu untersuchen (Stromsparmessgeräte, Stromsparhelden …). Dabei sollen die jugendtypischen Kommunikationswege genutzt werden. Eine geeignete Internetplattform hilft dabei, dieses Thema auch für Jugendliche fassbar zu machen.
Die sich anschließenden Informationsveranstaltungen, die flächendeckend im Landkreis angeboten werden, werden dem Einzelnen zeigen, dass er mit seinen Bemühungen nicht alleine, sondern Teil einer Gruppe ist, die beginnt, verantwortlich zu handeln.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Rosenheim | Abenteuer Natur - Natur entdecken und erleben „Am Fluss ist Leben“
Der Schwerpunkt der Umweltbildungsarbeit der Kreisgruppe Rosenheim des Bund Naturschutz konzentriert sich im Jahr 2010 auf die Beiträge im Rahmen der Landesgartenschau. Das Motto der Kreisgruppe „Am Fluss ist Leben“ wird anhand der Themen Auwald, der Leitart Biber und dem stadtökologischen Rundweg dargestellt.
Mit allen Sinnen wird der (Au)Wald für die Gruppen erlebbar. Entsprechend dem Motto der Landesgartenschau 2010 in Rosenheim „Innspiration“ wird neben dem Naturerlebnis der Blickwinkel auf die verschiedenen Wohlfahrts- und Schutzfunktionen des Auwaldes gelenkt. Entsprechend dem Alter der Teilnehmer kommen hierbei verschiedene Methoden zum Einsatz: Bilderrahmen mit verschiedenen Schlagworten, kreative Übungen sowie klassische umweltpädagogische Methoden (Spiegel, Tastspiele, Landart, Insekten suchen).
Der Biber als typische Leitart des Auwaldes hat sich im Landkreis Rosenheim wieder etabliert. Das Kennenlernen und Erleben seiner Biologie und Lebensweise, seines Nutzens für die Natur und den Menschen sowie des Umgangs mit möglichen Konflikten soll zum Schutz und nachhaltigen Miteinander dieser wieder vorkommenden Art beitragen. Zahlreiche Spiele zur Biologie des Bibers, Rollenspiele und Anschauungsmaterial (z. B. Fell, Gebiss) kommen hier zum Einsatz. Hierbei werden verschiedene Stationen aufgebaut.
Ein wichtiger Aspekt dieses Projektes ist die Kooperation mit der Förderschule „Am Gries“. Schüler der 4. Klassen betreuen dabei selbständig die Stationen beim Biberprogramm. Die Schüler/innen der Förderschule haben durch dieses Projekt, abgesehen vom Wissenserwerb, die Möglichkeit, durch die Mitgestaltung der Stationen und der Rolle als Betreuer der Stationen Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen und weitere Gestaltungskompetenzen zu erwerben. Sie tauschen die Rollen und werden vom Schüler zum Lehrer, vom Fragenden zum Wissenden.
Aus Anlass der Landesgartenschau 2010 wird gemeinsam von der Stadt Rosenheim und der Kreisgruppe Rosenheim des Bund Naturschutz ein stadtökologischer Rundweg mit Informationstafeln an 15 Stationen eingerichtet (z. B. Stadtbaum; Beläge, Fugen, Versickerung; Fassaden- und Dachbegrünung u.a.). Es werden Führungen angeboten, die bereits auf dem Weg zur Landesgartenschau Natur in der Stadt erlebbar machen. Dabei werden die Hausforderungen einer ökologischen und nachhaltigen Stadtentwicklung ebenso angesprochen wie lokale Besonderheiten.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e. V. Kreisgruppe Weilheim-Schongau | Weilheim-Schongauer Natur-Erlebnistouren
Die Grundlage des Projekts sind Ausflüge in verschiedene Ökosysteme und die Erkundung der betreffenden Lebewesen. Die Kinder / Jugendlichen versuchen in verschiedenen Herangehensweisen, einzelne Pflanzen, Tiere oder kleinere Biotope von ihrer Sicht aus zu bewerten. Veranschaulicht wird die „Wertschätzung z. B. durch Spielgeld, welches den Lebewesen und Teilen der unbelebten Natur zugeteilt wird, oder durch ihre Verwendung als „Kleidungsrohstoff“. Daraufhin folgen Perspektivenwechsel. Die Kinder erleben spielerisch das Ökosystem aus der Sicht verschiedener Tiere, Pflanzen oder Menschen. So fliegen sie z. B. als Biene über eine bunte Blumenwiese oder den Sportplatz oder sie spielen eigenständig ein Theaterstück mit mehreren Waldbesitzern.
Aus verschiedenen Blickwinkeln heraus werden neue Wertschätzungen abgegeben, Toleranz entwickelt und kritisch menschliches Verhalten beurteilt. Die Kinder werden zum ganzheitlichen Denken angeregt. Sie erfahren, dass der Mensch nur ein Teil dieses Ökosystems ist, das er durch einseitige Bewertung und Handeln stark beeinflusst. Sie erkennen, dass die Natur nur dann „natürlich“ bleibt oder wird, wenn jedes Lebewesen eine Wertschätzung und unsere Fürsorge erhält. Diese Botschaft sollen sie selbstbewusst weitertragen.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e. V. Ökostation Schwaben | Zukunftsfähiges Allgäu / Illertal
Mit dem Projekt „Zukunftsfähiges Allgäu / Illertal“ möchte die Ökostation Schwaben e. V. den Bekanntheitsgrad der Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ vergrößern und ihre Bedeutung für die gesellschaftliche Entwicklung ebenso wie für den persönlichen Lebensstil verdeutlichen. Die Studie wurde im Oktober 2008 vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und von den evangelischen Kirchenverbänden Evangelischer Entwicklungsdienst und Brot für die Welt herausgegeben. Darin sind die erklärten nationalen Ziele zur Nachhaltigkeitsstrategie zusammengefasst, weitergeführt, aber auch für Handlungsfelder auf lokaler Ebene konkretisiert.
Hierzu wird ein an das Profil der Regionen „Allgäu“ und „Unteres Illertal“ angepasstes Informations- und Erlebnisangebot entwickelt, in dem ausgewählte Leitbilder der Studie auf die regionalen Gegebenheiten übertragen werden und im Rahmen zielgruppenspezifischer Angebote für den Bürger vor Ort beispielhaft und alltagstauglich erlebbar werden.
Die bestehenden haupt- und ehrenamtlichen Strukturen des Bund Naturschutz sollen dabei ein Grundgerüst für ein Netzwerk wichtiger regionaler Akteure wie kirchliche Verbände, Weltläden, Regionalvermarkter, Agenda- und Lokale Aktionsgruppen bilden. Dabei wird eine enge, einander ergänzende Zusammenarbeit mit den genannten Gruppierungen angestrebt. Die komplexe Thematik wird an konkret bestehenden Projekten der Gruppen begreifbar werden, die Identifikation mit nachhaltiger Regionalentwicklung gefördert und die Verankerung des Gedankens einer zukunftsfähigen Entwicklung in der Region auf eine möglichst breite Basis gestellt werden.
Das Projekt besteht aus folgenden Bausteinen zur Prozessentwicklung und darauf abgestimmten Aktivitäten:
- Vernetzung der Akteure durch Initiierung von Arbeitskreisen in zwei modellhaften Regionen Schwabens
- Bestandsaufnahme von Initiativen und Projekten zu den Leitbildern und Themenschwerpunkten in der Region, die auf die Inhalte der Studie Bezug nehmen
- Ideensammlung und Koordination für ein vernetztes Programm, für Einzelaktionen und Aktionstage. Programmerstellung, Durchführung von Aktionen
- Infoveranstaltungen,
- Regionale Radtouren zu ausgewählten Projekten
- Workshop „Zukunftsfähiges Allgäu / Illertal
Das Projekt richtet sich an Erwachsene und ältere Jugendliche, die im Rahmen von Informationsveranstaltungen angesprochen werden sollen.
Über Aktionstage in Zusammenarbeit mit Kirchen, Ämtern und anderen Institutionen werden alle Altersgruppen erreicht.
Durch das Projekt werden abstrakte Begriffe wie Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Regionalentwicklung reflektiert und mit konkreten Handlungsfeldern verknüpft werden. Durch praktische Beispiele aus dem alltäglichen lokalen und regionalen Umfeld (z. B. Passivhaus - Solardorf, Hofladen - Weltladen, Geldbörse - Tauschbörse) kann eine anwendungsbezogene Sachkompetenz gesteigert werden.
Ein umfassendes Informationsangebot zu den o. g. Inhalten und das Aufzeigen von Handlungsfeldern im persönlichen Umfeld schärfen das Bewusstsein für den eigenen Lebensstil und dessen Auswirkung auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Das Projekt bietet den Teilnehmern dabei eine Vielfalt an Möglichkeiten der Einbindung in unterschiedliche, jedoch untereinander vernetzte Strukturen, die bereits an verschiedenen Eckpunkten einer nachhaltigen Entwicklung arbeiten. Die persönliche Positionsbestimmung wird gefördert und soll in ein selbstbestimmtes Engagement aus dem Bereich der nachhaltigen Entwicklung münden.
In allen Aktionsformen wird die soziale Kompetenz durch Austausch, Teamarbeit und Möglichkeit neuer Informationsformen gefördert.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V. | Biberkoffer
Mit dem Projekt soll ein Verständnis geschaffen werden, das ein problemloses Miteinander zwischen Mensch und Biber ermöglicht. Durch generationsübergreifende Aktionsangebote und ein fachlich qualifiziertes Umweltbildungsprogramm soll die Lebensweise des Bibers Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen näher gebracht und eine breite Öffentlichkeit erreicht werden. Es sollen sowohl die Chancen als auch das Konfliktpotential des Bibers im Zusammenleben mit dem Menschen erfahren und diskutiert werden. Dabei sollen einerseits Einblicke in die Lebensweise des Bibers aber auch Respekt und Verständnis für die Belange der Landnutzer geweckt werden. Dies soll durch eine Methodenvielfalt der Aktionsangebote gesichert werden. Mit Multiplikatorenschulungen, die vor allem fachlich qualifizierte Personen aus der Umweltbildung, Biberberater sowie Experten aus den verschiedenen Verbänden und Umweltbildungsstationen ansprechen, soll ein bayernweites Netzwerk aus Experten entstehen. Dadurch können die Biberkoffer flächig und effektiv von unterschiedlichen Institutionen genutzt werden. Die Anwendung erlebnisorientierter und fachlich qualifizierter Vermittlungsmethoden bei den Führungen fördert dabei den Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Interessengruppen. Vor allem bei Führungen mit Kindern und Jugendlichen sollen über Rollenspiele, Wettbewerbe, Märchen und Biberlieder selbständiges, entdeckendes Lernen im Vordergrund stehen. | 2008 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Deggendorf | Schatzkiste Donau: Den „bayerischen Amazonas“ kennenlernen
Die „Schatzkiste Donau“ ist als Sammlung von Lernspielen und Aktionen im Gelände konzipiert, mit denen verschiedene Aspekte von Natur und Landschaft im und am Fluss vermittelt werden können (z. B. Verteilung der Fließgeschwindigkeiten im Fluss, Artenvielfalt am Beispiel der auffindbaren Muschel- und Schneckenschalen, Zusammenhang zwischen Fluss- und Grundwasser, Wasserkreislauf, internationale Bedeutung der Donau, kulturelle Bedeutung der Donau).
Die bisher erarbeiteten Unterlagen enthalten jeweils Beschreibungen der Vorgehensweise, Angaben zu Zeit- und Materialaufwand, zu Lehrplanbezug und Hintergrundinformationen zu den behandelten Themen. Bei dem Programm können je nach der zur Verfügung stehenden Zeit und den Anforderungen der Gruppe einzelne Module ausgewählt und umgesetzt werden. An geeigneten Plätzen direkt an der Donau kann zeitlich flexibel die Vielfalt und die außerordentliche ökologische Qualität der Flusslandschaft an der Donau wahrgenommen und erlebt werden. In der Regel ist ohne besonderen Aufwand eine Integration in den Lehrplan möglich.
Ergänzend werden die vielfältigen Erfahrungen der Kreisgruppe in der Umweltbildung auch an Multiplikatoren vermittelt. In Kooperation mit den Schulämtern werden Fortbildungsveranstaltungen vor allem den Inhalt und den Umgang mit der „Schatzkiste Donau“ so vermitteln, dass Lehrkräfte diese in ihren Unterricht einbauen können. Die Schulungen stehen auch Multiplikatoren von Verbänden Kreisjugendringen oder anderen Einrichtungen zur Verfügung.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Erding | Im Moos da ist was Los!
An der Vielfalt der Naturerfahrungsangebote mit allen Sinnen soll festgehalten werden, um die Wahrnehmungsfähigkeit im Verhältnis Mensch und Natur bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Das Projekt soll Begeisterung für eine nachhaltige und damit eine Natur und Ressourcen schonende Lebensweise wecken. Um auf Dauer eine Breitenwirkung in der Umweltbildung zu erreichen, muss diese Arbeit kontinuierlich fortgeführt und ausgebaut werden. Zwei zusätzliche Kindergruppen, die sich in 2007 neu gebildet haben, können mit der Fortführung des Projektes gefestigt werden. | 2008 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Haßberge | Biodiversität zum Greifen auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Ebern für Kinder, Jugendliche und Multiplikatoren
Da das Spiel in der Natur heute für viele Kinder nicht stattfindet und sie nur wenig über die Artenvielfalt in der Natur wissen, möchte der BN mit dem Projekt vor allem Kindern und Jugendlichen auf dem als FFH-Gebiet ausgewiesenen ehemaligen Standortübungsplatz Ebern die „Biologische Vielfalt“ näherbringen und die im Jahre 2009 bereits begonnene Umweltweltbildungsarbeit mit in einer breit angelegten Aktion fortsetzen.
Zurückgreifend und aufbauend auf die bekannten „GEO-Tage“ zur Artenvielfalt und das Projekt „Tier live“ der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) sieht der Verein in der Vermittlung erster Einsichten in die „Biologische Vielfalt“ eine absolut wichtige Pflichtaufgabe, die er im Rahmen von 20 halbtägigen und zehn ganztägigen Veranstaltungen zielorientiert ausweiten will.
Vermittlung erster Einsichten in die Biologische Vielfalt ist eine absolut wichtige Pflichtaufgabe. Kann sie von den Institutionen nicht geleistet werden, müssen sich kompetente Gruppen um diese Naturvermittlung bemühen. Um der allgemeinen Naturentfremdung entgegenzuwirken, werden möglichst viele Kinder und Jugendliche zu dieser Begegnung und zu einer Beschäftigung mit der Natur animiert und möglichst viele Multiplikatoren befähigt. Dabei werden Multiplikatoren ermuntert, mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen in die Natur zu gehen und die Naturbegegnung zu suchen.
Alle Veranstaltungen finden ausschließlich im Freien statt. Jedes Thema (z. B. Schmetterlinge, Käfer, Bienen, Vögel, Wald, Boden u.v.m.) wird bei Bedarf in mehreren Veranstaltungen angeboten. Es werden jene Veranstaltungen ausgewählt, für die sich die meisten Interessenten anmelden. Jede Veranstaltung dauert drei Stunden.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Kelheim | RADULA - Jahresschwerpunkt: „Na-tur und Werte“ (Schulklassen)
Das Thema „Geld / Werte“ soll und muss zu einer zufriedenstellenden Behandlung ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus möglichst unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Gerade in der Wertediskussion sollte klar sein, dass die Natur die Grundlage für unser Leben darstellt. „Geld regiert die Welt“ ist eben nur bis zu einem gewissen Maß richtig, wie uns der Klimawandel und seine Folgen zeigen. Das Bewusstsein für die engen Zusammenhänge und die gegenseitige Beeinflussung von Mensch und Umwelt zu wecken, ist eines der Hauptziele des kommenden Schwerpunktthemas.
Die Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Natur und Werte“ sollen über das Verständnis der Materie hinaus bei den Teilnehmern zu einem Um- bzw. Überdenken der eigenen Einstellungen („Was ist mir im Leben wichtig?“, „Wie gehe ich mit meiner Umwelt um?“) und zu einer entsprechenden Veränderung ihres Handelns führen. Dabei sollen die Teilnehmer ihre Erkenntnisse ganz ohne „erhobenen Zeigefinger“ aus Spielen und lustig-spannenden Aktionen gewinnen.
Im Rahmen von „Natur und Werte“ werden neue modulare Programmbausteine erarbeitet, die im Rahmen von bis zu vier Stunden, nach Wunsch auch über einen längeren Zeitraum hinweg, verschiedene Aspekte des übergeordneten Themas zielgruppenorientiert beleuchten.
Dieses Projekt will, generationen- und kulturenübergreifend, alle Gruppen im Landkreis Kelheim ansprechen. Denn gerade in der Wertediskussion sind verschiedene Blickwinkel interessant und aufschlussreich.
Über die Vermittlung des Behindertenbeauftragten des Landkreises Kelheim soll die bestehende Kooperation mit den karitativen Einrichtungen (u. a. Offene Behindertenhilfe Abensberg, Cabrinihaus und -schule Offenstetten) beibehalten und verstärkt werden.
Das Projekt zielt auf Kinder und Jugendliche aus Grund-, Haupt-, Real-, Fachober-, Förderschulen und Gymnasien ab.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Kelheim | RADULA - Jahresschwerpunkt „Natur und Werte“ (Kindergärten, Jugend-gruppen)
Das Thema „Geld / Werte“ soll und muss zu einer zufriedenstellenden Behandlung ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus möglichst unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Gerade in der Wertediskussion sollte klar sein, dass die Natur die Grundlage für unser Leben darstellt. „Geld regiert die Welt“ ist eben nur bis zu einem gewissen Maß richtig, wie uns der Klimawandel und seine Folgen zeigen. Das Bewusstsein für die engen Zusammenhänge und die gegenseitige Beeinflussung von Mensch und Umwelt zu wecken, ist eines der Hauptziele des kommenden Schwerpunktthemas.
Die Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Natur und Werte“ sollen über das Verständnis der Materie hinaus bei den Teilnehmern zu einem Um- bzw. Überdenken der eigenen Einstellungen („Was ist mir im Leben wichtig?“, „Wie gehe ich mit meiner Umwelt um?“) und zu einer entsprechenden Veränderung ihres Handelns führen. Dabei sollen die Teilnehmer ihre Erkenntnisse ganz ohne „erhobenen Zeigefinger“ aus Spielen und lustig-spannenden Aktionen gewinnen.
Im Rahmen von „Natur und Werte“ werden neue modulare Programmbausteine erarbeitet, die im Rahmen von bis zu vier Stunden, nach Wunsch auch über einen längeren Zeitraum hinweg, verschiedene Aspekte des übergeordneten Themas zielgruppenorientiert beleuchten.
Dieses Projekt will, generationen- und kulturenübergreifend, alle Gruppen im Landkreis Kelheim ansprechen. Denn gerade in der Wertediskussion sind verschiedene Blickwinkel interessant und aufschlussreich.
Über die Vermittlung des Behindertenbeauftragten des Landkreises Kelheim soll die bestehende Kooperation mit den karitativen Einrichtungen (u. a. Offene Behindertenhilfe Abensberg, Cabrinihaus und -schule Offenstetten) beibehalten und verstärkt werden.
Das Projekt zielt auf Kinder und Jugendliche, integrative Gruppen, Behindertengruppen, Jugendgruppen/Vereine, Familien und Senioren ab.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu | Energieführerschein
Kinder im Alter von neun bis elf Jahren sind offen für spielerische Wissensvermittlung und bereits fähig, ein gesellschaftlich relevantes Thema und auch komplexere Zusammenhänge zu erfassen. Vor diesem Hintergrund wurde die Idee für das Kinder- und Jugendprojekt „Energieführerschein“ entwickelt. Dabei sollen Kinder und junge Jugendliche durch eigene Erfahrungen und Experimente ein Gespür und ein Bewusstsein für das Thema „Klimaschutz“ und die abstrakte Ressource Energie entwickeln.
Den Teilnehmern werden Begriffe wie Energie, Ressource, erneuerbare Energien, Klimawandel, Treibhauseffekt u. a. verständlich gemacht. Durch Modelle von Kollektoren, Photovoltaik, Energiefahrrad und andere praktische Beispiele aus der Umwelttechnik wird das Thema modern und vielfältig vermittelt.
Die Teilnehmer erfahren den Wert von Energie und begreifen den Unterschied zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien. Wesentlich ist, dass sie eigene Ideen zur Energieeinsparung auch an konkreten Projekten erarbeiten und erkennen, dass sie selbst einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten können. Damit werden die Grundlagen für ein eigenes „energiebewusstes“ Verhalten geschaffen.
Im Rahmen dieses Projekts werden die Eigenverantwortlichkeit und Handlungskompetenz gestärkt. Die Kinder werden selbst verschiedene „Energie-Verbraucher“ entdecken, ein Gefühl für Größenordnungen entwickeln und bei Maßnahmen zur Energieeinsparung begleitet.
Nach Abschluss ihrer Ausbildung werden die Teilnehmer wissen,
- warum Energie etwas besonderes und für unser Leben sehr Wichtiges ist,
- wo wie viel Energie verbraucht wird, wo jeder Energie und Geld sparen kann,
- welche nachhaltigen Energieformen es gibt und wie sie funktionieren,
- wie umweltfreundlich oder -schädlich verschiedene Energiequellen sind,
- was sie selbst für das Klima tun können.
Das Projekt richtet sich an
- Kinder und junge Jugendliche sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Alltag
- Erwachsene, die durch Generationen übergreifende Angebote in Zusammenhang mit den o. g. Kindergruppen und durch Einzelangebote angesprochen werden sollen.
| 2010 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V., | Kann man Märchen schmecken?
Im Rahmen des Projektes „Bildungsoffensive ökologischer Landbau - gesunde Ernährung“ hat der Bund Naturschutz Miltenberg die Aufgabe übernommen, im Landkreis als Bio-Botschafter eine größere Akzeptanz für die Produkte des ökologischen Landbaus zu erreichen. Im Zeitalter von Fernsehen und Computern sollen Kindern und Jugendlichen alte Märchen wieder näher gebracht und sie so auf den Weg zu gutem und gesundem Essen geführt werden. Es soll Freude machen, biologische Nahrungsmittel für ein leckeres Essen zuzubereiten. Dabei geht es dem Veranstalter darum, ein Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel zu entwickeln.
Hierzu sind vier Workshops (4 Jahreszeiten) in der Bistro-Küche geplant; ein fünfter Workshop findet in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Begegnung der Generationen“ statt. Federführend werden diese Workshops von drei Referenten (Märchenerzählerin, Berufsmusiker und Köchin) geleitet.
Fünf weitere Workshops werden unter dem gleichen Motto „Kann man Märchen schmecken“ in der freien Natur durchgeführt. Bei einer Waldexkursion mit Waldmahl, einem Besuch der Wolzmühle mit Brotbacken, bei einem Erlebnistag mit märchenhaften Ges-talten und Basteln, einem Besuch einer Burgruine mit Rittermahl und beim Aufsuchen des „Knusperhäuschens von Hänsel und Gretel“ auf der Henneburg. Unterstützt werden die Mitarbeiter des Bund Naturschutz dabei jeweils von einem Referenten.
Die einheimischen Bauern und Künstler aus der Region werden mit einbezogen.
| 2009 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Kelheim | Schulprojekt 2008: Wasser-Uhr
Ziele des Projektes sind:
| 2008 |
| Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Regen | Generation 2.0 – Botschafter für die Artenvielfalt
Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Regen Generation 2.0 – Botschafter für die Artenvielfalt Ziele des Projektes sind:
| 2008 |
| Bund Naturschutz Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu | Naturerlebnispark Mindelheim
Ziel ist es, Verständnis für die Natur zu wecken und Umweltbildung für Schulkinder, Kindergartenkinder und Erwachsene im Rahmen eines Naturerlebnisparks zu ermöglichen. | 2008 |
| Bund Naturschutz Kreisgruppe Pfaffenhofen | Energi(e)sch fürs Klima – Klimawandel, Klimaschutz, Energie
Klimawandel, Klimaschutz und der sich abzeichnende Strukturwandel auf dem Energiesektor sind in aller Munde und beherrschen die Medien. Das Ziel des Projektes ist, das Bewusstsein und den Blick auch auf heimatnahe Auswirkungen des Klimawandels zu schärfen und daraus eine Handlungskompetenz für machbare Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Aktionsradius zu entwickeln. | 2008 |
| Bund Naturschutz, Ortsgruppe Gröbenzell | Packen wir’s an! Energiekonferenz mit Jugendlichen
Klimawandel, Energie- und Rohstoffverknappung sind wichtige Themen. Obgleich einige Auswirkungen des Klimawandels schon deutlich spürbar und vielen Menschen bewusst geworden sind, besteht nach wie vor hoher Informations- und Handlungsbedarf. Sparsamerer Umgang mit Energie ist mit Verhaltensänderungen verknüpft, denen der hohe Konsumanspruch unserer Gesellschaft und viele eingefahrene Gewohnheiten entgegenstehen. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren beschäftigen sich häufig in der Schule mit den Auswirkungen des Klimawandels, es fehlt aber meist an praktischen Umset-zungsideen und Handlungsalternativen. Hier setzt das Projekt an, dessen Hauptaugenmerk im Projekt auf die aktive Mitwirkung sowohl an der Projektentwicklung als auch an der Durchführung gelegt wird. Im ersten Schritt wird eine Gruppe Jugendlicher aus den Mittel- und Oberstufen der Gröbenzeller Schulen und aus der örtlichen außerschulischen Jugendarbeit dafür gewonnen, an der Vorbereitung und Durchführung einer Jugendenergiekonferenz aktiv mitzuarbeiten. Zielgruppe sind hier zunächst Jugendliche, die bereit sind, sich intensiv mit dem Thema „effiziente und sparsame Energienutzung im eigenen Alltag“ auseinander zu setzen.
Mit einer Auftaktveranstaltung zum Kennenlernen und zur Information beginnt die Energiekonferenz. Dazu bilden die engagierten Jugendlichen mehrere Kleingruppen, die die Hauptveranstaltung und ein Nachtreffen planen und organisieren bzw. einzelne Themen-Workshops dafür vorbereiten. Das BN-Projektteam koordiniert den Vorbereitungsprozess und begleitet diese Gruppen.
Die Energiekonferenz für Jugendliche selbst, inhaltlich und methodisch geprägt durch die Projektgruppe, soll möglichst viele Gleichaltrige am Ort erreichen und wird als Veranstaltung mit aktiven Beteiligungsmöglichkeiten durchgeführt.
Aufbauend auf bereits vorhandenem Wissen, Erfahrungen und speziellen Interessensgebieten der Projektteilnehmer kann in partizipativen, fachlich und methodisch begleiteten Prozessen weiteres Wissen zum Themenbereich erworben und Erfahrungsaustausch gepflegt werden. Die Jugendlichen lernen durch Eigenmotivation, selbständige Recherche und voneinander. Sie gestalten diesen Lernprozess selbst und bestimmen die Schwerpunkte.
Die aus der Jugendenergiekonferenz entstandenen Handlungsimpulse werden in einem mehrstündigen Nachtreffen verstärkt. Gleichzeitig wird dieses aber auch einen Baustein der Auswertung bilden.
| 2009 |
| Chapeau Claque e. V. Bamberg | 'Wasser-Energie' Musiktheaterprojekt
Ziel des Projektes ist es,
- das Thema „Energie“ durch Theater- und Musikpädagogik sowie durch naturwissenschaftliche Experimente ganzheitlich und erfahrungsbezogen nachhaltig zu vermitteln,
- Grundlagen der Energieversorgung aufzuzeigen und
- die Zukunft der Energie zu thematisieren.
Den Schülern werden durch Schauspiel und von Experten vor Ort (z. B. Beschäftige der Kläranlage oder des Wasserwerks) sowohl die Grundlagen der Energieversorgung als auch alternative Nutzung der Energie-Ressourcen aufgezeigt.
Durch ein anschließendes vielseitiges Angebot aus den Sparten Musik, Theaterpädagogik und dem naturwissenschaftlichen Experiment werden die Voraussetzungen geschaffen, Schüler mit ihren unterschiedlichen Interessen für das Thema „Wasser und Energie“ zu erreichen.
Die Schüler haben nach der inhaltlichen Einführung in die Grundlagen der Energieversorgung und Alternativen Energien die Aufgabe, durch eigenständiges kreatives Arbeiten, Erlebtes und Gesehenes so umzusetzen, dass sie ihre Eindrücke in einer musikalischen Theateraufführung und einer Vorführung der Experimente einer breiten Öffentlichkeit (ca. 1.000 Zuschauer) präsentieren können.
Neben einer nachhaltigen Umweltbildung erfolgt durch das Theaterprojekt die Schulung von Schlüsselqualifikationen. Durch die Beteiligung von Schülern, Lehrern und Eltern an einem Projekt an der Schnittstelle von Umweltbildung, Kultur und Schule verändert sich auch die Schule nachhaltig, wodurch der Umweltgedanke einen breiteren Raum ein-nimmt.
| 2009 |
| Chiemgauer EV | Klimawerkstatt-Verbrauchergruppen
In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München erprobte der Verein die Einsparung von CO2. In dieser ersten Erprobungsphase konnten bereits Einsparpotenziale bis zu 20 % pro Haushalt erzielt werden. Der Ansatz, gruppendynamische Prozesse in Gang zu bringen, kam sehr gut an.
Im nächsten Schritt gilt es nun, die Idee zu einem stimmigen umweltpädagogischen Konzept weiter zu entwickeln, das sich dann in der Region und überregional multiplizieren lässt. Dazu ist es erforderlich, Multiplikatoren in der Region auszubilden, die unabhängig von einer wissenschaftlichen Begleitung diesen Ansatz auf Dauer weiter vermitteln.
Die Zielsetzung des Projektes liegt in der
- Ausbildung von Multiplikatoren
- langfristig flächendeckende Etablierung von CO2-Verbrauchergruppen
- Zusammenarbeit mit Gemeinden
- Entwicklung eines Verbrauchergruppen-Konzepts, das sich selbst trägt.
- 10 % CO2-Einsparung pro Jahr, ausgehend von einer anfänglichen Bestandsaufnahme mit dem IFEU-Klimarechner.
Über die Gruppenbildung gelingt eine wechselseitige Motivation zum Klimaschutz. Vorbilder und „Nachzügler“ tauschen sich aus.
| 2010 |
| Deutsche Vertretung der Internationalen Alpenschutzkommission e.V. | Aktiv für das Passivhaus
Der Energieverbrauch lässt sich mit Passivhäusern und energieeffizienten Sanierungen nach dem heutigen Stand der Technik im Vergleich zum Standard problemlos um den Faktor 10 verringern. Die energetische Sanierung von Häusern und ein Passivhaus-Neubaustandard müssen massiv intensiviert werden, will Deutschland und Bayern die gesteckten Klimaschutzziele erreichen. Bislang werden die bestehenden und bereits heute wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen zur energieeffizienten Sanierung wie auch im Neubau jedoch nur in den seltensten Fällen voll ausgeschöpft. Das liegt unter anderem an vielen Vorurteilen, die gegenüber Passivhäusern kursieren. Ziel des Projektes „Aktiv für das Passivhaus“ ist es deshalb, Vorurteile über Passivhäuser und energieeffiziente Sanierungen abzubauen und damit Passivhausbau und energetische Sanierungen zu intensivieren. Durch die Möglichkeit zur Besichtigung von Passivhäusern in der „Nacht des Passivhauses“ können hervorragendes Raumklima und Wohlfühlatmosphäre in einem Passivhaus persönlich erlebt werden und so - im Gegensatz zu Fachvorträgen - einem breiten Publikum emotional und inhaltlich die Vorzüge energieeffizienten Bauens und Sanierens nahe gebracht werden. Über das Projekt sollen gerade in Regionen, in denen bislang energieeffizientes Bauen noch nicht weit verbreitet ist, entsprechende Entwicklungen wirksam gefördert werden. | 2008 |
| Deutsches Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern e.V./Jugendherberge Eichstätt | Neue Wege in die (Bildungs-) Landschaft
Die meisten Programme an der Jugendherberge nehmen engen Bezug auf die Landschaft des Naturparks. Den Teilnehmern sollen Schönheit, Besonderheit und das Schützenswerte der Natur am Beispiel der Natur- u. Kulturlandschaft mit ihrer typischen Verzahnung von Wiesen, Schafweiden, Felsfluren, Wäldern und Steinbrüchen durch verschiedene Methoden vermittelt werden. Im Projekt sollen Voraussetzungen für die Etablierung von Programmbausteinen geschaffen werden, die dieses Anliegen fördern. | 2008 |
| Die Mobile Umweltschule | WertVoll?!
Im Vordergrund steht die Frage nach dem Wert von besonderen Gegebenheiten in der Ammerseeregion: Welchen Wert hat die Landschaft? Welchen Wert haben Natur und Artenvielfalt? Welchen Wert haben gesellschaftliche oder kulturelle Gegebenheiten (z. B. intakte Dorfstrukturen)? Bei der Fragestellung werden monetäre und ideelle Gesichtspunkte und mögliche Wechselwirkungen (z. B. „weiche Standortfaktoren“) berücksichtigt. Zur Beantwortung der Frage werden Vergangenheit und Gegenwart herangezogen und Vorstellungen für die Zukunft entwickelt.
Bei dem Projekt arbeiten Schüler und Senioren zusammen. Schüler recherchieren, befragen Senioren / Zeitzeugen zur Vergangenheit, diskutieren mit ihnen Beobachtungen und gegenseitige Vorstellungen, versuchen, mit Senioren gemeinsame Wertvorstellungen zu finden und ggf. Visionen, Perspektiven oder Ideen für konkrete Handlungsansätze zu entwickeln. Die Ergebnisse werden u. a. Gemeinderäten oder Gremien des regionalen Entwicklungsprozesses vorgestellt und in geeigneter Weise öffentlich präsentiert.
Hinter den Maßnahmen steckt der pädagogische Ansatz, Senioren und Jugendliche aktiv an einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu beteiligen. Senioren bringen ihre Erfahrungen ein. Schülerinnen und Schüler arbeiten interdisziplinär, mit unterschiedlichen Methoden (Recherche, Interview, Diskussion) mit den Senioren zusammen. Sie lernen dadurch nicht nur inhaltlich, sondern üben auch Kompetenzen für eine aktive nachhaltige Gestaltung ihrer Zukunft.
Durch die Zusammenarbeit kommen Alt und Jung einander nahe. Sie können gegenseitige Wertschätzung und wechselseitiges Verständnis aufbauen und erhalten die Chance, miteinander aktiv zu werden.
| 2010 |
| Eine Welt Laden Teublitz e. V. | Globales Lernen + Fairer Handel
Der Eine Welt Laden Teublitz e.V. fördert und führt Bildungsmaßnahmen und Veranstaltungen durch, die dem Verständnis der Zusammenhänge zwischen Industrieländern und den Ländern der sogenannten Dritten Welt dienen. Unter dem Motto „global denken - lokal handeln“ werden Lernangebote gemacht, die nicht nur im eigentlichen Sinne „bilden“, sondern die sozialen Kompetenzen der Schüler erweitern.
Globales Lernen will
- Faszination und Neugierde für andere Kulturen wecken
- Vorurteile hinterfragen
- zum kritischen Denken anregen
Dies wird erreicht durch verschiedene Methoden des offenen Unterrichts:
- Lernen an Stationen
- Workshops
- Planspiele
- Zukunftswerkstatt
- Projektorientiertes Lernen, wenn möglich fachübergreifend
- Arbeiten mit etwa gleichaltrigen Identifikationsfiguren
Für das Thema „Textilien“ wird eine Unterrichtseinheit „Der Weg einer Jeans“ angeboten, da dieses Produkt viele betrifft. Gleichzeitig werden dabei Themen wie „Pestizideinsatz, Wasserverbrauch beim konventionellen Baumwollanbau und der Bereich „Kinderarbeit in der Bekleidungsindustrie“ thematisiert.
Einen großen Themenkomplex stellt der Bereich Landwirtschaft und Ernährung dar. Dazu gibt es im Rahmen der Kampagne von Brot für die Welt „Niemand is(s)t für sich allein“ neues Material.
Speziell für Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe wurde für diesen Bereich die Unterrichtseinheit „We feed the World“ erarbeitet. Mit Sequenzen des gleichnamigen Dokumentarfilmes werden Informationen zur Welternährungslage angeboten.
- Wieso fressen deutsche Rinder den brasilianischen Urwald auf?
- Wie zerstören EU-Agrarsubventionen die Lebensgrundalge afrikanischer Bauern?
Insbesondere Kinder sollen von klein auf befähig werden, sich für Lebens- und Arbeitsbedingungen in den ärmeren Teilen der Welt zu interessieren. Dabei werden die Prinzipien des fairen Handels erläutert und den Kindern die Macht des Verbrauchers aufgezeigt. Mit ihren neuen Erkenntnissen nehmen sie Einfluss auf das Verbrauchs- und Konsumverhalten der Familien.
| 2010 |
| Evang. Landjugend i. Bay. Landesstelle und Landvolkshochschule Pappenheim | „Auf den Spuren von Tom Sawyer“ – Ökologische Umweltbildung am Beispiel der Altmühl
Ziele des Projekts:
| 2008 |
| Evang. Landjugend i. Bay. Landesstelle und Landvolkshochschule Pappenheim | Prima Klima? – Unser Beitrag zum Klimaschutz – Alternative Energien als sinnvoller Ausweg!“
Ziele des Projekts:
| 2008 |
| Evang. Landjugend in Bayern - Landvolkshochschule Pappenheim | Kinder- und Jugendprojekt: „Heimat Natur“
Ein wichtiges Ziel des Projekts „Heimat Natur!“ ist der Erwerb von Gestaltungskompetenz. Das Projekt selbst wird als wichtiges Lernfeld verwendet. Kinder und Jugendliche erfahren dabei, dass durch ihr Engagement Mitbestimmung und Einfluss auf die Gestaltung des Projekts möglich ist.
In der ersten Bildungsphase wird die Projektgruppe mit Jugendlichen aus der Region Lauf-Hersbruck gebildet, die Inhalte beschlossen und weitere Termine vereinbart.
Das erste Thema lautet: „Meine Region“.
- Think global - act local - Vom Wert der Region in einer globalisierten Welt.
- Stärken - Schwächen - Analyse der eigenen Region
- Exkursion: Heimische Flora & Fauna
In der zweiten Bildungsphase findet ein Zeltlager mit Kindern und Jugendlichen statt, bei der die in der ersten Bildungsphase erarbeiteten Methoden angewendet werden:
- Naturbestimmungsübungen (z. B. mit Becherlupe und Bestimmungstabellen im Ökosystem Wiese)
- Versorgung durch regional erzeugte Produkte, wobei Teilnehmer an der Zubereitung der Mahlzeiten beteiligt sind
- Planspiele (z. B. Milchkrise: Landwirte kämpfen um gerechte Preise für Milch)
- Methoden der Theaterpädagogik (z. B. Spontantheater zur Konfliktlösung)
- Wahrnehmungs- und Sensibilisierungsübungen
Über die genauen Inhalte und Methoden bestimmen die beteiligten Jugendlichen im Verlauf des Projekts selbst. Dieses Vorgehen hat sich bei vergleichbaren Projekten bewährt. Darüber hinaus weckt diese Arbeitsform über das jeweilige Projekt hinaus nachhaltiges Interesse der beteiligten Kinder und Jugendlichen am Themenkreis „Umweltbildung / Umweltarbeit“.
| 2010 |
| Evang. Landjugend in Bayern - Landvolkshochschule Pappenheim | Klimaschutz geht uns alle an …!
Bei regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen für Multiplikatoren der Evang. Landvolkshochschule wurde vorgeschlagen, die drängende Frage des Klimawandels und die Umweltbildung in Frauengruppen aufzunehmen. So entstand die Idee, ein Umweltbildungsseminar speziell zum Thema „Klimawandel und Klimaschutz“ für ehrenamtlich tätige Multiplikatoren in der Frauenarbeit anzubieten.
Die Zielsetzung des Projektes liegt darin, dass die Teilnehmer die Bedrohung der Umwelt durch den Klimawandel bewusst wahrnehmen und bisheriges Wissen vertiefen. Sie lernen verstehen, welchen Einfluss menschliche Aktivität auf das Weltklima hat. Die Teilnehmer erkennen und diskutieren mögliche Handlungsalternativen und reflektieren ihre Umsetzbarkeit. Sie sollen sowohl individuelle Wege entdecken als auch gesellschaftliche und globale Zusammenhänge in den Blick nehmen.
Das Seminar möchte Multiplikatoren für die Arbeit mit Frauengruppen motivieren, Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Umweltbildung zu planen und durchzuführen. Erlebnisorientiert werden Methoden der Erwachsenenbildung vorgestellt und auf die Umsetzbarkeit in Frauengruppen hin reflektiert werden; insbesondere Methoden, die
- das Interesse an der Natur und an Naturzusammenhängen wecken
- Informationen rund um das Klimageschehen und den Klimawandel vermitteln
- Anstöße geben, über die Haltung zur Umwelt nachzudenken und über Möglichkeiten, für die Umwelt (Klimaschutz) zu handeln.
Das Projekt zielt darauf ab,
- die Natur und ihre Elemente als Lebensgrundlage zu schätzen,
- die globale Verflechtung und die Auswirkung des eigenen Verhaltens auf das Klima weltweit zu verstehen,
- Umweltbelastungen und -gefährdung zu erkennen und Gegenmaßnahmen transparent zu machen,
- zu erkennen, dass die Klimapolitik in den kommenden 20 Jahren entscheidend ist für die Entwicklung in den nächsten 200 Jahren,
- zu zeigen, dass den Möglichkeiten im eigenen Verhalten und im persönlichen Lebensumfeld dabei besonderes Gewicht zukommt.
| 2010 |
| Evang. Landjugend in Bayern - Landvolkshochschule Pappenheim | Mit Ritter Rob auf Abenteuer - Ökologische Zusammenhänge von Wald und Wiese begreifen
Das Projekt richtet sich an junge Familien mit Kindern bis zu zwölf Jahren. Hierbei haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich auf dem Gelände der Pappenheimer Burg mit umweltpädagogischen Schwerpunkten auseinanderzusetzen. Durch die Identifikation mit der Figur eines Ritters erhalten die Kinder einen altersgemäßen Zugang zu diesem Thema. So gestalten sie beispielsweise alternativ zu Namensschildchen Ritterhelme und Burgfräulein Hüte.
Die Teilnehmer erhalten erste Grundinformationen zum Thema „Ökosystem Wald“. Sie lernen, dass Tier- und Pflanzenarten in sehr starker Beziehung zueinander stehen. Fällt ein Tier oder eine Pflanze durch bestimmte Umwelteinflüsse aus, so wirkt sich dies auch auf andere Arten aus (z. B. Nahrungskette). Diese Beziehungen und Auswirkungen werden mit Hilfe einer Gruppenübung verdeutlich.
Ritter mussten auf ihren langen Reisen ab und an im Wald übernachten und deshalb mit den Gegebenheit des Waldes vertraut sein und sich in der Tier- und Pflanzenwelt auskennen. Bei einer Naturentdeckungsreise im Schernfelder Forst wird spielerisch das Wissen über die Pflanzenwelt des Waldes vermittelt. Außerdem lernen die Teilnehmer, aus naturnahen Materialien Unterschlupfmöglichkeiten zu bauen.
In einem Kräuterworkshop lernen die Kinder durch einen Duftparcours verschiedene getrocknete Kräuter kennen und erfahren in Kreativangeboten Wirkungsweisen und Anwendungsmöglichkeiten. Vom Mischen einer Salbe und eines Kräutertees stehen die Zubereitung von Rosenzucker sowie das Herstellen eine Duftsäckchens auf dem Programm. Die vermittelten Inhalte der Kräuterführung werden durch den Einsatz von Riechdosen, Tastsäckchen und einem Geschmackstest vertieft.
Bei einem Gelage dreht sich alles um die Kräuterküche. Die Kinder schneiden verschiedene Kräuter, bereiten unter Anleitung Speisen wie Kräuterquark, Schnittlauchbrote oder Kräuterstockbrot zu. Gemeinsam wird ein kleines Kräuterbuffett aufgebaut.
Mit dem Ritterschlag verpflichtet sich der Teilnehmer, Wald und Wiese durch eine konkrete Maßnahme zu schützen.
Durch das gemeinsame Erfahren von Eltern und Kindern sowohl im praktischen Erleben in der Natur als auch in der Reflexion und Auswertung in der Landvolkshochschule wird intensiv gelernt.
| 2010 |
| Evang.-Luth. Landvolkshochschule Pappenheim | Die staade Zeit: Natur und Umweltschutz in den Wintermonaten
Da sich das Projekt an Familien richtet, ist es wichtig, Informationen und Exkursionen auf kindgerechte und abwechslungsreiche Weise anzubieten. Als Identifikationsfigur wurde ein Igel gewählt, der durch das Programm führt und Informationen auf altersgerechte Weise vermittelt. In vier verschiedenen Altersgruppen werden umweltgerechte Verhaltensweisen in den Wintermonaten erarbeitet und zum Teil eingeübt. Es werden die Unterschiede vermittelt zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre und die entsprechenden Tiere werden zugeordnet. Das Projekt beschäftigt sich mit der Veränderung der Natur im Winterhalbjahr, mit dem zur Ruhe Kommen und dem Aufblühen.
Außerdem wird die winterliche Gemütlichkeit hinterfragt. Findet sie auf Kosten der Umwelt statt? Hierzu gibt es Informationen zu Folgen des Klimawandels durch die CO2-Emission beim Heizen. Zusammenhängend damit werden umwelt- und klimagerechtes Verhaltens erarbeitet. Die Teilnehmenden werden sich ihrer eigenen Verantwortung gegenüber der Schöpfung bewusst und der Bedeutung von klimagerechtem Verhalten. Außerdem setzen Sie sich mit regenerativen Energiequellen auseinander.
Durch Exkursionen in den Winterwald in Begleitung eines Försters werden nachhaltige Naturerfahrungen gemacht und das Interesse für das Leben in der Natur im Winter geweckt. Zudem entdecken die Teilnehmer die Mistel und andere Heilkräuter als „Kraftquellen“ für den Winter.
Durch das gemeinsame Lernen von Eltern und Kindern sowohl durch erfahrungsbezogene Seminareinheiten, durch kreative Elemente als auch die Erweiterung des Wissens werden Grundlagen geschaffen, die ein verändertes Verhalten ermöglichen. Bewusst wird das Augenmerk auf die Natur und den Umweltschutz in den Wintermonaten gelegt. Auch in dieser Zeit ereignen sich in der Natur Prozesse, die wichtig für das Ökosystem sind, den Prozess von Werden und Vergehen in den Blick nehmen und auch den Menschen in seinem Dasein beeinflussen. Durch die erlebnisorientierte Herangehensweise und die Exkursionen werden die Teilnehmenden als Familie zu veränderten Handlungsweisen im Bereich Heizverhalten und klimagerechtes Verhalten angeregt. Die dadurch gestärkte Eigenverantwortung der Teilnehmer wirkt sich nachhaltig auf Natur- und Umweltschutz aus.
| 2010 |
| Evangelisches Bildungswerk Fürth e.V. | KlimaWandel - die Welt im Blick
Die Besucher sollen sich mit Themen des Umweltschutzes auseinandersetzen. Bei Vorträgen, Filmgesprächen und Diskussionsveranstaltungen sollen sie zum Nachdenken kommen und sich eine eigene Meinung bilden. Weiter sollen die Teilnehmenden Möglichkeiten eines umweltbewussten Verhaltens und Argumente für einen bewussten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen kennen lernen. Ziel ist, in Sachen Umweltschutz zu einem Umdenken anzuregen, das auch im Freundes- und Kollegenkreis der Teilnehmenden Auswirkungen zeigt. Darüber hinaus sollen Vertreter der Politik für die Anliegen von Jugendlichen sensibilisiert werden und umgekehrt. Dadurch, dass Visionen und Wünsche der Jugendlichen und die „beschränkten Einflussmöglichkeiten“ von Politikern nebeneinander gestellt werden, soll ein größeres Verständnis füreinander entstehen. | 2008 |
| Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V. | Natur & Pädagogik - Weiterbildung in Naturpädagogik
Natur, so das Ziel der Weiterbildung, soll wieder erlebbar und vertraut werden. Durch Naturpädagogik wird ein spielerischer Zugang geschaffen. Im Vordergrund steht die Freude in und an der Natur. Naturwissen wird durch gemeinsame Spiele, durch Beobachtung und eigenes Experimentieren vermittelt. Außerdem soll der Einzelne durch Erkennen von Zusammenhängen in der Natur ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass er selbst ein Teil unseres Ökosystems ist, für dessen Erhalt er Verantwortung trägt.
Die Weiterbildung vermittelt Kenntnisse und Methoden, die den Teilnehmer der Weiterbildung befähigen, Gruppen jeder Altersstufe einen lebendigen Bezug zur Natur zu vermitteln.
Bei den einzelnen Themenschwerpunkten gibt es an denn Kurswochenenden eine Einführung in das theoretische Fachwissen durch erfahrene, qualifizierte Referenten. Die Teilnehmer erproben miteinander themenbezogene Spiele und Methoden, die in der späteren Tätigkeit als Naturpädagoge eingesetzt werden können. Auch die eigene (Natur-)Erfahrung wird sich während der Weiterbildung vertiefen. Die Natur in der Umgebung wird „hautnah“ erlebt und erforscht. Wo es möglich und nötig ist, werden umweltpolitische Aspekte miteinbezogen. Kursorte sind Bildungs- und Freizeitstätten in der Oberpfalz und in Niederbayern. Praktika in Verbänden/Trägern ermöglichen den Teilnehmern Einblick in bewährte Tätigkeitsfelder. Die Praktikumsstelle wird vom Teilnehmer selbst ausgesucht. Am Schluss der Weiterbildung steht ein gemeinsames naturpädagogisches Projekt der Teilnehmer, die nun in Planung und Durchführung das Erlernte gemeinsam in der Praxis erproben können.
Das Angebot der Weiterbildung in Naturpädagogik richtet sich an Interessierte aus pädagogischen oder naturwissenschaftlichen Berufen, aber auch an im ökologischen Bereich ehrenamtlich Tätige. Durch Exkursionen und Aktionen wird er Natur als liebens- und schützenswert erfahren.
Die Weiterbildung umfasst 14 mehrtägige Seminare, ein zwanzigstündiges Praktikum und ein vom Teilnehmer selbständig durchzuführendes naturpädagogisches Projekt.
| 2010 |
| Flussparadies Franken e. V. Bam-berg | Im Fluss der Geschichte: Erzählca-fes, Fischerzunft und Badekultur
Generationen übergreifend wird eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Wasser“ und dessen Bedeutung für verschiedene Lebensbereiche angeregt. Durch den Regionalbezug (Stadt und Landkreis Bamberg) gibt es eine lokale Verortung, die an Bekanntem anknüpft und einen persönlichen Bezug ermöglicht. Es wird einen auf historischen Quellen und Materialien basierenden Blick in die Geschichte des Wassers und damit der Stadt und Region geben, der durch persönliche Erlebnisse und Dokumente lebendig wird. Der Generationen übergreifende Dialog bündelt die Interessen, die mit dem Medium Wasser als Freizeitvergnügen sowie als Lebens- und Arbeitsgrundlage zusammenhängen und macht die Bedeutung des Wassers für die verschiedenen Lebensbereiche deutlich. Dadurch werden gegenseitige Abhängigkeiten und Symbiosen deutlich, die wiederum eine gemeinsame Verantwortung aller Alters- und Interessensgruppen für den Erhalt der Lebensgrundlage Wasser und damit auch den Erhalt der Heimat herausfordern.
Aspekte:
- Freizeitbereich: Baden im Fluss und Wasserqualität
- Berufsausübung: Fischereiwesen, Wasserqualität, Fischvorkommen, Fischarten
- Im Generationenaustausch voneinander lernen
- Gemeinsam zum Erhalt der Heimat beitragen und Verantwortung übernehmen
Um die Ziele des Projektes zu erreichen, wird die aus der Museumsarbeit kommende Methodik des Erzählcafes für die Umweltbildung erstmalig in der Region beispielhaft umgesetzt. In angenehmer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen kommen Menschen un-terschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer Hintergründe zusammen. Zu einem vorbereiteten Thema erzählen ausgewählte Zeitzeugen aus biographischer Perspektive. Dieses Erzählen wird moderiert und in einem zweiten Teil wird das Publikum mit einbe-zogen. Die Ergebnisse werden mitgeschnitten, ausgewertet und präsentiert. Für das Erzählcafe „Badekultur“ werden Jugendliche maßgeblich in die inhaltliche Vorbereitung, Organisation und Durchführung mit eingebunden. Beim Erzählcafe „Fischerzunft“ wird der Wandel der Tradition der Fischerei im Mittelpunkt stehen.
| 2009 |
| Franziskuswerk Schönbrunn eGmbH | Kann man Energie essen? Integrative Schönbrunner Ernährungswoche
Fastfood Ketten und Imbissbuden bedienen in der allgemeinen Hektik den Trend zu möglichst noch schnellerem Essen. Esskultur und dabei der direkte Bezug zu unseren Lebens-Mitteln geht dabei verloren: Wir säen und ernten nicht mehr.
In den vier Tagen der integrativen Schönbrunner Ernährungswoche wird der Ursprung unserer Nahrungsmittel und die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Energie, Pflanze, Tier und Mensch wieder entdeckt. Dabei macht sich das Franziskuswerk Schönbrunn die bereits vorhandene örtliche Infrastruktur (Landwirtschaft, Gärtnerei, Großküche, etc) und das interne Know-how (Ernährungsberatung) ebenso zu Nutze wie das Fachwissen externer Kooperationspartner.
Mit einer Auswahl vielseitiger Erfahrungsmöglichkeiten sollen Erkenntnisse gewonnen und nachhaltige Erlebnisse vermittelt:
1. Wissens- und Erfahrenswertes zu Energie und Ernährung
- „Energiezentrale Mensch“: Die Speisereise durch den Körper kann anhand einer großen Installation, die den menschlichen Verdauungsweg darstellt, selbst nachempfunden werden
- Ernährungspyramide: Mit anschaulichen Methoden wird die optimale Zusammensetzung einer gesunden Ernährung gemeinsam erarbeitet.
- „Schnitzel- und Gemüsejagd“: In verschiedenen Stationen (Landwirtschaft, Gärtnerei, Großküche) wird die Nahrungsmittelproduktion und -verarbeitung in Schönbrunn erkundet. Hierbei wird der Energiekreislauf Sonne-Pflanze-Tier-Mensch hervorgehoben.
2. Kultur und Kreativität rund um’s Essen
- „Reise von A(nis) bis Z(imt)“: Esskulturen im eigenen und in anderen Ländern kennenlernen. In Kleingruppen werden Essensszenarien aus verschiedenen Ländern (z. B. Asien, Afrika, Europa) zusammengestellt.
- Kartoffelrap und Kräuterdip“: Rund um die Kartoffel wird in einer kulinarischen (Kochen), ästhetischen (Dekoration) und einer künstlerischen (Theater, Musik, Tanz) Gruppe ein vielseitiges Menü zubereitet.
3. Genieße mit allen Sinnen
- Tägliche Übungen zum Schmecken, Riechen, Tasten, Sehen dienen als Einstieg und Ergänzung hin zu einem ganzheitlichen Umgang mit Nahrungsmitteln
4. Praktische Handlungsmöglichkeiten
- Gärtnerische Arbeiten wie Ernten und Topfen können selbst ausgeführt werden.
5. Dokumentationsgruppe
- „Journalistengruppe Tschipps“ begleitet die täglichen Aktionen mit Digitalkameras, Stift und Papier und Aufnahmegerät
- Präsentation der journalistischen Ergebnisse am Abschlussabend
| 2009 |
| Franziskuswerk Schönbrunn GmbH | Wasser & Mehr … – Schönbrunner Wasserwerkstatt
Ziele des Projektes sind:
| 2008 |
| Freundinnen der Donau e.V. | Donauschatzkiste - Projekt zur Sensibilisierung von Kindern für das Leben mit der Donau - Ein Leitfaden zum Erleben
Ziel des Projektes ist es, vorrangig Kinder und Jugendliche für das Leben an und mit der Donau zu sensibilisieren, ihnen den Wert dieses Weltnaturerbes zu verdeutlichen und die Donau zu schützen. Das Konzept ist so angelegt, dass es auch Privatpersonen oder andere Einrichtungen flexibel nutzen können.
An Hand der Projektunterlagen führt die Lehrperson mit der Klasse einen Projekttag an der Donau durch Die Unterlagen enthalten genaue Vorgehensweisen, Zeit- und Materialaufwand, Lehrplanbezug und Hintergrundinformationen zu den behandelten Themen.
Das Projekt beinhaltet u. a.:
- Der Wasserkreislauf
- Ökosystem Donauraum
- Biologische Vielfalt
- Wasserwelten
- Eine Landkarte - viele Fragen
- Kulturg’schichtn
So wird z. B. beim Teilbereich „Ökosystem Donauraum“ eine Gesteinssammlung angelegt, die Kinder lassen flache Steine springen, sie bestimmen den Härtegrad des Was-sers und messen die Fließgeschwindigkeit.
Des Weiteren lernen die Kinder auch, Steine wieder zu erkennen. Jedes Kind sucht sich in der näheren Umgebung einen Stein und versucht, sich sowohl mit den Augen als auch mit den Händen die Merkmale seines Steins einzuprägen. In einem Spiel muss das Kind seinen Stein, der vorher eingesammelt wurde, wieder erkennen. Es darf ihn dann mit nach Hause nehmen. Dabei wird jedoch deutlich gemacht, welche Gegenstände im Überfluss an der Donau vorhanden sind und welche in bedrohlich geringer Stückzahl auftreten. Alles Lebendige muss aber bleiben, wo es beheimatet ist.
Bei der Schatzsuche sucht die Projektleitung eine sichere Stelle an der Donau mit naturnaher Umgebung, abwechslungsreichem Ufer, wechselnder Strömung und sauberem Wasser. Das Sammeln von interessanten Gegenständen hat den Sinn, die Neugierde der Kinder und Jugendlichen zu wecken und ruhiges, konzentriertes Arbeiten möglich zu machen.
Die Projektunterlagen eignen sich für jeden Träger, der mit Kindern und Jugendlichen arbeitet. Des Weiteren können auch Privatpersonen mit den Unterlagen einen Tag und mehr an der Donau erleben.
| 2009 |
| FUKS Neunburg vorm Wald | Umweltbildung und Bildung für nachhal-tige Entwicklung an der Grund- und Hauptschule Wackersdorf und an drei weiteren Schulen im LKr. Schwandorf, Schwerpunkt Klima- und Ressourcen-schutz
Für die Jahrgangsstufen 3 - 6 werden Projekte zum Themenbereich „Energie und Klima“ angeboten und damit in Verbindung Einheiten zu den Themen „Ernährung“, „Bekleidung“ und „Mobilität“
Workshop zum Thema „Ernährung“
Es wird erkundet, was gesunde Lebensmittel sind, wie sie produziert werden, was beim Einkauf zu beachten ist. Abgerundet wird das Thema durch Unter-richtseinheiten zum Thema „Fairer Handel, fair gehandelte Schokolade und Kakao“ mittels eines Lernzirkels für die älteren Schüler bzw. mittels Aufführung eines Puppentheaters für die jüngeren Schüler. Ein gemeinsames faires, regionales und biologisches Frühstück wird ebenfalls zubereitet.
Projekte zum Thema „Müll“
Beim Thema „Müll“ will man neue Wege gehen. Die Trennung soll nach neuen Gesichtspunkten erfolgen. Es werden Wandzeitungen zum Thema Mülltrennung gestaltet, Papier recycelt und daraus Postkarten gestaltet. Außerdem werden der örtliche Wertstoffhof sowie die zentrale Müllverbrennungsanlage in Schwandorf besucht. Weiterhin soll herausgefun-den werden, wie mit dem Müll in anderen Ländern umgegangen wird (Beispiel Slum oder auch nachhaltige Lebensstile, die kaum Müll produ-zieren).
Aus dem Themenkreis „Globales Lernen“ werden auch hier Unterrichtseinhei-ten zum Einsatz kommen. Es wird der Weg einer Jeans erkundet und heraus-gefunden, wo, wie und von wem unsere Kleidung hergestellt wird.
Der Themenbereich „Gut Leben statt viel Haben“ soll ebenfalls Raum finden.
Außerdem wird in Zusammenarbeit mit dem Agenda 21 Arbeitskreis ein So-lartag angeboten. U. a. werden mit einem Solarkocher Bratkartoffeln gekocht, Wasser erwärmt und solarbetriebene Geräte zum Laufen gebracht.
| 2009 |
| Gemeinde Iffeldorf | Umweltbildungsprojekt in Iffeldorf
Ziel des Projektes ist, Iffeldorfer Bürger für ein Dorfprojekt zum (Neu-)Entdecken der heimischen Natur und Kulturlandschaft sowie zum Aufleben historischer Nutzungsformen und Aktionen zu mobilisieren.
Altbekanntes soll neu entdeckt werden (z. B. Eiszerfallslandschaft). Dabei wird Kindern und Erwachsenen fundiertes Fachwissen auf einfache anschauliche Art nahe gebracht.
Durch das Projekt erfährt die heimische Natur eine Wertschätzung. Was ist (mir) der Wald/die kleinstrukturierte Kulturlandschaft mit Streuwiesennutzung und Magerrasen wert? Am Beispiel Wald über Nutzung und Waldfunktionen wird der Wert erarbeitet und auf einfache Weise eine monetäre Bewertung vorgenommen. Die Natur wird durch Naturerfahrungsspiele erlebbar gemacht.
Des Weiteren zielt das Projekt auf die Vernetzung ab. Es werden Alt und Jung, alt eingesessene und neu hinzugezogene Bürger sowie Engagierte u in der Gemeinde weniger Aktive zusammengebracht.
Durch das Projekt werden alte bäuerliche und ländliche Nutzungsformen wieder entdeckt. Damit das Wissen über alte, in Iffeldorf und Umgebung typische Nutzungsformen nicht verloren geht, sind verschiedene Aktionen geplant, wie z. B. die Mahd von Streuwiesen und der Bau von Straadrichen. Die Ideen zum Projekt werden von den Bürgern der Gemeinde entwickelt.
| 2010 |
| Gemeinde Schwindegg | Wald der Bilder
Die komplette Verwirklichung der Idee vom „Wald der Bilder“ basiert auf Partizipation – sowohl im Großen als auch im Kleinen. Eine ganze Region, angefangen vom Bürgermeister über sämtliche Verbände, Institutionen und einzelne Bürger, kann sich aktiv an der Planung, Durchführung und Weiterentwicklung des Projekts beteiligen. In der Anfangsphase war es wichtig die Gemeinde als Träger, sowie die Familie Reichl als Hauptkooperationspartner mit ihren Interessen und Kompetenzen in die Projektplanung mit einzubeziehen. Im weiteren Verlauf werden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit alle Verbände, Institutionen, sonstige Gruppierungen und Einzelpersonen zum Mitmachen motiviert. Jede Gruppe kann ihr individuelles Kunstwerk schaffen und damit den „Wald der Bilder“ mitgestalten. Hier beginnt die aktive Partizipation im Kleinen: Jedes Kunstwerk, das entsteht, ist das Ergebnis eines Gruppenprozesses. Zunächst muss eine gemeinsame Entscheidung bezüglich des Kunstwerkes getroffen werden. In der kreativen Schaffensphase fließt von jeder/m Teilnehmer/in eine ganz individuelle Note in das Kunstwerk mit ein, bei dem am Ende doch ein gemeinsames Ganzes entsteht. Und das ist die Vision im Großen: Die Menschen einer Region – so unterschiedlich sie auch sein mögen, erschaffen gemeinsam einen besonderen Ort, der sie miteinander verbindet und an dem sie sich begegnen können. | 2008 |
| Gemeinde Schwindegg | Begegnungen im Wald der Bilder
Der „Wald der Bilder“ wird als Medium eingesetzt, um unterschiedlichste Personengrup-pen aus der Region in und mit der Natur zusammen zu bringen. Das Projekt beinhaltet zwei Bausteine:
1. Mensch trifft Natur
2. Menschen treffen Menschen
Beide Projektideen sollen, ganz im Sinne der Agenda 21 einen Impuls zur nachhaltigen Erweiterung des Natur- und Umweltverständnisses setzen. Es reicht nicht aus. Umwelt-themen rein über den Intellekt auf der Informations- und Wissensebene anzusprechen. Die Menschen müssen emotional berührt werden, denn der sensibilisierte Blick kommt dem Kern, das heißt dem schöpferischen Wesen in der Natur näher als der Intellekt.
Mensch trifft Natur - Entdeckungsreisen durch den „Wald der Bilder“
Eine Museumserkundung der etwas anderen Art! Es werden erlebnisorientierte, umwelt-pädagogisch angelegte „Führungen“ durch den „Wald der Bilder“ entwickelt, die darauf abzielen, die Teilnehmer/innen sowohl emotional aus auch kognitiv herauszufordern, Horizonte zu erweitern und ein nachhaltiges Umweltbewusstsein zu festigen. Nach einer gemeinsamen Einführung nehmen die Teilnehmer/innen den Wald in Kleingruppen unter die persönliche Lupe. Dabei treten Mensch, Natur und Kunst in einen intensiven Dialog: der Wald mit seinen Stimmen, Gerüchen, Strukturen, Formen, Farben und Materialien führt zu einer intensiven Umweltwahrnehmung. Die Sinne werden geöffnet und ge-schärft.
Dadurch, dass Kunst und Natur so eng miteinander verknüpft sind, werden über die Kunstwerke nachhaltige Einsichten in natürliche Kreisläufe (z. B. Vergänglichkeit der Kunstwerke - Vergänglichkeit in der Natur) und ökologische Systeme (Lebensraum Wald) ermöglicht. Außerdem provozieren einige Kunstwerke die Teilnehmer/innen dazu, sich kritisch mit Konsumverhalten und globalen (und damit auch regionalen) Umweltzer-störungen auseinander zu setzen.
Menschen treffen Menschen
„Den Blickwinkel erweitern - neue Blickwinkel finden“ - dieses Prinzip wird im „Wald der Bilder“ durch die Integration von Menschen mit Behinderungen aufgegriffen und kreativ umgesetzt.
Treffen Menschen mit und ohne Behinderung im „Wald der Bilder“ zusammen, richtet sich der Blick nicht auf Defizite, auf das, was schwierig ist oder fehlt. Jeder wird so an-genommen, wie er ist, mit seiner Einzigartigkeit und seinen Fähigkeiten, was, als Berei-cherung und nicht als Barriere empfunden wird.
Nicht nur das Ziel der Integration von Menschen mit Behinderung wird verfolgt, sondern auch die Inklusion:
- „Integration heißt: Menschen mit Behinderung sollen in ihre Umgebung einbezogen werden. Sie sollen überall dabei sein können und alles mitmachen können.
- „Inklusion dagegen heißt: das Umfeld muss sich ändern. Alle Menschen sollen sich so angenommen fühlen, wie sie sind. Dann können die Menschen mit einer Behinderung nicht nur überall dabei sein, sondern jeder von ihnen kann auch selber bestimmen, was er will und was nicht.“
Die Zielgruppenerweiterung bei den kreativen Aktionstagen ist eine konsequente Wei-terentwicklung der ursprünglichen Visionen und unterstützt das soziale Miteinander in der Gemeinde. Der „Wald der Bilder“ bietet aufgrund seiner kreativ-inspirierenden Atmo-sphäre, gekoppelt mit den natürlichen ökologischen Ressourcen einen unerschöpflichen Pool an Möglichkeiten zur sozial-ökologischen Regionalentwicklung. Er ist ein Ort der Begegnung, ein sozialer Marktplatz für neue Impulse und Kontakte. Die integrativen Ak-tionstage machen Gemeinschaft spürbar, aber auch die vielfältigen ökologischen Res-sourcen des ländlichen Raums als Entwicklungspotenziale sichtbar.
| 2009 |
| Gemeinde Übersee | Heilpflanzen- und Wildkräutergarten am Naturpavillon mit Insektenlehmwand planen, anlegen und gestalten mit Kindern und Jugendlichen Kräuterpädagoginnen und Gartenbauverein aus Übersee
Ziel des Projektes ist es, das Publikum zu sensibilisieren, beispielhaft auf die allgegenwärtige Vernetzung in der Natur aufmerksam zu machen und dazu zu motivieren die Gestaltungselemente im eigenen Umfeld umzusetzen. Darüber hinaus erhalten die Projektteilnehmer und Gäste bei Aktionen und Veranstaltungen Anregungen, die Schätze der Natur wieder zu einem regelmäßigem Bestandteil ihrer Ernährung oder Hausapotheke werden zu lassen. | 2008 |
| Gemeinde Übersee | Biodiversität geht jeden an
Mit dem Projekt wird der Bevölkerung der Lebensraumverlust und der damit einhergehende Artenverlust am Beispiel zweier bedrohter Tierarten aufgezeigt sowie die außerordentliche Bedeutung der biologischen Vielfalt als Lebensgrundlage herausgestellt.
In einer Einführungsveranstaltung / nächtlichen Exkursionen mit Experten lernen die Kinder die Biologie und die Lebensraumansprüche der Fledermäuse und Eulen kennen. Sie üben, selbständig Ideen zu entwickeln, wie deren Lebensbedingungen, stellvertretend für viele andere Arten, verbessert werden können und setzen dies auch aktiv in Form von Nistkastenbau und -pflege sowie Anlage von Fledermauspflanzenbeeten um, womit ausdrücklich auf den Verlust extensiv genutzter Flächen als Nahrungsgebiet verwiesen wird. Darüber hinaus erführt ihr häusliches Umfeld eine deutliche Verbesserung. Entscheidend ist die Erkenntnis der Teilnehmer, dass die geringen Populationen von Eulen und Fledermäusen vor allem durch den Lebensraumverlust zu erklären sind und dies auf die globale Situation übertragen werden kann. Vorgesehen ist die Projektpräsentation durch die Kinder auf dem Herbstmarkt sowie der Verkauf von Nisthilfen und Sämereien. Im Rahmen des Projektes wird das Gelände des Naturpavillons mit ver-schiedenen Quartieren ausgestattet, Informationstafeln erstellt und unter Einbeziehung der bereits vorhandenen Komponenten eine Aktivbroschüre für Kinder erarbeitet, wobei auf eine behindertengerechte Darstellung geachtet wird. Das gewonnene Bild- und Datenmaterial wird mit den Kindern in einer Power Point Präsentation verarbeitet und den ortsansäßigen Vereinen / Verbänden gezeigt. Dieses umweltpädagogische Konzept bietet für alle Beteiligten Herausforderungen in Kommunikation, Koordination und Zusammenarbeit, erfordert handwerkliches Geschick und schafft Emotionen, eine wichtige Voraussetzung, um Verständnis für die Umwelt zu entwickeln und den Gedanken der Nach-haltigkeit erlebbar zu machen.
| 2009 |
| Geozentrum an der KTB e.V. | Geologische Voraussetzungen für menschliches Überleben im dynamischen System Erde
Geologische Voraussetzungen auf unserer Erde bestimmen seit Jahrmillionen die Entwicklung der Lebewesen auf dieser Erde. Wir leben auf einer Erde, die ihr Gesicht seit ihrer Entstehung vor 4,6 Mrd. Jahren ständig geändert hat. Vor ca. 3,8 Mrd. Jahren wa-ren die Voraussetzungen das erste Mal gegeben, dass Leben entstehen konnte. Seitdem hat sich dieses Leben den ständig wechselnden Bedingungen angepasst und sich gerade deswegen auch ständig weiter entwickelt. Ozeane haben sich verändert, Konti-nentalplatten haben sich verschoben, Gebirge sind entstanden und wieder abgetragen worden. Mit der Verschiebung haben sich auch die klimatischen Verhältnisse für die Bewohner geändert, Eiszeiten kamen und gingen.
Geologie spielt in der Entwicklung des Menschen eine große Rolle. Da es in unseren Breiten aber kaum spektakuläre geologische Ereignisse wie Vulkanausbrüche oder Erdbeben gibt, ist sich der Mensch hier nicht mehr bewusst, wie sehr gerade unsere Lebensgrundlagen von der Geologie abhängig sind.
Die Frage lautet heute: Wie viel Veränderung ist möglich, damit sich der Mensch auf dieser Erde weiter entwickelt, ohne sich dabei seiner natürlichen Lebensgrundlagen zu entziehen oder wie lässt sich ein ökonomischer Umgang mit den geologischen Ressourcen mit einem nachhaltigen, ökologischen Handeln vereinbaren? Für das Geozentrum ist dabei der erste Schritt das Bewusstsein um die oben erwähnten Abhängigkeiten. Da Kinder unsere Zukunft sind und spätere Handlungskompetenzen in der Kindheit erworben werden, sind sie die spezielle Zielgruppe.
Die Zusammenhänge geologischer Gegebenheiten und menschlicher Nutzung und deren Folgen macht das Geozentrum durch Anregung aller Sinne in Spielen und Experimenten erlebbar.
Kinder von 3 bis 10 Jahren
- erfahren, dass Bodenfruchtbarkeit abhängig ist von klimatischen Verhältnissen, die wiederum zusammenhängen mit Breitengrad, Höhenlage, vulkanischer Tätigkeit sowie der Wasserspeicherkapazität des Bodens
- lernen, dass bestimmte Steine ein Medium für Bildhauerei, Höhlenmalerei, rituelle Handlung und Ausgangsstoff für Farben in der Malerei sind
- vergleichen verschiedenste Energieträger (fossil und erneuerbar), ihre Anwendung im Alltag und die Folgen für das Klima (Holz, Kohle, Erdöl, Sonne, Erdwärme)
- lernen, wie bestimmte Wetterlagen und klimatische Gegebenheiten entstehen
| 2009 |
| Green City e. V. | Carrotmob
Der Carrotmob zielt auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung und schärft die Sensibilität der Jugendlichen für die Auswirkungen ihres Konsumverhaltens. Sie sollen nicht nur Spaß am Konsum haben; sondern vor allem erkennen, dass sie mit ihrem Konsumverhalten über Einflussmöglichkeiten verfügen:
An verschiedenen weiterführenden Schulen in München stellt Green City die Idee des Carrotmob, die Umsetzung und das Ziel des Wettbewerbs vor. Es werden drei Schulen ausgewählt, die gegeneinander antreten.
Während der Planungsphase, die für die Jugendlichen auch intensive Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, wird Zusammenarbeit, selbständiges Planen, vorausschauendes und gemeinsames Handeln sowie eine engagierte Partizipation gefördert. Die Jugendlichen motivieren andere, ebenfalls aktiv zu werden und sich für den Klimaschutz einzusetzen.
Der Wettbewerbscharakter des Projekts dient den Teilnehmern als Ansporn, ein möglichst gutes Ergebnis im Sinne der Nachhaltigkeit zu erzielen: einen hohen Prozentsatz am Umsatz als Investitionssumme sowie eine rege Beteiligung am eigentlichen Carrotmob.
Am Tag des Carrotmobs gehen möglichst viele Schüler und weitere geworbene Kunden zu „ihrer“ Eisdiele und steigern den Umsatz durch erhöhten Konsum. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und der Gewinner ermittelt. Es besteht die Möglichkeit, einen niedrigeren Umsatzanteil durch einen erhöhten Umsatz auszugleichen, so dass für die Schulen erst nach dem Carrotmob klar ist, wer gewonnen hat. In den Wochen nach dem Carrotmob werden in den drei Eisdielen Klimaschutzmaßnahmen durchgeführt. Die Schüler ermitteln in Folge, wie viel CO2 dadurch eingespart wird.
Als Prämierung der gesamten Schule wird ein CO2-neutrales Schulfest organisiert und durchgeführt.
| 2010 |
| H 46 - Zukunftsagentur für Schulen | Zukunfts-KomPASS - Das regionale Portal zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
Ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit von Kommunen liegt in der kommunal geprägten Entwicklung des Bildungswesens und in Investitionen für die Förderung ihrer Bürgerinnen und Bürger. Ein besonders wichtiger Bereich ist hier die individuelle Förderung zur Entwicklung optimaler Bildungsbiografien und die Unterstützung bei den Übergängen. Hier stellt das Nürnberger Bildungswesen bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung. Als aktuelle Beispiele sind zu nennen:
- Das Übergangsmanagement des Amts für berufliche Schulen
- Das Projekt SCHLAU: Maßnahmen und Betreuung für den Übergang von Hauptschule in den Beruf
- „Das Nürnberger Portfolio“: Flächendeckende und verbindliche Einführung der Arbeit mit Portfolios in allen Nürnberger Hauptschulen.
Das Problem: Die Hinweise und Angebote sind auf eine Vielzahl unterschiedlicher Veröffentlichungen verstreut, eine Orientierung fällt schwer. Zudem liegt bisher der Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Unterstützung des Übergangsmanagements von der Schule in den Beruf. Es fehlen ergänzend noch Förder- und Unterstützungsmaßnahmen zusätzlich zum Unterricht, die schon viel früher in der Bildungsbiografie wirksam werden. Dies war der Hintergrund zur Entwicklung des Projektes „Zukunfts-KomPASS“.
Als Basis und Plattform für die Veröffentlichungen wird das Internetportal www.zukunftskompass.de entwickelt. Der Internetauftritt bietet den übersichtlichen Rahmen, in den die inhaltlichen Angebote der weiteren Module integriert werden. Diese sind teilweise bereits vorhanden, teilweise werden sie in Unterprojekten neu entwickelt. Bisheriges Problem: Die vorhandenen Einzelangebote zur außerschulischen Bildung und Qualifizierung sind auf verschiedene Veröffentlichungen verteilt und gerade für jüngere bzw. im Recherchieren ungeübte Nutzer nicht einfach zu finden. Der Zukunfts-KomPASS ermöglicht eine fundierte Recherche zu einschlägigen Möglichkeiten und Angeboten „aus einer Hand“ und in einem Internetauftritt. Durch die enge Verbindung der Zukunftsagentur für Schulen zu den Einrichtungen des regionalen Schulwesens ist eine aktuelle und bedarfsorientierte Darstellung möglich. Die Besonderheit: Die Auswahl wird erleichtert, da sie von den spezifischen Suchbedürfnissen der Nutzenden ausgeht. Die Wissensdatenbank ist modular aufgebaut, um eine klare Vorauswahl nach Zielgruppen zu ermöglichen. Dies lässt einen stetigen Ausbau, die Aktualisierung und die Nutzung neuer Bereiche und Funktionen nach Bedarf zu.
| 2009 |
| H 46 - Zukunftsagentur für Schulen | Zwei Runde Tische Umweltbildung Mittelfranken
Die Akteure unterschiedlichster Einrichtungen, Verbände und Behörden treffen sich zwei Mal im Jahr, um in den gegenseitigen Diskurs zur Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu treten. Inzwischen haben sich einige freiberufliche Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen dem „Runden Tisch Umweltbildung Mittelfranken“ angeschlossen und bereichern die Diskussion um ihre Erfahrungen aus Sicht der freiberuflich Tätigen.
Inzwischen wurde ein gemeinsamer Internet-Auftritt realisiert und umgesetzt. Darüber hinaus zeichnete sich als Schwerpunktthema die Klärung der Modalitäten bei der Zusammenarbeit zwischen schulischer Umweltbildung / BNE und außerschulischen Anbietern ab. An dieser komplexen Themenstellung soll weiter gearbeitet werden.
Geplante Themen:
- Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Anbietern zu BNE
- Erhöhung der Breitenwirkung und der Wahrnehmung von Angeboten zu BNE in Mittelfranken
| 2009 |
| Hämmerleinsmühle | Each raindrop is a kiss from hea-ven - sinnliche, kreative-künstlerische Impulse zum Element Wasser
Bei dem Projekt spielt einerseits die regionale Bedeutung des Wassers als auch die globalen Zusammenhänge wie sauberes Trinkwasser, Ressource Wasser etc. eine zentrale Rolle. Ziel ist es, sowohl technische, kulturelle, geschichtliche, spirituelle als auch natürliche Aspekte zum Thema „Wasser“ zusammen zu führen und auf kreative Weise möglichst vielen Men-schen näher zu bringen. Dabei werden konkrete Ergebnisse und Objekte auf dem Gelände der Umweltstation, dem sog. „Kultur-Garten“ entstehen, wie ein kreativ-künstlerisch gestalte-ter Wasserlauf, u.a. | 2011 |
| Hämmerleinsmühle - Werkstatt für Ökologie und Sozialarbeit e.V. | Wir kriegen das Brot gebacken - Brotbackofen verbindet Welten“
Das Thema Lebensmittel wird, exemplarisch am Brot backen, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und die sich dahinter verborgenen Lebensqualitäten erkannt werden. Lebensmittel selbst und ihre Herstellung sind ein Kulturgut und haben über die Ernährung hinaus vielschichtige Bedeutung und Funktion für die Menschen. Durch das gemeinsame Brot backen - vom Getreide mahlen über das Befeuern des Ofens bis hin zum fertigen Brotlaib - wird die Wertigkeit und Qualität der Erzeugung eines Grundnahrungsmittel, des auf Erfahrung beruhenden Handelns, die notwendige Zeit eines natürlichen Prozesses, des sozialen Miteinander und eines gemeinsamen Ge-nusses unmittelbar erfahren. Durch die kultur- und generationsübergreifende uralte Tradition des Brotbackens sollen die verschiedenen Zielgruppen in Kontakt miteinan-der kommen und über das Thema „Ernährung der Menschheit“ und den persönlichen und dem gesellschaftlichen Umgang mit Nahrungsmitteln (deren Erzeugung und Ver-teilung / die Zubereitung natürlicher Lebensmittel / Esskultur Fastfood-Slowfood etc.) in einen Austausch gelangen. Der Backofen soll Anlass geben über das Projekt hinaus Ideen zum Thema Ernährung und Esskultur zu verwirklichen (z. B. Brot für KiGa’s / Wir backen für die Welt / Pizza-Biospezial etc.). | 2009 |
| Hämmerleinsmühle - Werkstatt für Ökologie und Sozialarbeit e.V. | „Energie für die Insel - einer Region geht ein Licht auf …“
Im Zuge des weltweit zunehmenden Klimawandels und des damit verbundenen CO2-Ausstoßes, der begrenzten Ressourcen fossiler Energiestoffe (Öl, Gas etc.) und der damit verbundenen Umweltbelastungen (Kohlekraftwerke) bzw. Umweltgefahren (Atomkraftwerke) herkömmlicher Energieerzeugung / -versorgung ist es dringend not-wendig, ein Nachdenken über das uns alle betreffende Thema „Energie“ anzustoßen und neue innovative Blickwinkel zu eröffnen.
Mit der Methode der Zukunftswerkstatt (nach Robert Jungk) sollen verschiedene Ziel-gruppen auf kreative und praktische Weise mit den Themen „umweltfreundliche Ener-gieerzeugung“ und „dezentrale Energieversorgung“ in Berührung gebracht werden. Ausgangsszenario in den Zukunftswerkstätten ist eine „Insel ohne bestehende Ener-gieversorgung“. Durch die Auseinandersetzung mit Energiegewinnung auf einer Insel soll die Fantasie angeregt werden und sowohl philosophische, ethische Gedanken Raum bekommen, als auch die ökologischen, zukunftsorientierten und sozialen Vortei-le, Chancen und Möglichkeiten einer dezentralen Energieerzeugung und Energiever-sorgung erörtert werden. Bei der damit verbundenen praktischen Umsetzung der Teil-nehmer werden individuell, kreative Elemente mit attraktiven Alltagslösungen ver-knüpft werden. Die so entstandenen, sichtbaren Ergebnisse sollen möglichst vielen Bürgern (Besuchern) aus der Region erste innovative Gedankenanstöße mit dem Thema „Dezentrale Energieerzeugung/-versorgung“ geben.
Mit dem Ausgangsszenario und den auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittenen Konzept soll neben der geistig-theoretischen Auseinandersetzung auf dem Gelände der Umweltstation die praktische Umsetzung stattfinden. Der im Aufbau befindliche „Kultur-Garten“ der Umweltstation bietet mit seinem Gelände und dem darauf befindli-chen naturnahen Seminarraum (derzeit Lehmrohbau, ohne Erschließung durch Strom und Wasser) einen realitätsnahen Rahmen zur Entwicklung der Grundidee.
| 2009 |
| Haus am Habsberg | Ausarbeitung und Erprobung von Modulen zu Schwerpunktthemen 'bäuerliche Selbstversorgerwirtschaft', 'sanfter Naturtourismus' und 'nachhaltige Energieversorgung'
Das Kernthema des Hauses „bäuerliche Selbstversorgerwirtschaft“ wird für verschie-dene Altersgruppen in buchbaren Einheiten interessant und spannend dargestellt. Als Informationsquelle wird ein Faltblatt „bäuerlicher Garten und Außenanlagen im Haus am Habsberg entworfen und gedruckt.
Abstrakte Begriffe wie „Agenda 21“, „Nachhaltigkeit“, „regionale Kreislaufwirtschaft“ müssen anhand konkreter Beispiele aus dem täglichen Leben in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Diese Ziele werden anhand von 2 - 3-stündigen buchbaren Veranstaltungen und ausgeschriebenen Veranstaltungen verfolgt. Aufgeteilt nach Themenbereichen sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene erfahren, wie Wissen aus vergangenen Tagen und traditionell bewährte Lebensformen in den Alltag integ-riert werden können. Für Kinder und Jugendliche werden die Einheiten sowohl für schulische als auch für außerschulische Veranstaltungen (z.B. Jugendgruppen der Obst- und Gartenbauvereine) konzipiert.
Folgende Einheiten für diese Altersgruppen sind geplant:
- Vom Acker in die Küche! Die Kartoffel im Jahreslauf
- Die Hecke - Lebensraum und Feinkostquelle
- Obst aus dem heimischen Garten - wurmig und schrumpelig?
- Wachsen im Bauerngarten wirklich Bauern?
Für Erwachsene werden im Jahresverlauf zahlreiche ausgeschriebene Veranstaltun-gen zum Thema „regionale Küche“ und „bäuerliche Selbstversorgerwirtschaft“ geplant. Folgende Einheiten für Erwachsene finden 2009 statt:
- Gesunde Getreideküche - die sieben Getreide 1. Teil: Dinkel und Weizen)
- Frische Frühlingskräuter - Genuss für alle Sinne
- Die Petersilie - mehr als ein Suppenkraut
- Rund um den Apfel - Köstlichkeiten für Küche und Keller
Die buchbaren Module für Kinder und Jugendliche finden vor allem im Freigelände des Hauses am Habsberg statt. Hier stehen alle fachlich notwendigen Elemente zur Verfügung.
Die Erwachsenen werden vor allem über Kochseminare an das Thema „regionale Kü-che“ herangeführt.
| 2009 |
| Haus am Strom | Die Prüfungen des Äskulap
Das Donautal bietet die größte Vielfalt an Reptilien in Deutschland überhaupt. Es ist in Deutschland wahrscheinlich das einzige autochthone Verbreitungsgebiet der Äskulapnatter. In dem Projekt soll für die Bedeutung des Donautals für Reptilien geworben werden. Im direkten Zusammentreffen mit Schlangen im Gelände, aber auch in der Ausstellung im Haus am Strom soll Sympathie für diese Tiergruppe geweckt werden. Auch die theoretische Auseinandersetzung z. B. mit der symbolischen Bedeutung, mit der Bedrohung oder mit der medizinischen Nutzung kann ein positiver Zugang ermöglicht werden. | 2008 |
| Haus am Strom | Erlebnis Kraft durch Natur
Das Projekt „Kraft durch Natur“ soll den Kindern aufzeigen, dass Strom nicht nur über die Wärme- und Atomkraftwerke entsteht, wobei dadurch begrenzte Energievorräte verbraucht werden, sondern dass auch durch Sonnenlicht und Wasserkraft Strom umweltfreundlich gewonnen werden kann. | 2008 |
| Haus am Strom | Biene Maja kommt zur Schule
Bienen gelten als Sympathieträger, besonders die Figur der Biene Maja. über die Insektengruppe der Bienen lernen die Kinder exemplarisch die Leistungen von Insekten im ökologischen Zusammenhang kennen. Im Projekt soll die Wertschätzung dieser ökologischen Funktion vermittelt werden. Gleichzeitig werden Nahrungsbeziehungen aufgegriffen und auch die Zusammenhänge zum Vorhandensein von Nistplätzen. | 2008 |
| Haus am Strom | Natur unterwegs im Donautal
Der Aspekt der Vernetzung ist zentraler Punkt des Projekts: Der konkrete Austausch von Inhalten und Methoden der Umweltbildung an der Donau, aber auch der Erfahrungsaus-tausch über unterschiedliche Organisations- und Arbeitsstrukturen finden hier statt. An die-sem Projekt beteiligen sich auch Umweltzentren aus Schwaben und Oberbayern. Das Projekt positioniert die Umweltbildung mit dem Thema „Donau“ in der Gesellschaft und stärkt die Projektbeteiligten durch Vernetzung und gleichzeitiges Auftreten in verschiedenen Regionen. | 2011 |
| Haus am Strom |
„Leben an der Grenze“ ist das Motto der Heimattage Untergriesbach 2009. Zu dieser Gemeinde gehört das Haus am Strom und bekam daher von der Gemeinde das An-gebot, bei der Aktion mit einzusteigen. Das Motto „Natur an der Grenze“ wurde ge-wählt, um die Integration, aber auch die Abgrenzung zu den Heimattagen zu verdeutli-chen.
In den ländlichen Räumen des Landkreises Passau und des benachbarten Österreich herrscht das konservativ geprägte Milieu der Traditionsbewussten vor. Dieses Milieu wird durch Heimattage besonders gut angesprochen. So besteht für die Umweltstation durch die Integration in die Heimattage die gute Chance, dieses Milieu über die Offen-heit zu den Heimattagen generell zu aktivieren, aber auch die zusätzlichen Werbeträ-ger der Heimattage zu nutzen.
Inhaltlich soll das Thema der noch relativ gut erhaltenen Natur in den Grenzbereichen zwischen zwei Staaten vermittelt werden. Biodiversität ist ein zentrales Thema und wird über den Slogan „grenzenlose Vielfalt“ aufgegriffen. Pädagogisch werden „die eigenen Grenzen erkundet und erweitert“, was die „Gestaltungskompetenzen“ aufgreift und fördern soll.
Das Projekt „Natur an der Grenze soll im Haus am Strom mittels einer zentralen Ver-anstaltung „Festival grenzenloser Natur“ und von 15 bis 20 mehrstündigen Veranstal-tungen umgesetzt werden. Begleitet werden die Veranstaltung von Wanderausstellun-gen zum Thema.
| 2009 |
| Heideflächenverein Münchener Norden e. V. | Naturschönheiten erleben in der Fröttmaninger Heide
Die Fröttmaninger Heide ist die größte noch erhaltene Fluss-Schotterheide Südbayerns und aufgrund des Vorkommens zahlreicher seltener und vom Aussterben bedrohter Arten und Lebensgemeinschaften von landesweiter Bedeutung.
Ziel des Projektes ist es, die Besucher der Fröttmaninger Heide über Schönheit, Vielfalt und Seltenheit der Lebensräume im Gebiet zu informieren, ihnen Naturerlebnismöglichkeiten zu eröffnen und sie zu verantwortlichem Verhalten zu motivieren und so wesentlich zum Schutz des wertvollen stadtnahen FFH-Gebietes beizutragen.
Der Heideflächenverein hält es deshalb für vordringlich, die Besucher über verschiedene Medien zu informieren, ihnen aber auch Naturerfahrungsmöglichkeiten über verschiedene Zugänge anzubieten. Naturerfahrung mit allen Sinnen, Verständnis von ökologischen Zusammenhängen sowie Reflexion eigener Verhaltensweisen sollen „Aha-Erlebnisse“ ermöglichen und mittelfristig zu einem schonenderen und dabei entspannten Umgang mit dem FFH-Gebiet führen.
Mit dem Aufbau einer festen Station, dem „Heidehaus“, wird ein eigener Raum geschaffen. Um die Bevölkerung in den laufenden Erschließungs- und Veränderungsprozess einzubinden, aber auch um umweltbildnerische Aktivitäten in den hinsichtlich der Bevölkerungsstruktur sehr heterogenen Stadtteilen rund um die Fröttmaninger Heide einzuführen, soll im Rahmen dieses Projektes eine Reihe von Veranstaltungen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden. Ziel ist, ein mögliches Spektrum an Veranstaltungen herauszufinden, das sowohl den Interessen der Menschen vor Ort als auch den naturschutzfachlichen Zielen entspricht, Kooperationen zu bestehenden Siedlerorganisationen zu vertiefen und das umweltpädagogische Angebot im Umfeld der Heide bekannt zu machen.
| 2010 |
| Informations- und Umweltzentrum Naturpark Altmühltal der Stadt Treuchtlingen | Umweltbildung für Treuchtlingen - Gemeinsam entdecken wir Stadt und Landschaft
Ziel ist die Entwicklung von Marketingprodukten für Kinder und Jugendliche sowie Familien mit Kindern. Durch die Beteiligung von Jugendlichen am Projekt erreicht die Umweltstation eine neue Zielgruppe.
Im Rahmen des Projekts werden Kinder- und Jugendgruppen „ihre Stadt“ gemeinsam mit ihren Betreuern an mehreren Tagen durchstreifen. Dabei sollen sie Freizeiteinrichtungen für ihre Altersgruppe entdecken. Bei einem gemeinsamen Workshop von älteren und jüngeren Kindern werden ca. 15 interessante Punkte ausgewählt, die dann auf dem „Kinderstadtplan“ verzeichnet sind.
| 2011 |
| Jugend-Umweltstation KjG-Haus | Ernährung - gesund und klima-freundlich
Im Rahmen dieses Projekts setzen sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Thema „Ernährung“ unter den Aspekten Gesundheit, Klimaschutz und Produktionsbedingun-gen auseinander. Zum einen lernen sie die Hintergründe der Nahrungsmittelproduktion ken-nen, um die Auswirkungen verschiedener Produktionsmethoden auf die Umwelt und die Qua-lität des Produkts bewerten zu können. Zum anderen werden sie selbst Nahrung herstellen, um eine gute und gesunde Küche kennen zu lernen. | 2011 |
| Jugend-Umweltstation KjG-Haus | Energie - was hab ich damit zu tun?
Energie ist ein Thema, das zum einen alle Lebensbereiche betrifft, zum anderen aber schwer zu fassen ist. Die Bildungsmodule, die mit dem Klimobil zu den TeilnehmerIn-nen gebracht werden, machen den abstrakten Begriff „Energie“ begreifbar. Die Ju-gendlichen und jungen Erwachsenen bekommen eine Vorstellung vom Aufwand der Energieerzeugung und von ihrem eigenen Energieverbrauch zuhause, im Jugendraum und in der Schule. Am Energiefahrrad werden kaum greifbare Wattzahlen in die Hel-ligkeit von Glühlampen übersetzt, beim Treppenversuch steht die Zeit, in der die Stockwerke überwunden werden, für die (körperliche) Leistung der TeilnehmerInnen.
In diesen Modulen bilden sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Zu-sammenarbeit mit den TeamerInnen der Jugend-Umweltstation zu Energieexperten aus. Sie bekommen die Grundlagen und Werkzeuge an die Hand, um ihren Energie-verbrauch zu ermitteln und zu bewerten. Die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen werden, im Sinne eines wechselseitigen Lernens, im Diskurs mit den TeamerInnen gezogen. Denn Patentrezepte hat das Klimobil nicht anzubieten. Verhaltensänderun-gen sind immer eine Frage des Lebensstils. Dieser Frage wird deshalb besonderer Raum gegeben.
| 2009 |
| Jugend-Umweltstation KjG-Haus | Energie - was hab ich damit zu tun? - Die Schultour
Aufbauend auf die Erfahrungen des letzten Jahres sucht die Jugend-Umweltstation die Jugendlichen wieder in ihren Gruppenzusammenhängen vor Ort auf. Dieser Weg hat sich als sehr effektiv erwiesen, denn noch keiner dieser TeilnehmerInnen hat bis zu diesem Zeitpunkt eine Veranstaltung der Jugend-Umweltstation besucht. Eine „aufsu-chende“ Umweltbildungsarbeit ist deshalb weiter Bestandteil des Projektes.
Die Schulen haben die Klimobil-Schultour im letzten Jahr mit großem Interesse aufge-nommen. Obwohl die Vorbereitungen manchmal schwierig waren, ist es gelungen, die Prinzipien der außerschulischen Bildungsarbeit beizubehalten. Es ist mit den Schüle-rinnen und Schülern partnerschaftlich gearbeitet worden und nicht nur einfach Unter-richt gehalten worden. Gerade deswegen konnte dabei ein hohes Engagement bei den Schülerinnen und Schülern geweckt werden und beeindruckende Ergebnisse er-zielt werden.
Energie ist ein Thema, das zum einen alle Lebensbereiche betrifft, zum anderen aber schwer zu fassen ist. Die Bildungsmodule, die mit dem Klimobil zu den TeilnehmerIn-nen gebracht werden, machen den abstrakten Begriff Energie begreifbar. Die Jugend-lichen und jungen Erwachsenen bekommen eine Vorstellung vom Aufwand der Ener-gieerzeugung und von ihrem eigenen Energieverbrauch zuhause, im Jugendraum und in der Schule. Am Energiefahrrad werden kaum greifbare Wattzahlen in die Helligkeit von Glühlampen übersetzt, beim Treppenversuch steht die Zeit, in der die Stockwerke überwunden werden, für die (körperliche) Leistung der TeilnehmerInnen.
In diesen Modulen bilden sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Zu-sammenarbeit mit den TeamerInnen der Jugend-Umweltstation zu Energieexperten aus. Sie bekommen die Grundlagen und Werkzeuge an die Hand, um ihren Energie-verbrauch zu ermitteln und zu bewerten. Die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen werden, im Sinne eines wechselseitigen Lernens, im Diskurs mit den TeamerInnen gezogen. Denn Patentrezepte hat das Klimobil nicht anzubieten. Verhaltensänderun-gen sind immer eine Frage des Lebensstils. Dieser Frage wird deshalb besonderer Raum gegeben.
| 2009 |
| Jugend-Umweltstation KjG-Haus Schonungen | Kli(ma)mobil Schultour
Das Klimobil soll Schülerinnen und Schülern Werkzeuge und Methoden geben, sich mit den Themen Klima/Klimawandel, Energie und Mobilität auseinander zu setzen. Dafür werden die inhaltlichen Bausteine des Klimobils an den jeweiligen Lehrplan angepasst. Die Methodik wird aber nahe an den Prinzipien der Bildungsarbeit der KjG (selbstbestimmtes Lernen, exemplarisches Lernen) bleiben. Das Klimobil wird so ausgestattet, dass die Aspekte Klimaschutz und Energieversorgung unmittelbar erfahrbar werden. Die TeilnehmerInnen bei den Bildungsmodulen informieren sich und entwickeln Visionen für eine lebenswerte Gesellschaft und konkrete Handlungsstrategien für ihren persönlichen Lebensstil. Mit der Schultour des Klimobil wird eine noch größere Öffentlichkeit erreicht. Die SchülerInnen werden in ihrem jeweiligen Lebensraum angesprochen. Sie müssen nicht erst in die Umweltstation kommen, um aktiv zu werden; die Umweltstation kommt zu ihnen. Und genau da, im Klassenraum, in der Schule und im Elternhaus lassen sich konkrete Veränderungen bewirken. | 2008 |
| Jugendbildungsstätte Waldmün-chen der KAB und CAJ gGmbH | Prima Klima
Die Haupt-Zielgruppen des Projektes sind Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene. Dabei sind die Seminare offen ausgeschrieben, um einem breiten Publikum die Möglichkeit zu bieten, sich an dem Projekt zu beteiligen. Das Projekt besteht aus Bau-stein A „Klimawandel - neue Herausforderungen für die Jugendbildung“ und Baustein B „Prima Klima - Energiewoche für Jugendliche“.
Baustein A richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit, die die gewonnenen Erkenntnisse als Multiplikatoren in der Jugendarbeit einsetzen können. Es handelt sich hierbei um eine Fortbildung zu den Themen
- Assoziationen zum Thema Energie und Umwelt aus persönlicher und aus Sicht der Jugendlichen
- Ursachen und Folgen des Klimawandels und Ressourcenknappheit
- Zukunfts-Szenarien (z. B. Club of Rome), Behandlung des Problems aus politischer Sicht (Agenda 21, UN-Dekade usw.)
- Energieeinsparpotenziale
- Regenerative Energien und Umstiegsmöglichkeiten
- Autarke Energieversorgung am Beispiel des Bioenergiedorfs Schäferei
- Umsetzung des Themas in der Jugendarbeit (Methodenwerkstatt)
Bei Baustein B werden fünf Seminare mit Schülerinnen und Schülern ab 14 Jahren durchgeführt. Die Inhalte und Methoden jedes einzelnen Seminars werden ständig reflektiert und den Bedürfnissen der jeweiligen Gruppe angepasst. Ziel der Seminare ist es, die Hintergründe für den Klimawandel zu vermitteln, Ursachen und Folgen zu verdeutlichen, die Teilnehmer für das Thema zu sensibilisieren, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass jeder etwas zur Änderung beiträgt und die Ressourcenknappheit zu ver-deutlichen. Zudem werden die Agenda 21 und das Kyoto-Protokoll sowie deren Auswir-kungen kennen gelernt.
| 2009 |
| JugendKinderKultur Quibble | Blick in die Tiefe; ein Sachfilm zum Thema „Höhlen“
Bei einer Höhlenbefahrung kamen Kinder auf die Idee, anderen Kindern ihre Erfahrungen und den sensiblen Bereich der „wilden“ Höhlen nahezubringen und die Filmkamera mit in die Höhe zu nehmen. Zudem wollten sie auf das Schützenswerte der Höhlen aufmerksam machen, nachdem viel über „zerstörerische“ Befahrungen gesprochen wurde.
Kinder aus unterschiedlichen Schichten und Nationalitäten bekommen die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erlebnisse weiter zu geben und anderen einen Blick in die Sensibilität der Höhlen zu vermitteln, um diese als schützenswerten Raum zu begreifen. Das Ineinandergreifen von Umwelt-, Erlebnis- und Medienpädagogik soll sich auch in der Methodik zeigen.
Zum praktischen Einstieg gehen die Kinder zuerst ohne Kamera auf „Entdeckungsreise“ in die Höhle, vielleicht mit dem Hintergedanken, wie sie das jetzt Erlebte, Gesehene, Gehörte, Geschmeckte in den Film einbringen können, um anderen zu vermitteln, was ihnen in diesem Lebensraum wichtig ist.
Wichtig ist der pädagogische Ansatz der Migration, der vermittelt, dass trotz gleicher Nationalität oder anderen Milieus unterschiedliche Gefühle in der dunklen „Unterwelt“ bestehen, dass zugleich aber auch vieles gleich empfunden wird. Dies lässt sich mit dem Medium „Kamera“ gut thematisieren.
Auch der umweltpädagogische Ansatz, der die Teilnehmer in diese fremde Welt eintauchen lässt, die geschützt werden muss, ist sehr wichtig. Durch das Erleben verdeutlichen sich die Zusammenhänge, und bei den Kindern kann eine Nachhaltigkeit erzielt werden.
Eckpunkte der Inhalte orientieren sich stark an der Umweltbildung:
- Entstehung der Höhlen
- Höhlenbiologie
- Sensibilität der Höhlen und Vorsichtsmaßnahmen für Befahrungen
- Schutzgedanke
- Eindrücke und Erlebnisse
Der fertige Film wird in erster Linie als Grundlage für weitere Projekte dienen und verviel-fältigt werden. Er wird an Schulen und andere Einrichtungen weiter gegeben werden. Auch wird er zum nächsten Mittelfränkischen Kinderfilmfestival eingereicht.
| 2009 |
| Jugendorganisation Bund Naturschutz | Model United Nations Climate Change Conference
Bei einem einmalig stattfindenden Rollen- und Planspiel simulieren etwa 50 Jugendliche im Alter von 16 bis 27 Jahren aus ganz Bayern eine Weltklimakonferenz. Sie schlüpfen in die Rollen von Diplomaten aus verschiedenen Ländern und versuchen ein gemeinsames CO2-Minderungsziel auszuhandeln. Diese Konferenzsimulation wird beobachtet und evaluiert. Daraus entsteht eine ausführliche, schriftliche Spielanleitung, die es Umweltbildnern, Pädagogen, Gruppenleitern und Lehrkräften ermöglicht, das Planspiel ebenfalls leicht in ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe zu spielen. Dadurch wird eine bayernweite, intensive Bildungsarbeit ermöglicht: Das nur schwer zugängliche Thema „Klimapolitik“ wird für Jugendliche begreifbar und lässt sich einfach und problemlos in die Bildungsarbeit von Schulen, Ökostationen und Umweltverbänden integrieren und dort in der Breite und vor Ort umsetzen. | 2008 |
| Jugendorganisation Bund Naturschutz (JBN) | Von Bären, Sandwiches & Müpfen
Die JBN versteht sich als ökologischer Jugendverband, wobei in der praktischen Arbeit Natur- und Umweltschutz mit sozialem Lernen und politischem Handeln eine Einheit bilden sollen. Eine Zielgruppe sind die Jugendlichen im „Sandwichalter“, die 12- bis 15-Jährigen. Aufgrund ihrer speziellen Lebenslagen (nicht erwachsen aber auch kein Kind mehr, Entwicklung der eigenen Identität, etc.) und Lebenswelten (Auflösung der Milieus, hoher Wert der Peergroups, hoher Medienkontakt, abnehmende Naturkontakte) entstehen besondere Herausforderungen an MultipliktorInnen, BegleiterInnen und das gesamte Gefüge eines Jugendverbandes.
Ziel des Projekts ist es, MultiplikatorInnen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren in ihren Fach-, Methoden- und persönlichen Kompetenzen dahingehend zu fördern, Müpfe zu begleiten und ein ökologisches Zeltlager eigenständig leiten zu können.
Der verwendete Begriff „Müpfe“ leitet sich ab von aufmüpfig. Diese Eigenschaft wird Jugendlichen in der Pubertät häufig zugeschrieben.
Im Bärencamp für die 12- bis 15-Jährigen können die MultiplikatorInnen als CampleiterInnen ihr Wissen in der Praxis anwenden, angeleitet von und evaluiert mit der begleitenden Referentin der JBN.
Der Braunbär als Beutegreifer, der einerseits hohen Sympathiewert erfährt, andererseits häufig als unberechenbar und gefährlich eingestuft wird, fasziniert und wurde auch deshalb in den Mittelpunkt des Camps gestellt. Neben fundiertem Fachwissen über Umweltbildung am Beispiel des Themas „Artenschutz anhand europäischer Braunbären“ wird auch Methodenwissen wie beispielsweise Projektmanagement und - Gruppenprozesse vermittelt. Gemeinsam wird das Bärencamp weiter entwickelt, geplant, durchgeführt und evaluiert.
| 2010 |
| Katholische junge Gemeinde - Dekanat Trudering | Gemeinsam statt Einsam; 4 Tage Bildung für nachhaltige Entwicklung
Ziel des Projekts ist es, bei den Teilnehmern Fähigkeiten zu fördern, die zur Entwicklung von nachhaltigen Lebensentwürfen und eigen- und fremdverantwortlichem Handeln bei-tragen (Gestaltungskompetenzen). Dies geschieht mittels der „Methode „Agenda Bound“. Die Teilnehmer entwickeln bzw. festigen Gestaltungskompetenzen, indem sie sich mit einem selbst gewählten Thema aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales in Form eines in kurzer Zeit selbst entwickelten, organisierten und durchgeführ-ten Projekts auseinandersetzen.
Phase 1:
Feststellen und Erfahren der Fähigkeiten und Fertigkeiten der einzelnen Teilnehmer
Phase 2:
Ideensammlung, Themenfindung für eine Aktion im lokalen Raum
Phase 3:
Vorstellen der Aktionsideen, demokratische Entscheidung für eine Aktion
Phase 4:
Vorbereitung der Aktion
Phase 5:
Durchführung der Aktion
Im Speziellen erweitert das Projekt folgende Teilkompetenzen:
- andere motivieren können, aktiv zu werden
- vorausschauend denken und handeln
- interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen
- gemeinsam mit anderen planen und handeln können
- an Entscheidungsprozessen partizipieren können
- weltoffen und neue Perspektiven integrierend (lokales) Wissen aufbauen
- selbständig planen und handeln können
Die Teilnehmer können mit der Methode „Agenda Bound“ dort abgeholt werden, wo sie gerade stehen. Defizite (wie z. B. Schwierigkeiten im Anschlusslernen, emotionale und kognitive Konflikte mit dem vorgegebenen Lernstoff) werden durch die Inhalts- und somit Ergebnisoffenheit des vorgestellten Projekts minimiert.
Das Innovative des Projektes ist, dass mit einer Multiplikatorenschulung gleichzeitig eine Aktion im lokalen Raum verbunden ist. Abhängig von den einzelnen Teilnehmern, der lokalen Bevölkerung und weiteren noch nicht abzusehenden Faktoren ist das Ergebnis des Projekts nicht vorhersehbar. Innovativ deshalb also, weil inhaltliche Ziele erst von den Akteuren festgelegt werden.
| 2009 |
| Kreisjugendring Donau-Ries | MäkkiNatur – nachhaltige Umweltbildung für kreative Kids
Im Rahmen von MäkkiNatur erarbeiten Kinder von 9 bis 12 Jahren ein ökologisches Projekt und setzen dieses mit Unterstützung von Erwachsenen aus der Heimatgemeinde um. Im Projektverlauf können die Kinder vielfältige Bildungserlebnisse erfahren, die nachhaltig wirken. Grobziele: Kinder sind aktiv bei der Erarbeitung des Projektes und der Gestaltung ihres Lebensraumes beteiligt. Es wird die Fähigkeit bei Kindern gefördert, selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und kreativ das eigene Leben im Einklang mit sich selbst und der Mitwelt so zu gestalten, dass zukünftige Generationen die gleichen Rechte und Chancen auf ein lebenswertes leben erhalten bleiben. Umweltbewusste, persönlich-soziale, jugendpolitische und kreativ-gestalterische Kompetenzen von Kindern werden nachhaltig gefördert und gestärkt. Feinziele – umweltbewusst: Kinder lernen ökologisch sinnvoll zu handeln, Kinder entwickeln ein Umweltbewusstsein und Umweltverhalten, Kinder erkennen die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur, Kinder erfahren eine ethische Orientierung im Umgang mit der Natur, Kinder lernen eine Wertschätzung von Natur, Individualität und Gemeinschaft, Kinder werden neue Gedanken und Wege ermöglicht, Partizipation und Solidarität: Kinder werden am gesellschaftlichen Wandel beteiligt, Lernen durch Handeln: Erfahrung in der Gestaltung der Wirklichkeit. Feinziele – persönlich/sozial: Kinder können Kommunikationsfähigkeit weiterentwickeln, Kinder erfahren Teamarbeit und Teamgeist, Kinder erproben Kommunikation zwischen den Generationen, Kinder werden in ihrer Selbstbestimmung, im sozialen Engagement, Selbstorganisation und Selbstentfaltung befähigt und angeregt, Kinder erfahren den Umgang mit verschiedenen Materialien, Werkzeugen und Gestaltungsmöglichkeiten während der Umwetzungsphase. Feinziele – jugendpolitisch: Durch demokratische Strukturen und Verhältnisse lernen die Kinder zu Ergebnissen zu kommen, Kinder können sich aktiv und mitbestimmend an Entscheidungen beteiligen, Kinder werden zum demokratischen Handeln und Denken befähigt, Kinder werden zur Entwicklung und Wahrnehmung eigener Rechte und Interessen motiviert und zur Mitverantwortung in der Gesellschaft angeregt, Kinder werden zum Fragen und Reflektieren bewegt: ihre Bedürfnisse erkennen und anerkennen, Werte und Gewohnheiten erkennen und hinterfragen, Träumen und Visionen Raum geben, Kinder entwickeln Vielfalt, Beweglichkeit und Selbständigkeit im Denken und Handeln, Feinziele – kreativ/gestalterisch: Kinder lernen Assoziation zwischen vergangenen Erfahrungen zu bilden, Kinder können ihr Wissen mit aktuellen Situationen und eigene schöpferische Gestaltungsideen umsetzen, Kinder können Phantasie (weiter)entwickeln, Vorstellungen produzieren und gestalterische Lösungen erschließen und erfinden, Kinder können durch Strategien die Fähigkeit entwickeln, Probleme zu lösen, Kinder können in gestalterischen Prozessen Erfahrungen und Erkenntnisse erwerben, Kinder können Erfahrungen auf andere Lebenssituationen übertragen. | 2008 |
| Kreisjugendring Erlangen-Höchstadt im Bayerischen Jugendring, K.d.ö.R. | UmweltForscherMobil
Ziel ist, flächendeckend im Landkreis Erlangen-Höchstadt Umweltprojekte anzubieten. Diese Projekte sollen vor Ort angeboten werden, damit die Kinder und Jugendlichen ihre nähere Umgebung erforschen und kennen lernen. Nur mitten in der Natur können Kinder und Jugendliche erspüren, was diese für sie bedeutet und dass die Menschen ein Teil von ihr sind. Hier kann bewusst gemacht werden, dass die eigenen Handlungen direkt Auswirkungen auf ein intaktes System haben z.B. beim Erkunden eines Gewässers. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und einen auffällig gestalteten Bus, soll aber auch die Bevölkerung insgesamt auf die Bedeutung des Themas aufmerksam gemacht werden. Die Strukturen im Bereich der ökologischen Jugendarbeit sollten unterstützt und aufgebaut werden. In Zusammenarbeit mit ökologischen Vereinen und Verbänden wie z.B. den Obst- und Gartenbauvereinen sollen neue Jugendgruppen gegründet werden, die sich mit Naturthemen beschäftigen. Dazu sollen Multiplikatoren geschult werden, die mit Hilfe des Busses Projekte selbstständig durchführen können. Mitarbeiter des Projektes sollen aber auch direkt in Vereinsgremien mitwirken und dauerhaft für den Aufbau von tragkräftigen Strukturen sorgen. Die Vorstellung des „UmweltForscherMobils“ soll Einzug halten in die Jugendleiterausbildung des Kreisjugendrings (JuleiCa-Ausbildung), damit auch andere Jugendverbände das Mobil kennen lernen und in ihre Bildungsarbeit einbauen. | 2008 |
| Kreisjugendring Nürnberg-Stadt JugendKinderKulturhaus Quibble | Nasse Füße / Wasser und der Klimawandel
Ziel des Projektes ist es, Kindern die Wichtigkeit von Wasser bewusst zu machen. Es zeigt ihnen, dass die Verantwortung für die Natur bei jedem Einzelnen liegt und nachhaltig durch das eigene Erarbeiten und Erleben wirkt. Das Projekt gliedert sich in sieben Module, die die Kinder selbst gestalten:
Ein Tropfen von vielen - Trickfilm zum Thema „Wasserkreisläufe“
In Gesprächen, für welche Zwecke Wasser benutzt wird, wo und für wen Wasser lebenswichtig ist, überlegen sich die Kinder, wo Wasser eingespart werden kann und welches Verhalten wichtig ist, um in der Zukunft auch noch sauberes Trinkwasser zu haben. Für den Trickfilm gestalten die Kinder die Fotos und bewegen die Zeichnungen selbst.
Tropfsteine erzählen von früher - Höhlen als Klimaarchive
Bei dem Besuch einer Höhle erfahren die Kinder, wie man aus Tropfsteinen etwas über vergangene Warm- und Kaltzeiten erkennen kann. Außerdem erfahren sie, was mit den Höhlen während der Kalt- und Warmzeiten passiert ist. Daneben wird das beständige Klima in den Höhlen und die damit verbundene Konservierungsfähigkeit thematisiert. In diesem Naturraum spüren sie, dass dieses „Klimaarchiv“ auch „zerbrechlich“ ist. Die Ergebnisse des Besuchs werden in einem Film dargestellt.
Blick auf das Wesentliche - Fotografieren zum Thema „Wasser ist Leben“
Bei diesem Modul wird alles geknipst, was nach Ansicht der Kinder mit Wasser und dessen Wichtigkeit und Bedeutung zusammenhängt. Die Kinder suchen unterschiedliche Motive im Gelände. Einige der Fotos werden als Fotoheftchen veröffentlicht. Durch das Wirken der Bilder wird die Wichtigkeit des Wassers gezeigt. Die vergrößerten Fotos werden später als Ausstellung in der Einrichtung platziert und auch an andere Einrichtungen verliehen.
Bachflohkrebs und Springschwänze - Leben im und am Wasser
Mit Lupenglas und Bestimmungsbuch geht es auf Erforschungsreise im und am Bach. Gemeinsam wird erarbeitet, was eine Gewässergüteklasse ist und wie sie sich anhand von kleinsten Lebewesen im Bach einstufen lässt.
Steter Tropfen höhlt den Stein
Hier wird der Blick insbesondere auf die Entstehung der Höhlen als unterirdische Wasserläufe gelenkt. und gezeigt, mit welcher Kontinuität und Langsamkeit das Wasser immer weitere Gänge in die Höhlen frisst. Den Kindern wird bewusst gemacht, welcher Bedrohung die Höhlen durch unsachgemäße Befahrungen ausgesetzt sind. Daher wird während der Höhlentouren auch auf Müll geachtet, der in einer „Höhlenputzaktion“ eingesammelt wird.
Schwitzender Eiswürfel - Exkursion zum Goldbachgletscher nach Rauris in den Hohen Tauern
Der Aufstieg zum Goldbachgletscher zeigt unterschiedliche Pflanzen und Landschaftsformen, die vom Gletscher geprägt sind und die sich rasch verändern. Da es in der Hütte kein fließendes Trinkwasser gibt, erleben die Kinder, wie wichtig unser Trinkwasser ist und wie wichtig es ist, mit Wasser sparsam umzugehen.
Nasse Füße - Filmdokumentation
Die erarbeiteten Ergebnisse des gesamten Projekts werden von den Kindern als Sachfilm zum Thema „Wasser und Klimawandel“ zusammengefügt. Da die Kinder selbst vor und hinter der Kamera stehen, das Drehbuch mitgestalten und sich um Drehort, Ton und Schnitt kümmern, werden Inhalte eingeprägt und Kompetenzen auch im technischen Bereich erweitert. Die Kinder überlegen sich selbst, welche Inhalte sie anderen Kindern vermitteln wollen.
| 2010 |
| Landesbund für Vogelschutz Geschäftsstelle Ilm-Paar-Amper | Wir naschen uns durch Feld und Flur - sinnliches Erleben und Nutzen der Agrarlandschaft
Mit dem Projekt werden Kinder und Familien das gesamte Jahr durch die Agrarlandschaft im Umkreis von Pfaffenhofen geführt. Dabei lernen sie ihre Heimat kennen und erleben die Vielfalt der unterschiedlichen Agrarräume.
Ziel ist es, ihnen das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Biodiversität aufzuzeigen und eine Verbindung zum eigenen Lebensstil herzustellen. Die Teilnehmer erfahren die Fülle der Natur und lernen ihre Verschiedenartigkeit wert zu schätzen.
Zur Verdeutlichung der landschaftlichen Veränderungen durch die Landwirtschaft untersuchen die Teilnehmer die Unterschiede zwischen konventionellen und biologischen Flächen. Auf dem Versuchsgut in Scheyern suchen die Kinder Insekten, Spinnen und Pflanzen und vergleichen ihre Häufigkeit miteinander. Sie lernen dabei zu unterscheiden, ob eine Pflanze selten oder häufig zu finden ist und was sie uns über den Boden anzeigen kann.
Das Projekt möchte auch dazu beitragen, dass sowohl die Lebensmittelproduktion als auch die natürliche Vielfalt miteinander verbunden werden. Die Kinder werden zu einem Austausch darüber angeregt, was sie zu den einzelnen Mahlzeiten essen. Gibt es dabei Nahrungsmittel, die sie bei den Veranstaltungen kennen gelernt haben? Woher kommen die Lebensmittel? Wie werden sie hergestellt und transportiert? Um die Agrarlandschaft sinnlich zu erleben, geht es in einer Vielzahl verschiedener Veranstaltungen darum, in Kontakt mit der Natur zu kommen und diese selber zu „begreifen“, sie zu „erschnüffeln“ und geschmacklich zu entdecken. d. h. die Teilnehmer spüren mit den Händen, riechen und schmecken einen Teil aus und in der Natur. Die Freude an saisonal stimmiger Ernte und Ernährung wird erlebt.
Dazu gehört auch das kulinarische Erleben, selber Dinge aus der Natur zu sammeln und diese weiter zu verarbeiten. Jede selbst gepflückte Himbeere schmeckt besser als eine gekaufte aus dem Supermarkt, da die Eigenaktivität, das Erlebnis des Pflückens sowie die Gerüche des Waldes die Frucht umgeben. Gleichzeitig stellen die Kinder einen Bezug zur Nahrung her, da sie unmittelbar sehen, wo und wie Früchte oder landwirtschaftliche Produkte entstehen.
Allen Teilnehmern wird die Möglichkeit gegeben, die Erzeugnisse der beteiligten Landwirte oder Imker vor Ort nicht nur geschmacklich kennen zu lernen, sondern auch als Produkte zu kaufen. Sie erfahren dabei, dass es auch finanziell attraktiv ist, direkt beim Erzeuger regional einzukaufen. .
| 2010 |
| Landesbund für Vogelschutz Geschäftsstelle Inn-Salzach | Mangfall, Inn und Auwald für Schul-kinder und Familien auf der Landes-gartenschau in Rosenheim 2010
Mit dem Projekt werden Menschen für die biologische Vielfalt und die Vernetzung der Natur in ihrer Heimat sensibilisiert und inspiriert, nahegelegene Lebensräume auf eigene Faust zu erforschen und als Erholungsraum zu nutzen. D. h. die regionale Wertschöpfung wird erhöht, die Mobilität begrenzt, fossile Ressourcen geschont. Das Projekt gibt einen Anstoß für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich Tourismus in der Region.
Die Landesgartenschau in Rosenheim mit dem Motto „Innspirieren“ bietet ideale Voraussetzungen, einer großen Anzahl von Schülern, Familien sowie Senioren und psychisch kranken Kindern und Jugendlichen das Thema „Fließgewässer“ durch angeleitete Beobachtung und Naturerfahrung nahe zu bringen. Vorgesehen sind Führungen, vor allem für Schulklassen, Nachmittagsbetreuung und Familienprogramm.
Der Standort in der Mangfallaue in unmittelbarer Nähe von Mangfall und Inn bietet sich für zahlreiche Beobachtungsmöglichkeiten an. Ein sechs Meter langes Bachmodell ermöglicht es, vor Ort, mit Schulklassen und anderen Gruppen das Gewässer „unter die Lupe“ zu nehmen und sowohl Wasserorganismen als auch chemische Untersuchungen durchzuführen. Dieses wird anhand von Tafeln und Schauobjekten, die auch außerhalb von Führungen zur Verfügung stehen, ergänzt. An den umliegenden Bäumen werden verschiedene Nistmöglichkeiten für Vögel, Fledermäuse und Insekten angebracht und vorgestellt.
Neben den Gewässeruntersuchungen werden den Schulen m Ferien- und Wochenendprogramm sowie der Nachmittagsbetreuung Führungen zum Thema „Pflanzen und Tiere im Auwald“ angeboten. Neben Gewässeruntersuchungen stehen Insektennisthilfen, Marionetten- und Mobilebau aus Naturmaterialien und Schwemmgut sowie Naturerfahrungsspiele für Familien auf dem Programm.
| 2010 |
| Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V., Kreisgruppe Hof | Vom Schaf zu Wolle & Co. - Ein tierisches Vergnügen
Die LBV-Kreisgruppe Hof nutzt seit drei Jahren eine kleine Herde Skudden, eine alte Haustierrasse, zur Biotoppflege. Es zeigte sich, dass gerade Tiere von Besuchern sehr positiv erlebt werden. Diesen Ansatz nutzt das Projekt als wichtigen Bestandteil und prä-sentiert die Tiere den Besuchern der Ökostation.
Neben einer Gesamtkonzeption werden für die Module und Workshops einzelne Konzepte und Arbeitsmaterialien erstellt. In beiden werden die Themen „Vom Schaf zu Wolle & Co.“ und „Tausendsassa Schaf hautnah“ behandelt. Inhalte sind z. B. Schafscheren, Wolle waschen und kämmen, Spinnen sowie verschiedene weitere Verarbeitungsmög-lichkeiten (Filzen, Stricken, Weben usw.). Inhalt des Themas „Tausendsassa Schaf hautnah“ ist das unmittelbare Erleben der Tiere und die Beschäftigung mit ihren vielfältigen Fähigkeiten und Aufgaben (Wollproduktion, Fleisch und Milch, Landschaftspflege usw.). Um Mitarbeiter und Honorarkräfte für die einzelnen Aktionen zu qualifizieren und ihnen die nötigen Kenntnisse für die Durchführung zu vermitteln wird eine Multiplikatorenschulung durchgeführt. Im Rahmen des Projektes sind für 2009 20 Modulveranstal-tungen und zwei Workshops geplant. Zur Präsentation des Projektes (Transfer) wird ein Werbebanner erstellt. Für die folgenden Jahre ist eine Weiterführung vorgesehen. Dokumentation und Evaluation erfolgen mittels Internet, Bildern, Fragebögen und einem Bericht.
| 2009 |
| Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. - Verband für Arten- und Biotopschutz (LBV) | IKARUS – Klimawandel und Lebensstile
Zielsetzungen des Projekts:
| 2008 |
| Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Vogel- und Umweltstation Regenstauf | Phoenix – Kindern und Jugendlichen Flügeln verleihen
Ziel des Projektes sind Die Veränderung der bisherigen Verhaltensweisen durch Veränderungen der Wahrnehmung und Einstellung. Diese Veränderung führt bei Kindern und Jugendlichen hin zur Übernahme von neuen Kompetenzen und einem positiven Selbstbild. Nachhaltige Vermittlung und Verankerung sozio-ökologischer Inhalte als Ergänzung traditioneller Umweltbildung. Dabei können folgende Teilziele umgesetzt werden: Im persönlichen Bereich: Stärkung des Selbstvertrauens, Selbstwertgefühls Besserer Umgang mit Ängsten Bessere Selbstreflektion Entspannung Förderung der Konzentration und der Lernfähigkeit Entwicklung eines planerischen Vorgehens Aufbau eines Umweltbewusstseins Im sozialen Bereich: Entwicklung von Empathie, Fürsorge Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten, sowie der Körpersprache Angemessener Umgang mit den eigenen Gefühlen Respektvoller Umgang mit dem Tier Abbau von Vorurteilen (gegenüber Wildtieren) Im motorischen Bereich: Förderung des Reaktionsvermögens und der Geschicklichkeit Verbesserung des Körperbewusstseins Ausbau von Wahrnehmung und Raumorientierung | 2008 |
| Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.; Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen | Umweltprojekt am Zellwieser Mühlbach
Mit dem Umweltprojekt wird das Ziel verfolgt, ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge erlebbar zu machen und umweltpädagogische Kompetenzen zu fördern. Ansatzpunkt des Projektes ist es, sowohl Kindern als auch Erwachsenen die Natur vor ihrer Haustüre näher zu bringen. Durch Erlebniswanderungen und praktische Tätigkeiten sollen die Teilnehmer einen Bezug zu „ihrem“ Bach und „ihrem“ Moor aufbauen. Die Vielfalt der Natur soll am Beispiel „Lebensraum Wasser“ erkundet werden. Das Wissen über die Zusammenhänge von Gewässersystemen soll gefördert werden. Dass solche Untersuchungen ernst genommen werden, zeigt ein Umweltprojekt der Schule Egling, das von 1989-1992 am Moosbach durchgeführt wurde. Auf Basis der Wassergütebestimmung durch die Schule stufte das Wasserwirtschaftsamt den Moosbach in eine bessere Güteklasse ein. | 2008 |
| Landesbund für Vogelschutz, Bezirksgeschäftsstelle Oberbayern | Forschen am Fluss und auftauchen im Netz
Ziele des Projekts sind:
| 2008 |
| Landeshauptstadt München Schul- und Kultusreferat Pädagogisches Umweltzentrum Münchner Schulen | Kleine Körner – oder – wie Gras die Welt ernährt
Ziel des Projektes ist es, Kindern einen Bezug und eine Wertschätzung ihrer Lebensgrundlagen zu ermöglichen, in dem sie das Getreide, die Nahrungsgrundlage eines Großteils der Weltbevölkerung, auf vielfältige und spielerische Weise durch eigene Aktivitäten bei zwei verschiedenen, sich ergänzenden Veranstaltungen in Kooperation mit der Ludwig Stocker Hofpfisterei kennen lernen. So können sie zu einem nachhaltigen Verhalten im täglichen Leben angeregt werden. | 2008 |
| Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim | Vor-Ort-Energieeinsparberatung für über 1.000 einkommensschwache Familien im Landkreis
Die steigenden Wohnnebenkosten für Heizung, Strom und Wasser treffen besonders einkommensschwache Personen und Familien. Können diese Nebenkosten nicht mehr gezahlt werden, entstehen Schulden, deren Bezahlung den jeweiligen Haushalt weiter einschränken bzw. die öffentlichen Kassen belasten. Aus der Agenda-Arbeit haben sich im Landkreis Neustadt a. d. Aisch Energieberater zusammengeschlossen, die eine gezielte Vor-Ort-Beratung in Haushalten durchführen.
Das Projekt beinhaltet fünf Stufen:
Stufe1:
In einem ersten Workshop wird ein Erfassungsbogen erstellt für den Energie- und Wasserverbrauch, die vorhandenen Geräte (z. B. Alter und Neuanschaffung), die Heizsituation und sonstige relevante Daten. Dieser Bogen begleitet die gesamte Beratungsfolge und dient am Ende der Evaluierung des Gesamtprojekts.
Stufe 2:
Jedem einkommensschwachen Haushalt werden drei kostenlose Vor-Ort-Beratungen angeboten. Ein beigefügter Flyer informiert die Haushalte über die Vorteile und die möglichen Einsparungen.
Stufe 3:
Die Begehung der Wohnung dient der Erfassung der individuellen Verbrauchssituation jeden Haushalts. Bereits jetzt werden gezielt Tipps zu Einsparungen gegeben.
Nach der ersten Beratung treffen sich alle Beteiligten zu einem zweiten Workshop, bei dem Erfahrungen ausgetauscht und Vorgehensweise evtl. geändert werden, um auf die Vor-Ort-Bedürfnisse besser eingehen zu können.
Beim zweiten Besuch nach ca. zwei bis drei Wochen werden die Spargeräte kostenlos übergeben. Dabei werden weitere Möglichkeiten besprochen, Energie und Wasser einzusparen, Geräte sinnvoll zu platzieren und effizient einzusetzen.
Das dritte Beratungsgespräch erfolgt nach drei bis fünf Monaten. Bereits jetzt kann festgestellt werden, ob die Beratungen umgesetzt wurden und Energieeinspareffekte erkennbar sind.
Stufe 4:
In einem 3. Workshop werden die Ergebnisse aller Beratungen zusammengeführt und ausgewertet. Hier werden die tatsächlichen Kosten ermittelt und zu einem nachhaltigen Konzept für den Landkreis zusammengefasst, um die Fortführung der Beratungen für die einkommensschwachen Haushalte sicherzustellen. Die politischen Gremien müssen das Konzept befürworten und mit ihrer Entscheidung tragen.
| 2010 |
| LBV-Ökostation Helmbrechts | Umweltpädagogische Aufwertung und Betreuung des Eisvogel-Wanderweges Helmbrechts
Projektziel ist es zum einen, den neuen Wanderweg, der als Eisvogelweg an der LBV-Ökostation vorbeigeführt wird, attraktiver zu gestalten, indem er durch ein umweltpädagogisches Angebot ergänzt und betreut wird. Dazu wird der Wanderweg zunächst durch mehrere Stationen als Naturerlebniswanderweg und Aktivwanderweg (ähnlich einem Trimm-Dich-Pfad) ausgebaut. Das damit vorhandene Potential wird durch spezielle Aktionen, wie geführte Wanderungen, Themenwanderungen oder Fitnessangebote, genutzt und ausgebaut. Zum anderen ist es Ziel des Projektes, durch die beliebte Freizeitaktivität des Wanderns in Kombination mit dem aktuellen Fitnesstrend neue Zielgruppen und Milieus für das umweltpädagogische Angebot der Ökostation zu gewinnen. Die Möglichkeit dieser Gruppen zur Naturbegegnung und zum Naturerlebnis wird durch eine entsprechende Konzeption der Aktionsmodule gefördert. Weiter werden durch das Angebot „Wandern in der Natur“ verschiedene Alters- und Bevölkerungsgruppen angesprochen, die durch einen gemeinsamen Zugang zur Natur Integrations- und Kommunikationsmöglichkeiten finden können. Ein weiteres Ziel ist es, Jugendlichen durch die aktive Teilnahme an der Planung und Gestaltung des Wanderweges die Möglichkeit zur Mitarbeit zu geben. Auf die Vermittlung von konkreten Naturerfahrungen sowie die aktive, kritische Bearbeitung spezieller umweltrelevanter Themen wird dabei besonders Wert gelegt. | 2008 |
| LBV-Ökostation Helmbrechts | GIS@School 2008 - Lernen mit Geoinformation
Geodaten erlangen in unserem täglichen Leben eine immer größere Bedeutung. Internet-Routenplaner, Autonavigationssysteme und Google Earth sind nur einige, aber wohl die bekanntesten Beispiele für die Verwendung von Geodaten. Die dahinter stehenden Basistechnologien, Global Positioning System (GPS) und Geographisches Informationssystem (GIS) sind dagegen eher unbekannt, da sie meist nur im Hintergrund der Anwendungen stehen. Gerade für die junge Generation, die fast täglich mit Geodaten in Berührung kommt, ist das Verständnis dieser Technologie und der sichere und kritische Umgang damit aber von großer Bedeutung. Die rasante Entwicklung und das wirtschaftliche Potential der Geodatenverarbeitung zeigt weiter, dass die Kenntnisse auf diesem Gebiet in Zukunft wichtige Schlüsselqualifikationen in Ausbildung und Beruf sein werden. Die LBV-Ökostation Helmbrechts hat es sich als anerkannte bayerische Umweltstation daher zum Ziel gesetzt, dieses Thema mit dem Projekt „GIS@School 2008 - Lernen mit Geoinformation“ als Schulklassenprojekt für den Arbeitsbereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aufzubauen. Das Projekt besteht aus drei Modulen. Modul I wendet sich an Lehrkräfte und führt diese in den Gebrauch von GPS und GIS für Schulprojekte zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“ ein und regt zur Entwicklung eigener Projektideen an. Modul II beinhaltet praktische Projektarbeit für Schüler im Rahmen von zwei unterschiedlichen Workshops. Modul III, die Installation der notwendigen Software an den Schulen, stellt eine Serviceleistung dar, die als Grundlage für die beiden bereits genannten Projekte dient. | 2008 |
| LBV-Ökostation Helmbrechts | Schülerforum nachhaltige Entwicklung - Nachhaltigkeitsdiskurs im Netz
Das Projekt „Schülerforum nachhaltige Entwicklung - Nachhaltigkeitsdiskurs im Netz“ wird im Rahmen der Schulklassenprojekte der bayerischen Umweltstationen durchgeführt. Die Lehrer soll dabei als Multiplikatoren für neue Methoden zur praktischen Umsetzung eines Diskurses über nachhaltige Entwicklung gewonnen werden. Weiter sollen sie befähigt und motiviert werden, diese Medien für ihre eigene Projektarbeit einzusetzen, indem geeignete Materialien und Hilfestellungen angeboten werden. Diese Materialien werden im Internet zur Verfügung gestellt. Weiter wird ein Materialienkoffer angeboten. Die von den Schülern erarbeiteten Projektergebnisse sollen im Internetforum veröffentlicht werden und sind die Grundlage für eine Onlinediskussion über Nachhaltigkeitsthemen. Dem Medium Internet kommt dabei zum einen die Rolle eines Katalysators für die Diskussion zu, indem zunächst Anregungen und Materialien zur Verfügung gestellt werden und zum anderen bietet es die Möglichkeit, die Schüler dazu zu motivieren, sich weiter mit nachhaltiger Entwicklung zu beschäftigen, eigene Standpunkte und Ideen zu diskutieren und mit den Lehrkräften weiterführende Projektideen zu entwickeln. Um die Diskussionen etwas zu lenken, sollen zwei große Schwerpunktthemen behandelt werden: „Natur“ und „Ressourcen“. | 2008 |
| LBV-Ökostation Helmbrechts | City goes wild - Stadt erlebt Natur
Mit einer Schülerfirma der Hauptschule Helmbrechts wird das nachhaltig produzierte Natur-produkt „Honig“ von Schülern in ihrer Stadt vermarktet. Unter dem Motto „Time ist Honey“ wird produziert, bilanziert und verkauft.
Des Weiteren zielt das Projekt auf die verwilderten Flächen in den Stadtkernen der Hofer Städte, die mittlerweile eine größere Artenvielfalt aufweisen als die umliegenden, landwirtschaftlich genutzten Flächen. Sie sollen zusammen mit Jugendlichen neu entdeckt und ges-taltet werden.
| 2011 |
| LBV-Ökostation Helmbrechts | Artenvielfalt - erkennen, erleben, erhalten (Basisprojekt)
Ziel des Projektes ist es, durch unterschiedliche Ansätze, Kenntnisse über Arten, ihre ökologischen Ansprüche und ihre Bedeutung für den Menschen zu vermitteln, persön-liche Wertschätzung für Artenvielfalt bei den Teilnehmern zu wecken und sie zur Durchführung eigener Schutzmaßnahmen zu animieren, um dadurch einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zu leisten.
Im Projekt werden im Rahmen von vier Modulen die folgenden Themen bearbeitet:
- Vögel in Gärten und Parks
- Fische und Wassertiere
- Wald und Wild
- Wiesenblumen und Sträucher
Für jedes Modul wird ein Materialkoffer zusammen gestellt, der die für das Thema entwickelten Materialien, Arbeitsanleitungen sowie verschiedenen Geräte, Spiele und Hilfsmittel beinhaltet.
Das Projekt beinhaltete für jedes Modul mehrer Veranstaltungsmöglichkeiten:
Exkursionen:
Sie dienen in erster Linie dazu, Arten kennen zu lernen und zu beobachten. Weiter werden ökologische Aspekte sowie die Beziehungen zum Menschen vermittelt. Sie werden dabei durch viele praktische Elemente, sinnliche Erlebnisse und spielerische Elemente unterstützt.
Aktionstage und Workshops:
Die Aktionstage und Workshops bieten den Gruppen und Schulen die Möglichkeit, an den von ihnen gewünschten Standorten Aktionen durchzuführen. Bei beiden Aktionen steht der praktische Aspekt, also die hautnahe Auseinandersetzung mit den einzelnen Themengebieten im Vordergrund.
Seminare mit anschließenden Praxisworkshops:
Im Rahmen der Seminare soll vertieft auf die einzelnen Themen eingegangen werden. Dabei steht zunächst die Einführung der Arten und ihrer ökologischen Ansprüche im Vordergrund. Anschließend erarbeiten Teilnehmer durch geeignete Moderationsme-thoden selbständig die Gefährdungsproblematik und die Konsequenzen für den Men-schen. Im abschließenden Schritt werden Problemlösungen gefunden, von denen zwei Aspekte dann im Rahmen der Praxisworkshops als Miniprojekte umgesetzt werden können. | 2009 |
| LBV-Ökostation Helmbrechts | Nachhaltigkeit im Diskurs
Das Projekt schließt sich an zwei Entwicklungen in der Gemeinde Helmbrechts an. Zum Einen wurden von der LBV-Ökostation und vom Jugendzentrum PUR bereits erfolgreich Partizipationsprojekte mit Jugendlichen bzw. Kindern durchgeführt. An die-se Ansätze schließen die im Rahmen des Projektes geplanten Zukunftswerkstätten „Erkennen - Meckern - Verändern“ an, um die „Partizipationskultur“ mit Kindern und Jugendlichen weiter zu festigen. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Um-setzung der erarbeiteten Ideen.
Die zweite Entwicklung, an die sich das Projekt angliedert, ist der von der Gemeinde Helmbrechts geplante Ausbau der Bürgerbeteiligung bei Stadtentwicklungskonzepten, wie z. B. dem vorgesehenen „Stadtumbau West“. Im Rahmen dieser Bestrebungen bietet es sich für die LBV-Ökostation an, sich einzubinden und neue diskursive Verfah-ren im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung mit zu entwickeln und zu ges-talten. Die Entwicklung eines AGENDA21 Prozesse stellt eine der sich daraus erge-benden Möglichkeiten dar.
Ziel des Projektes ist es, durch unterschiedliche diskursive Verfahren, die Bürger der Stadt Helmbrechts zu mitgestalteter, nachhaltiger Stadtentwicklung zu motivieren und zu eigenem Handeln zu aktivieren, um aufbauend auf diese Verfahren einen AGEN-DA21-Prozess ins Leben zu rufen.
| 2009 |
| LBV-Ökostation Helmbrechts | (Be)e sustainable! Nachhaltigkeit verstehen mit Biene & Co.
Bienen sind durch ihre einzigartige Bestäubungsleistung von Pflanzen uner-setzlich für die Artenvielfalt in der Natur und durch ihre vielfältigen Produkte unersetzlich für den Menschen. Als weitaus wichtigstes Bestäubungsinsekt wird von ihr im Obst- und Gemüseanbau, in der Saatguterzeugung und im Gartenbau ein Wert geschaffen, der den Erlös an Honig und Wachs um etwa das Zehn- bis Fünfzehnfache übersteigen kann.
Am Beispiel der Biene und ihrer Produkte werden ökologische Zusammen-hänge sichtbar. Biolandwirtschaft, gesunde Ernährung, aber auch globaler Handel sind mögliche Anknüpfungspunkte. Auch aktuelle Probleme wie Ver-änderungen der Landnutzungsformen, Bienensterben, Giftstoffe und Klima-wandel können integriert werden.
Ziel des Projektes ist es, den Nachhaltigkeitsgedanken an Hand der Biene und des Naturproduktes Honig auf verschiedenen Ebenen zu diskutieren, zu verstehen und ins eigene Handeln zu integrieren. Dieses Ziel lässt sich wie folgt untergliedern:
- Erwerb von Kenntnissen über Bienen und deren Ökologie
- Bewusstsein der Arten im Umfeld der Bienen
- Wahrnehmung der Bienenhaltung als nachhaltige Nutzungsform
- Diskussion der Nachhaltigkeitsaspekte von Honig und anderen Bienenpro-dukten
- Knüpfen neuer Netzwerke
- Aneignung von Gestaltungskompetenzen der Teilnehmer
| 2009 |
| LBV-Umweltstation Altmühlsee | Was geht ab? Ein nachhaltiger Freizeitführer von jungen Leuten - für junge Leute
Im Rahmen des Projekts wird partizipativ mit jungen Menschen aus überwiegend eher bildungsfernen Milieus ein „Freizeitführer“ der besonderen Art erstellt. Anstatt lediglich Tipps zur Freizeitgestaltung in der Region aufzulisten und zu beschreiben, wie dies herkömmliche Führer tun, werden die zusammengetragenen Ideen im Sinne ihres Beitrags zu einer ökonomisch, ökologisch und sozial-kulturellen Nachhaltigkeit bewer-tet. Der zugrunde gelegte Bewertungskatalog wird dabei von und mit Jugendlichen erarbeitet.
Zunächst werden die Jugendlichen für den Zukunftsentwurf der „Nachhaltigkeit“ sensi-bilisiert und lernen diesen auch als Handlungsalternative kennen, die für die eigene Lebenswelt relevant und umsetzbar ist. Dieses Heranführen soll im Rahmen mehrerer Workshops passieren, die sowohl zum Reflektieren über Werte wie „gutes Leben“, über die Bedeutung des eigenen Tuns sowie globale Zusammenhänge anregen als auch aktivierend wirken sollen. Kommunalpolitiker werden einen Preis bei Gelingen des Projektes ausloben.
In einem nächsten Schritt wird der Freizeitführer umgesetzt. Hierzu werden vier Pro-jektteams gebildet, die eigenständig am Freizeitführer arbeiten, jedoch regelmäßig durch die Projektleitung unterstützt und begleitet werden. Diese Teams nehmen sich verschiedener Aufgaben wie Recherche von Inhalt und Bildmaterial, Kontakt zu Wer-bepartnern, Text und Layout etc. an. Auch die Form der Umsetzung wird gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeitet und gestaltet, um auf die Ansprüche und Ideen der Jugendlichen eingehen zu können. Das praktische Ergebnis des Projektes bleibt somit durch den partizipativen Ansatz bis zu Beginn der Projektumsetzung offen. Diese Vor-gehensweise soll gewährleisten, dass sich auch die Zielgruppe des Freizeitführers möglichst gut mit Medium, Darstellung und Inhalt identifizieren kann. Der Freizeitführer wird an einschlägigen Stellen gegen einen symbolischen Kaufpreis zum Verkauf aus-liegen. Analog hierzu wird bei Gestaltung des Freizeitführers als Internetauftritt dessen Bewerbung stattfinden. Als Abschluss wird in Kooperation mit prominenten Persön-lichkeiten das Produkt öffentlich präsentiert.
| 2009 |
| LBV-Umweltstation Altmühlsee | Weizen verheizen?! - Eine energetische Reise um die Welt“
Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Schlüsselthemen „Energie“ und „Ernährung“. Es greift das für 2009 festgelegte Jahresthema „Energie“ der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Bildung auf und setzt auch die zweite Bayerische Klimawoche in den Fo-kus. Schüler sollen diese Schlüsselthemen in dem für sie relevanten und durch sie mit-gestaltbaren Raum „Schule“ oder „Familie“ kennen lernen.
Im Projekt werden bei den Schülern Verständnis und Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Energie und Nahrung geweckt und die eigenen Lebensstile und das ei-gene Konsumverhalten reflektiert. Dabei wird der Blick auf die Lebens- und Ernäh-rungssituation der Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern gerichtet.
Im Gegenzug wird über die Emotion zu Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika und deren soziale Probleme das Bewusstsein geschärft, unseren eigenen Lebensstil und unser Verhalten im Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen zu überdenken.
Ziel ist es, den Schülern Einblicke in die Eine Welt, in politische, wirtschaftliche, sozia-le und ökologische Zusammenhänge zu eröffnen. Ferner gilt es, Neugier, Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen sowie Achtung und Solida-rität gegenüber anderen Menschen zu fördern. Dies soll mit Blick nach außen, in die Gesellschaft, geschehen. Insbesondere aber gilt der Blick nach innen, also in den (Schul-) Alltag: was können wir hier tun? Wie müssen wir hier unser Konsumverhalten und unseren Lebensstil verändern, damit Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika schon heute und alle nachfolgenden Generationen noch genügend Ressourcen (Energie, Nahrung etc.) haben (Verteilungsgerechtigkeit)? Im Projekt werden Hand-lungsalternativen erarbeitet, die zum einen zum Klimaschutz eines jeden Einzelnen beitragen und gleichzeitig auch ein Beitrag zur besseren Lebensbedingungen in Ent-wicklungsländern sind. Des Weiteren wird der Dialog zwischen Schule, Kommunen, Familie, Landwirtschaft und Eine-Welt-Organisationen gefördert.
| 2009 |
| LBV-Umweltstation Fuchsenwiese | Perspektivenwechsel Wald
Die Region Bamberg weist mit dem Steigerwald einen einzigartigen Buchenwald mit urwald-artigen Strukturen und einer hohen Artenvielfalt auf. Dies bietet die Möglichkeit, den Wald nicht nur aus ökologischer Sicht vorzustellen, sondern auch ökonomische Interessen, soziale Belange und kulturelle Vorstellung zu beleuchten und mit verschiedenen Bevölkerungsgrup-pen zu diskutieren. | 2011 |
| LBV-Umweltstation Fuchsenwiese | Energiereich und nachhaltig leben
Das Projekt möchte sich nicht nur mit dem Thema „Energie“ auseinandersetzen, son-dern durch die praktische Umsetzung von umweltverträglichem Verhalten zu einem nachhaltigen Handeln anregen.
Gefördert werden soll das nachhaltige Handeln in mehreren Schritten:
- Wissensvermittlung über ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge. Dies geschieht in der Regel nicht über rein theoretische Wissensvermittlung, son-dern in Form von aktiven Naturerkundungen und Naturerlebnissen.
- Gemeinsames Erarbeiten von Handlungsmotiven und Handlungsintensionen. Hier können durch Geschichten-Spinnen, Malen, Diskutieren und durch den Einsatz neuer Medien die Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und Hand-lungsvorsätze formuliert werden.
- Konkretes Umsetzen von Handlungsvorsätzen.
Bei der Aufarbeitung des Themas werden vier Schwerpunktthemen behandelt, die in der Region Bamberg von besonderem Interesse sind bzw. für die sehr gut Kooperati-onspartner gefunden werden können.
1. Energie und Klimaschutz
2. Klimabewusst mit regionalen Produkten aus der Natur
3. Aktivurlaub in der Region - ein Beitrag zum Klimaschutz
4. Nachhaltig bauen mit Holz und Lehm
Bei den Veranstaltungsangeboten werden einige Angebote auf bestimmte Milieugrup-pen ausgerichtet sein. Hierbei werden die Erfahrungen des schon 2007 durchgeführ-ten Projektes „Natur trifft Kunst“, das mit Milieus hantierte, eingearbeitet und Verbes-serungen vorgenommen. Angeboten werden Veranstaltungen für Traditionsverwurzel-te, Bürgerliche Mitte, Postmaterielle, Hedonisten, Konsummaterialisten, Etablierte.
Für diese Milieus werden entsprechende Veranstaltungsangebote nach den Vorlieben und Lebensstilen ausgearbeitet. Gleichzeitig wird auf eine milieubezogene Ankündi-gung und Verbreitung Wert gelegt. Hierbei ist die Kooperation mit entsprechenden Partnern aus den Milieus sehr wichtig.
| 2009 |
| LBV-Umweltstation Isarmündung | Grünes Klassenzimmer
Von Schulen werden vor allem Veranstaltungen zu den Lebensräumen Wald, Wasser, Wiese und Hecke sowie zum Isarmündungsgebiet angefragt. Für Umweltbildungsakti-onen zu den einzelnen Lebensräumen liegen, aufgeschlüsselt nach verschiedenen Schularten und Altersstufen, bewährte Konzepte vor, die den jeweiligen Lehrplänen angepasst sind und fortlaufend optimiert und ergänzt werden. Die Klassen werden in der Regel in zwei bis drei Kleingruppen mit höchstens zwölf Teilnehmern unterteilt, wobei eine der Gruppen meist von Zivildienstleistenden, Praktikanten oder ehrenamtli-chen Mitarbeitern betreut wird. Durch diese Aufteilung gibt es keine „zweite Reihe“, sondern alle Kinder werden ins Geschehen eingebunden und können selbst aktiv er-den. Um eine gleichbleibend hohe Qualität der Veranstaltungen zu gewährleisten, werden alle Mitarbeiter zu Beginn ihrer Tätigkeit entsprechend geschult und eingewie-sen und betreuen erst nach einer gewissen Hospitationszeit eine eigene Gruppe. Da-mit leistet die Umweltstation auch einen Beitrag zur Ausbildung dieser jungen Leute und zur Förderung von deren Kompetenzen. Interne Schulungen, diverse Seminare und Fortbildungsveranstaltungen stellen außerdem die Weiterqualifizierung der haupt-amtlichen Mitarbeiter sicher.
Die praktische Erforschung und der unmittelbare Kontakt („be-greifen“) mit dem jewei-ligen Lebensraum stellen eine optimale Ergänzung zu im Unterricht theoretisch erwor-benem Wissen dar. Durch erlebnis- und handlungsorientierte Angebote wird die Moti-vation der Kinder und Jugendlichen zu eigenständigem Lernen geweckt und das Ge-lernte und Erfahrene bleibt besser im Gedächtnis haften. Durch die Aktionen im Um-feld der Schule oder in bekannten Lebensräumen wird an Alltag und Lebenswelt der Teilnehmer angeknüpft. Nicht zuletzt wird durch das ganzheitliche Lernen in der freien Natur eine Vielzahl von Kompetenzen vermittelt und gefördert. Neben dem eigentli-chen Naturerleben und einer umfassenden Wissensvermittlung bietet das „Grüne Klassenzimmer“ somit die idealen Voraussetzungen für Umweltbildung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Im Rahmen des Projektes „Grünes Klassenzimmer“ sollen von April bis Oktober 2009 wöchentlich drei Veranstaltungen mit Schulklassen durchgeführt werden, wobei die Klassen in jeweils mindestens zwei Kleingruppen unterteilt werden. Die Veranstaltun-gen sollen die praktische Erforschung der Lebensräume Wald, Wasser, Wiese, Hecke oder Isarmündungsgebiet beinhalten und entweder an der LBV-Umweltstation Isar-mündung oder, bei passendem Umfeld, vor Ort an der jeweiligen Schule stattfinden.
| 2009 |
| LBV-Umweltstation Naturerlebnisgarten Kleinostheim | Natur vor unserer Haustür
Streuobstgebiete bilden einen komplexen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. In das Projekt fließen mehrere Aspekte der BNE, wie z. B. Erhaltung biologischer Vielfalt, regio-nale Wertschöpfung, gesunde Lebensmittel aus der Region. Projektziele sind u.a.
- Kennenlernen ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte der Streuobstwiese und deren Nutzen für den Menschen
- sorgsamer Umgang mit sensiblem Lebensraum, seinen Bewohnern und Ressourcen
- Kennenlernen unterschiedlicher Bewirtschaftungsmethoden
- Intensivierung des Heimatbezuges
| 2011 |
| LBV-Vogel- und Umweltstation Regenstauf | Lokal Denken - Global Handeln? Vom weltweiten Handel mit geschützten Arten …
Ziel des Projektes ist die Sensibilisierung und Aufklärung rund um das Wa-shingtoner Artenschutzabkommen.
In der LBV-Vogel- und Umweltstation landen jährlich mehr als 600 kranke Vögel; nicht alle sind einheimisch. Über Veterinärämter, Naturschutzbehörden und Polizei werden immer wieder beschlagnahmte Vögel in die Station gebracht. Im Rahmen von Führungen und Veranstaltungen finden diese Vögel große Aufmerksamkeit, die Diskussionen um Sinn und Unsinn des - legalen wie illegalen - Handels mit exotischen Tieren bewegen Schüler wie erwachsene Besucher.
Gegenstand des Projektes ist nun die Aufbereitung des Themas, ausgehend von den bisherigen Erfahrungen im Rahmen der BnE an der LBV-Vogel- und Umweltstation. Zu diesem Zweck wird eine Dauerausstellung mit entspre-chenden Exponaten, Informationstafeln, aber auch Veranstaltungen (Fachvortrag, etc.) zum Thema in der LBV-Vogel- und Umweltstation entwickelt.
Mit dem Zollamt am Flughafen München konnte ein wertvoller Partner gewonnen werden, der sowohl ausgesuchte Exponate aus Beschlag-nahmungen als auch fachliches Know-how und wertvolle Informationen unbürokratisch und kostenfrei zum Projekt beisteuern wird. Gegenstand dieses Projektes ist die konzeptionelle Aufarbeitung und praktische Umsetzung mittels zu entwerfender Ausstellungselemente, die sowohl im Innen- als auch im Außengelände der Station in Form eines in sich ge-schlossenen Rundgangs umgesetzt wird.
| 2009 |
| LBV-Vogelstation Regenstauf | Federleicht und vogelwild - Vogelfedern neu entdeckt
Nur jedes dritte Kind weiß wie ein Spatz aussieht. Ziel des Projektes ist es, nicht nur Artenkenntnis, sondern auch die ökologischen Zusammenhänge zu vermitteln. Durch verschiedene Methoden über einzelne Federn soll das Interesse an unterschiedlichen Vogelarten geweckt werden. So soll z.B. durch die Entwicklung einer Federsammlung ein Überblick über die wichtigsten Gattungen geschaffen werden. In einem weiteren Schritt soll für ausgewählte Projektklassen eine vertiefte Beschäftigung mit dem Medium „Feder“ konzipiert werden: Die Feder als Schreibgerät steht dabei im Vordergrund. Des Weiteren sollen neben interessierten Schulklassen auch Patienten aus dem Projekt „Phoenix“ in das Federprojekt integriert werden. Hier stehen die Förderung im motorischen Bereich sowie der Konzentration und Lernfähigkeit im Vordergrund. Außerdem soll ein Fund-Fragebogen für jedermann erarbeitet werden, der beim LBV abgegeben werden kann. | 2008 |
| LBV-Zentrum Mensch und Natur | Umweltdedektive gegen CO2
An der Volksschule Hohenwarth-Grafenwiesen wurden im vergangenen Schuljahr „Energiedetektive“ ausgebildet. Sie haben den Energieverbrauch in den einzelnen Räumen gemessen und veranschaulicht. Jeder Schüler der Klassen fünf bis sieben hat Energie am eigenen Leib erfahren, indem er am Energiefahrrad 0,05 kWh (15 Minuten, 200W) geleistet hat. Die geleistete Energie soll mit Holzwürfeln veranschaulicht werden. Jeder Schüler hat sich durch seine Leistungen einen „Schülerpowerwürfel“ verdient, der genau der Energiemenge entspricht, die beim Radeln aufgewendet wurde. Der Schwerpunkt auf dem Weg zur „Energiesparschule“ liegt im kommenden Jahr auf dem CO2-Ausstoß: An Stellwänden und mit Holzwürfeln wird neben dem täglichen Energieverbrauch der CO2-Ausstoß dargestellt. Dabei kommen auch Ballons verschiedener Größe zum Einsatz. Bei einem Energiesparfest soll u.a. ein großer Ballon, der die Menge einer Tonne CO2 enthält, aufgepumpt werden. Das Modell der „Energiesparschule Hohenwarth-Grafenwiesen“ wird in einer Lehrerfortbildung vorgestellt und als Anregung anderen Schulen nahegelegt. | 2008 |
| LBV-Zentrum Mensch und Natur | Vogelkinderstube über Grenzen hinweg
Vor den Klassenzimmern der Grundschule Arnschwang befindet sich seit letztem Jahr ein Brutkasten für Turmfalken, der auch in diesem Jahr von einem Turmfalkenpärchen angenommen wurde und mit großem Interesse von den Schülern beobachtet wird. Mittels einer Videokamera soll ihnen die Lebensweise dieser Vögel und vor allem ihr Brutverhalten noch näher gebracht werden. Diese Form der Beobachtung fördert zusätzlich die emotionale Verbindung der Schüler zu „ihren“ Turmfalken. Dieses wunderschöne Erlebnis soll aber nicht nur den Schülern der Grundschule Arnschwang ermöglicht werden, sondern auch einer tschechischen Partnerschule. | 2008 |
| LBV-Zentrum Mensch und Natur | Biodiversität erleben
Die Kreisgruppe Cham des Landesbund für Vogelschutz besitzt in unmittelbarer Nähe zur Grundschule Mitterdorf ein ca. 5ha großes Feuchtgebiet mit Auwald, Niedermoor und Feuchtwiesen. Hier findet sich eine Vielfalt von seltenen und hoch bedrohten Pflanzen- und Tierarten wieder. Schüler aus allen Jahrgangsstufen können hier mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, angebunden an den Lehrplan, Biodiversität erleben. Die Schüler sollen ein Gefühl für einen wertvollen Teil ihrer Heimat erhalten. Sie sollen ihn kennen und schützen lernen. Durch ein behutsames Entdecken seiner Pflanzen und Tierarten und ein aktives Bewahren durch gemeinsame Biotoppflege soll eine dauerhafte Verbindung zwischen den Kindern und ihrem Biotop geschaffen werden. Dieser erlebnisorientierte Zugang schärft die Sensibilität der Kinder für unsere Natur und fördert eine Vielzahl von Kompetenzen. | 2008 |
| LBV-Zentrum „Mensch und Natur“ | Basisprojekt - Zeit für Kinder
„Zeit für Kinder“ ist die Grundlage der Umweltbildungsarbeit im LBV-Zentrum Mensch und Natur. Durch das Ausschöpfen hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Mitarbeiterpo-tentials bei der Umsetzung einer Bildung zur nachhaltigen Entwicklung formte sich diese effektive Art der Umsetzung heraus.
Keine Klassenabfertigungen, sondern eine fachlich qualitative und intensive Betreuung in Kleingruppen stehen beim LBV-Zentrum im Vordergrund. Alle Teilnehmer werden aktiv mit einbezogen und können sich direkt in das Thema einbringen. Diese Form der Vermittlung, unmittelbar und direkt am Geschehen beteiligt zu sein, gewährleistet die Förderung verschiedenster Kompetenzen in der Persönlichkeit des einzelnen Schülers. Diese Führung von Klassen ermöglicht, modulare Bausteine optimal zum Einsatz zu bringen und jedes Kind aktiv am Erlebnis zu beteiligen. Ein Konzept, das Kopf, Herz und Hand miteinander verbindet.
Die Mobilität ermöglicht zudem das Einbinden des Schulumfelds vor Ort. Hier werden Kontakte zur Natur unmittelbar zu Hause bei den Kindern aufgebaut und gefördert. Eine direkte Basis für den Schutz und Erhalt der Natur vor der eigenen Haustür. Loka-les Fachwissen des LBV fließt in Projekte vor Ort an den Schulen mit ein. Projekttage an Schulen erhalten somit oftmals noch eine spezielle Eigennote.
| 2009 |
| Lebensraum Lechtal e. V. | Lebensraum Lechtal sucht den Biodiversitäts-Star
Grundlegendes Ziel ist, den Begriff „Biodiversität“ inhaltlich zu vermitteln und mit Leben zu füllen. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, ihre Zukunft und die Zukunft des Lechtals kreativ selbst zu gestalten und zu entwickeln. Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Castings die Sinne für genaues Beobachten, Analysieren, Bewerten und zukunftsorientiertes Denken geschärft.
Die Teilnehmer werden Details über die Entstehung und reichhaltige Ausstattung des Naturraumes bayerisches Lechtal erfahren. Verschiedene Nutzungen des Naturraumes und ihre Auswirkungen auf die Biodiversität werden beleuchtet. Außerdem wird das Umweltbewusstsein geschärft, die emotionale Bindung an die nähere naturräumliche Umgebung des Wohnortes wird vertieft und gleichzeitig Wissen über die angrenzenden Regionen des Lebensraums Lechtal, deren Entstehungs- und Naturgeschichte erwor-ben.
Im Projekt werden außerdem Kompetenzen und Einstellungen vermittelt, die die Teilnehmer dazu befähigen, in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld nachhaltig zu handeln. Die Teilnehmer sollen erarbeiten, wie jeder Einzelne durch sein eigenes Verhalten dazu betragen kann, Biodiversität zu erhalten und zu fördern. Positive Naturerfahrungen bilden den Grundstock für ein besseres Verständnis der Biodiversität.
Im Rahmen des Projektes wird ein neuer Weg der Umweltbildung und der Verstärkung ihrer Breitenwirkung begangen. Das derzeit grassierende Castingfieber wird thematisch aufgegriffen und auf den naturschutzfachlichen Ansatz adaptiert. Hierdurch erhoffen sich die Antragsteller u. a., ein breiteres Interesse bei der Gruppe der Jugendlichen hervorzurufen. Durch eine niveauvolle Gestaltung des Wettbewerbs mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, der trotzdem den Faktor Spaß beinhaltet, wird der Wettbewerb auch für Erwachsene attraktiv.
Die Suche nach dem „Biodiversitäts-Star“ umfasst Veranstaltungen im gesamten bayerischen Lechtal, also Teile der Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern. Geplant ist eine Vorrunde für jeden Landkreis bzw. die Stadt Augsburg mit je fünf Veranstaltungen mit Kinder- oder Jugendgruppen sowie eine durch die Presse beworbene freie Veran-staltung für Erwachsene oder Familien. Im Rahmen dieser Veranstaltung bearbeitet jeder Teilnehmer einen „Aufgabenbogen“ mit verschiedenen Teilaufgaben / Disziplinen. In jedem Landkreis werden ein Gruppensieger aus den fünf Veranstaltungen mit Gruppen und ein Sieger der freien Veranstaltung ermittelt. Diese treffen sich in Augsburg zu ei-nem Abschlusswettbewerb, in dem der Gesamtsieger ermittelt wird. Hierbei bekommt jeder Sieger einen Prominenten seines Landkreises zugeordnet und spielt mit diesem gemeinsam den „Biodiversitäts-Star“ aus. | 2009 |
| Lernort Natur am Katharinenberg | Geld regiert die Welt?
Ist Geld wirklich alles, was wir brauchen, um glücklich zu sein und inwiefern hat Geld nachhaltig einen Einfluss auf mich und meine Umwelt? Durch Rückbesinnung und Neuorientierung auf Eigenarten und Schönheit von Natur & Landschaft werden die Teilnehmer dieser Seminarreihe sensibilisiert und die Wertestellung von Geld und Zeit wieder in ein Gleichgewicht gebracht.
Mit dieser Seminarreihe
- werden Chancen aufgezeigt, wie die Wertestellung zum Wohle einer nachhaltigen Entwicklung besser berücksichtigt werden kann,
- werden Wechselwirkungen von Geld und Umweltbildung diskutiert,
- werden neue pädagogische Ansätze in der Umweltbildung zu diesem Thema aufgezeigt,
- wird die öffentliche Wahrnehmung durch Transfer guter Praxis verbessert.
Zum Auftakt erfolgt ein kritischer Einblick in die Funktion von Finanzmärkten und der Geldwirtschaft. Vertreter aus Bank- und Finanzgewerbe unterstützen die Bemühungen in der Praxis. Einzelne Aspekte moderner Finanzmärkte und die Entwicklung des momentanen Finanzsystems werden in den folgenden Seminaren stärker anhand von Fallbeispielen und Rollenspielen erfahrbar umgesetzt. Das Projekt wird in fünf thematische Seminare unterteilt:
- Am 1 Seminartag wird anhand von nachgestellten Tauschringen den Teilnehmern aufgezeigt, wie der Welthandel entstanden ist und wo er seine Wurzeln hat. Tauschringe:
Die Herstellung von Gütern und ihr Nutzen zum Tausch gegen andere Waren.
- Der 2. Tag beinhaltet die unterschiedlichen Formen der Naturressourcen, wobei verschiedene von der Natur überlassene Güter rund um den „Lernort Natur“ entsprechend eingruppiert werden.
Naturressourcen:
Die verschiedenen Möglichkeiten der Wertschöpfungen mit den von der Umwelt überlassenen Ressourcen unter Einbindung regionaler Schwerpunkte.
- Im 3. Seminar wird der Zeitaufwand einer selbst gekochten Marmelade sowie deren Wert mit einer gekauften verglichen.
Werteaufstellung:
Welchen Wert hat die investierte Zeit für die Herstellung alltäglicher Güter im Verhältnis zum selbstgefertigten und gekauften Produkt? Welchen Wert besitzt die Zeit für mich? Auch das Thema „Beschleunigungs-Wahnsinn“ wird hier angesprochen und diskutiert.
- 4. Tag: „Wie viel Geld macht glücklich?“
Geldwert:
Welche unterschiedlichen Wertdefinitionen gibt es? Welche Definition trifft für mich zu? Ist ein Lottogewinn mehr wert als die Gesundheit? Wie bemesse ich den Wert des Sauerstoff, der von einem Baum produziert wurde?
- Im 5. Seminar wird die Nachhaltigkeit verschiedener Anlageformen auf die persönlichen Wünsche, Interessen und Ziele abgestimmt und Pläne geschmiedet für die Zukunft unter der Fragestellung, wie Umwelteinrichtungen das Thema „Geld und Nachhaltigkeit“ weiter voranbringen können.
Geldanlagen:
Nachhaltigkeit der verschiedenen Anlageformen und die Abstimmung auf die eigenen Wünsche, Interessen und Ziele. Viele Menschen finanzieren über ihre Geldanlagen unwissentlich Produkte, die sie aus Gründen des Umweltschutzes ablehnen würden. Anhand von praktischen Beispielen werden ethische, soziale und ökologische Kriterien der Geldanlage erarbeitet und Wege aufgezeigt, wie der Anleger und Nutzer Einfluss nehmen kann.
Die Seminarreihe ist auf drei Altersgruppen ausgelegt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
| 2010 |
| MobilSpiel e. V. | Prima Klima in der Stadt!? - Zu-kunftsfähige Stadt unter dem Fokus Klima und Mobilität
Ziel sind innovative Anstöße, um Bildung für nachhaltige Entwicklung in München bei Schulen und Trägern der Kinder- und Jugendarbeit zu verankern. Anhand des Themas „Stadt“ werden neue Projekte erarbeitet und damit das Typische an BNE-Projekten verdeutlicht. Darüber hinaus geht es in speziellen Lernpartnerschaften darum, den nächsten Schritt zur strukturel-len Etablierung von BNE in den Einrichtungen der Partner aktiv zu unterstützen. Angeknüpft wird an das Thema „Klima“. Hier werden neue Gesichtspunkte, wie z. B. das soziale Klima in der Stadt, heraus gearbeitet. Darunter fallen soziale Rahmenbedingungen ebenso wie die Möglichkeiten, selbst zu gestalten und in der Gruppe auf ein wertschätzendes Klima zu ach-ten. | 2011 |
| MobilSpiel e. V. | Der rote Faden zum Erfolg -
Der zweitägige Workshop befähigt die Teilnehmer, eigene Projekte in Bezug auf pädagogi-sche Konzeption, Formulierung von Schlüsselkompetenzen und Methodenwahl im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu konzipieren und zu formulieren. Zielsetzungen sind u.a.:
- Kennenlernen unterschiedlicher pädagogischer Konzepte und ihre Bedeutung für die Arbeit mit den Zielgruppen/Milieus
- Unterscheidung zwischen klassischer Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwick-lung in der Formulierung pädagogischer Konzepte
- Erfahren der Bedeutung von Schlüsselkompetenzen und die Anwendung in ihrer pädago-gischen Arbeit
| 2011 |
| Mooseum - Forum Schwäbisches Donautal e. V. | Natur unterwegs im Schwäbischen Donautal
Die Umweltstation stellt in unterschiedlichen Teilprojekten typische Lebensräume an der Donau vor. Ziel ist es, durch die Vorstellung über die Hintergründe und Besonderheiten der Biotope und Landschaften im Schwäbischen Donautal zu informieren und dadurch bei der Bevölkerung die Wertschätzung für die heimische Natur zu steigern. Gesteigerte Wertschätzung führt zu gesteigerter Akzeptanz für praktische Naturschutzprojekte und trägt dadurch zum Erhalt der Biodiversität bei.
Das Projekt dient auch der Vernetzung der Umweltbildung in Bayern.
| 2011 |
| Mooseum - Forum Schwäbisches Donautal e. V. | Wasser ist nicht überall - Schatz des Schwäbischen Donautals
Die Umweltstation möchte mit unterschiedlichen Methoden für verschiedene Zielgruppen
- den Bewohnern des Schwäbischen Donautals den Wasserreichtum ihrer Heimat erläutern,
- dadurch Bewusstsein für die damit verbundene Verantwortung bilden,
- globale Zusammenhänge des Wasserkreislaufs vermitteln,
- Handlungsmöglichkeiten zum Schutz der Gewässer aufzeigen.
Das Projekt zeigt mit vielen kleinen Experimenten Bewegungen des Wassers und deren Auswirkungen im Schwäbischen Donautal.
| 2011 |
| mooseum – Forum Schwäbisches Donautal | Anerkennung als Umweltstation
Das mooseum versteht sich als Fachforum und Diskussionsplattform im schwäbischen Donautal, das durch Vernetzung verschiedenster Umweltbildungs-Akteure und Bündelung ihrer Aktivitäten sowie durch eigene Veranstaltungen Umweltthemen anhand seiner speziellen naturräumlichen Ausstattung überregional und fachübergreifend aufbereitet und vermittelt. Im Vordergrund steht die Bildung für Umweltbewusstsein in allen Altersstufen und die Entwicklung von Handlungskompetenz in den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege, Energieverbrauch, schonender Umgang mit Ressourcen und Klimaschutz. Auch aktuelle Themen der regionalen Entwicklung (z. B. Aufbau regionaler Wirtschaftskreisläufe, standortangepasste Landnutzung, sanfter Tourismus, Auswirkungen von Kiesabbau auf die Niedermoorstandorte, Erholungsnutzung und Naturschutz) werden dabei transparent gemacht und offen diskutiert. Folgende Bausteine bilden die Basis für die Umweltbildungsarbeit des mooseums:
| 2008 |
| MSA - Medienstelle Augsburg des JFF e. V. | Spurensuche in der Königsbrunner Heide - Medienprojekt mit Kindern
Kinder im Alter von elf bis 12 Jahre erhalten die Möglichkeit, sich mit einem Medium ihrer Wahl auf Spurensuche in die Königsbrunner Heide zu begeben. Im Vordergrund steht dabei die Suche nach besonderen Orten, Pflanzen und Tieren, die für diese Landschaft typisch und für die Kinder wichtig sind. Aber auch Beobachtungen von und Begegnungen mit Personen in diesem Lebensraum sowie Geschichten, die dort angesiedelt sind, können mittels Radio-, Film- und Fotobeitrag bearbeitet werden. Aktive Medienarbeit bestimmt das methodische Vorgehen im Rahmen des Projekts. Sie ist handlungsorientiert und durch Lernprozesse in der Gruppe gekennzeichnet. Sie setzt bei den Interessen und Erfahrungen der Adressaten an.
Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe Audio begeben sich mit Mikrofon und digitalen Tonaufnahmegeräten auf die Suche nach typischen Geräuschen, Tönen und Lauten für die Landschaft, die sie erkunden. Die aufgezeichneten Töne lassen sie von anderen Kindern erraten. Aus den Tonaufzeichnungen lassen sich später Hörbilder zusammenstellen oder digitale Ratespiele in Verbindung mit Fotos gestalten. Spielerische Übungen, wie z. B. ein Hör-Memory sensibilisieren die Wahrnehmung der Kinder im Vorfeld der Aktion.
Mittels Videokamera können Veränderungen in der Landschaft über die Jahreszeiten hinweg dokumentiert werden. Weiter können in Interviews mit Anwohnern und Besuchern der Landschaft Erlebnisse, Beobachtungen und Geschichten festgehalten werden, die mit dem Lebensraum verbunden sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Kinder ihre Erlebnisse in kleinen Spielszenen weitergeben.
Zur Auseinandersetzung mit typischen Pflanzen, Tieren und Orten in der Königsbrunner Heide bietet die digitale Fotografie viele Möglichkeiten. Aus fotografisch festgehaltenen Eindrücken können digitale Präsentationen zusammengestellt werden.
Die so entstandenen Materialien werden im Naturwissenschaftlichen Museum „Dr. Heinz Fischer Sammlungen“ in Königsbrunn im Rahmen der Bildungsarbeit eingesetzt. Sie dokumentieren die Sicht von Kindern auf ihre Umwelt und sprechen dadurch andere ihrer Altersgruppe an.
Die Teilnehmer des Projektes werden von Mitarbeitern der MSA-Medienstelle Augsburg des JFF bei der Themenfindung und medialen Umsetzung angeleitet und begleitet. Sie erhalten eine Einführung in die Gestaltungsmöglichkeiten des gewählten Mediums und die praktische Handhabung der Geräte. Im Rahmen von Ortsterminen können die Kinder anschließend mit Videokamera, Mikrofon und Digi-Cam ihre Ideen umsetzen. In einer Projektwoche erfolgt die Fertigstellung und Bearbeitung des Materials
Ziel des Projektes ist es, Lernprozesse zu unterstützen, die zur Umweltbildung und zur Identitätsentwicklung der Kinder beitragen. Nach Einschätzung von Lehrkräften der Hauptschule Königsbrunn Süd haben 90 % der Schüler keinen Bezug zur Königsbrunner Heide. Die Besonderheit der Landschaft ist ihnen nicht bewusst. Hier kann die intensive Auseinandersetzung mit medial festgehaltenen Eindrücken zu nachhaltigen Lernprozessen führen. Die Bearbeitung der von Kindern gedrehten Interviews mit Zeitzeugen oder die Verknüpfung von Tönen und Bildern festgehaltenen Naturerlebnisse ermöglichen die Reflexion von Erfahrungen und fördern den Bildungsprozesse.
Darüber hinaus sollen die Teilnehmer Erfahrungen im aktiven Umgang mit Medien sammeln und erkennen, wie sie diese zur eigenen Artikulation benutzen können. Der Gruppenprozess soll die Teamfähigkeit der Kinder stärken. Die gemeinsame Erarbeitung eines Gegenstandes in der Gruppe und dessen mediale Umsetzung soll darüber hinaus ihre Kommunikations- und Kompromissfähigkeit trainieren.
| 2010 |
| Museum im Koffer e.V. | Subtopia – Bananenpflanzen in Nürnberg?
Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein interaktives Ausstellungsprojekt zum komplexen Thema der globalen Klimaerwärmung. Dieses soll im Rahmen einer Kooperation zwischen Schülern und Lehrern der Adolf-Reichwein-Schule Nürnberg, dem Kinder- und Jugendmuseum Nürnberg, dem Modellbauunternehmen Hüttinger Exhibition Engineering und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen zum Thema Klimaforschung und Klimaökonomie sowie Wirtschaftsunternehmen realisiert werden. Damit ergibt sich ein sehr hoher Vernetzungsgrad von Schule und unterschiedlichen außerschulischen Institutionen. | 2008 |
| Natur- und Umweltgarten Reichelshof | „Zeit für Vielfalt in der Natur“ – Ein Projekt zum Erleben und zum Schutz biologischer Vielfalt
Die Teilnehmer sollen anschaulich erleben, dass die Natur in dem für sie emotional bedeutsamen heimatlichen Lebensumfeld eine Vielzahl von Lebensräumen und Arten sowie eine genetische Vielfalt aufweist und dass der Mensch Teil dieser Natur ist. Sie sollen verstehen, dass biologische Vielfalt in ihrem Lebensumfeld und weltweit Leben bedeutet und daher eine grundlegende Aufgabenstellung nachhaltiger und zukunftsfähiger Entwicklung ist, deren Grundprinzip die Verknüpfung und Vereinbarkeit von ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielen ist. Die Teilnehmer sollen ein Problembewusstsein dafür entwickeln, dass sich die Interessen der Menschen, der Wirtschaft, der Kommunen usw. des Schweinfurter Oberlandes in Bezug auf die Nutzung der biologischen Vielfalt in den Mainauen bei Schonungen, aber auch von Streuobstwiesen im Zusammenhang mit sozialen und wirtschaftlichen Vorhaben im Einklang mit ökologischen Anliegen bzw. dem Schutz dieser Vielfalt befinden müssen. Die Teilnehmer sollen in diesen Prozessen zugleich – unter dem Begriff „Gestaltungskompetenz“ zusammengefasste – Fähigkeiten (weiter-)entwickeln wie die Fähigkeiten zum vorausschauenden Denken, zur Perspektivenübernahme, zur Problemlösung, zur Kommunikation, zur Kooperation, zum selbständigen Arbeiten usw. Das Projekt soll einen Beitrag zum Schutz von Lebensräumen und der Artenvielfalt in der Region leisten. Es soll die (Weiter-)Entwicklung von einschlägigen Netzwerken im Raum Schweinfurt und in der Region unterstützen sowie auf die 9. UN-Konferenz über Biologische Vielfalt 2008 aufmerksam machen und die Menschen in der Region für deren Anliegen sensibilisieren und mobilisieren. | 2008 |
| Natur- und Umweltgarten Reichelshof | Lebensräume zwischen und auf den Steinen - Ein handlungsorientiertes Umweltbildungsprojekt in Kooperation von Staatlicher Realschule Ebern und Natur- und Umweltgarten Reichelshof
Das Projekt führt die gemeinsamen Anstrengungen zum Schutz Biologischer Vielfalt von Umweltstation und Staatlicher Realschule Ebern weiter und bindet wieder Schülerinnen und Schüler dieser Schule als aktiv Handelnde sowie lokale und regionale Akteure in die Vorbereitung und Umsetzung des Vorhabens ein. Mit dem Bau von Trockenmauern und Informationsständen zum Thema „Lebensräume“ wird zudem ein weiterer das Projekt überdauernder „Lernort“ in der Realschule zu diesem Thema geschaffen. Das Projekt orientiert sich auch an den von der ANU-Konferenz in diesem Zusammenhang herausgestellten Handlungsfelder für die Umweltbildung, indem es aktiven Natur- und Artenschutz, Information und Bewusstseinsbildung von Kindern und Jugendlichen sowie von Multiplikatoren zur biologischen Vielfalt und Beteiligung an Entscheidungsprozessen in Bezug auf Schutz der biologischen Vielfalt im Kontext nachhaltiger Entwicklung miteinander verknüpft. | 2008 |
| Natur- und Umweltgarten Reichelshof | Energie für die Zukunft der Schweinfurter Region
Mit dem Projekt sollen die Teilnehmer zum einen den Zusammenhang von Klimawandel bzw. Klimaschutz und Energie(-verbrauch) sowie Artenvielfalt begreifen. Zum anderen sollen sie sich „Energie“ auch im Sinne einer für die nachhaltige Energienutzung und für die Erhaltung der Artenvielfalt in der Region mit Nachdruck einzusetzenden Kraft, d.h. von aktivem Bürgerengagement sowie im Sinne von geistiger und körperlicher Grundkraft des Menschen, erschließen und entsprechende Handlungs- bzw. Verhaltensmöglichkeiten in ihrem Lebensumfeld kennen lernen und umsetzen.
Die Teilnehmer sollen erkennen, dass die Klimaänderungen in einem direkten Zusammenhang mit dem weltweit rasant wachsenden Energiebedarf stehen, der vor allem mit der Verbrennung fossiler Energieträger gedeckt wird. Des Weiteren sollen sie wissen, dass insbesondere die Verbrennung der fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle für den anthropogenen Treibhauseffekt verantwortlich ist. Sie sollen in diesem Zusammenhang Befunde und Prognosen in Bezug auf Folgen für den Menschen sowie die Artenvielfalt kennen.
Die Projektteilnehmer sollen die sparsame Nutzung von Energie und die effiziente Umwandlung von Energieträgern sowie den Einsatz erneuerbarer Energien in globaler wie regionaler/lokaler Perspektive als entscheidende Wege für die Schonung von Ressourcen, für eine nachhaltige Energieversorgung und damit für den Klima- und Artenschutz begreifen. Sie sollen grundlegendes Wissen über erneuerbare Energien besitzen und erfahren, dass die umweltfreundlichen Energietechnologien auch in der Region zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen.
Die Teilnehmer sollen zur Einsicht gelangen, dass für die nachhaltige Energienutzung und damit für den Klima- und Artenschutz sowie für die Umsetzung entsprechender staatlicher Maßnahmen Potenziale in der Region Schweinfurt vorhanden sind. Dazu gehören auch das Handeln/Verhalten des Einzelnen in Bezug auf die Einsparung von Energie und die Energie-Optimierung privater Haushalte; die ehrenamtliche Tätigkeit in diesem Bereich in Kommunen sowie ein umweltverträglicher Lebensstil der Bürger usw.
Die Teilnehmer sollen zugleich Fähigkeiten (weiter-)entwickeln wie die Fähigkeit zum vorausschauenden Denken, Fähigkeit zur Kooperation, zur Kommunikation und zur Präsentation.
| 2009 |
| Natur- und Umweltgarten Reichelshof | In der Natur bewegt sich was! - Ein Projekt zum Erleben der Vielfalt von Fortbewegungsformen
Die Teilnehmer sollen biologische Vielfalt anhand verschiedener Fortbewe-gungsformen bei Tieren im Kontext von Anpassung an veränderte Lebens-räume und -weisen erleben und als globales Phänomen erkunden. Sie sollen sich Wissen darüber aneignen, wie der Mensch durch Beobachtung bzw. Untersuchungen der Fortbewegungsformen/-organe in der Natur sowie durch das Anwenden von Kenntnissen z. B. über Wasser und Luft Prinzipien / Erkenntnisse in Bezug auf die Konstruktion von Fortbewegungsapparaten entdeckt und für sich nutzbar gemacht hat. Bei der Realisierung der Ziele sollen die Teilnehmer ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte diskutieren, die für den Wert der biologischen Vielfalt sprechen und die Bedeutung des interdisziplinären Handelns erfahren.
Die Umsetzung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt ist nicht nur eine staatliche Aufgabe, sondern auch ein Anliegen, dem sich die Umweltbil-dung im Sinne von BNE verpflichtet fühlen muss. Mit dem Projekt soll dazu beigetragen werden, dass vor allem Kinder und Jugendliche sowie Multiplika-toren aus der Region am Beispiel verschiedener Fortbewegungsformen von Tieren die biologische Vielfalt sowohl ihrem näheren Lebensumfeld erleben als auch ein globales Phänomen begreifen und sich unter Berücksichtigung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten ihres Wertes be-wusst werden. Im Zusammenhang damit werden sie befähigt und ermuntert, sich aktiv für den Schutz der Vielfalt zu engagieren. Mit der Einbindung von Fachexperten und der Zusammenarbeit mit Verbänden werden für die Reali-sierung des Projektes und das Engagement der Teilnehmer gesellschaftliche Ressourcen erschlossen.
Im Rahmen von verschiedenen Bewegungsspielen und -formen erleben die Teilnehmer in diesem Modul, dass sich der Mensch zwar auch wie landleben-de Säugetiere auf vielfältige Weise fortbewegen kann, wie z. B. laufen, gehen, rennen, springen usw., dass er diese Fortbewegungsformen im Vergleich zu den von ihnen zuvor beobachteten Tieren aber nicht so gut wie diese beherrscht.
Mit Fahrrädern unternehmen die Teilnehmer Touren in das Umland der Um-weltstation sowie zu Naturräumen. Dabei sollen sie vor allem bewusst erleben, dass sich der Mensch mit der technischen Nutzung von Fortbewegungsformen in der Natur Möglichkeiten in Bezug auf Erhöhung der Geschwindigkeit und der Ausdauer sowie der Bewältigung größerer Distanzen bei seiner Fortbewegung erschlossen hat.
Zugleich sollen sie selbst erfahren, dass die Bewegung mit dem Fahrrad Be-standteil einer gesunden Lebensführung ist, die wesentlich zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beiträgt.
| 2009 |
| Naturerlebnisgarten Kleinostheim | Mit natürlicher Energie durch Jahr und Zeit
2006 wurde mit dem Projekt „Garten zur Nachhaltigkeit“ begonnen, einen „Garten“ anzulegen, mit dessen Hilfe Themenbereiche der Agenda 21 mit einem partizipativen und integrativen Ansatz umgesetzt werden können.
Auf diesem Fundament aufbauend sollen im Rahmen der UN Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2009 mit dem Schwerpunktthema „Energie“, nachhaltige Ak-zente im Kinder-Jugend- und Erwachsenenbildungsbereich gesetzt werden.
Gerade das Schwerpunktthema 2009 „Energie“ eignet sich hervorragend, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Bevölkerung zu verankern. Hierzu soll für jede Jahreszeit eine typische Energieform herausgegriffen werden und diese im Sinne der BNE in Kindergärten, Schulen, Freizeiteinrichtungen für Jugendliche und bei Erwach-senen, Senioren und Behinderten aufbereitet werden.
Um eine noch umfassendere Verbreitung des Themas im Elementarbereich zu bewir-ken, wird nach den guten Erfahrungen des Vorjahres im Rahmen des Projektes „Was-ser gestaltet die Welt“, wieder ein Fortbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte geplant. Gerade hierzu hat der LBV im Elementarbereich mit seiner weit über Bayern hinaus anerkannten Fortbildungsreihe lebengestaltenlernen einen Grundstein gelegt, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Kindergärten erlebbar zu machen.
In dem Energie-Projekt für 2009 soll die BNE an den derzeitigen Lebensstilen in unse-rer Gesellschaft anknüpfen:
- Wofür brauchen wir Energie?
- Woher beziehen wir unsere Energie?
- Aus welchen Trägern besteht unsere Energie?
- Welche Energie liefern wir unserem Körper?
- Wie kommen Tiere und Pflanzen an ihren täglichen Energiebedarf?
- usw.
die dem Einzelnen Fähigkeiten mit auf den Weg geben und es ermöglichen sollen, aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft mit zu gestalten. Vor allem für Kinder und Jugendliche ist dies sehr wichtig. Deshalb wird in dieser Zielgruppe das partizipative Vorgehen unter dem Motto „Hilf mir es selbst zu tun“ angewandt. So wurde und wird bei allen Veranstaltungen Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer die Aktionen mit-bestimmen und mitgestalten können.
Die Einrichtung sieht Kinder und Jugendliche dabei als einen wichtigen Teil der Ge-sellschaft, der wissbegierig ist, der Zusammenhänge begreifen will und in seinem Be-reich in der Lage ist, sich künftig für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Res-source „Energie“ einzusetzen. Aktive Selbsterfahrung und der Zugang zu Wissen und Bildung sollen vielfältige Möglichkeiten bieten, um das nötige Selbstbewusstsein für eine erfolgreiche und lebenswerte Zukunft zu sammeln. Die Zeit in den Kindertages-stätten und Schulen ist Bildungszeit. Deshalb sollen Kindergärten und Schulklassen möglichst vielfältige Bildungsgelegenheiten zum Thema „Energie“ geboten werden. Umso besser können sie Fertigkeiten und Fähigkeiten entwickeln, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts im Bereich der nachhaltigen Energiepolitik gewachsen zu sein. | 2009 |
| Naturerlebniszentrum | Weiterbildung „Strategisches Freiwilligen Management 2011 - 2012
Das freiwillige und ehrenamtliche Engagement braucht Unterstützung durch professionelle Strukturen und ausgebildete Menschen. Die Fortbildung „Freiwilligen-Koordinator“ sowie der Ausbildungslehrgang „Strategisches Freiwilligen-Management“, die aufeinander aufbauen, werden seit Jahren vom Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck in Kooperation mit der Aka-demie für Ehrenamtlichkeit Deutschland angeboten.
Durch ein weiteres Angebot dieser Kurse wird die Vernetzung zwischen Einrichtungen, die regelmäßig mit Freiwilligen arbeiten, weiter voran gebracht.
| 2011 |
| Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck | Nachhaltige Lebenskunst in einer Heimat im Wandel
Bei diesem Projekt geht es vorwiegend um Vernetzung mit neuen PartnerInnen, um die Brei-tenwirkung der Umweltbildung / Bildung für nachhaltige Entwicklung deutlich zu erhöhen. Die Konzepte sehen vor, dass sich Kinder und Jugendliche spielerisch, forschend, interaktiv und interdisziplinär relevantes Wissen zu Themen nachhaltiger Entwicklung aneignen können, diese mit ihrem Alltag verknüpfen und Gestaltungskompetenzen im Sinne nachhaltiger Le-benskunst erwerben können.
Zielgruppen werden je nach Thematik Kinder ab 8 Jahren und Jugendliche bis ca. 17 Jahre sein. Die Angebote werden prinzipiell für alle Schultypen und Bildungsschichten ausgerichtet.
| 2011 |
| NaturFreunde Deutschlands, Ortsgruppe Hof e. V. | Naturnahe Umweltbildung mit Umwelt- und Erlebnispädagogen am Naturfreundehaus Bärenhäusl
In unserer gesellschaftlichen Entwicklung wird die Natur in der Freizeit vernachlässigt. Kenntnisse, die für das Leben wichtig sind, gehen dabei verloren. Es ist wichtig, Wissen über die Natur durch Erlebnisse in der Natur weiter zu geben.
Die Themen und Themenbereiche des Projekts folgen traditionellen Inhalten der Naturwissenschaft. Die jeweiligen Bildungsmaßnahmen werden unter ein bestimmtes ökologi-sches Thema gestellt.
„Fadenschwanz und Löffelohr“
Ziel der Aktion ist es, den Teilnehmern die Wechselbeziehung zwischen Tieren und deren Umwelt bewusst zu machen.
Der Programmkern umfasst die Spurensuche von Tieren im Wald. Dies ist für die Erfahrungs- und Wissensvermittlung die entscheidende Phase. Die Teilnehmer laufen verschiedene Aktionspunkte (z. B. die Zuordnung der Lebensorte von Tieren; Suchen und Zeichnen von Tiernahrung;) an, bei denen sie mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen konfrontiert werden. Der Programmrahmen ist die Hinführung durch eine Einladung zum Fährtensucher und die Nachbereitung dient als Vertiefung und Zusammenführung der Erkenntnisse durch die Gestaltung eines Ergebnisses.
„Im Wald verbunden“
Beabsichtigt ist es, das Beziehungsgeflecht zwischen Tieren und Pflanzen zu verdeutlichen. Bei einem Streifzug durch den Wald werden verschiedene Aktionen zum Thema Kiefer, Birke und Buche durchgeführt. Der Programmrahmen dient der Vor- und Nachbereitung zur Sicherung der Erkenntnisse. Die Vorbereitung findet anhand einer Einladung zur Walderkundung statt. Die Nachbereitung ist die Vernetzung im Wald (z. B. Basteln von Netzen aus Naturmaterial)
„Die vier Elemente“
Bei dieser Aktion wird ein Schatz mit Hilfe der vier Elemente gesucht, wobei die Teil-nehmer erkennen sollen, dass die vier Elemente das Leben ermöglichen. Boden- und Wasseruntersuchung, Feuer machen und Windspiele sind hierbei entscheidende Aktionspunkte. Der Programmrahmen ist eine Einladung zur Schatzsuche als Vorbereitung und eine Darstellung einer Elemente-Schatzkarte zur Zusammenführung der Erkenntnisse.
„Ein Blatt geht auf Reisen“
Um die Nahrungskette zu erkennen und für den Erhalt sensibilisiert zu werden, werden die Teilnehmer mittels einer Postkarte zu einer Reise durch die Nahrungskette eingeladen. Sie suchen Fraßspuren, schleichen sich an, erkennen, dass die Großen die Kleinen fressen)
| 2009 |
| Naturpark Informationszentrum Treuchtlingen | 10 Jahre Naturpark Infozentrum Treuchtlingen - 10 Jahre Bildung für Nachhaltigkeit
Ziele des Teilprojektes 1: Marketingoffensive „10 Jahre Umweltzentrum Treuchtlingen“
Das Umweltzentrum setzt mit dem Teilprojekt 1 seine 2008 begonnenen Bemühungen für ein professionelles Marketing für die Umweltbildung fort. Ziel ist es, auf Bildung für nachhaltige Entwicklung aufmerksam zu machen und breite Bevölkerungsschichten auch außerhalb des Naturparks zu erreichen. Gleichzeitig sorgt das Informations- und Umweltzentrum Treuchtlingen für fachlich qualifizierte Betreuung. Die Projekttage werden während der Ferienzeiten durchgeführt, um auch Urlauber mit ein zu beziehen.
Ziele des Teilprojektes 2: Erweiterung des Auen-Erlebnis-Pfades und Intensivierung der Zusammenarbeit des Netzwerks Altmühlsee
Im Jahre 2003 entstand unter Leitung des Umweltzentrums Treuchtlingen der „Naturerlebnispfad Altmühlaue“, der seither von der Umweltgruppe der Grundschule betreut wird. Unterstützt werden die Arbeiten vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach. Die wissenschaftliche Betreuung haben die Katholische Universität Eichstätt und ein Umweltbüro übernommen. 2009 wird der angelegte Pfad mit der Umweltgruppe überarbeitet und ergänzt. Ziel des Projektes ist die Fortschreibung und Festigung des seit 2002 bestehenden „Netzwerks Altmühlaue“ im Rahmen gemeinsamer Umweltbildungsveranstaltungen.
Der touristisch stark frequentierte Altmühltal-Radweg tangiert den Auen-Erlebnispfad. Nach der Überarbeitung steht vor allem den Radfahrern des Altmühltal-Radwegs wieder ein attraktiver Erlebnispfad zur Verfügung, der seit seiner Entstehung Tausenden von Besuchern den Lebensraum Aue nahe gebracht hat. Außerdem wird die wissenschaftliche Begleitung der Entstehung eines Auewaldes an der Altmühl durch eine 3. botanische Kartierung in der 15 ha großen Retentionsfläche fortgeschrieben.
| 2009 |
| Naturschutz- und Jugendzentrum Ökostation Wartaweil | Strategiemodell Klima-Dorf Bayern
Um die komplexen Zusammenhänge bei klimapolitischen Entscheidungen zu verstehen und die Konsequenzen geplanter Maßnahmen zu erfassen, wird das Modell eines Dorfes gebaut, bei dem verschiedene Energieerzeugungsmaßnahmen und Energieverbrauchssituationen in realer Funktion simuliert werden können.
Hierzu werden verschiedene Häuser und Energieversorgungsanlagen mit Heizung, Beleuch-tung u. ä. in vielen Varianten aufgebaut. Von den Nutzern können die Auswirkungen dann faktisch gemessen und die Wirkung auf den Klimaschutz getestet werden.
Mit dem Modell wird spielerisch gezeigt, wie interessant Technik sein kann und wie wichtig die Auswahl der richtigen Techniken für unsere Zukunft ist.
| 2011 |
| Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil | Fortführung und Erweiterung des Projektes „Flussraumdialog“
Das Naturschutz- und Jugendzentrum hat sich zum Ziel gesetzt, zu einem „Forum für Bildung für Nachhaltige Entwicklung am Ammersee“ zu werden. Es besteht die Chance, dass die Bildungseinrichtung in der laufenden Umsetzung des in 2007 entwickelten Regionalen Entwicklungsprozesses zu dem zentralen Informationszentrum der Region auserkoren wird.
Der Themenschwerpunkt „Energie“ der UN-Dekade soll mit dem Projektschwerpunkt Wasserkraftnutzung besonders berücksichtigt werden. Bei der Wasserkraftnutzung handelt es sich um ein hoch aktuelles Thema und eine faszinierende, sich schnell erschließende Technik. Mit dem Wasserrad vor Ort und den Aktionen an der Ammer können die Kinder und Jugendlichen den stetigen Energiefluss und die gestaltende Kraft des Wassers erfahren (Faszination Wasserkraft). Gleichzeitig werden die Eingriffe in Natur und Landschaft und die negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt in Fließgewässern und Auen, das Landschaftsgefüge (Erosion und Ablagerung) und im Bereich Gewässerdynamik (Hochwasser, Grundwasser) thematisiert (Faszination WasSerleben).
Eines der Ergebnisse des Flussraumdialoges war, dass speziell zu den Themen Wasserkraftnutzung und Durchgängigkeit der Fließgewässer sehr wenig Kenntnisse und praktisch keinerlei Betroffenheit vorhanden waren. Das Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil will deshalb in der Projektphase 2009 entsprechende Aushandlungsprozesse einleiten. Das heißt, die TeilnehmerInnen sollen sich mit dem Thema beschäftigen, Lösungen entwickeln und sich entsprechend dafür einsetzen.
Das Thema hat einen hohen Lebensweltbezug: Energieerzeugung, Energieverbrauch, Freizeit an Gewässern, Wasserverbrauch, Umgang mit Gefahrensituationen, Bauen in Überschwemmungsgebieten, Verantwortung als Konsument (Energie, Wasser, Ernährung).
Das Projekt richtet sich vornehmlich an Schulklassen und Jugendgruppen, soll aber auch Themenschwerpunkt vor Ort sein, d. h. bei Veranstaltungen des Naturschutz- und Jugendzentrums verschiedenen Zielgruppen kommuniziert werden.
| 2009 |
| Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil | Fortführung und Erweiterung des „Hallenprojektes“
Im Bildungsbereich, insbesondere im Naturschutz, wird die Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen nicht adäquat repräsentiert. Da attraktive, altersgemäße Angebote fehlen, setzen sie sich nicht mit „Nachhaltigkeit“, „Zukunftsfähigkeit“ und „Regionaler Entwicklung“ auseinander. Besser werden Angebote angenommen, die eine konkrete Aufgabenstellung beinhalten oder ihren Neigungen entsprechen.
Bei dem Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche werden die Inhalte handlungsorientiert unter einem anderen Titel umgesetzt: Geocaching, Stand-by-Party, Umweltprämie, Eco-Power-Werkstatt.
- Der Begriff Geocaching setzt sich aus Geo (Erde) und Cache (Versteck oder geheimes Lager) zusammen und bezeichnet eine Art Schatzsuche. Die Umweltstation will Jugendgruppen dazu motivieren und anleiten, selbst Caches im Bereich Ammersee (Landkreise Starnberg, Weilheim, Landsberg, Fürstenfeldbruck) zu legen, die einen Bezug zu „Natur- und Umweltschutz und eine zukunftsfähige Entwicklung in der Region“ haben. Die Jugendlichen sollen dabei Rätsel und Fragen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden entwickeln, die dann zu den Koordinaten führen. Die Gruppen werden von einer Projektmitarbeiterin begleitet und angeleitet. Als Cache wird ein Gebrauchsgegenstand mit Bezug zu „Umweltbildung.Bayern“ oder „Bund Naturschutz“ zur Verfügung gestellt. Bei der Auswahl der Gruppen wird darauf geachtet, dass der Naturschutzbezug, das Lebensumfeld (Stadt / Land) und die soziale Herkunft / Milieus gleichmäßig verteilt wird. Der Aufenthalt in Natur und Landschaft und die zusätzliche Motivation, einen Cache zu finden oder zu verstecken, machen den Reiz aus. Geocaching ist an keine konkreten Naturräume gebunden, was viele Variationen ermöglicht.
- Für Jugendfeste ist die Bootshalle des „Naturschutz- und Jugendzentrums“ geeignet. Dabei ist die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad obligat. Der Individualverkehr ist nur für den Transport von Material erlaubt. Bedingung für eine Belegung der Bootshalle für eine Stand-by-Party ist eine Bildungseinheit über ein Thema der Nachhaltigen Entwicklung: Die Jugendlichen müssen z. B. den Stromverbrauch für Licht, Kühlung und Musik kalkulieren und für eine halbe Stunde selbst erzeugen. Beim Essen und Trinken müssen bestimmte Standards (Öko oder Regional) erfüllt werden und für den Ressourcenverbrauch (virtuelles und tatsächliches Wasser, Energie) muss neben einer geringen Hallenmiete eine CO2-Ausgleich in Form von Projektarbeit „bezahlt“ werden: H20- und CO2-Pauschale
- Im Werkstattbereich werden Gebrauchsgegenstände selbst hergestellt. Für Erwachsene werden wöchentliche Bildhauerkurse angeboten. Daneben werden in der Energiewerkstatt die Kurse „Solarzellen basteln“, „Windrat basteln“ und „Wasserrad basteln“ angeboten. Für die Jugendfeste und auch für die Vertiefung der Kurse in der Energiewerkstatt werden drei Fahrräder zu „Energierädern“ umgebaut, mit denen die Musikanlage der Halle betrieben wird.
| 2009 |
| Naturschutzjugend im LBV | Steinreich oder Scheinreich? Geld regiert das Zelt!
Die Naturschutzjugend führt mit dem Projekt Jugendlichen sowohl die Gefahren als auch die Chancen der aktuellen wirtschaftlichen Lage vor Augen. Es werden Vorschläge an die Hand gegeben, selber Geld einzusparen und vernünftig und nachhaltig damit umzugehen.
Die Auswirkungen der „Geiz-ist-geil“-Mentalität für die Hersteller von Alltagsgegen-
ständen in Asien oder die Kaffeebauern in Afrika, aber auch der Milchbauern in Deutschland werden nahegebracht, ebenso die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Natur. Die Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Finanzen auf der einen Seite und Ökologie und Umweltschutz auf der anderen werden aufgezeigt und miteinander in Verbindung gebracht.
Während der Bildungsveranstaltung wird die Kreativität durch diverse öffentlichkeitswirksame Darstellungen gestützt und gefördert, wobei die Teilnehmer bei Entscheidungen basisdemokratisch einbezogen werden.
Die Diskussions- und Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmer wird geschult und der Arbeitskreis wird die komplexen Zusammenhänge jugendgerecht und ansprechend vermitteln.
Den Jugendlichen werden die Bedeutung des Geldes verdeutlicht und die Zusammenhänge aufgezeigt, die den weltweiten Handel vernetzen. Zudem wird veranschaulicht, wie sie selbst nachhaltiger leben und Geld sinnvoll und gerecht ausgeben können, indem ihre Macht als Konsument aufgezeigt wird.
Die Teilnehmer werden befähigt, sich eine eigene, reflektierte Meinung zu bilden. Wie würde sich das Leben auf der Welt verändern, wenn die Finanzen gerechter verteilt würden? Welche Aspekte erschweren und verhindern eine Gleichberechtigung diesbezüglich? Wie würde sich die Umwelt verändern, nicht nur auf anderen Kontinenten, sondern auch hier vor Ort? Welche Folgen hat die Ungerechtigkeit, z. B. höhere Migrationsraten oder Kriege um Rohstoffe?
Die inhaltliche Arbeit ist größtenteils praxis- und erlebnisorientiert, ganzheitlich und aktiv gestaltet. Sie baut auf vielen Elementen aus dem Bereich der Umweltbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf. Inhalte werden möglichst mit einem persönlichen, emotionalen Bezug verknüpft. Die Aktionen und Workshops zeigen verschiedene Perspektiven auf, regen zu vernetztem Denken an und lassen Zusammenhänge erkennen.
| 2010 |
| NEZ Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck | Berufsbegleitende Weiterbildung Umweltbildung / BNE, 7. Durch-gang 2009 - 2011
Das Projekt ist ein offiziell ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2006/7 und 2008/9) mit dessen Hilfe die Ziele der UN-Dekade in Bayern umgesetzt werden. Die Weiterbildung Umweltbildung ist auch Bestandteil des ANU-Aktionsplans für Bayern, der Teil des Nationalen Aktionsplans der UN-Dekade 2008 ist. Es werden Mitarbeiter aus den Bereichen der formalen, nonformalen und informellen Bildung ausgebildet, im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv zu werden.
Klimaschutz und Energiewende sind langfristige Themenfelder, in denen von Seiten der Kommunen und freien Träger verstärkt Bildungsangebote in Richtung nachhaltige Entwicklung gefordert und gefördert werden, die qualifiziertes Personal benötigen. Ein weiteres Feld ist das Thema Gesundheit und Ernährung in der Schule, das in Kooperation mit Umweltbildungseinrichtungen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern verlangt Bildungskonzepte und Projekte zu ihrer Umsetzung. In diesen Bereichen gilt es, Kooperationen einzugehen, gemeinsam Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. TeilnehmerInnen der Weiterbildung Umweltbildung / BNE lernen marktorientiert zu handeln, neue Konzepte zu erstellen und zielgruppenorientiert Methoden zu verwenden. Sie sind potentielle Akteure zur Umsetzung o. g. Programme.
| 2009 |
| NEZ Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck | Klimawandel - Heimat im Wandel
Das Naturerlebniszentrum möchte an das Projekt „Heimat im Wandel“ der Jahre 2006 - 2007 anknüpfen und dieses Thema um den Aspekt des Klimawandels erweitern.
- Das Thema „Heimat“ soll mit den SchülerInnen der beiden 5./6. Klassen der Hauptschule Pullach über zwei Jahre lang unter verschiedenen Aspekten vertieft werden. Die genauen Themen sollen die Lehrkräfte und die SchülerInnen mit entscheiden können. Angedacht ist neben dem allgemein spannenden Thema „Heimat: was ist das?“ und „Heimat im Wandel“ die Vertiefung der Themen „Ernährung früher und heute“ sowie „Energienutzung im Wandel“ mit einem möglichen Beitrag zum UN-Dekade-Thema „Energie“ und zur Klimawoche Bayern 2009.
- Das Thema „Heimat“ hat die Montessorischule Gilching in den kommenden zwei Schuljahren als Jahresthema. Die Lehrkräfte der beiden parallelen Grundschulklassen, die jeweils die Jahrgänge 1 bis 4 umfassen, werden das Thema mit der Unterstützung des NEZ zwei Jahre lang vertiefen: Im ersten Jahr soll die Gemeinde erforscht werden und der Dialog zwischen Jung und Alt gefördert werden. Im zweiten Jahr wird das Thema „Klimawandel, Pflanzenvielfalt und Ernährungswandel“ vertieft.
- Das internationale Jugendhaus der Verständigung am Tower, das 2009 eröffnet wird, organisiert insbesondere Schulpartnerschaften zwischen dem Landkreis München und den polnischen Landkreisen Wielizka und Krakau. Das Thema „Heimat im Wandel“ eignet sich hervorragend als Projektthema im Rahmen einer deutsch-polnischen Schülerbegegnungswoche. Jeweils 2009 und 2010 sollen bei Schülerbegegnungen der 5. und 6. Klassen eines polnischen Gymnasiums mit SchülerInnen der 5./6. Klassen der Realschule Neubiberg Projekteinheiten zum Thema gestaltet werden. Hierbei soll insbesondere der Dialog mit SeniorInnen geführt werden u. a. mit Mitgliedern des Bundes der Heimatvertriebenen der Ost-West-Preußen-Stiftung in Oberschleißheim.
Alle präsentierbaren Ergebnisse der Projektarbeit mit der Hauptschule Pullach, der Montessorischule Gilching und der deutsch-polnischen Schülerbegegnungen sollen 2009 auf der Burg Schwaneck und 2010 im neuen Haus der Verständigung im Rahmen einer Ausstellung und eines größeren Festes der Öffentlichkeit präsentiert werden.
- Im Rahmen des zweijährigen Projekts „Klimawandel - Heimat im Wandel“ sollen neue Module für Schulklassenprogramme und Ferienangebote des Naturerlebniszentrums zu den Themen „Heimat im Wandel“, Klima und Klimawandel“, „Energie“, „Gesundheit“, „Ernährung“ konzipiert und erprobt werden. Die Methoden sollen im Rahmen von Fortbildungen an die Referentinnen des Bildungszentrums Burg Schwaneck und weitere interessierte MultiplikatorInnen weiter vermittelt werden.
Außerdem soll eine neue thematische Ferienfreizeit für Kinder („Weltdorf 2020“) für die Sommerferien 2010 im Jugendhaus der Verständigung entwickelt und durchgeführt werden.
| 2009 |
| Ökologische Akademie e.V. | Wir sind die Zukunft - BNE-Schulprojekte und Fortbildungen für LehrerInnen und UmweltpädagogInnen
Bildung zur Nachhaltigen Entwicklung soll, so die Forderung von Politik und Gesellschaft, stärker in den Schulen verankert werden. Dazu gehören einerseits Herzensbildung und Wissen um lokale und globale Zusammenhänge, andererseits der Erwerb von Gestaltungskompetenzen wie Partizipation, Urteilsvermögen und interdisziplinäres Wissen. In den Schulen geht durch eine Vielzahl gleichzeitiger und divergenter Aufgaben, geringe Kenntnis der BNE und sie fördernder kreativer Lernmethoden die Aufnahme der Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Regelunterricht oft unter und wird als zusätzliche Belastung empfunden. Das Projekt „Wir sind die Zukunft“ gibt unter Berücksichtigung von Lehrerwünschen einen Anschub zur Implementierung der BNE in Schulen. Drei Schulen sind als Kooperationspartner bereit, neue Erfahrungen zu machen und sich auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern einzulassen. Die Bausteine des Projektes zielen darauf ab,
| 2008 |
| Ökologische Akademie e.V. | Gesunde Schulverpflegung in Bayern
Durch unseren Lebensstil, insbesondere unsere Ernährungsweisen, prägen wir nicht nur unsere Gesundheit, individuelle und gesellschaftliche Kosten der Gesundheit/Krankheit, sondern auch Klima und Klimaschutz, Anbau und Verarbeitung von Nahrungsmitteln, Charakter der Landschaft und Ungerechtigkeiten in der globalen Verteilung von Gütern und Lebenschancen. Im Erwerb von und der Auseinandersetzung mit gesunden Ernährungsweisen kommt Schulen und unterstützenden Kooperationspartnern eine zentrale Mitverantwortung für die Ernährung und Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu. Die aktive Mitwirkung aller Beteiligten in partizipativen Gestaltungs- und Lernprozessen, die Kooperation und Vernetzung innerhalb der Schule und außerhalb mit außerschulischen Partnern mit einer Orientierung am Gesundheitsbegriff der WHO sind Merkmale gelungener Projekte. Für die Workshops der Tagung wurden Projekte ausgewählt, in denen die aktive Mitwirkung im Mittelpunkt steht. Der Erwerb von Schlüsselkompetenzen und die Übertragung von Verantwortung auf SchülerInnen in schulischen Projekten sind entscheidende Kriterien für eine erfolgreiche und langfristig wirksame Umsetzungen. SchülerInnen und BegleiterInnen stellen in den Workshops Aufbau, Arbeitsweise, Erfolge und Herausforderungen der ausgewählten Projekte vor. | 2008 |
| Ökologische Akademie e.V. | BNE in Schulprofil / Schulentwick-lung und BNE-Projekte in Schule und Kindergarten
Mit diesem Projekt baut die Ökologische Akademie e. V. auf ihren Erfahrungen in fä-cherübergreifenden BNE-Schulprojekten aus den Jahren 2007-2008 auf und führt sie mit dem Ziel der Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulprofil und ihrer Umsetzung in Schulentwicklungsprozessen konzeptionell einen Schritt wei-ter.
Im Kindergarten „Wilde Wiese“, Hausham, wird ein Energieprojekt als Bestandteil ei-nes nachhaltigen Entwicklungsprozesses unter Einbeziehung der Eltern und Erziehe-rInnen erprobt.
Die Kooperationspartner aus dem Kindergarten und der Montessorischule in Hausham zeichnen sich durch eine Beschäftigung mit Themen nachhaltiger Entwicklung aus und sind von Kindern, Schülern, Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen motiviert, an einer Weiterentwicklung engagiert mitzuarbeiten.
Mit der Fortbildung zu „BNE in Projekten, Unterricht und in der Schulentwicklung / Schulprofil“ wird die bisherige, landesbezogene Zusammenarbeit zwischen den Fach-beratern für Umweltbildung mit Umweltstationen im Regierungsbezirk Oberbayern aufgenommen.
Erfolgreiche BNE-Projekte aus den Handlungsfeldern
- Regenerative Energien und Klimaschutz
- Verkehr und nachhaltige Mobilität
- Lebensstile, Konsum, Eine Welt
- Ernährung und Gesundheit
sollen zur breiten Umsetzung in Schulen der oberbayerischen Landkreise anregen.
Im Kindergarten Hundham wird die Bildung für nachhaltige Entwicklung als Element des Erziehungskonzepts entwickelt und mit in einem partizipativen Energieprojekt ver-ankert.
In der Montessorischule Hausham wird die BNE als fächerübergreifendes Konzept erprobt und mit einer Fortbildung und Begleitung wird die Aufnahme der BNE im Schulprofil unterstützt.
| 2009 |
| Ökologische Akademie e.V. | Flussallianz Lebendige Singold
Mit dem Projekt wird der erfolgreiche, jedoch lokal begrenzte Anstoß von Leben mit der Singold auf den gesamten Flussraum ausgeweitet. Es leistet einen umweltpädagogischen Beitrag zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Es zeigt, wie sich ökologische, soziale und wirt-schaftliche Aspekte des Flussraums Singold durch partizipative Beteiligungs- und Lernprozesse in Leader+-Projekte, insbesondere in das Regionalentwicklungskonzept „Begegnungsland Lech-Wertach“ einbringen lassen.
Mit dem Projekt wird die Singold nachhaltig re-naturiert. Die Bildungsmaß-nahmen ermöglichen die Planung, Umsetzung und Auswertung einer nachhaltigen Flussentwicklung im Rahmen des Regionalen Entwick-lungskonzepts Lech-Wertach und die Vernetzung der Nutzergruppen.
Das Projekt trägt in den Gemeinden entlang des Flusses Singold, die inmitten des Begegnungslands Lech-Wertach liegen, wesentlich bei zur Umsetzung der REK-Vision „Zusammentreffen und Zusammenwirken“ in den fünf Hand-lungsfeldern:
- Begegnung in der Kulturgeschichte
- Begegnung im Sozialen
- Begegnung in Landwirtschaft und Kulturlandschaft
- Begegnung in Freizeit und Erholung
- Begegnung in Wirtschaft und Ausbildung.
Das Projekt schafft und vernetzt Partnerschaften zwischen den beteiligten Wasserwirtschaftsämtern, den Gemeinden, allen Fluss-Nutzern, den Vereinen und Verbänden zur Kultur und Heimatpflege, den gastronomischen Betrieben entlang der Singold und den Schulen.
In aufeinander bezogenen Veranstaltungen kommen folgende zielgruppen-spezifische Methoden zur Anwendung:
- moderierte Auftaktveranstaltungen in drei Gemeinden
- Einrichtung und Moderation von Steuerungskreisen in den Partnergemein-den und ortsübergreifend (Vor- und Nachbereitung der Gesamtstrategie und der einzelnen Veranstaltungen)
- ein von Medienexperten begleitetes partizipatives Medienprojekt für Ju-gendliche zur Singold
- Expertengespräche zur Aktivierung von Entscheidungsträgern und relevan-ten Akteuren („Fluss-Dialog“)
- ein Flussfest für die Bevölkerung zum Wecken von Neugier, Interesse und zur Stimulierung von Beteiligung
- eine Flusskonferenz (Zukunftskonferenz) zur dialogischen Verständigung der verschiedenen Singold-Nutzergruppen über die Vergangenheit, Ge-genwart und Zukunft der Singold
- kontinuierliche Pressearbeit und Dokumentation des gesamten Prozesses (Breitenwirkung, Transparenz und Evaluation)
| 2009 |
| Ökologische Akademie e.V., Linden | Ernährung in der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung - Tagung und Veröffentlichung
Mit einer Auftaktveranstaltung zum Handlungsfeld „Ernährung“ sollen Möglichkeiten, Themen und Projekte aufgezeigt werden, wie sich die bayerischen Umweltbildungseinrichtungen und Markenträger mit Projekten dem UN-Dekade-Thema 2012 „Ernährung“ ein attraktives, an-schlussfähiges, Umsetzungsprofil“ geben können.
Die Veranstaltung versteht sich als Impulsgeber zur Vorbereitung von Projektanträgen für eine bayernweite Bildungskampagne zur Ernährung im Jahr 2012. Die Beiträge und Ergeb-nisse der Auftaktveranstaltung werden aufbereitet und dienen der (möglichen) Kampagne als Begleitmaterial.
| 2011 |
| Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg | Grenz-Wandler
Kreativität für ein gesundes (Nachbarschafts-)Klima / Miteinander: Sowohl das Klima auf der Erde als auch das Nachbarschaftsklima in der Grenzregion Nordbayern / Westböhmen bedarf gemeinsamer Arbeit. Die Begriffe „Wandel“, „Grenze“ und „Ener-gie“ erreichen durch die Diskussion um die Klimaerwärmung und den Wegfall innereu-ropäischer Grenzen derzeit neue Dimensionen und Aktualität. Global betrachtet gilt es, ein lebenstaugliches Klima auf der Erde zu bewahren, lokal für die Region Nordost-bayern betrachtet ist es wichtig, ein lebenswertes Nachbarschaftsklima im deutsch-tschechischen Grenzgebiet entstehen zu lassen. Kreativität auch für ein gesundes Miteinander. Geistig behinderte Menschen müssen mehr in die Gesellschaft integriert und nicht ausgegrenzt werden. Auch sie können zusammen mit nichtbehinderten Menschen durch ihr persönliches Zutun zu einem „Wandel“ beitragen. „Wandel“ auch für Status von Menschen mit geistiger Behinderung, die im Alltag häufig an „Grenzen“ und Vorurteile stoßen. Schaffen eines öffentlichen Bewusstseins für das Thema „Energie / Klima“.
Die Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg möchte 2009 mit dem Projekt „Grenz-Wandler“ die für die Umweltstation charakteristischen Schwerpunkte (Umwelt-bildung mit geistig behinderten Menschen und grenzüberschreitende Umweltbildung) zusammenfügen. Das Projekt setzt dabei an zwei Punkten an. Zum einen wird das Thema „Energie“ als Leitlinie der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung für das Jahr 2009 aufgegriffen, zum anderen wird versucht, gemeinsam mit der Stadt Ho-henberg entlang des deutsch-tschechischen Grenzflusses Eger und zu ihrer Partner-gemeinde Liba bis zum Jahr 2010 ein „Grenzwand(l)erweg“ zu gestalten, der zunächst im Jahr 2009 auf deutscher Seite beginnt und im kommenden Jahr (lt. Planung) über den Fluss hinweg auf die tschechische Seite erweitert wird. Auf deutscher Seite ist der Weg bereits neu angelegt und bietet für die Ökologische Bildungsstätte und ihre Ziel-gruppen die Möglichkeit, einzelne Stationen entlang des Weges mit regionalen Künst-lern unter Einbringung der eigenen Energie, „Energie“ thematisch zu gestalten. Die ehemalige Grenze wird auf diese Weise in einen gemeinsamen Lebens- und Begeg-nungsraum für deutsche und tschechische Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer, etc. verwandelt. Deutsche und tschechische Schüler, Jugend- und Behindertengruppen aus der Region erhalten so die Möglichkeit, aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfel-des mit eingebunden zu werden und einander beim gemeinsamen Werken zu begeg-nen. Die Arbeit am Nachbarschaftsklima bietet zudem einen guten Ausgangspunkt dafür, sich gemeinsam einem drängenden Problem unserer Zeit anzunähern: die komplexen Zusammenhänge zwischen Energie / Ressourcenverbrauch, dem eigenen Lebensstil / Konsumverhalten und dem Klimawandel werden zunehmend auch im Schulalltag diskutiert. Zeit für eine kreative und individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema sowie die Erarbeitung von persönlichen Handlungsalternativen bleibt lehrplanbedingt allerdings leider kaum. So soll in den Projekttagen der Fokus auf der Vermittlung praktischer und alltagstauglicher Handlungsansätze liegen. Bei Projektwo-chen, Projekttagen und Workshops soll das Thema „Energie“ facettenreich umgesetzt werden. Als Abschluss soll aus der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachse-nen sowie in Kooperation mit regionalen Künstlern ein „Grenz-Wand(l)er-Weg“ entste-hen. | 2009 |
| Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg | Geschichte erleben
Durch einen Blick auf die naturnahe Kultur und Lebensweise unserer Vorfah-ren lassen sich auf spannende und unmittelbare Art und Weise wertvolle An-regungen für einen achtsamen und bewussten Umgang mit dem Lebensraum Natur gewinnen.
Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung trägt zum Beispiel das praktische Wissen über natürliche Heilmethoden dazu bei, einen Blick für die Vielfalt und den Nutzen heimischer Wildkräuter zu schärfen und sich für den Erhalt seines Lebensraums einzusetzen.
Eine Zeitreise in den Alltag unserer Vorfahren im Mittelalter und in der Stein-zeit lässt spielerisch Alternativen zu unserer aktuellen konsumorientierten Lebensweise erfahren. Die Exkursion zu „Mühlen, Meiler und Hammerwerken“ der Region zeigt aus der Geschichte entstandene Lösungsansätze für die Nutzung natürlicher Energiequellen auf, die auch heute wieder an Bedeutung gewinnen. Warum nicht auf diese Erfahrung zurück greifen? Schließlich geht es in unserem Projekt auch um die Betonung des Begriffs „Heimat“, denn die Integration dieses Begriffes in das Projekt verbunden mit der Identifikation seiner „Heimat“, ist nach Aussage ver-schiedener Untersuchungen für eine nachhaltige Umweltentwicklung in der Region äußerst wichtig.
| 2009 |
| Ökologische Bildungsstätte Burg Hoheneck | Stadt und Ökologie - Ergänzung oder Widerspruch
Die Entwicklung einer Stadt hängt nicht zuletzt vom Wissen der einzelnen Bürger ab. Ob der Nachhaltigkeitsaspekt dabei berücksichtigt wird, entscheidet sich auf kommunaler Ebene auch unter Mitwirkung der Bürger. Die Teilnehmer darüber aufzuklären, wie dieser Nachhaltigkeitsaspekt in die Stadtentwicklung eingebracht werden kann, ist Ziel des Projekts. Es behandelt u.a.:
- Lebensqualität durch Natur in der Stadt
- Spezifische Stadtnatur als Lernort
- Städte als Wohnraum für Tiere
| 2011 |
| Ökologische Bildungsstätte Oberfranken | Festung, Floß und Fledermaus
Mit diesem Projekt werden Multiplikatoren ausgebildet, die ihr neu erworbenes Wissen wei-tergeben und so ein breites Publikum für die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit sensibilisieren. Von besonderer Qualität ist hier, dass dieses Publikum nicht per se bereits für die Umwelt sensibilisiert ist, sondern es sich hier um Durchschnittsbürger mit weit höherem ökologischem Potential handelt. Mit dem Projekt wird eine Lücke im bisherigen Service-Angebot der Stadt geschlossen. Ziel ist es, Naturerlebnisse zu vermitteln und auch die Heimatkultur sowie die Bedeutung des Naturpotenzials für die nachhaltige Entwicklung der Region in ihre Führungen mit einzubeziehen. | 2011 |
| Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ) | Projekt „Netzwerke zur Bildung für nachhaltige Entwicklung: BenE München und Klimaherbst“
Beide Projekte intensivieren die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in München; das ÖBZ ist daran intensiv beteiligt. BenE München: Aufbau des ersten von der Universität der Vereinten Nationen (UNU) anerkannten regionalen Kompetenzzentrums zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern. Es ist als „Netzwerk der Netzwerke“ konzipiert und umfasst insgesamt 11 Bereiche, hinter denen wiederum eigene Netzwerke stehen. Beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter der Münchner Wirtschaft, der Stadtverwaltung, der formellen und informellen Bildungsträger sowie der Münchner Umweltbildungs-, Sozial- und EineWelt-Netzwerke. Klimaherbst: Durchführung eines 3wöchigen „Bildungsfestivals“ zum Thema „Klimaschutz und Wasser“ - ein Aspekt, der in der aktuellen Klimadiskussion noch im Hintergrund steht. Dazu wird zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Umweltschutz, Bildung, Wissenschaft und Stadtverwaltung ein projektbezogenes Netzwerk aufgebaut und eine Veranstaltungsplattform geschaffen, die vom ÖBZ konzeptionell und redaktionell betreut wird. | 2008 |
| Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ) | Kooperation mit Schulen und ÖBZ-Marketingprozess
Das Münchner Umwelt-Zentrum e.V. bietet im ÖBZ ein umfangreiches Schulklassenprogramm an, das sehr gut angenommen wird. Für 2008 werden rund 150 Schulklassen erwartet. Durch dieses Basisprogramm entstehen zahlreiche Kontakte zu Schulen aus München und den umliegenden Landkreisen. Mit gezielten Projekten soll die Kooperation mit einzelnen Schulen vertieft werden. Der erste Baustein umfasst Kooperationsprojekte mit einer Berufsfachschule, mit einem Gymnasium sowie als Basisprogramm 25 Aktionen mit Schulklassen. Mit einem zweiten Baustein soll auf der Basis einer Evaluation durch die Ludwig-Maximilians-Universität München die Öffentlichkeitsarbeit des ÖBZ weiter entwickelt werden. | 2008 |
| Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ) | Lebenswerte Stadt
Als Umweltbildungseinrichtung in der Großstadt möchte das Münchner Umwelt-Zentrum das Jahresthema 2011 „Stadt“ der UN-Dekade aufgreifen. Es umfasst Veranstaltungen und Akti-onen zu ausgewählten Aspekten einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Das Projekt greift das Thema durch verschiedene Bausteine modellhaft so auf, dass alle Altersstufen abgedeckt werden: Bei allen Modulen geht es darum, was wir selbst zur Entwicklung einer jetzt und in Zukunft lebenswerten Stadt beitragen können. Dabei werden sowohl individuelle (Konsum) als auch lokale (Stadtgestaltung) Ansätze aufgegriffen. Der Schwerpunkt liegt auf der Ebene des Einzelnen: Wie kann ich selbst aktiv werden? | 2011 |
| Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ) | Zukunftsfähige Entwicklung der Großstadt: Nachwachsende Roh-stoffe - Klimaschutz - Partizipation“
Mit dem Projekt werden drei Arbeitsschwerpunkt verfolgt:
- In dem Baustein „Nachwachsende Rohstoffe“ werden die Chancen und Grenzen der Nutzung nachwachsender Rohstoffe beleuchtet. Dazu entwickelt das ÖBZ Veranstaltungsmodule für verschiedene Zielgruppen: Offene Angebote für Kinder und Familien, Module für Schulklassen und Veranstaltungsformate für Erwachsene.
- Mit dem „Münchner Klimaherbst“ war das ÖBZ in den Jahren 2007 und 2008 an der Organisation von zwei großen Veranstaltungsreihen zum Thema „Klimaschutz“ beteiligt. Zum Zeitpunkt der Antragstellung ist der 2. Münchner Klimaherbst in vollem Gange. Eine Fortführung ist angedacht, wird aber erst nach Abschluss und Auswertung der laufenden Veranstaltungsreihe spruchreif. Daher steht im Rahmen dieses Antrages das Projekt „Klimaschutz im Kindergarten“ im Vordergrund, das im Jahr 2008 begonnen wurde. Gemeinsam mit der Berufsfachschule für Kinderpflege in München entwickelt das ÖBZ Module, die von den Berufsschüler/innen im Kindergarten eingesetzt werden können.
- Partizipation ist ein Arbeitsschwerpunkt des ÖBZ, der insbesondere durch Praxisprojekte auf den ÖBZ-Außenanlagen umgesetzt wird. Eine besondere Herausforderung besteht darin, Beteiligungsprozesse über mehrere Jahre hinweg lebendig zu halten und ihnen durch die Einbindung immer neuer Mitwirkender frische Impulse zu verleihen. Darüber hinaus möchten sie im Jahr 2009 auch eine Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Rahmen ihrer Beteiligungsprojekte erproben.
| 2009 |
| Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ) | Klimaschutz und Energie: Münchner Klimaherbst - Schul-Projekttage - Aktionen mit Kindergruppen
Im Rahmen des Projektes „Klimaschutz und Energie“ werden drei Bausteine für unterschiedliche Zielgruppen umgesetzt:
1. Münchner Klimaherbst „Energie“
2. Projekttage für die Umweltbeauftragten an drei Schulen im Landkreis Fürstenfeldbruck
3. Klimaschutz und Energie: Aktionen für Kindergruppen
Bei dem Thema „Energie“ geht es vorrangig um drei Aspekte:
- Energie sparen
- Energie regenerativ erzeugen
- fossile Rohstoffe ersetzen durch nachwachsende Rohstoffe
Beim Münchner Klimaherbst „Energie“ werden innovative Formen der Erwachsenenbildung ebenso umgesetzt wie klassische Ansätze - z. B. Vorträge, Workshops, Debatten, Science-Café, Diskurs in der Lounge, Erfahrungsaustausch mit Expert/innen, Lesungen, Filme, Musik- und Kunstprojekte, Exkursionen und Ausstellungen.
Im Rahmen der Projekttage kooperiert das ÖBZ mit ZIEL 21 (Zentrum Innovative Energien e. V.), einem Netzwerk aus staatlichen und nichtstaatlichen Mitgliedern, die im Landkreis Fürstenfeldbruck an einer Energiewende hin zu einer kompletten Versorgung aus regenerativen Energien bis zum Jahr 2030 arbeiten. ZIEL 21 legt dabei seit vielen Jahren einen Schwerpunkt auf die Entwicklung und Umsetzung von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche und ist deshalb in der Umweltbildung sehr aktiv.
Ziele der Projekttage sind:
- Den Schüler/innen Anregungen und Anstöße für ihre Tätigkeit als Umweltbeauftragte in der Schule und für ihren Alltag zu geben,
- das Kennenlernen der anderen Umweltbeauftragten zur Förderung des Austausches untereinander,
- den Schüler/innen einen spannenden Projekttag zur Motivation für ihre freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit als Umweltbeauftragte/r anzubieten,
- eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den beteiligten Umweltbildungsträgern aufzubauen.
Konkrete Themen sind:
- Energiesparen in der Schule
- Ernährung und Klimaschutz
- Nachwachsende Rohstoffe: Fasern und Öle
Mit dem dritten Baustein „Klimaschutz und Energie: Aktionen für Kindergruppen“ bietet das ÖBZ Aktionen für Kindergruppen an. Die Angebote machen mit geeigneten Methoden die abstrakten Themen „Klimawandel“ und „Energie“ erlebbar, stellen Alltagsbezüge her und geben Anregungen zum eigenen Handeln. Sie zeigen die engen Zusammenhänge unserer Energieversorgung / unseres Energieverbrauches mit dem Klimawandel auf und führen hin zu vernetztem Denken. Darüber hinaus werden auch die Zusammenhänge zwischen unseren Ernährungsgewohnheiten und der Emission von Treibhausgasen in altersgerechter Form thematisiert.
Die Veranstaltungen entsprechen den Standards des pädagogischen Konzeptes des Münchner Umwelt-Zentrums „Kompetenzen für das 21. Jahrhundert: Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ und werden von qualifizierten Umweltpädagoginnen und -pädagogen durchgeführt.
| 2009 |
| Ökoprojekt - MobilSpiel e.V. | Nachhaltige Mobilität & Klimaschutz an weiterführenden Schulen in München
Ziel des Projektes ist es, Zusammenhänge zwischen Verkehr und Klima aufzuzeigen, individuelles Mobilitätsverhalten unter die Lupe zu nehmen und Verhaltensänderungen der SchülerInnen zu initiieren. Dabei besonders: Senkung der Umweltbelastung - aktiver Klimaschutz z.B. durch Senkung des Anteils der SchülerInnen, die alleine mit dem Privatauto in die Schulen gebracht werden. Verbesserung der körperlichen und sozialen Fähigkeiten der Kinder in Bezug auf die eigene Mobilität. | 2008 |
| Ökoprojekt - MobilSpiel e.V. | Überarbeitung eines Leitfadens für Schulen zum Thema BNE und Wald/Boden
Der bestehende Leitfaden muss im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) überarbeitet werden, um Lehrkräften und ErzieherInnen zu zeigen, wie Naturerfahrungen durch Spiele und Fragen ihren Anteil an einer BNE vermitteln können. | 2008 |
| Ökoprojekt MobilSpiel e.V. | Nachhaltige Mobilität, Klimaschutz & Lernpartnerschaften 2009
Dieses Projekt besteht aus vier Bausteinen:
1. Nachhaltige Mobilität und Klimaschutz an weiterführenden Schulen
2. Lernpartnerschaften 2009 mit den Schwerpunkten Klimaschutz und Partizipation
3. Basisprojekt „Qualifizierung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung“
4. Vernetzung der Netzwerke: Netzwerk Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung München - Kooperation mit BenE München und anderen Netzwerken.
Der 1. Baustein zielt darauf ab, dass Jugendliche den Bezug von Mobilität und Klimaschutz erkennen und ihr Mobilitätsverhalten anhand eines Mobilitätstagebuchs reflektieren und sich - auch durch einen Wettbewerb - Formen nachhaltiger Mobilität überlegen.
Beim 2. Baustein wird durch Projekte und neue Vernetzungen die Partizipation gefördert. Er beinhaltet die Förderung nachhaltiger Lebensstile durch Klimaprojekte, Verankerung von BNE durch neue Kooperationen im Bereich der Kinder- und Jugendkulturarbeit.
Ziel des 3. Bausteins ist die bedarfsorientierte Qualifizierung der Multiplikatoren der Umweltbildung mit neuen Themen, die von den Akteuren der Umweltbildung partizipativ vorgegeben werden.
Der 4. Baustein zielt ab auf die Vernetzung: Effizienzsteigerung durch Kooperation und Vernetzung der Umweltbildungsträger, neue Kooperationen mit BenE München und anderen Netzwerken, konzeptionelle Verankerung der BNE im Konzept Kulturelle Bildung in München
Diese Bausteine führen die Arbeit des Ökoprojekts MobilSpiel e.V. mit den inhaltlichen Schwerpunkten „nachhaltige Lebensstile“ weiter. Einen innovativen Schwerpunkt bildet dabei das Thema „nachhaltige Mobilität“, das die nächsten Jahre weiter verfolgt wird. Auch der Schwerpunkt Klimaschutz in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie in Projekten mit Schulen wird mit einem neuen Kooperationspartner 2009 fortgeführt. Aus dem im letzten Jahr geförderten „Runder Tisch Kinder- und Jugendbeteiligung“ in München ist ein offizieller Schwerpunkt „Partizipation“ für das Jahr 2009 im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit entstanden.
| 2009 |
| Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Landesstelle Bayern e.V. | Scouts in Action – Der Natur auf der Spur
Ziele des Projekts: Biodiversität wahrnehmen; weltweite Zusammenhänge verdeutlichen; an Mädcheninteressen ansetzen – Ernährung, Kleidung, Kosmetik, Gesundheit, Wasser, Wald und Wiese -; Partizipation und Aktion – Mädchenumweltkonferenz und verschiedene Formen der politischen Beteiligung; Kommunikation und Dokumentation mit Hilfe neuer Medien – Digitalkamera, Website | 2008 |
| Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth GbR | Bioenergie, Edutainment Programm
Mit Hilfe eines wissenschaftlich erarbeiteten didaktischen Konzeptes, das Materialien, Spiele und Experimente zum erlebnisorientierten und fächerübergreifenden Lernen beinhaltet, wird Kindern und Jugendlichen ein Zugang zu einer differenzierten ganzheitlichen Auseinandersetzung mit dem Thema „Bioenergie“ ermöglicht. Für die pädagogisch optimale Umsetzung wird von der Universität Bayreuth in Abstimmung mit der LBV-Umweltstation Lindenhof im Rahmen eines innovativen Projektnetzwerks ein didaktisches Konzept und eine Kommunikationsstrategie entwickelt. Diese werden in Schulen, außerschulischen Umweltbildungsstätten und (modifiziert) bei Großveranstaltungen umgesetzt.
Das Bioenergie-Edutainment-Programm zeigt sowohl die Chancen der nachhaltigen Energieerzeugung durch Bioenergie als auch deren Risiken aus Sicht des Naturschutzes auf. Übergeordnete Ziele des Projektes sind, das Bewusstsein für den Klimaschutz zu steigern und ein umweltbewussteres Verhalten auszulösen. Die Jugendlichen sollen für eine nachhaltige umweltfreundliche Energiegewinnung sensibilisiert und angeregt werden, sich aktiv mit ihrer Zukunft auseinander zu setzen. Sie sollen konkrete Handlungsempfehlungen aus ihrem eigenen Erfahrungsbereich erhalten bzw. selbst entwickeln.
Das Projekt soll langfristig auch dazu beitragen, dem Ziel der Bioenergieregion Bayreuth näher zu kommen, den Anteil der Bioenergie am Energiemix der Privathaushalte von derzeit 20 % auf 50 % zu steigern. Die für das Projekt benötigten Materialien sind nur zum Teil auf dem Markt erhältlich. Andere können durch Modifikation bewährter pädagogischer Bausteine zu anderen verwandten Themen (z. B. Solarenergie) abgeleitet werden. Wieder andere müssen für das Thema „Bioenergie“ neu entwickelt werden.
In dem Projekt arbeiten verschiedene Netzwerkpartner zusammen. Es werden Kompetenzen gebündelt aus den Bereichen universitäre Forschung, angewandte außerschuli-sche Umweltbildung (Umweltstation und Umweltbildungsstätten), Schulen, Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirkes, Land- und Forstwirtschaft.
Durch die wissenschaftliche Konzeption, Durchführung und Evaluierung sind die Übertragbarkeit auf andere Regionen und ein nachhaltiger Wissenstransfer sichergestellt.
| 2009 |
| RhönNatur e.V. | Artenvielfalt vor der Haustür – Ein Umweltprojekt zur Biodiversität im Biosphärenreservat Rhön
Die zentrale Aufgabe einer zeitgemäßen Umweltbildung ist es, zur Wertschätzung der Natur und damit zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen und die Handlungsbereitschaft und die Handlungskompetenz für den Natur- und Umweltschutz zu fördern. Das kann nur durch einen möglichst direkten Zugang zur Natur möglich werden. Daher sind Schwerpunkte des Projektes vor allem Führungen und Exkursionen mit Erlebnischarakter. Aber auch der Einsatz moderner technischer Hilfsmittel wie GPS-Geräten zur Informationsvermittlung ist vorgesehen, um vor allem Jugendliche für die Natur zu interessieren. Vor dem Hintergrund der im Mai 2008 in Bonn stattfindenden 9. UN-Konferenz zur Konvention über biologische Vielfalt hat sich RhönNatur e.V. für das Thema „Biodiversität“ in der Rhön als Schwerpunktthema der Umweltbildungsarbeit in diesem Jahr entschieden. Biodiversität ist mit den Herausforderungen des Klimaschutzes einer der wichtigsten Fragen der Nachhaltigen Entwicklung. Was können wir tun, um den Reichtum an Arten und somit die genetische Vielfalt auch für künftige Generationen zu sichern? Die Erhaltung der Vielfalt der Rhöner Natur- und Kulturlandschaft soll schwerpunktmäßig anhand der Lebensräume „Wald“ und „Fließgewässer“ einer breiten Öffentlichkeit nahe gebracht werden. | 2008 |
| Schützer der Erde e. V. | Fairspielen - Wir spielen und erfinden ein Spiel
Ziel des Projekts ist es, ein Spiel mit dem Titel „Fairspielen“ unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln und mit verschiedenen Kindergruppen zu erproben. Dieses Spiel soll ähnlich spannend wie das bekannte „Monopoly“ sein, aber andere Werte und Informationen vermitteln.
„Fairspielen“ wird in einer Kleingruppe von mindestens drei Mitspielern, aber auch als Großgruppenspiel mit bis zu 25 Mitspielern spielbar sein. Die beteiligten Kinder erhalten zu Beginn eine „neue Identität“, einen Pass mit dem Foto eines Kindes aus einer bestimmten Kultur sowie eine in Rätselform verschlüsselte Beschreibung dieser Kultur. Im Laufe des Spiels werden sie anhand von Recherche- oder Informationskarten möglichst viel Wissen über diese Kultur herausfinden. In der Rolle ihrer neuen Identität werden sie aber auch Handel treiben, kaufen und verkaufen oder Ereignis- oder Chancen- oder Prioritätenkarten ziehen, die sie jeweils mit einem vorkommenden Problem konfrontiert. Dabei sollen sie eigene Entscheidungen (individuell oder in kleinen Teams beim Großgruppenspiel) treffen.
Für alle Aktivitäten gibt es Punktechips, die sich nach dem ersten Spieldurchgang als „Fairness-Punkte“ herausstellen. Gewinner bei der Freiarbeits-Spielvariante ist, wer am Ende des Spiels die meisten Fairnesspunkte erhalten und seine kulturelle Identität entschlüsselt hat.
In der Projektsarbeitsvariante dient das Spiel dazu, einen spielerischen Wissenseinstieg in das Thema „fairer / ökologischer Handel“ zu bekommen. Das kann die Lehrkraft dann durch den Besuch eines Welt- und eines Naturkostladens vertiefen, wofür es begleitende Arbeitsmaterialien gibt. In der Projektarbeit sollte die Lehrkraft Prioritätenkarten als Medium für die angeleitete Auseinandersetzung und Reflexion mit eigenen Werten, Wünschen und Prioritäten nutzen. Ereignis-, Chancen und Wissenskarten kann sie als Impuls einsetzen, um bei Kindern das Interesse zur eigenen Recherche zu wecken. So hat der Einsatz des Spiels im Rahmen der Projektarbeit kooperativen Charakter, bei dem es darauf ankommt, dass die gesamte Spielergruppe Puzzlesteine zur Lösung beiträgt, die möglichst kreativ und vielfältig sein soll.
| 2010 |
| Schützer der Erde e. V. | Energiedetektive auf großer Spur
Ziel des Projektes ist:
- Fördern eines energiebewussten Lebensstils
- Erproben von Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung von Energieverschwendung, zur Minderung von CO2 und zur Nutzung regenerativer Energiequellen
- Entwickeln und Anwenden von Kriterien für global gerechten und zukunftsfähigen Kon-sum
- Erlebnisorientierte Vermittlung ökologischer Zusammenhänge
- Spaß an Einkauf und Zubereiten energiesparender Gerichte
- Freude am Erleben der Natur
- Fördern der Achtung und der Wertschätzung allen Lebens
- Fördern der Kompetenz zur kreativen Mitgestaltung der Zukunft
Als „Energiedetektive“ setzen sich die Kinder spielerisch mit dem Thema „Energieverbrauch, Klimaschutz“ auseinander. Sie betätigen sich als „Detektive“, die „Geheimcodes“ - im doppelten Sinne - enthüllen: Einerseits müssen sie Detektivaufgaben lösen, um sich wichtiges ökologisches Wissen anzueignen und ihre Sinne in der Natur zu schulen, andererseits lernen sie, reale „Geheimcodes“ zu entschlüsseln (z. B. Öko-Kontrollcodes, Energiespar-Lables, Recyclingzeichen etc.). Sie setzen sich mit dm Energie- und Res-sourcenverbrauch in verschiedenen Konsumbereichen auseinander und lernen alternative Handlungsmöglichkeiten kennen, um sich weniger energieaufwändig, weniger umweltbelastend und sozial gerechter zu verhalten. Sie entwickeln und formulieren eigene Kriterien für einen zukunftsfähigen, energiebewussten Konsum- und Lebensstil.
Spannung, Abenteuer, Natur erleben, Wissenserwerb zu Schlüsselthemen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und kreative Mitgestaltung der Zukunft sind dabei miteinander verbunden. Hier werden neue Methoden zu diesem Thema entwickelt und erprobt. Dabei werden die jugendlichen Teammitglieder mit ihren Ideen bereits im Vorfeld mit einbezogen.
Das Projekt wird gemeinsam mit allen Beteiligten ausgewertet. Die Verbesserungsvor-schläge fließen in die weitere Projektentwicklung. Die Erfahrungen werden in Auswertungsberichten dokumentiert. Außerdem findet eine öffentlichkeitswirksame Abschluss-Veranstaltung statt, bei der die Projektergebnisse vorgestellt werden. Diese werden mit Unterstützung der DBU über ein Handbuch, eine Internetserviceseite sowie über Multiplikatorenschulungen verbreitet. | 2009 |
| Schützer der Erde e.V. | Medienpädagogisches Modellprojekt - Rätselhaftes Dorf - Globales Kasino oder fairer Umgang mit Geld?
Bei diesem Projekt werden Kinder zu einer Reise in ein „rätselhaftes Dorf“ eingeladen, in dem etliche Überraschungen auf sie warten. Sie schlüpfen in unbekannte Rollen und erfahren Schritt für Schritt anhand von Geschichten, Spielen, Erzählungen und Briefen, wie die Bewohner dieses Dorfes leben. In diesen Rollen spielen sie Beziehungen und Handel zwischen reichen und armen Ländern nach. Dabei werden sie immer wieder mit Problemlösungsaufgaben konfrontiert, die sie anregen, ihre eigene Beziehung zu Geld, zu ihren Mitmenschen sowie zu Natur und Tieren zu überdenken. Auf kreative Weise erproben und entwickeln sie eigene Lösungen und Handlungsmöglichkeiten, um dieses „Dorf“ gerechter zu gestalten und lernen, diese mit medienpädagogischen Mitteln zu kommunizieren.
Indem Kinder Aspekte des realen „Weltdorfes“ nachspielen, können sie die Lebenssituation von Kindern in armen und reichen Ländern vergleichen:
- Was können wir von anderen Kulturen lernen? Was ist positiv?
- Wie sind unsere Beziehungen? Welche Probleme gibt es?
Sie vergleichen Ernährungsstile und setzen sich mit Kriterien global gerechter, zukunftsfähiger Ernährung auseinander. Sie vergleichen Eigentums- und Besitzverhältnisse sowie Lebenssituationen im Kinderlalltag. Sie setzen sich damit auseinander, was ihnen im Leben wirklich wichtig und wertvoll ist - Materieller oder innerer Reichtum?
Durch Geschichten, Rollen- und Planspiele, Einkaufsrallye, Prioritätenspiel und eigene Recherchen wird spielerisch ökologisches Wissen vermittelt.
Im Laufe der Woche entwickeln die Kinder in kleinen Teams faire und gerechte Regeln für das globale „Weltdorf“ und formulieren Rechte ihrer Bewohner. Dadurch kann ihnen bewusst werden, dass weltweit faire, gerechte Beziehungen bei den persönlich gelebten Werten beginnen. Sie erfinden Lösungen für ein gerechteres „Weltdorf“ und spielen sie im Rollenspiel nach.
Bei einer Einkaufsforschertour lernen sie Möglichkeiten kennen, um ihr mit ihrem Konsum- und Einkaufsverhalten zur echten Wertschätzung von Mitlebewesen und Natur beizutragen. In Teamarbeit und im Rollen- bzw. Planspiel erproben sie selbst entwickelte Handlungsmöglichkeiten.
Der Erfolg der Bildungsarbeit mit den Kindern kann längerfristig nur durch eine begleitende Elternarbeit gesichert werden. Darum werden Eltern durch einen vorbereitenden Elternabend, durch einen Lichtbildvortrag und durch Präsentationen der Kinder beim öffentlichen Abschlussfest mit einbezogen.
| 2010 |
| Schützer der Erde e.V. | Klimaschutz-Kochmobil
Ziel des Projektes ist:
- Wecken der Begeisterung für klimafreundliche Ernährung
- Förderung des Verständnisses für ökologische Zusammenhänge
- Vermittlung der Vorteile vegetarisch-ökologisch-fairer Ernährung
- Spaß am Zubereiten leckerer Gerichte
- Fördern der Achtung und Wertschätzung allen Lebens
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Zusammenhang „Klimaschutz und Ernäh-rung“
- Hilfe und Unterstützung für Eltern
- Erstellung und Erprobung von geeigneten Arbeitsmitteln
Mit Hilfe einer kompakten mobilen Koch-Ausstattung, die in jeden Kleinwagen passt, startet in Marktheidenfeld und den umliegenden Dörfern das Projekt. Kinder von 4 - 13 Jahren werden Klimaschutzkochkurse angeboten. Gekocht wird entweder am offenen Feuer oder in einem Raum, der mit Hilfe der mobilen Ausstattung zur Küche umfunktioniert wird. Dabei wird mit Kindergärten und Schulen kooperiert werden, um deren Räumlichkeiten dafür nutzen zu können. Die Kinder lernen leckere, tier- und umweltfreundliche Gerichte zu kochen, die gesund für die Menschen und klimafreundlich sind. Mit Hilfe spielerischer Methoden lernen sie Kriterien einer zukunftsfähigen Ernährung (überwie-gend pflanzlich, ökologisch, saisonal, regional, fair gehandelt, wenig verarbeitet, …) kennen. Sie lernen mit Spaß zukunftsfähige Handlungsalternativen kennen und werden zu jungen „Klimaschutz-Köchinnen / Köchen“ ausgebildet. Dies wird ihnen in einem Ausweis bestätigt, der die erworbenen Kompetenzen würdigt. Eltern werden bei einem vorbereitenden Elternabend sowie bei einem Abschlussfest einbezogen und durch einen Film über die Inhalte des Projektes informiert. Auch sie sind eingeladen, an den Koch-kursen teilzunehmen.
Ergänzt werden die Aktivitäten des Klimaschutz-Kochmobils durch die Einbeziehung und begleitende Fortbildung von ehren- und hauptamtlichen Multiplikator/innen durch ein öffentlichkeitswirksames Klimaschutz-Koch-Fest, drei öffentliche Elternabende sowie ausleihbare oder kostenlose Informations- bzw. Aktionsmaterialien , eine öffentliche Ab-schlussveranstaltung und begleitende Pressearbeit. Auch eine Anschaffung ausleihbarer Medien ist geplant (Kochbücher, Videos, Lernspiele, Kochkisten zur lokalen Durchfüh-rung von Klimaschutz-Kochkursen. | 2009 |
| Schwäbische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen | Spiel & Sprache
Das Projekt vereint zwei wesentliche Komponenten der Lebenswirklichkeit, die über Lernen durch Spiel und Kommunizieren durch Sprache in Wechselwirkung miteinander stehen:
Ziel des Projektteiles „Spiel“ ist es, bei einem zweitägigen, offen ausgeschriebenen Spieletest die Möglichkeit zu bieten, eine Auswahl von Gesellschaftsspielen mit relevantem Bezug zu BNE und Umweltbildung ausprobieren zu können und bekannter zu machen. Zielgruppen dafür sind Multiplikatoren in der Jugend- und Jugendbildungsarbeit, Familien aus den Milieus der bürgerlichen Mitte sowie interessierte Menschen der Region um Babenhausen. Die „Tester“ werden gebeten, ihre Erfahrungen in Bewertungsbögen rückzumelden. Diese Bögen werden im Anschluss an den Spieletest ausgewertet. Im Projektteil „Sprache“ wird ein dreitägiger englischer Kommunikations- und Präsentationskurs mit Schwerpunkt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ angeboten. Hintergrund ist seit der Ausrufung der UN-Dekade die wachsende Herausforderung, Bildung auch auf internationaler Ebene darstellen und benennen bzw. entsprechende Bildungsmaßnahmen in englischer Sprache durchführen zu können. Bei der Recherche wurde offensichtlich, dass der Fachwortschatz im Bereich der Bildung zum einen umfangreich ist zum anderen aber kein gängiges Kompendium auf dem Markt vorhanden ist. Daher werden der Fachwortschatz, fachlich gängige Redewendungen und Ergebnisse des Kurses mit einem Sprachtrainer auf einer Fachwortschatz-CD zusammengefasst, mit einem Grafiker umgesetzt und in Serie gebracht. Die entstandene CD wird den Umweltstationen und relevanten Umweltbildungseinrichtungen in Bayern anschließend zur Verfügung gestellt. | 2008 |
| Solid GmbH | Optimierter Neubau der Wanderausstellung „Energie-Erlebnispfad“ und pädagogische Betreuung in 2009
Der Neubau des Energie-Erlebnispfades hat das Ziel, die aus dem Vorgängerprojekt gewonnenen Erfahrungen für inhaltliche und methodische Verbesserungen zu nutzen und die Ausstellung einem erweiterten Personenkreis zugänglich zu machen. Einzelne Themenbereiche sollen besser strukturiert und dargestellt werden, verschiedene Inhalte müssen aktualisiert und neuen Entwicklungen angepasst werden, außerdem sollen Materialien, Formate, Schutzeinrichtungen und Transporthilfen geändert werden. Die Optimierungsmaßnahmen sollen dem Entleiher den technischen Umgang mit der Ausstellung erleichtern, die Attraktivität und Öffentlichkeitswirksamkeit der Ausstellung erhöhen, die pädagogische Zielerreichung der Ausstellung zusätzlich steigern (Motivation und Bewusstseinsbildung zum Energie- und Klimaschutz, Vermittlung von nachhaltigem Handlungswissen, Erleben von Spaß und Freude, etc.). | 2008 |
| Stiftung KulturLandschaft Günztal | Wasserschule Günztal
Wasser ist das zentrale Element des Biotopverbundes Günztal. Mit dem Projekt soll das Bewusstsein und Wissen zum Thema Wasser als Naturelement, Lebensraum und Nut-zungsraum erfahrbar gemacht werden. Entlang des gesamten Günztals sollen Kinder, Jugendliche und Familien die Günz und ihre begleitenden Lebensräume als Landschafts- und Lebensraum erfahren. Jeder Teilnehmer soll dabei erkennen, dass es sich um einen Ausschnitt eines großen zusammenhängenden Systems handelt. Das Regionalbewusstsein soll gestärkt werden.
Die Wasserschule Günztal richtet sich an Kinder ab dem Grundschulalter, Jugendliche und Familien.
Im Rahmen des Projektes wird eine modulare Sammlung von Umweltbildungsaktionen (inhaltlich und zielgruppenspezifisch) zum Thema „Wasser“ erarbeitet und zusammengestellt. Ergebnis des ersten Projektschrittes ist die „Wasserkiste Günztal“ im Sinne ei-nes „Werkzeugkoffers“ mit einer Günztal-spezifischen Materialien- und Methodensammlung.
Fünf bis sechs Themenfelder werden erarbeitet. Die Bildungseinheiten und Titel werden im Laufe des Projektes entwickelt.
Nach Abschluss der Entwicklungs- und Ausbildungsphase wird das Projekt über die Stiftung KulturLandschaft Günztal öffentlich beworben; die praktische Umsetzung erfolgt durch die Multiplikatoren (Honorarkräfte). Diese erhalten dazu die Methoden- und Materialiensammlungen, mit deren Hilfe sie die entsprechenden Bildungsmodule vor Ort mit den Teilnehmergruppen durchführen können. Die Teilnehmer werden dann von den Multiplikatoren in ihrem jeweiligen Wohn-, Schul- und Freizeitumfeld zur aktiven Erarbeitung der Wasserthemen angeleitet. | 2009 |
| TAGWERK-Förderverein e. V. | Erforsche die VIELFALT auf einem Biohof - ein Schulklassenprogramm zur Biodiversität am Beispiel des Ökolandbaus
Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, bei Erzeugern und Verbrauchern gleichermaßen das Bewusstsein für den ökologischen Landbau und den regionalen Warenfluss zu stärken. Er sensibilisiert Kinder und Jugendliche über unterrichtsbegleitende Schulveranstaltungen auf Bauernhöfen und verarbeitenden Betrieben. Im Rahmen des Ferienprogramms organisiert er Jugendradreisen und Zeltlager und bietet Infos und Diskussionsforen zu ökologischen Themen.
Im Rahmen des Projekts soll das Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Viel-falt von Kindheit an gestärkt werden - „Erhaltung der biologischen Vielfalt für unsere Zukunft“. Es soll gezeigt werden, dass und wie der Ökolandbau einen wichtigen Beitrag dazu leistet. Der für viele Menschen abstrakte Begriff „Biodiversität“ wird so aufbereitet, dass er für Kinder und Jugendliche spannend, anschaulich und gut verständlich wird und sie das Thema in ihrer Lebenswelt umsetzen können.
Als Veranstaltungsort und Kooperationspartner konnte der Biohof Lex nahe Erding gewonnen werden. Der Schwerpunkt wird auf die Gemüsevielfalt gelegt. Unter dem Motto „Entdecke die VIELFALT auf einem Biohof“ werden im Juli ca. zwei Projektwochen für die Haupt-, Real- und Montessorischulen in Erding und Umland angeboten. Drei Schulen konnten als Kooperationspartner gewonnen werden. Zentraler Teil der Einheit ist ein Stationenlernen, bei dem sich die SchülerInnen in Gruppen auf dem Gelände bewegen. Darüber hinaus wird in einer Mappe der Baustein „Entdecke die VIELFALT auf einem Biohof“ zusammen gestellt und im Arbeitskreis der TAGWERK-Umweltbildner vorgestellt. Es ist geplant, das Schulklassenprogramm dauerhaft zu etablieren.
| 2009 |
| Umweltbildungsstätte HAUS im MOOS | Bildung für eine nachhaltige Entwicklung der Region - Donaumoos und Donauauen
Um den erforderlichen Wandel in der Landnutzung und im regionalen Wirtschaften im Sinne des Donaumoos-Entwicklungskonzeptes 2000-2030 herbei zu führen, stellen Umweltbildungsangebote für Kinder und Jugendliche, die zukünftig die Entwicklung der Region gestalten werden, eine nachhaltige Investition dar. Eine intensive Kooperation mit Schulen ist aus mehreren Gründen zielführend: Die Umweltangebote des HAUS im MOOS bedienen Themen, die in den Lehrplänen bzw. ihrer Umsetzung in der Schulpraxis kaum Berücksichtigung finden oder dort keinen regionalen Bezug erhalten. Zudem wird durch die Anreise der Schulklassen per Bus, im Vergleich zur Individualanreise der Teilnehmer bei anderen Angeboten, eine relativ geringe Umweltbelastung verursacht und somit eine hohe ökonomisch-ökologische Effizienz dieser Umweltbildungsangebote erreicht. Um die Qualität seiner Umweltbildungsangebote weiter zu entwickeln und zu verbessern, pflegt das Haus im Moos den intensiven Austausch mit regionalen Partnern bzw. Einrichtungen, die sich schwerpunktmäßig mit einer nachhaltigen Entwicklung in Moor-, Feucht- und Auengebieten befassen. Aufgrund des ökologischen Zusammenhangs und der räumlichen Nähe wird insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit dem “neuen“ Aueninstitut Neuburg angestrebt. | 2008 |
| Umweltbildungsstätte HAUS im MOOS | Bildung für nachhaltige Entwicklung - Projekt mit Schulen Herbst-Winter 2008
Umweltbildung für Kinder und Jugendliche, insbesondere in Zusammenarbeit mit den Schulen, stellt eine unverzichtbare Voraussetzung für eine zukünftig nachhaltige Entwicklung im Donaumoos und in der Region im globalen Kontext dar. Mit dem Projekt werden verschiedene BNE-Themen mit Schulklassen unterschiedlicher Schultypen und Jahrgangsstufen umgesetzt. Zahlreiche Bildungsangebote richten sich auch an Multiplikatoren wie LehrerInnen, ErzieherInnen, BerufsfachlehrerInnen, HochschullehrerInnen, DozentInnen. Für Schulen, Kindergärten, Fachschulen und Ferienfreizeiten wird das Betreuungsangebot in Absprache mit den Gruppen/Begleitpersonen maßgeschneidert. | 2008 |
| Umweltbildungsstätte Haus im Moos | Bildung für eine nachhaltige Ent-wicklung des Donaumooses und der Region - Umsetzung des Leit-bilds des Entwicklungskonzepts 2000 - 2030
Mit den Projekten will das HAUS im MOOS einen Beitrag für eine nachhaltige Regio-nalentwicklung leisten. Neben dem Donaumoos-Entwicklungskonzept 2000 - 2030, das eine grundlegende Orientierung der Umweltbildungsarbeit des HiM vorgibt, wer-den in den beantragten Projekten Bezüge zu aktuellen regionalen bis globalen Um-weltanliegen und Vorhaben hergestellt:
- Teilprojekt 1 „Jahresthema Energie der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Ent-wicklung 2005-2014“ steht in Bezug zur Initiative „Verantwortungsbewusste Ener-gienutzung im Lkr. Neuburg-Schrobenhausen“ im Rahmen des „EU-Projektes RES PUBLICA“, an dem sich neben dem Landkreis auch die Stadt Neuburg und die Balatonregion sowie die Städte Genua, Modena und Barcelona beteiligen. Das HiM plant in diesem Rahmen zwei Umweltbildungsprojekte: Im ersten Projekt geht es um den pädagogisch-didaktischen Transfer von kommunalen Energienut-zungsplänen auf die Schulebene am Beispiel der Modellgemeinde Oberhausen. Im zweiten Projekt werden Umweltbildungsmodule für den Energiebereich am HiM entwickelt und erprobt.
- Im Teilprojekt 2 steht das Thema „Biodiversität“ im Vordergrund. Im Rahmen von Arbeits- und Werkstattgesprächen mit lokalen und regionalen Akteuren soll eine nachhaltige Entwicklung vor Ort unterstützt und in der Zusammenarbeit mit ande-ren Partnern ein überregionaler Kontext hergestellt werden. Workshops, Info-Veranstaltungen und Exkursionen sollen, ebenso wie die geplanten Aktionstage zum Biber und zur Bachmuschel sowohl Experten als auch der Allgemeinheit die-nen.
- Teilprojekt 3 umfasst Umweltbildungsangebote für Grund- und Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien, sowie für Berufsfachschulen für Kinderpflege vor al-lem zum Jahresthema Biodiversität. Mit Teilprojekt 3.2 sollen insbesondere die BNE-Angebote für höhere Jahrgangsstufen des G8, für Leistungskurse, Aktions- und Praxistage in Zusammenarbeit mit den Gymnasien in Neuburg, Schroben-hausen und Ingolstadt in partizipativem Verfahren, mit Schulleitung und Lehrkräf-ten weiter entwickelt und nachhaltig verankert werden.
| 2009 |
| Umweltbildungsstätte Haus im Moos | Projektantrag 2009-2 Bildung für eine nachhaltige Entwicklung des Donaumooses und der Region: Schwerpunktthema „Naturvielfalt, Energie und Klima“ 2009: BNE in den Sommerferien und Energie@home - Auss
Mit seinen Bildungsangeboten bietet das Haus im Moos Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren in den Ferien eine erlebnisreiche und nachhaltige Alternative.
Naturvielfalt, Energie und Klima:
Die vom Haus im Moos angebotenen Module sind erlebnis- und handlungsorientiert, verbunden mit einer anschaulichen, zielgruppenorientiert begreifbaren Vermittlung der Zusammenhänge: Sinneserfahrungen, konkrete Aufgaben und Arbeiten, die z. T. eigenständig erledigt werden, Experimente, Spiele, Geschichten und Erzählungen sind wichtige Elemente.
Bei den Aktionen wird ein Bezug zu den Jahresschwerpunktthemen „Naturvielfalt“ bzw. „Energie und Klima“ hergestellt. Sie bieten den Kindern Freiraum für kreative Gestaltung und damit auch die Möglichkeit, sich Sozial- und Gestaltungskompetenz in lockerer Atmosphäre gemeinsam mit anderen Kindern anzueignen.
Insgesamt werden 15 Tages- bzw. 30 Halbtagesaktionen im Zeitraum von Anfang August bis Anfang September mit bewährten und neuen Themen durchgeführt.
Beispiele:
- Tiere und Pflanzen in Mooswiesen, Moostümpeln und Moosgräben spielerisch erkunden und untersuchen: Besonderheiten in Niedermooren, Flora und Fauna, besondere Färbungen des Wassers etc.
- Tierdetektive unterwegs: Kinder machen sich auf die Suche nach Tierspuren im Gelände, beobachten die verschiedenen Vögel im Gelände mit dem Fernglas, erfahren einiges über Vogelflug und Vogelzug und bauen Vogelnester nach.
- Wisent, Murnau-Werdenfelser-Rinder, Edelziege, Mangold, Emmer, Kohl & Co: Wild- und Nutztiere, Wild- und Nutzpflanzen - Vielfalt erleben und erfahren (Erlebnispfad, Aktionsfläche, Museumsgärten)
- Sommer-Sonnen-Spiele und -experimente: Kinder erproben, experimentieren und bauen Solardusche, Sonnenuhr, Kochkiste, Sonnenkollektoren etc.
Ausstellung „Energie@home“
Diese Ausstellung für zukunftsweisende Energietechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU gibt Antworten und zeigt Lösungen zu den Fragen: „Dämmen - aber wie, Lüften - aber wann oder Heizen - mit was“ und stellt Zusammenhänge zu dem von uns Menschen verursachten Anteil des Treibhauseffekts her. An den unterschiedlichen interaktiven Ausstellungs- und Informationselementen können die Besucher selbständig, verständlich und anregend entdecken, wie sie im privaten Haushalt Energie effizient einsetzen können. Darüber hinaus erfahren sie einiges über die Vorteile erneuerbarer Energieträger, wie Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme und wie diese eingesetzt werden.
Die Ausstellung wird vom 28. Mai bis 31. August intensiv in der Umweltbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt.
| 2009 |
| Umweltbildungszentrum Oberschleichach | UBIZ macht mobil
Mit dem Projekt sollen sechs Umweltbildungsevents stattfinden. Jedes dieser Events wird in einem anderen Teil des Landkreises durchgeführt und zum Teil mit einem Wanderweg oder einer besonderen regionalen Veranstaltung in Verbindung stehen. Zu Beginn wird eine „Wander- und Eventkarte“ herausgegeben, auf der die sechs Wege und Zielpunkte einge-zeichnet sind, die Interessierten eine frühzeitige Planung ermöglicht.
Mit dem Projekt trägt das UBIZ die Umweltbildung vermehrt an andere Orte im Landkreis. Dabei werden neue Zielgruppen akquiriert. Die Möglichkeit, ungezwungen in offenen Aktio-nen und Informationsständen Bildung zu erleben, erleichtert ihnen den Zugang zur Bildung für Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt fördert dieses Projekt das Kennenlernen und damit auch das Schätzen und Schützen der eigenen Umwelt und Heimat.
| 2011 |
| UmweltBildungsZentrum Oberschleichach | Umweltbildung für Schulen – Teich im Pausenhof
Innovativer Aspekt für eine Umweltbildung im Sinne der Agenda 21: Mit den Projekten werden die Bemühungen um eine Verbreitung von Umweltlernen und die Initiierung von nachhaltigem Handeln auf schulischer Ebene angegangen. Im Rahmen der diesjährigen Wasserkampagne „WasSerleben“ bot es sich an, in einem eigenen Projekt einen Teich als Lern- und Erlebnisort auf einem Schulgelände zu errichten. Bei diesem Projekt werden entsprechend dem Agenda 21–Dreieck die Aspekte Berufsorientierung, Gewässerbiologie, erneuerbare Energien und das Einüben sozialer Kompetenz miteinander kombiniert. | 2008 |
| UmweltBildungsZentrum Oberschleichach | Umweltbildung für Schulen – Module für den Unterricht – Natur vom Klima her betrachtet
Innovativer Aspekt für eine Umweltbildung im Sinne der Agenda 21: Mit den Projekten werden die Bemühungen um eine Verbreitung von Umweltlernen und die Initiierung von nachhaltigem Handeln auf schulischer Ebene angegangen. Das Projekt bringt mit der Blickrichtung „Klimaschutz“ eine neue Sichtweise in Angebote der Naturerlebnispädagogik. Immer wieder werden Zusammenhänge hergestellt und die Beziehung zwischen eigenem Handeln und Auswirkungen woanders (in der Natur, in der Welt etc.) aufgezeigt. | 2008 |
| UmweltBildungsZentrum Oberschleichach (UBiZ) | Peak Oil und die Folgen
Am (weitgehend nur der Fachwelt bekannten) Begriff „peak oil“, der die zu erwartende physische Verfügbarkeit von Erdöl beschreibt, soll gezeigt werden, dass in den nächs-ten Jahren erstmals in der Geschichte der weltweite Verbrauch von der maximal mög-lichen Förderung nicht mehr gedeckt werden kann. Die potentiell katastrophalen Aus-wirkungen bei einer drastisch abnehmenden Verfügbarkeit sollen anschaulich vor Au-gen geführt und Handlungsalternativen für Verbrauchsvermeidung und den Einsatz von Alternativen aufgezeigt werden.
Im Rahmen des Projektes, das aus den Teilbereichen
- Umweltbildungsbaustein „peak oil-Koffer“
- peak oil Schulungen / Planspiel und
- offenen Teilnehmersituationen, peak oil Info-Stand
besteht, soll vermittelt werden, dass im Unterschied zu den in der Allgemeinheit oft eher als altruistisch eingeschätzten Leitbild „Nachhaltigkeit“ der Agenda 21 der peak oil die Umsetzung der Nachhaltigkeitsszenarien der Agenda 21 nicht als freiwillige Entscheidung überlässt, sondern solch ein Szenario durchsetzt. Die Umsetzung nach-haltigen Handelns wird nach dem peak oil erzwungen.
Für die Umweltbildung bedeutet das, dass sie sich vermehrt aus der Individualisierung lösen und stark in die Richtung gesellschaftspolitische Bildung entwickeln muss. Mit dem Projekt sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, Verantwortung für die Region und die Entwicklung der Gemeinschaft vor Ort zu übernehmen. Dazu genügt es nicht, nur das Fachwissen zu vermitteln. Gleichzeitig muss eine Wertediskussion stattfinden und die entsprechenden Sozialkompetenzen sollten informell mit vermittelt werden.
| 2009 |
| Umweltschutz-Informationszentrum Bayreuth | Biodiversität im Wohnumfeld: Leben entdecken und gestalten
Die Verantwortung und Betroffenheit zur Erhaltung der Artenvielfalt soll aus Teilnehmersicht nicht nur Sache von Naturschutzbehörden oder Regierungen (FFH-Richtlinien) sein oder weitab im Regenwald stattfinden. Das Projekt soll Betroffenheit und einen ganz konkreten Bezug zur alltäglichen Lebenswelt schaffen um Biodiversität im eigenen Leben bewusst wahrzunehmen und um sich für ein verantwortungsvolles Mitgestalten miteinander zu vernetzen. Neben der ökologischen Komponente soll auch eine ethisch orientierte Komponente (Wertvorstellung, Werteentwicklung, Verantwortungsentwicklung) in Verbindung mit den sozio-kulturellen Besonderheiten unterschiedlicher Milieus umgesetzt werden. | 2008 |
| Umweltschutz-Informationszentrum Bayreuth | Schulen für einen lebendigen Obermain
Der Obermain - mit seinen Quellflüssen Weißer und Roter Main sowie seinen Neben-flüssen Rodach, Itz und Baunach die wichtigste Wasserader im Raum Bayreuth, Co-burg, Bamberg und einem Einzugsgebiet von ca. 4.000 km2 - unterliegt zahlreichen Ansprüchen durch Mensch und Umwelt. In seinem Gebiet werden alle Schulen und Jugendgruppen aufgerufen, ihren Beitrag zum nachhaltigen Gewässerschutz zu leis-ten. Ziel ist es, insgesamt 35 Schulen und Jugendgruppen für das Projekt „Schulen für einen lebendigen Obermain“ zu begeistern, um Kinder und Jugendliche für die Not-wendigkeit des Gewässerschutzes zu sensibilisieren, ihnen im Naturraum Obermain konkrete Handlungsmöglichkeiten vor Ort anzubieten und ihnen den Grundwert „Nachhaltigkeit“ zu vermitteln. Dadurch werden sie unmittelbar dazu angeleitet, Was-serbewusstsein zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und ihr Konsumverhal-ten zu überdenken.
Ökologische Aufwertung des Fließgewässersystems:
Die eigenverantwortlich durchgeführten Einzelaktivitäten vor Ort tragen gleichzeitig zur Verbesserung der Vitalität der Gewässer im Einzugsgebiet bei und werten diese da-durch auf. Im Blickfeld stehen dabei insbesondere die Wassernutzung und der Was-serkreislauf, das Grundwasser, die Durchgängigkeit und Struktur der Fließgewässer, der ökologische Hochwasserschutz, die Entwicklung der Talaue mit Ufergehölzsaum, die Gewässergüte mit Selbstreinigungskraft und Stoffeinträgen sowie generell die Verantwortung für die Sauberkeit der Gewässer.
Kinder und Jugendliche von Jugendgruppen und Schulen sollen durch eine aktive, erlebnisorientierte Gewässererkundung für den Erhalt des wohnortnahen Ökosystems „Obermain“ sensibilisiert und motiviert werden. Der Erwerb von Hintergrundwissen, Sachkompetenz sowie Naturerlebnisse sollen die Teilnehmer zum Engagement be-wegen. Darüber hinaus werden auch beispielhafte Arbeitseinsätze (Renaturierung, Müll sammeln, Gehölzpflanzungen) zur Aufwertung des Gewässers durchgeführt, um konkrete Handlungsfelder und Gestaltungsmöglichkeiten praktisch aufzuzeigen. An-schließend können die Teilnehmergruppen Bachpatenschaften übernehmen, um die autonome Fortführung des Projektes zu gewährleisten. Dazu werden auch Multiplika-toren geschult, um nicht nur Projekt begleitend, sondern auch über das Projekt hi-nausgehende Maßnahmen und Aktionen anzuleiten.
| 2009 |
| Umweltschutz-Informationszentrum Oberfranken Lindenhof | Milieus Workshop-II: „Come in and … discover“
Im Milieuworkshop I wurde der Milieu-Atlas den Akteuren der Umweltbildung deutlich gemacht. Ziel war die Entwicklung und Erprobung von innovativen Strategien und Methoden, um soziale „Randgruppen“ bzw. schwer zu erreichende Zielgruppen auch für die Umweltbildung zu sensibilisieren. Die aus diesem Projekt wegweisenden Erfahrungen und Konzepte sind Grund und Gegenstand für das Kernteam, den zweiten Milieuworkshop an und mit der Umweltstation Lindenhof auszurichten.
Der im ersten Milieu-Workshop (2006) vorgestellte Milieu-Atlas wird durch die Autorin des Milieuatlasses, Anja Thessenvitz, aktualisiert, wobei Veränderungen in der Milieulandschaft von Sinus-Sociovision seit 2006 dargestellt und um den Fokus „Jugendliche“ und „Migranten“ milieuspezifisch erweitert werden.
Anhand von „Beispielen guter Praxis“ werden wegweisende Projekte zur milieuspezifischen BNE vorgestellt (Experimentalisten, Etablierte, Konsummaterialisten, Migranten). Im Dialog mit Praktikern und konkreten Beispielen werden innovative und erprobte Wege und Methoden gebündelt. Fachlich eingebettet werden die Erfahrungen durch die Referentin Anja Thessenvitz, die über langjährige Erfahrung mit dem Milieuansatz in Theorie und Praxis verfügt. Diese werden anschließend aufbereitet und über eine digitale Tagungsdokumentation bzw. Arbeitshilfe publiziert.
Zu Theorie, Praxis und Transfer kommt ein innovativer Aspekt hinzu: Die Teilnehmer können die vorgestellten Beispiele und Ansätze selbst verifizieren. Im Rahmen einer „Feldforschung“ zum Projekt „Regenbogen“ können sie selbst in die Lebenswelt eines Milieus eintauchen, Hintergründe, Synergieeffekte und Hemmnisse aus erster Hand erfahren, quervernetzende Synergieeffekte überprüfen. Die Methodik der Feldforschung stärkt die Handlungskompetenz und Analysefähigkeit der teilnehmenden MultiplikatorInnen auf zwei Ebenen: zum einen erhöht sich die Erfolgsquote, damit eine milieuspezifische Konzeption / Ausweitung von Bildungsmaßnahmen auch in der Praxis und in der „Szene“ ankommt und funktioniert. Zum anderen erproben die TeilnehmerInnen Methoden der Feldforschung wie das Interviewen oder bildgestützte Beobachten und das Erstellen von Gesprächsleitfäden oder Gedächtnisprotokollen.
| 2009 |
| Umweltstation Augsburg | Prima Klima in Augsburg (Fortsetzungsprojekt)
Das Projekt wurde auf Initiative der Umweltstation mit dem Kommunalen Energiemanagement der Stadt Augsburg und dem Arbeitskreis der Lokalen Agenda „Klimaschutz und Schule“ entwickelt. Mit dem Umweltbildungsprojekt werden den Energiespar- und Klimaschutz-Aktivitäten neue Impulse gegeben, die umweltpädagogischen Ansätze auf den außerschulischen Bereich ausgedehnt und ein weiterer Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnendurchführung gesetzt. Neben der inhaltlichen Vermittlung werden auch haupt- und ehrenamtliche Akteure im Bereich Klimaschutz vernetzt. | 2011 |
| Umweltstation Augsburg | Prima Klima in Augsburg
Die Stadt Augsburg hat im Handlungsprogramm Nachhaltigkeit der Lokalen Agenda 21 die Leitlinie „Schutz der Erdatmosphäre und des Klimas“ aufge-nommen, mit dem Ziel, eine „Bildungsoffensive Klimaschutz“ zu starten. Dabei soll u. a. zielgruppengerechtes Lehr- und Unterrichtsmaterial erstellt werden, das nicht nur in Kindergarten und Schule berücksichtigt wird, sondern auch in der allgemeinen Bevölkerung zur Aufklärung eingesetzt werden kann.
Auf Bundesebene gibt es zum Thema „Ressourcen- und Klimaschutz“ zahlreiche qualitativ gute Bildungsmaterialien, die allerdings sehr generalisiert ausgearbeitet sind und keine oder kaum regionale Besonderheiten aufgreifen.
Über ein Projekt der Umweltstation Augsburg wird den schon angelaufenen Aktivitäten ein neuer Impuls gegeben. Dabei gilt es, regionalspezifische Kli-ma- und Energiethemen heraus zu arbeiten und die Möglichkeiten und Gren-zen moderner Umwelttechnik aufzuzeigen.
Darüber hinaus werden die umweltpädagogischen Ansätze auf den außer-schulischen Bereich ausgedehnt und ein weiterer Schwerpunkt in der Öffent-lichkeitsarbeit und Kampagnendurchführung gesetzt.
Neben der inhaltlichen Vermittlung geht es in dem Projekt auch darum, haupt- und ehrenamtliche Akteure, die im Bereich Klimaschutz tätig sind (bzw. sich betätigen möchten) zu recherchieren und sie in einem Netzwerk zu vereinen. Zur Qualitätssteigerung der BNE werden den Netzwerkakteuren spezielle Fortbildungsveranstaltungen (Multiplikatorenbildung) angeboten.
Mit der Einbindung kompetenter Kooperationspartner werden Synergieeffekte und Kristallisationspunkte für neue Projektideen geschaffen.
| 2009 |
| Umweltstation Augsburg | Energiefüchse - Kinder aus einkom-mensschwachen Familien sparen Ener-gie
Das Verhältnis zwischen menschlichem Handeln und Klimaveränderung be-findet sich einerseits momentan im Umbruch, jedoch haben sich andererseits konkrete Maßnahmen und Projekte im privaten Bereich zum Klimaschutz und Ressourcen schonenden Einsatz von Energie nur teilweise durchsetzen kön-nen. Insbesondere in bildungsfernen- und einkommensschwachen Haushalten erfährt die Thematik wenig Akzeptanz. Zudem ist die Motivation, sich an Klimaschutzprogrammen zu beteiligen, erfahrungsgemäß eher gering. Demzufolge wurde das Energiesparprojekt des SKM e. V. Sozialdienst in Augsburg, welches für Erwachsene mit geringfügigen Einkommen ausgearbeitet wurde, um ein Angebot für Kinder der einkom-mensschwachen Familien ergänzt, in dem die Kinder in die Maßnahmen des Energiesparprogramms zu Haus mit einbezogen werden.
Ziel ist es, die Kinder zu Energie-Füchsen auszubilden, um in den eigenen Familien den „Energiefressern“ auf die Spur zu kommen und so aktiv beim Energiesparen, aber auch beim Wassersparen die Eltern zu unterstützen. Die Kinder werden Multiplikatoren in ihrer Familie und gestalten ihr Lebensumfeld selbst mit.
Über den SKM wird ein Energiespar-Coach für Kinder ausgebildet, der die Eltern in kinderreichen Haushalten über das Programm und die Ausbildung zum Energiesparfuchs informiert.
Der Energiespar-Coach zeigt den Kindern in ihrem eigenen Zuhause, was Energieverbrauch und Energiesparen bedeutet, wie z. B. Ablesen des Strom-verbrauchs. Der Coach überreicht den Kindern beim ersten Treffen ein Ener-giefuchs-Starterpaket, das ein Energiemessgerät, ein Sachbuch zum Thema „Energie, ein Energiesparfuchs-Tagebuch und eine Quiz-Broschüre rund um das Thema „Energie sparen“ enthält.
Das Projekt „Energie-Füchse“ soll einen umsichtigen und nachhaltigen Um-gang mit unseren Lebensgrundlagen vermitteln und setzt dort an, wo kleine Einsparungen große Wirkung sowohl auf den Geldbeutel als auch auf die gesellschaftliche Entwicklung haben. Wir wollen langfristig die Kinder und ihre Familien animieren, mit unseren Ressourcen nachhaltig umzugehen und damit einen Beitrag zum Generationenausgleich zu leisten
| 2009 |
| Umweltstation Augsburg und NANU e. V. | Augsburger Lebensraum- und Artenkisten
Wiese, Hecke, Wald und Wasser sollen laut Lehrplan der Jahrgangsstufen 1 bis 4 im Unterricht behandelt werden. Für jeden dieser vier Lebensraumtypen gibt es in Augsburg besondere naturräumliche Ausprägungen. Begleitend dazu sollen auch Tiere der jeweiligen Lebensräume behandelt werden. Einige Arten, wie der Biber oder verschiedene Stadt bewohnende Vogelarten, sind in Augsburg besonders präsent. Ziel des Projektes ist es, Methoden für den Unterricht zu entwickeln, über die sich ökologische Zusammenhänge und Lebensweisen von Arten auf plakative und spannende Weise vermitteln lassen. Im Mittelpunkt steht dabei der Erwerb von Artenkenntnissen und das Verständnis für ökologische Zusammenhänge. Erarbeitete Module werden in so genannten „Augsburger Lebensraum- und Artenkisten“ zusammengestellt. Pro Lebensraum und Art gibt es zwei Kisten, die von den Schulen bei der Umweltstation für den Unterricht ausgeliehen werden können. Das Projekt umfasst folgende Inhalte:
| 2008 |
| Umweltstation Augsburg und NANU e.V. | Blaues Quartett
In Augsburg leben rd. 45.000 Ausländer aus über 140 Nationalitäten. Augsburg hat damit einen Ausländeranteil von 16,5 % (BRD rd. 9 %).
Die Umweltstation Augsburg will langfristig andere Sprachgruppen in die Beteiligung einbauen und hier ein gewisses Selbstverständnis für das aktive Mitgestalten errei-chen. Gemeinsam mit den Migranten will sie den Zugang zur Natur schaffen, ver-schiedene Sichtweisen erschließen, Vorurteile abbauen sowie den Bezug Heimatort und Lebensort herausstellen und verknüpfen.
Der 2007 von ihr erstellte und 2008 erweiterte interkulturelle Wasserführer in der Re-gion Augsburg soll den Augsburger Bürgerinnen und Bürgern auf besondere Weise die Bedeutung des Wassers für Stadt und Region in Erinnerung rufen und zugleich Kulturen verbinden.
Die transportable Sammelbox enthält Infokarten in Türkisch, Russisch, Italienisch, Griechisch, Englisch und Deutsch, die Orte am Wasser in der Region Augsburg vor-stellen. Zu sieben verschiedenen Themen wie „Orte der Ruhe“, „Tümpel“, „Quellen“, „Tiere unter Wasser“, „Der Natur zurückgeben“, „Fischteiche“ und „Mühlen“ gibt es je vier Sammelkarten. Sie geben Informationen zum Ort, enthalten einen Aktionsvor-schlag vor Ort und einen interkulturellen Aspekt sowie weiterführende Hinweise wie z. B. Ansprechpartner.
Das Besondere am Blauen Quartett ist, dass verschiedene Kulturgruppen in die Pro-duktion der Kartenserie mit einbezogen wurden.
| 2009 |
| Umweltstation Augsburg und NANU e.V. | Biologische Vielfalt aktiv erleben
Mit den Projekten „Augsburger Biotoppaten“, „Augsburger Kinderfotopreis“, und „Aus-stellung „Wie war das, damals?“ möchte die Umweltstation Augsburg einen Beitrag zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie leisten.
Das Projekt „Augsburger Biotoppaten“ hat zum Ziel, mind. zehn Biotoppatenschaften in der Region Augsburg zu initiieren und bereits bestehende Patenschaften fortzufüh-ren. Mit der Patenschaft ist die Aufgabe verbunden, ein bestimmtes Biotop (ggf.) neu anzulegen, kontinuierlich zu pflegen sowie die Biotopentwicklung zu beobachten und zu dokumentieren.
Mit dem Projekt „Meine, Deine, Unsere Welt“ wollen die Umweltstation Augsburg und die Medienstelle Augsburg das Thema „Umweltbildung „ mit der Förderung von Me-dienkompetenz verbinden. Zielgruppe sind Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren. Der Fotowettbewerb soll für sie einen Anreiz darstellen, sich mit ihrer Umwelt intensiver auseinander zu setzen. Gleichzeitig soll der Wettbewerb Pädagogen, Eltern und Ju-gendleiter motivieren, mit Kindern das Thema zu bearbeiten.
Die Ausstellung soll alle Sinne ansprechen und durch interaktive Elemente bereichert werden. Es sollen alte Gemüsesorten, Obstsorten und Haustierrassen, die typisch für das Lechtal und die Region Augsburg sind, vorgestellt werden. Der Botanische Garten Augsburg wird eigens zu diesem Zweck alte Sorte anbauen, um sie dann auszustel-len. Darüber hinaus sollen Arten gezeigt werden, die in den letzten hundert Jahren in Augsburg ausgestorben sind. Es sollen Vogel- und Amphibienstimmen sowie Heu-schreckenzirpen von ausgestorbenen Arten im Hintergrund laufen. Ziel der Ausstel-lung ist es, die Bedeutung der genetischen Vielfalt, der Vielfalt an Arten sowie gesun-den und dadurch stabilen Ökosystemen für uns Menschen aufzuzeigen. Gleichzeitig soll die Ausstellung dokumentieren, wie sehr sich die Eingriffe des Menschen auf das Ökosystem „Wildflussaue“ in den letzten hundert Jahren ausgewirkt haben. Die Aus-stellung möchte auch einen Bogen spannen von den regionalen Themen der Biodiver-sität zu den globalen.
| 2009 |
| Umweltstation der Stadt Würzburg | Meine - deine - eine Welt / Ener-giesparen an Schulen - Fifty/Fifty-Projekt
Der rasant steigende Verbrauch von Energie führt zu komplexen globalen ökologi-schen, ökonomischen und sozialen Problemen:
- Raubbau an fossilen Energieressourcen - generationen- und länderübergreifende Verteilungsprobleme
- Nutzung landwirtschaftlicher Produkte und Flächen für die Energieerzeugung - Es-sen oder Mobilität?
- steigende Kosten für Verbraucher, zum Beispiel von Lebensmitteln und Energie sowohl in Europa als auch in den ärmeren Regionen der Erde
- Klimaschädliche Emissionen - Treibhauseffekt, Anstieg des Meeresspiegels etc.
- Boden- und Wasserverschmutzung - Gesundheits- und Ernährungsprobleme
- Verlust der Artenvielfalt der Erde
- Verlust der Lebensgrundlage traditioneller Gesellschaften
Ziel des Projektes ist es, solche Aspekte in einem Theaterstück zu veranschaulichen. Kinder und Jugendliche des benachbarten Deutschhausgymnasiums werden das Theaterstück auf freiwilliger Basis am Nachmittag erarbeiten. Das Stück erzählt All-tagssituationen an unterschiedlichen Orten au dieser Welt, die mit den oben genann-ten Auswirkungen in Verbindung stehen. Die Figuren des Stücks werden schließlich an einem gemeinsamen Ort zusammentreffen, erfahren dann von den Erlebnissen der anderen und erkennen, dass dies nicht nur etwas mit ihrer Rolle im Theaterstück, son-dern auch mit ihnen als Individuum in der realen Welt zu tun hat.
Mitarbeiter der Umweltstation und der städtische Agenda 21-Beauftragte unterstützen die Theatergruppe dabei, weitgehend selbständig eine zusammenhängende Handlung und das Drehbuch für die Theatergeschichte zu verfassen. Gleichzeitig gestalten sie gemeinsam mit einem Kunstlehrer der Schule und unter Anleitung eines professionel-len Puppenspielers die Puppen und das Bühnenbild. Die Umweltstation arbeitet mit dem Puppenspieler Thomas Glasmeyer zusammen, mit dem in der Vergangenheit bereits mehrfach gemeinsame Projekte erfolgreich verwirklicht wurden.
| 2009 |
| Umweltstation Ebersberger Forst | Ausbildung und Integration neuer ehrenamtlicher Umweltpädagogen
Der Abgang einer Reihe pädagogischer Mitarbeiter muss kompensiert werden; neue Mitarbeiter müssen integriert werden. Alle Pädagogen werden in die Gestaltung der Bildungsarbeit der Umweltstation und in die Zukunftsplanungen einbezogen. Es ist beabsichtigt, die neuen Mitarbeiter in den bereits bestehenden Kreis ehrenamtlicher Mitarbeiter zu integrieren und ihre kommunikativen und soziale Kompetenz zu fördern. Außerdem sollen ihnen die Chancen und die Bedeutung der BNE nahe gebracht werden. Durch die personelle Umbruchsituation können die Angebote der Umweltstationen erneuert werden. | 2009 |
| Umweltstation Ebersberger Forst | Bürgerprojekt Biodiversitätspfad
Täglich sterben weltweit über 100 Tier- und Pflanzenarten aus.
Im Freigelände der Umweltstation und im angrenzenden Stadtwald lässt sich dank einiger Biotope und Pflanzungen bereits eine große Artenvielfalt beobachten. Erstes Ziel ist es weitere ökologisch wertvolle Elemente hinzuzufügen und dadurch die Entstehung eines über Freigelände und Stadtwald hinausgreifenden Netzwerkes Biodiversität zu ermöglichen und so zum Erhalt gefährdeter Arten beizutragen. Zweites Ziel ist es, die Öffentlichkeit durch einen „Biodiversitätspfad“ mit diesem Netzwerk vertraut zu machen und den kaum zu überschätzenden Wert biologischer Vielfalt laiengerecht zu erklären. Drittes Ziel ist die Förderung der Schlüsselkompetenzen der in dem Projekt aktiven Bürger.
| 2009 |
| Umweltstation Ebersberger Forst | Partizipative Jugendprojekte
Pädagogische Leitlinie der Planungsphase ist das Kreativitätskonzept „Agenda bound“ der Schweizerin Verena Singeisen-Schneider. Die Teilnehmer werden dabei als Experten auf ihren ureigensten Interessengebieten wertgeschätzt und zum Einbringen ihrer Fähigkeiten angeregt. So entsteht Raum zur Entwicklung praktisch aller Arten von Gestaltungskompetenz. Die Anregungen, die die Teilnehmer Singeisen-Schneiders aus der ihnen unbekannten Umgebung gewinnen, liefern Fotos. Aus Gefühlen und Assoziationen, die diese auslösen, spinnt zunächst jeder Jugendliche für sich seine Gedanken und eine phantastische Projektidee. Für diese kann er dann in der Gruppe Werbung machen und Allianzen bilden. Im Plenum werden Verknüpfungspunkte zu anderen Einfällen gefunden und Ideen so lange modifiziert, bis sich die Gruppe auf ein Projekt einigt. Nicht Berücksichtigtes wird nicht verworfen, sondern bietet Anknüpfungspunkte für künftiges Engagement. Der Bezug zu Agenda 21-Themen wird hergestellt durch die Auswahl der zur Verfügung gestellten Bilder, durch kleine Input-Blöcke und spielerische Elemente. | 2009 |
| Umweltstation Ebersberger Forst | Waldlabyrinth
Das Projekt wird im Fachunterricht in der Schule vorbereitet. Die Schulklasse verbringt fünf Vormittage im Ebersberger Stadtwald. Um die Kinder nicht zu überfordern oder zu langweilen, werden die Arbeitstage im Wald durch Naturerlebnis- und Kooperationsspiele aufgelockert. Von Anfang an übernehmen drei bis vier Schüler die Dokumentation des Projektes in Wort und Bild. Ihnen obliegt auch die Öffentlichkeitsarbeit (Berichte in Lokalzeitungen, Schülerzeitschrift, kleine Fotoausstellung …).
Die Projektleiterin beschränkt sich darauf, das Projekt vorzubereiten, in Gang zu bringen und für die erforderliche Hilfestellung zu sorgen. An Fachkräften werden ein Förster, ein Geograph, ein Umweltpädagoge bereit stehen.
| 2009 |
| Umweltstation Ebersberger Forst | Aktionsprogramm für Kinder und Jugendliche
Die Aktionsprogramme sprechen die Teilnehmer als praktisch-sinnliche Wesen an und lassen sie selbst erfahren, in welcher Weise unsere Zivilisation in den Haushalt der Natur eingreift und wie jeder Einzelne daran beteiligt ist. Die in der Regel drei Stunden beanspruchenden Programme machen nicht nur Spaß. Sie regen auch zum Nachdenken über das eigene Verhalten gegenüber Natur und Umwelt an. Um eine intensive Betreuung zu gewährleisten, werden bei größeren Gruppen zwei und mehr Pädagogen eingesetzt. Die Schwerpunkte wechseln je nach Alter und Zielgruppe wie folgt:
Spielerisches Naturerleben und Entdecken
- Selbständiges Forschen und Entdecken im Wechsel von Einzelarbeit, Kleingruppen und Plenum
Nachvollziehen vormoderner Alltagspraktiken und Hinterfragen unseres heutigen Lebensstils unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten.
| 2009 |
| Umweltstation Hämmerleinsmühle - Werkstatt für Ökologie und Sozialarbeit e.V. | Die Schöpfung Lebensraum für Pflanze, Tier und Mensch – Behinderte Jugendliche gestalten ihren Lebensraum
Behinderte Jugendliche sollen sich mit dem Begriff Lebensraum auseinandersetzen, d.h. ihren eigenen persönlichen Lebensraum erkunden bzw. bewusst wahrnehmen und damit ihren Lebensstil reflektieren. Diese Auseinandersetzung wird anschließend auf den Lebensraum Berufsschule übertragen. Er wird als sozialer Ort gesehen, der zur Lebensqualität der Schüler beiträgt. In diesem Lebensraum wird der persönliche Lebensraum mit anderen geteilt. Die Auseinandersetzung über den eigenen Lebensstil wird damit erweitert. Durch die Partizipation der Jugendlichen in den Umgestaltungsprozess des Außengeländes der Berufsschule kann ein wichtiges Thema der Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden. Die Schüler haben die Möglichkeit ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen in die Planung einzubringen und diese in der Umsetzung gestalterisch und handwerklich auszudrücken. Der Lebensraum Berufsschule soll mit allen Sinnen wahrgenommen werden, ökologische Zusammenhänge und Naturkreisläufe sollen erkannt werden, d.h. das ökologische Zusammenspiel von Pflanze, Tier und Mensch soll bewusst nachvollzogen werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Mehrfachbehinderten, hörgeschädigten Jugendlichen in ihrer Wahrnehmung und Auffassungsgabe eingeschränkt sind. Auf einfache Art, mit bildhaftem Material und mit der Gebärdensprache können trotzdem oben beschriebene Kompetenzen umgesetzt werden. | 2008 |
| Umweltstation Isarmündung | Natur unterwegs an der Donau
Die Donau spielt aus Sicht der Biodiversität eine große Rolle als Wanderachse für Tiere und Pflanzen und ist auch politisch und gesellschaftlich ein wichtiges Thema. Sie ist verbindendes Element der kooperierenden Umweltbildungseinrichtungen, die entlang der gesamten bayeri-schen Donau verortet sind. Gerade der Bereich Isarmündung, wo mit Isar und Donau zwei zentrale Verbreitungsachsen aufeinander treffen und die Artenvielfalt besonders hoch ist, bietet sich für Veranstaltungen für Schulen an.
Mit Geocaching werden die Besucher an die einzelnen Einrichtungen oder an interessante Orte an der Donau gelockt, um den Blick auf die Schönheiten und Besonderheiten ihres Do-nauabschnitts zu lenken und somit deren Wertschätzung zu fördern.
| 2011 |
| Umweltstation Kloster Ensdorf | Schüler schulen...
2009 wird mit dem Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg eine Projektpartnerschaft begonnen, die auch Auswirkungen auf andere Schulen haben soll. Das Projekt beinhaltet neben dem Aufbau einer Umweltgruppe zwei thematische Schwerpunkte, die zusammen mit der Umweltstation konzipiert und durchgeführt werden: Fledermäuse und Bienen. Die Umweltgruppe soll ein pulsierendes und animatorisches Zentrum für Umweltaktivitäten an Schulen in Amberg werden und eine Vernetzung bereits vorhandener schulischer Initiativen versuchen. Die beiden Themenschwerpunkte werden von der Umweltgruppe unter Anleitung der Umweltstation als Multiplikatoreneinsatz exemplarisch auch an der Volksschule Ammersricht und ggf. anderen Schulen umgesetzt. | 2008 |
| Umweltstation Kloster Ensdorf | Akademie im Zentrum für erneuer-bare Energien und Nachhaltigkeit
Im Oktober 2008 eröffnete die Umweltstation Kloster Ensdorf das „Zentrum für erneu-erbare Energien und Nachhaltigkeit“ (ZEN). In 2009 soll nun auch die ZEN-Akademie offiziell ihren Betrieb aufnehmen mit einer Vielzahl von Angeboten in einem Pro-gramm, das alle Initiativen in der Region bündelt. Grundlage des ZEN-Akademie-Gedankens ist die Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ Nachhaltigkeit lernen.
Die Region Amberg-Sulzbach zeichnet sich durch ein überdurchschnittliches Potenzial an erneuerbarer dezentraler Energie und durch einen hohen Wissensstand auf dem Feld der Bereitstellung und Verwendung von erneuerbarer Energie aus.
Das Projekt des ZEN trägt zum Aufbau selbsttragender Strukturen für eine nachhaltige Regionalentwicklung sowie zur Forcierung regionaler Dialoge und Kooperationspro-zesse bei, indem die Akteure der Region zusammen geführt werden.
Es bietet allen Bürgern der Region die Möglichkeit:
- sich durch Energieberatung über Neuentwicklungen und Förderungen zu informie-ren;
- sich durch Seminare weiter zu bilden oder diese selbst zu veranstalten;
- an speziellen fachspezifischen Bildungsmodulen teilzunehmen (v.a. Handwerk)
- Kooperationspartner persönlich zu treffen oder sich vermitteln zu lassen.
Das Angebot des ZEN wird Kommunen und Unternehmen, der Wissenschaft sowie der privaten Öffentlichkeit und Schulen zur Verfügung stehen. Neben der Bewusst-seinsbildung für den verantwortlichen Umgang mit Energie und Umwelttechnik ist es eine Hauptaufgabe, das Thema öffentlichkeitswirksam zu vermitteln.
Das ZEN beabsichtigt, regionale und internationale Projektpartnerschaften und Netz-werke u. a. mit Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsverbänden im osteuropäischen Raum sowie u. a. mit Dritte Welt-Ländern aufzubauen und inhaltlich mit Leben zu fül-len.
| 2009 |
| Umweltstation Königsdorf | ISAR-Zentrum Umweltstation Kö-nigsdorf Geplant sind unterschiedliche Angebote für Multiplikatoren, eine Expertentagung zur Intensivierung der Netzwerksarbeit und des fachlichen Austausches sowie Bildu
Geplant sind unterschiedliche Angebote für Multiplikatoren, eine Expertentagung zur Intensivierung der Netzwerksarbeit und des fachlichen Austausches sowie Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche. Bei den Fortbildungen für Multiplikatoren ist das Angebot sehr breit gefächert: angefangen bei Basisschulungen über Auffrischungskurse bis hin zu Fachexkursionen. Bei all diesen Angeboten wird Wert auf die naturverträgliche Durchführung dieser Maßnahmen gelegt.
Gerade auch im Kontext der öffentlichen Diskussion um die potentielle Sperrung der oberen Isar ist die Umweltstation Königsdorf bestrebt, bei der ökologischen und fachsportlichen Qualifizierung der Nutzer mitzuwirken. Für das Erreichen eines natur- und umweltverträglichen Verhaltens im Natur- und Kulturraum Isar ist der Austausch mit allen Beteiligten notwendig. Ein erster Schritt ist die Fachtagung. Ein weiterer Schritt ist die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kanuverband (BKV). Es soll ein Europäischer Paddelpass eingeführt werden, der für bestimmte Flüsse und auch Veranstaltungen Pflicht ist bzw. sein wird. Dabei sollen die Teilnehmer sowohl ökologisch als auch fachsportlich qualifiziert werden. Bei all diesen Angeboten soll die Fähigkeit vermittelt werden, künftige Entwicklungen, auch problematische, zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
| 2009 |
| Umweltstation Königsdorf | Öko..logisch - Klimaschutz & Biodiversität zum Anfassen
Um etwas gegen die Klimaveränderung und damit für den Erhalt der Biodiversität zu tun, kommt es auf das Handeln eines jeden Einzelnen an. Alleine in Bayern sind 950 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Die Umweltstation Königsdorf zeigt den Kindern und Jugendlichen geeignete Wege auf, die den Problemen gerecht werden.
Mit den Angeboten zu den Themen „Klimaschutz“ und „Biodiversität“ werden im Jahr 2009 vor allem folgende Zielgruppen angesprochen:
Schulklassen:
- Grundschule, 3. & 4. Jahrgangsstufe: Klima-Pioniere
- Alle Schularten (Förderschulen, Hauptschulen, Gymnasien), 5. & 6. Jahrgangs stufe: Klima-Erlebniswoche
Der Klasse wird für eine Klima-Erlebniswoche eine bestimmte Menge an CO2 zur Verfügung gestellt. Sie soll gemeinsam Entscheidungen treffen, welche Dinge sie für notwendig erachtet: Duschen oder besser das Geschirr spülen? Organisation des Einkaufs: mit dem ÖPNV oder mit dem Fahrrad? Am Abend bei elektrischem Licht Musik hören oder gemeinsam am Lagerfeuer sitzen und selbst Musik machen? Auch das wissenschaftliche Arbeiten spielt in dieser Woche eine entscheidende Rolle, um die Zusammenhänge der Klimaveränderung und den Rückgang der Biodiversität besser zu verstehen.
- Alle Schularten, ab 7. Jahrgangsstufe: Umweltbaustellen und Kartierung
Insektenwand:
Um einheimischen Wildbienen, Einsiedlerwespen und anderen Insektenarten wieder eine Nistmöglichkeit zu geben, wird eine Insektenwand gebaut.
Bodenstation:
Der Boden ist wichtig für die Speicherung von Nährstoffen und Wasser. Verändert sich das Klima, verändert sich auch der Boden und mit ihm die Pflanzen und Tiere. Diese Zusammenhänge werden präsentiert.
Pflanzung alter Hochstamm-Obstsorten - Entstehung einer Streuobstwiese
Ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt ist das Pflanzen alter und robuster Hochstamm-Obstsorten. Dadurch wird langfristig eine Streuobstwiese entstehen.
Kartierung von Flora und Fauna
Mit Hilfe von Becherlupen, Mikroskopen, Bestimmungsbüchern und Bestimmungsbögen werden Insekten und Pflanzen gesucht, die in unmittelbarer Umgebung auf Magerrasenflächen, Wiesenrandstreifen und dem Naturschutzgebiet Isarauen zu finden sind. Die Ergebnisse werden in Auswertungsbögen eingetragen, die den nachfolgenden Schulklassen zum Vergleich der gesichteten und bestimmten Arten zur Verfügung stehen.
| 2009 |
| Umweltstation Königsdorf der Jugendsiedlung Hochland e. V. | Der Natur auf der Spur
Themen aus den Bereichen Ökologie, Kultur und Sport stehen bei der Exkursion auf dem Programm. Die Teilnehmer werden befähigt, selbst Veranstaltungen durchzuführen.
Bei der Fortbildung „Vielfalt schätzen - Schöpfung bewahren“ bekommen haupt- und ehren-amtliche MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendarbeit sowie ErzieherInnen und LehrerInnen an einem Wochenende Anregungen, wie sie einen Tag oder ein Wochenende mit einer Gruppe in der Natur ansprechend gestalten können.
| 2011 |
| Umweltstation Lias-Grube | Wasser versetzt Berge - Entwicklung und Umsetzung modularer Themenbausteine zum Thema Wasser und Landschaft
Im Vordergrund des Projekts steht die ganzheitliche Auseinandersetzung mit der regionalen fränkischen Landschaft und dem Wasser, durch das sie geformt wurde: ihre Entstehung, ihre geologischen Besonderheiten, ihre Nutzung als Lebensraum für Mensch und Tier und ihr Einfluss auf die Menschen, die in und mit ihr leben. In verschiedenen Projekteinheiten wird gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen erarbeitet, wie Wasser als Fließgewässer Landschaft gestaltet, auf welche Art und Weise die regionale fränkische Landschaft in der näheren und ferneren Vergangenheit durch Wasser geprägt wurde und wie Menschen und Tiere den Boden als elementaren Bestandteil von Landschaft als Lebensraum nutzen und nachhaltig verändern. Weiterhin wird unmittelbar in der eigenen Auseinandersetzung mit der Landschaft vor Ort erlebt, welche künstlerischen Aspekte aus der Begegnung des Menschen mit Landschaft hervor gehen können, vorausgesetzt, diese Begegnung geschieht nicht rücksichtslos ausbeutend, sondern respektvoll annähernd und mit der Bereitschaft, Natur nicht nur zu beherrschen, sondern sich auch von ihr berühren zu lassen. | 2008 |
| Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig | Umweltbildung als Chance - ein umweltpädagogisches und baubiologisches Qualifizierungsprojekt für soziale Randgruppen
Das in den vergangenen zwei Jahren durchgeführte Projekt „Erlebnis Baubiologie“ wird mit dem Schwerpunktthema „Erlebnis Wiederverwendung und Recycling“ fortgesetzt. Um Workshops und weitere Maßnahmen durchführen zu können, wird ein Häuschen aus schon einmal verwendeten Materialien errichtet. Als Demonstrationsobjekte für Renovierungsarbeiten dienen Teile von bereits vorhandenen Kleingebäuden in der Lias-Grube. Gleichzeitig wird als zukünftige Materialquelle im aufzubauenden Handwerkernetzwerk eine Bauteil- und Baustoffbörse initiiert. Das Hauptthema „gebrauchte und recycelte Materialien als Baustoffe für Häuser“ wird von einer umweltpädagogischen Veranstaltungsreihe, die sich ganzheitlich mit dem Thema „Wiederverwendung und Recycling“ befasst, begleitet. Ebenso werden eine baubiologische Qualifizierungsreihe hauptsächlich für Handwerker und Hausbauer werden und die begonnene Vernetzung im bauwirtschaftlichen Bereich im nächsten Jahr fortgesetzt. | 2008 |
| Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig | “Naturgeschmack - Natürlich schmecken” – Gesunde Ernährung und Bewegung in der Natur für Schulklassen
Verschiedene Studien haben belegt, dass die deutschen Schulkinder immer dicker werden und sich auch immer weniger im Freien, in der Natur bewegen. Auf Grund dieser Tatsachen wollte die Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig mit dem Projekt „Naturgeschmack“ ansetzen. Es geht in diesem Projekt um die Verwendung von gesunden Lebensmitteln, um eine ausgewogene Ernährung, aber auch um das Erleben in der Natur. Eine vollwertige Ernährung mit hochwertigen, wenig verarbeiteten Nahrungsmitteln, sowie der Spaß und die Freude im Freien sollen den Schülern vermittelt werden. Beim Bestimmen von Pflanzen in spielerischer Form oder beim gemeinsamen Sammeln von Pflanzen und deren Zubereitung steht das Erlebnis und Lernen in der Natur bei den Schülern im Vordergrund. Für 30 Klassen wurde 2008 ein Erlebnistag „Naturgeschmack“ in der Umweltstation entwickelt und durchgeführt. Ebenso wurden zwei Fortbildungen für Lehrer angeboten. Im Rahmen des zuletzt durchgeführten Schulprojektes „Hecken schmecken“ wurde festgestellt, dass sich viele Lehrer praktische Informationen und Hilfen für die Themen „Hecke“ und „Wiesenpflanzen“ wünschen. Dazu werden deshalb zwei praktische Fortbildungen für Lehrer angeboten. | 2008 |
| Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig | Erlebnis Baubiologie - Lehm 2008; Folgeprojekt
Schwerpunkt bildet das Thema „Lehmbau“. Um Qualifizierungsmaßnahmen durchfüh-ren zu können, wird ein kleines Häuschen in Stampflehmtechnik errichtet. Zusätzlich wird es mit einer Erdschicht überdeckt und begrünt.
Wie kein anderer Baustoff erfüllt Lehm ökologische und baubiologische Anforderun-gen. Er ist örtlich verfügbar, schont Ressourcen und ist beliebig wieder verwertbar. In der Herstellung benötigt er wenig Energie, er ist angenehm zu verarbeiten und gibt keine Schadstoffe ab.
Als Baustoff verbessert Lehm entscheidend das Raumklima. Durch die Aufnahme und Abgabe von Wasserdampf reguliert er die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise. Zu-dem bietet er durch seine Masse gute Schalldämmung und Wärme speichernde Ei-genschaften. Lehm kann als Schüttung in Zwischenböden eingebracht werden, als Mörtel oder Putzmischung verarbeitet oder zu Steinen oder Platten geformt werden. Es lässt sich auch erdfeucht zu massiven Wandkonstruktionen stampfen.
Nach einer theoretischen Einführung zum Workshopthema können die Teilnehmer ihre neu erworbenen Kenntnisse sofort in die Praxis umsetzen. So können sich Bauherren, Handwerker, Jugendliche, Senioren, anhand von konkreten Baumaßnahmen praxis-nah im Bereich Baubiologie qualifizieren. Arbeiten, die nicht in den Workshops erledigt werden können, werden von eigenem Personal erledigt. Schwere und gefährliche Ar-beiten werden von Handwerkern im Rahmen des o. g. Bauvorhabens ausgeführt.
| 2009 |
| Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig | PotzBlitz - Energie erleben und Klima schützen
Allein theoretisches Wissen über Umweltschädigung und Umweltschutz und der gute Wille reichen nicht aus, eine Verhaltensänderung auszulösen. Der Mensch wird gera-de in der Bildung für nachhaltige Entwicklung ganzheitlich als Wesen betrachtet, das nicht nur rational Entscheidungen fällt, sondern auch emotional und intuitiv reagiert. Daher möchte die Umweltstation Lias-Grube im Veranstaltungsjahr 2009 das Thema „Energie“ umfassend von vielen verschiedenen Seiten beleuchten, um möglichst viele Zugänge auf kognitiver, emotionaler und handlungsorientierter Basis zu schaffen.
Ausgehend von dem faszinierenden Element „Feuer“, das bereits in der Steinzeit „ge-bändigt“ und dem Menschen als Energiequelle nutzbar gemacht wurde, sollen die Be-sucher unterschiedlicher Altersgruppen in mehrstündigen, teilweise mehrtägigen Ver-anstaltungen, Workshops und Fachvorträgen die verschiedenen Erscheinungsformen von Energie (Grundformen: Wärme, Licht, Bewegung) und deren Nutzung im Laufe der Menschheitsgeschichte erleben. Mit allen Sinnen und in direkter Anwendung soll erlebbar werden, wie Menschen in vergangenen Zeiten und Menschen heute unter-schiedlich mit Energie umgehen. In dem geplanten Projekt soll „Energie“ nicht auf den Begriff der Elektrizität verengt werden. Vielmehr wird ein umfassender Energiebegriff entwickelt, der auch Energie in körperlich-seelischen Abläufen, in den Lebenskreisläu-fen der Natur oder in geophysikalischen Prozessen, wie beispielsweise Vulkanismus, berücksichtigt.
Der menschliche Umgang mit Energie hat gravierenden Einfluss auf das globale Kli-ma, daher soll ein besonderer Schwerpunkt auf die Bildung für nachhaltigen Klima-schutz gelegt werden. Mit von den Besuchern der Veranstaltungen selbst entworfenen Energiesparmodellen für den Haushalt und für Schulen, Kindergärten, etc. soll vermit-telt werden, wie jede einzelne Person einen Beitrag für Natur, Umwelt und Nachhaltig-keit leisten kann.
Die Besucher der Umweltstation sollen Formen von Energie und Energiequellen ken-nen lernen, ihre Wirkungsweise erleben, Kenntnisse über den verantwortungsbewuss-ten Umgang mit Energie erwerben und sensibilisiert werden für die Kostbarkeit der natürlichen Ressourcen der Erde und für die Notwendigkeit, unsere Lebensgrundlagen zu schützen. Ziel dieses Projektes ist es, einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Energie als Ressource und Lebensgrundlage sowohl für die Welt wie auch für jeden Einzelnen persönlich zu fördern.
| 2009 |
| Umweltstation Lias-Grube Unterstürmig e. V. | Ökotopia - Stadt der Zukunft?
Durch das Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsflächen geht stadtnaher Freiraum mit sei-nen ökologischen Funktionen verloren. Das Projekt macht den Anteil jedes Einzelnen an der gegenwärtigen Entwicklung der sich immer mehr ausbreitenden Städte und Siedlungsflächen bewusst, um einen Umdenkprozess hin zu einer lebenswerten Stadt der Zukunft anzustoßen. Das Projekt zeigt auf, was jeder Einzelne tun kann, um die Lebensqualität im Ballungsraum der Metropolregion zu erhalten bzw. sogar zu verbessern. Es werden z. B. nachhaltige Wohnkonzepte, umweltfreundlichere Mobilität, aber auch unbekannte und nicht geschätzte Lebensräume wie Industriebrachen vorgestellt. | 2011 |
| Umweltstation mooseum - Forum Schwäbisches Donautal | Mit Ideen und Händen Umwelt gestalten - Umweltbaustelle mooseum
Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ist der Partizipationsprozess ein zentrales Element für die weitere Entwicklung des mooseums. Dieses erfordert eine Beteiligungsmöglichkeit im eigenen Umfeld, Interesse der Teilnehmer an der Sache und eine Förderung von Kompetenzen für partizipatives Handeln.
Um das Außengelände nach diesem Leitbild der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu gestalten, sind in dem Planungsprozess verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten für unterschiedliche Altersstufen vorgesehen: neben den an einem Workshop zur Themenfindung beteiligten Erwachsenen sind es insbesondere die Kinder und Ju-gendlichen, die mittels einer Zukunftswerkstatt in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld erfahren sollen, dass sie Einflussmöglichkeiten haben und in einen demokratischen Prozess eingebunden sind.
In der Umsetzungsphase bringen sich die Kinder und Jugendlichen in Form von Um-weltbaustellen mit Ideen und Kreativität sowie ihrer Tatkraft in die aktive Gestaltung des Außengeländes ein.
Der Prozess gliedert sich in verschiedene Bausteine.
| 2009 |
| Umweltstation mooseum - Forum Schwäbisches Donautal | Energie vom anderen Stern - Er-neuerbare Energien für die Zukunft erleben
Angesichts des drohenden Klimawandels und der begrenzten Vorräte fossiler Energie-träger ist ein möglichst sparsamer und effizienter Umgang mit Energie sowie der Ein-satz von erneuerbaren Energien, also Sonne, Wasser, Wind und Biomasse, dringend notwendig.
Vor diesem Hintergrund integriert das mooseum das Thema „Energie“ und den be-wussten Umgang mit den Ressourcen in sein Bildungsprogramm für Kinder und Ju-gendliche. Dies entspricht den Zielen seines umweltpädagogischen Konzeptes, als Vermittler für alle Umweltthemen und Ansprechpartner für ökologische Fragen in der Region aufzutreten.
In diesem Projekt geht es schwerpunktmäßig um die Energie der Sonne, neben weite-ren regenerativen Energiequellen wie Wind und Wasser. Die Sonne ist der Ursprung aller Energie, ohne sie gäbe es kein Leben auf der Erde. Ihre Energie kann man direkt durch ihr Licht und ihre Wärme erfahren. Die Wärme der Sonne kann für das Kochen oder für die Warmwasserbereitung/Heizungsunterstützung verwendet werden (So-larthermie), ihr Licht zur Erzeugung von Strom (Photovoltaik). In der Bildung für nach-haltige Entwicklung ist das Kochen mit der Kraft der Sonne („Solares Kochen“) eine eindrucksvolle und begeisternde Methode, um erneuerbare Energien und hier beson-ders die Kraft der Sonne anschaulich erlebbar und positiv erfahrbar zu machen. Dar-über lässt sich eine Brücke schlagen in die Dritte Welt und lassen sich Nachhaltig-keitsüberlegungen zum Thema „Eine Welt und Lebensstile“ anschließen. Damit ver-bunden ist auch die Fragestellung nach dem eigenen ökologischen Fußabdruck und nach Möglichkeiten, hier bei uns nachhaltig und fair zu leben. Ziel ist es, das Bewusst-sein für den Umgang mit Energie, mit den natürlichen Ressourcen zu schärfen, Kom-petenzen für nachhaltiges Handeln zu vermitteln und zum Energiesparen anzurechen.
| 2009 |
| Umweltstation mooseum - Forum Schwäbisches Donautal | Vielfalt statt Einfalt - Lebensräume unserer Kulturlandschaft erhalten
Artenvielfalt begegnet uns täglich. Um die Biodiversität zu erhalten, muss sie zunächst einmal von uns wahrgenommen werden, geschätzt und in ihrer Bedeutung für uns erkannt werden. Dies muss zuallererst in unserer unmittelbaren Umgebung erfolgen. Eine wichtige Aufgabe der Umweltbildung ist es daher, diese Wahrnehmung und Sen-sibilisierung für den Wert der Natur an sich zu fördern und damit eine größere Wert-schätzung zu erreichen. Sie muss Bewusstsein schaffen, Verständnis für ökologische Zusammenhänge und Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Darauf aufbauend kann sie Handlungsbereitschaft wecken und Handlungskompetenz für den Schutz der biologi-schen Vielfalt lokal und global schaffen.
Das Schwäbische Donautal beherbergt wertvolle Lebensräume und einen bedeutsa-men Artenreichtum; etwa 720 Pflanzenarten, 250 Vogelarten, 512 Libellenarten, 350 Schmetterlingsarten leben hier. Dazu gehören im Wesentlichen die Niedermoore, die Streu- und Feuchtwiesen, Kopfweiden, die Auwälder mit den Trockenstandorten sowie Gräben und Baggerseen als artenreiche Sekundärlebensräume.
Mit dem Projekt bietet das mooseum den weiter führenden Schulen im Schwäbischen Donauried Projekttage zu den wichtigen Lebensräumen und Kulturlandschaften des Donaurieds. Beginnend in 2009 mit den Wiesen (Streuwiesen, Feuchtwiesen, Halbtro-ckenrasen) wird den Schülern anhand dieser Lebensräume die Bedeutung von Arten-vielfalt vermittelt. Notwendige Kompetenzen für ein verantwortungsvolles und nachhal-tiges Handeln werden eingeübt.
| 2009 |
| Umweltstation mooseum - Forum Schwäbisches Donautal | Runder Tisch - Umweltbildung in Schwaben
Wie schon in den vergangenen Jahren wird auch 2009 der „Runde Tisch Umweltbil-dung in Schwaben“ fortgesetzt. Der Runde Tisch trifft sich zweimal jährlich. Er stellt eine Plattform für den Austausch aller in der Umweltbildung in Schwaben interessier-ten bzw. aktiven Personen und Institutionen dar. Außerdem dient er der Fortbildung der Multiplikatoren in der außerschulischen Umweltbildung und informiert über neue Projekte der Beteiligten sowie über aktuelle Themen und Entwicklungen in der Um-weltbildung.
Eingeladen werden Vertreter von Einrichtungen, Verbänden, Organisationen, Ministe-rien, Behörden sowie engagierte Einzelpersonen, die mit nachhaltiger Entwicklung und außerschulischer Umweltbildung befasst sind.
| 2009 |
| Umweltstation Unterallgäu | Ergänzungsausstattung für die Ausstattung des Lager- Werkstattgebäudes und eines Hauswirtschaftsraumes an der Umweltstation Unterallgäu in Legau
Nach dem Großbrand in der Umweltstation Unterallgäu war es wichtig für die bevorstehenden Jahre, die im Rohbau befindliche Werkstatt schnellstmöglich auszubauen und einzurichten. Dadurch wird ein wesentlich effizienteres Arbeiten für die weiteren Baumaßnahmen erreicht. Einer der Werkstatträume soll auch als „Lehrwerkstatt“ für Bildungszwecke junger Erwachsener, für Freiwillige im Ökologischen Jahr und Zivildienstleistende eingerichtet und zur Verfügung gestellt werden. Die Werkstatträume werden als Holzwerkstatt, Lagerraum, Lehr- und Fachwerkstatt eingerichtet. Ein Teil des Ausbaus des ehemaligen Bauernhauses wurde begonnen, um somit Räumlichkeiten für die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten zu schaffen. Die in den letzten beiden Jahren improvisierten Betriebsabläufe der Hauswirtschaft werden nun komprimiert. | 2008 |
| Umweltstation Unterallgäu | Ökologisches Schulungsprojekt Illerauen
Die Iller ist ein rechter Nebenfluss der Donau. Der 147 Kilometer lange Fluss entsteht im Oberallgäu, am Zusammenfluss von Breitach, Trettach und Stillach, dem Illerursprung bei Oberstdorf, fließt durch Allgäu und Oberschwaben und mündet südwestlich von Ulm in die Donau. Lediglich ein Kilometer von der Umweltstation entfernt.
Als ökologisches Schulungsprojekt Illerauen bezieht sich die Umweltstation auf zwei unterschiedliche Programmangebote: Zum Einen sind es geführte Kanutouren und zum Anderen ist es ein Outdoortraining von Gruppen in Ver-bindung mit der Umweltbildung und dem Bau eines Floßes.
Die Umweltstation führt eine 3-tägige Kanadiertour von Immenstadt nach Legau durch. die unter dem Titel „Auf den Spuren von Biber Meister Bockert“ steht. Die Teilnehmer können die Natur aus einem völlig anderen Blickwinkel sehen, erfahren und erleben. Sie kommen in den Genuss, die Natur aus einer ganz anderen Perspektiv zu betrachten. Es gilt bis zu 30 Meter hohe Quell-steinwände zu entdecken, die Ruhe der Natur zu erleben und dabei auch eigene Grenzen bei unruhigen Flussabschnitten zu erfahren. Während der Tour erfahren die Teilnehmer alles rund um das Thema „Wasser“, über die Natur und den Fluss. Ob die Erläuterungen der Wasserkraftwerke oder Geschichte des Flusses mit Hintergrundinformationen der Eiszeit, all diese Fragen und Informationen sollen während dieser geführten Bildungsfahrt auf der Iller nahe gebracht werden.
Ziel der Bildungsfreizeit ist es, dass aufgrund der selbst erlebten und beo-bachteten Naturvielfalt und der außergewöhnlichen Tierwelt ihre Erinnerungen nachhaltig geprägt werden. Studien beweisen, dass die gefühlten, ertasteten und erlebten Eindrücke einen wesentlich höheren Nachhaltigkeitswert ergeben. Die Teilnehmer werden ihr Wissen durch interaktive Inputs von Informationen der Fachkräfte erweitern.
Die Bildungsmaßnahme ist eine Ergänzung zur nachhaltigen Entwicklung, da sich sowohl ökologische, ökonomische und soziale Gefüge miteinander verei-nen und je ein Teil angewandt wird, seien es die ökonomischen Wasserwer-ke, ein sozial verträgliches Verhalten der Teilnehmer in ihren Kleingruppen oder der ökologische Durchführungsort.
| 2009 |
| Umweltstation Unterallgäu, Legau | Pädagogischer Ausbau mit Kon-zeptentwicklung
Ziel der Einrichtung ist die modellhafte Umsetzung eines aktiven Klimaschutzes zur Minimierung von CO2 am Beispiel der Umweltstation. Spielerisch lernen die Jugendli-chen, mit Ressourcen umzugehen und verantwortlich zu handeln, um Natur, Umwelt und die Schöpfung zu erhalten. Akteure und Nutzer haben hierzu die Möglichkeit zu reflektieren und entwickeln eine schärfere Wahrnehmung des Umgangs mit Ressour-cen. Des Weiteren findet eine Bewusstseinsbildung durch aktives Handeln und De-monstrationseinrichtungen statt. Aufgrund eines gemeinschaftlichen Lebens an der Einrichtung und der Auseinandersetzung der Ressourcenerlebniswelt kommt es zum offenen und empathischen Umgang mit ihren Mitmenschen vor Ort, was wiederum zu einem kleinen Beitrag einer gerechten Welt leistet. Ein weiteres Ziel ist es, dass die Nutzer des Projektes zu Akteuren und Multiplikatoren werden. Sie tragen ihre Erfah-rungen in ihre Mitwelt, so dass auch Familien, Freunde und Bekannte vom Projekt profitieren.
Die Teilnehmer lernen miteinander und voneinander. Dies geschieht in praktischen Übungen und kreativen Prozessen. Klimagerechtes Handeln muss eingeübt werden. Nach Neigung werden den Teilnehmern unterschiedliche Aufgaben und Positionen im Rahmen ihres Aufenthaltes in Legau zugewiesen. So wird es Energiedetektive, For-scher, Techniker, Handwerker aber auch Reporter und Ressourcenbudgetverwalter geben. Diese werden eigenständig die Einrichtung untersuchen, Schwachstellen auf-zeigen und neue Lösungsvorschläge zur CO2-Minimierung und Ressourceneinsparung erarbeiten. Eigene Kreativität, eigenverantwortliches Handeln und Partizipation sind die wichtigsten Werkzeuge des Bildungsprojekts.
Ein weiteres Ziel der Einrichtung ist ein Gesamtkonzept sowohl für Gäste als auch für Mitarbeiter. Ein passendes und speziell auf die Umweltstation Unterallgäu zugeschnit-tenes Gesamtkonzept soll zu Kapital- und Zeiteinsparungen führen und die Lebens-qualität jedes Einzelnen wird hierbei gesteigert. Sowohl ein geeignetes Angebot mit einer entsprechenden Personalstruktur und der beinhalteten Organisations- und Ar-beitsabläufe wird in diesem Konzept erarbeitet.
| 2009 |
| Umweltstation Viechtach | Biodiversität in der Natur- und Kulturlandschaft erleben
Die ausgeprägte Biodiversität im Naturpark Bayerischer Wald stellt eine hervorragende Grundlage für eine ansprechende Naturvermittlung und für den Aufbau effektiver Strukturen in der Umweltbildung dar. Sensible Naturbereiche mit hoher Störempfindlichkeit verlangen jedoch behutsamen Umgang zur Bewahrung dieses wertvollen Erbes. Die Eigenheiten dieses Naturraums, d. h. Tier- und Pflanzenwelt, Erdgeschichte, Natur und Kulturhistorik sollen zielgruppenspezifisch möglichst breiten Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht werden. Aufgrund knapper Ressourcen sollen mit gezielt beworbenen Veranstaltungen verstärkt Multiplikatoren, vor allem in der Jugendarbeit, erreicht werden. Dies ist der Garant dafür, mit den beschränkt vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen einen möglichst effektiven Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. | 2008 |
| Umweltstation Viechtach | Umweltbildung mit Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Das wichtigste Ziel besteht darin, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf an ein nachhaltiges Naturerleben heranzuführen, sie für ökologische Themen zu sensibilisieren und zu vorbildlichem Verhalten zu motivieren. Diese „Bildung zur nachhaltigen Entwicklung“ verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der über das Erleben der lokalen Biodiversität und das Entdecken des „Netzwerkes Natur“ auch das Erkennen von regionalen und globalen Bezügen mit einschließt. Die Kombination von Ruhephasen, spielerischen und bewegungsintensiven Elementen fördert die Selbstreflexion und lässt eigene Wünsche, Ziele und Grenzen erken-nen. | 2011 |
| Umweltstation Viechtach | Biodiversität in der Natur- und Kulturlandschaft erleben und globa-le Bezüge entdecken
Im Naturpark Bayerischer Wald gibt es eine äußerst abwechslungsreiche und sehr artenreiche Naturausstattung, die anderswo vielfach bereits verloren gegangen ist. Im Außengelände der Umweltstation ist eine große Bandbreite an regionaltypischen Biotopen präsent. Die ausgeprägte Biodiversität stellt eine hervorragende Grundlage für eine ansprechende Naturvermittlung und für den Aufbau effektiver Strukturen in der Umweltbildung dar. Durch Fragestellung und Reflexion soll neben der lokalen Natur auch der Blick auf globale Bezüge gelenkt werden. Fragestellung wie „was bedeutet globaler Klimawandel für die lokale Tier- und Pflanzenwelt“ oder „was bedeutet mein Lebensstil und mein Konsumverhalten für das Klima“ sollen dabei bearbeitet und reflektiert werden. Sensible Naturbereiche mit hoher Störempfindlichkeit verlangen einen behutsamen Umgang zur Bewahrung dieses wertvollen Erbes. Die Eigenheiten des Naturraums Bayerischer Wald, d. h. Tier- und Pflanzenwelt, Erdgeschichte, Natur und Kulturhistorik sollen zielgruppenspezifisch möglichst breiten Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht werden. Auf die Zielgruppe „Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf“ (z. B. in Zusammenarbeit mit Förderschulen) wird dabei besonders Wert gelegt, da hier ein gewisser Nachholbedarf besteht. Die Veranstaltungen sollen nicht im Rahmen von „Events“ Natur vermarkten und verschleudern. Andererseits darf auch nicht nur Fachwissen vermittelt werden, weil das nur eine kleine Bevölkerungsgruppe anspricht. Ein Erleben mit Freude soll die Wertschätzung, das Lieben lernen und Bewahren dieser wertvollen Naturausstattung fördern.
Aufgrund knapper Ressourcen sollen mit gezielt beworbenen Veranstaltungen verstärkt Multiplikatoren erreicht werden. Dies ist der Garant dafür, mit den beschränkt vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen einen möglichst effektiven Beitrag zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten.
| 2009 |
| Umweltstation Viechtach | Biodiversität in der Natur- und Kulturlandschaft erleben und globale Bezüge entdecken
Im Naturpark Bayerischer Wald gibt es eine äußerst abwechslungsreiche und sehr artenreiche Naturausstattung, die anderswo vielfach bereits verloren gegangen ist. Im Außengelände der Umweltstation ist eine große Bandbreite an regionaltypischen Bio-topen präsent. Die ausgeprägte Biodiversität stellt eine hervorragende Grundlage für eine ansprechende Naturvermittlung und für den Aufbau effektiver Strukturen in der Umweltbildung dar. Durch Fragestellung und Reflexion soll neben der lokalen Natur auch der Blick auf globale Bezüge gelenkt werden. Fragestellung wie „was bedeutet globaler Klimawandel für die lokale Tier- und Pflanzenwelt“ oder „was bedeutet mein Lebensstil und mein Konsumverhalten für das Klima“ sollen dabei bearbeitet und re-flektiert werden. Sensible Naturbereiche mit hoher Störempfindlichkeit verlangen einen behutsamen Umgang zur Bewahrung dieses wertvollen Erbes. Die Eigenheiten des Naturraums Bayerischer Wald, d. h. Tier- und Pflanzenwelt, Erdgeschichte, Natur und Kulturhistorik sollen zielgruppenspezifisch möglichst breiten Bevölkerungskreisen zu-gänglich gemacht werden. Auf die Zielgruppe „Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf“ (z. B. in Zusammenarbeit mit Förderschulen) wird dabei besonders Wert gelegt, da hier ein gewisser Nachholbedarf besteht. Die Veranstaltungen sollen nicht im Rahmen von „Events“ Natur vermarkten und verschleudern. Andererseits darf auch nicht nur Fachwissen vermittelt werden, weil das nur eine kleine Bevölkerungsgruppe anspricht. Ein Erleben mit Freude soll die Wertschätzung, das Lieben lernen und Be-wahren dieser wertvollen Naturausstattung fördern.
Aufgrund knapper Ressourcen sollen mit gezielt beworbenen Veranstaltungen ver-stärkt Multiplikatoren erreicht werden. Dies ist der Garant dafür, mit den beschränkt vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen einen möglichst effektiven Bei-trag zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten.
| 2009 |
| Umweltstation Waldsassen | Energie erleben - Lebensenergie erfahren
Das Projekt möchte die vielfältigen Facetten von Energie aufzeigen. Es soll dazu im Besonderen aufgezeigt werden, welche Rolle Energie in der Gesellschaft und für den Einzelnen spielt und im Mittelalter spielte, wie ökologisch verträglich und ökonomisch sie sich gewinnen lässt und welche Auswirkungen dies in der Vergangenheit auf unser Landschaftsbild hat und was sich davon heute noch nachvollziehen lässt.
Energie ist eben mehr als nur die Energie, die aus der Steckdose kommt. Dieses Pro-jekt zeigt die vielseitigen Facetten der „Energieformen“ auf und bringt sie anschaulich den Besuchern der Veranstaltung dar. In Form von spiritueller Energie, Energie und Steine, landschaftlicher Wandel durch Energienutzung, Klimaschutz durch Verwen-dung regenerativer Energien und vieles mehr will die Einrichtung diesem Ziel gerecht werden und diese Vielfalt erlebbar machen.
In Form von Vorträgen, Workshops, Seminaren und Exkursionen will man sich dem breiten Feld der Energieformen von vielen Seiten nähern und so eine große Schicht an Besuchergruppen erreichen.
Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden die ökologischen (z. B Kli-maschutz), die ökonomischen (z. B. Klimaschutz / Tourismus) und die sozialen Aspek-te (Integration verschiedener Milieus und Bevölkerungsgruppen) berücksichtigt und in das Projekt integriert.
| 2009 |
| Umweltstation Waldsassen in Kooperation mit der Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenberg | Geschichte erleben
Durch einen Blick auf die naturnahe Kultur und Lebensweise unserer Vorfah-ren lassen sich auf spannende und unmittelbare Art und Weise wertvolle An-regungen für einen achtsamen und bewussten Umgang mit dem Lebensraum Natur gewinnen.
Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung trägt zum Beispiel das praktische Wissen über natürliche Heilmethoden dazu bei, einen Blick für die Vielfalt und den Nutzen heimischer Wildkräuter zu schärfen und sich für den Erhalt seines Lebensraums einzusetzen. Eine Zeitreise in den Alltag unserer Vorfahren im Mittelalter und in der Steinzeit lässt spielerisch Alternativen zu unserer aktuellen konsumorientierten Lebensweise erfahren. Die Exkursion zu „Mühlen, Meiler und Hammerwerken“ der Region zeigt aus der Geschichte entstandene Lösungsansätze für die Nutzung natürlicher Energiequellen auf, die auch heute wieder an Bedeutung gewinnen. Warum nicht auf diese Erfah-rung zurück greifen? Schließlich geht es in dem Projekt auch um die Betonung des Begriffs „Heimat“, denn die Integration dieses Begriffes in das Projekt, verbunden mit der Identifikation seiner „Heimat“, ist nach Aussage verschiedener Untersuchungen für eine nachhaltige Umweltentwicklung in der Region äußerst wichtig.
| 2009 |
| Umweltstation Weismain | Abgefahren am Obermain ((Fortsetzungsprojekt aus 2010))
Der zweite Lichtenfelser Radtag möchte die Bevölkerung durch unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen für mehr Radfahren begeistern, so dass der allgemeine Radtrend in dem Einzugsgebiet noch gesteigert werden kann.
Des Weiteren findet ein Mobilitätsworkshop für Schulklassen und Gruppen statt.
Auch 2011 werden wieder Mehrtages-Radtouren mit landschafts- und naturkundlichen Inhalten angeboten. Mit einbezogen werden auch Partner-Umweltbildungseinrichtungen.
| 2011 |
| Umweltstation Weismain | Auf Spurensuche in den Dörfern
Bildung für Nachhaltigkeit zielt auch auf die eher weichen Faktoren wie unser Umgang mit Heimat, Zeit und ebenso die Mitmenschen. Wichtig ist also die „Verortung“ der Bildung und das Einlassen auf das unmittelbare Umfeld derer, die mit der Umweltbildung angesprochen werden sollen. Die Umweltstation will deshalb ein Stück individuelle „Heimatkunde“ mit den Kindern erleben und möchte sich mit einem umgebauten Bauwagen auf „Spurensuche“ in die Dörfer und Gemeinden des Landkreises machen. Im Fokus der Suche liegen also die örtlichen Identitäten aus den Bereichen Natur und Umwelt.
Das Bewusstsein für globale Zusammenhänge beginnt im eigenen Umfeld, in der Familie, in der Schule und am eigenen Ort. Dabei hat jeder Ort seine eigene Geschichte, die eng mit der Nutzung der Landschaft, ihrer Ressourcen und den Menschen verknüpft ist. Diesen örtlich unterschiedlichen Zusammenhängen nachzuspüren, sie näher kennenzulernen und wertzuschätzen und daraus nach Möglichkeit sogar Schlüsse für das eigene Handeln zu ziehen, ist der erste Schritt eines nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt - lokal und global.
Die Umweltstation Weismain kauft einen gebrauchten Bauwagen, richtet ihn als „mobile Einsatzzentrale“ her und zieht mit ihm durch den Landkreis. Er ist Symbol für Aktivität und Mobilität, für Forschergeist und unmittelbarer Verbundenheit mit Natur und Umwelt. Der Bauwagen, der gleichzeitig Erkennungszeichen, Anlaufstelle, Lager und Aktionsraum ist, wird im Projekt „Spurensuche“ - ähnlich wie ein Zirkus - nach einem vorher festgelegten Fahrplan von Ortschaft zu Ortschaft ziehen. Das Dorf kann durch die Präsenz der Umweltstation bzw. des Umwelt-Mobils eine neue Bedeutung für die Kinder erlangen, die weiterwirkt, auch wenn die Aktionen beendet sind. Kinder können sich dann ohne großen Aufwand eigenständig weiter „auf die Suche“ machen, in ihrem Tempo, mit ihren individuellen Interessenslagen. Auch die Tatsache, dass Kinder sonst immer mit dem Auto zu Aktionsräumen der Umweltbildung gefahren werden müssen, die ihnen erst mal fremd sind, hat diese Idee entstehen lassen. In den jewei-ligen Ortschaften soll einem speziellen, ortseigenen Thema nachgespürt werden. Dar-über hinaus hat das Umweltmobil standardisierte Programm-Module im Gepäck, die die „Spurensuche“ nochmals vertiefen helfen.
Begleitend wird eine Homepage entstehen, die mit der Aktion wächst.
| 2009 |
| Umweltstation Wildpark Sommerhausen | Vom Tierpark zum Zeubelrieder Moor - ein Naturerlebnis für alle Generationen
Das Zeubelrieder Moor ist mit seiner Tier- und Pflanzenwelt innerhalb der relativ ausgeräum-ten Ackerlandschaft von großer Bedeutung. Auf sehr kleinem Raum sind verschiedene Pflan-zengesellschaften vereinigt, die insbesondere regional aber auch überregional sehr selten sind.
Die Umweltstation möchte die wertvollen Naturräume, die sich direkt an den Park anschließen, für Gruppen, aber auch für Einzelpersonen neu erschließen. Dabei ist ihr vor allem wich-tig, Teilnehmer aus den verschiedensten Altersbereichen zu gewinnen. Durch die historische Aufarbeitung der Landschaftsentwicklung wird aufgezeigt, dass eine durch Menschen verur-sachte Veränderung der Lebensräume zu einer Reduktion der Biodiversität führen kann.
| 2011 |
| Umweltstation Wildpark Sommerhausen | Er-Lesene Natur - Geschichten lebendig gemacht
In diesem Projekt werden Geschichten, Märchen, Erzählungen und Fabeln als Rah-men für eine ganzheitliche Naturerfahrung und für ein intensives Naturerleben einge-setzt. Durch die intensive Beschäftigung mit den verschiedenen Geschichten, durch die direkte Umsetzung der Texte und durch eine fantasievolle Weiterentwicklung wird eine enge Beziehung zu den in den Geschichten beschriebenen Lebewesen aufge-baut. Durch die Möglichkeit, die „Helden“ einer Geschichte unmittelbar zu erleben und vielleicht selbst als Teil der Geschichte mitzuwirken, kann eine ganz eigene Bindung aufgebaut werden. So soll uns die Geschichte oder das Märchen helfen, die Natur wieder bewusster und unmittelbarer wahrzunehmen und die Faszination an der Natur neu zu erleben. Gerade aber diese ganzheitliche Naturerfahrung und das unmittelbare Naturerlebnis ist eine wichtige Voraussetzung für eine innere Beziehung zur Natur, eine Berührtheit mit der Natur, die wiederum dazu beiträgt, sich für die Natur und Um-welt zu interessieren und zu engagieren.
Andererseits fördert das Lesen bzw. das Vorlesen die Fantasie und das Vorstellungs-vermögen. Durch die Beschäftigung mit einer Geschichte sollen die Teilnehmer in eine andere Welt eintauchen. Durch die kreative Beschäftigung mit der Geschichte in Form von Bastelaktionen, bei unmittelbaren Tierbeobachtungen und -erfahrungen oder einer spielerischen Umsetzung wird diese Fantasiewelt ergänzt und nimmt neue Formen an. Wird es den Teilnehmern noch ermöglicht, das Ende einer Geschichte selbst zu ent-wickeln oder vielleicht sogar eine „Improvisationsgeschichte“ zu gestalten, kann das Vorstellungsvermögen noch darüber hinaus angeregt werden.
Zuletzt soll die Lese- und Sprachkompetenz verbessert werden. Durch die aktive Be-schäftigung mit Märchen, Fabeln und Geschichten sollen die Teilnehmer Freude am Lesen entwickeln. Bei Kleinkindern schult das Vorlesen die Sprache und hilft den Wortschatz zu erweitern oder zu festigen. Außerdem wird durch das „Erleben“ des Textes das Textverständnis und das textbezogene Interpretieren erleichtert.
| 2009 |
| Umweltstudienplatz Jugendherberge Waldhäuser | Natur-Entdecker-Tour mit GPS
Anhand des Einsatzes von GPS-Geräten ergibt sich eine Methodenerweiterung. Insbesondere ältere Kinder bzw. Jugendliche können über neuere, modernere Technologie an ökologische Themen herangeführt werden. Die Einführung von Technik in der Umweltbildung erweitert das methodische Spektrum der umweltpädagogischen Arbeit. Dies macht sich die Jugendherberge Waldhäuser zunutze. Die Gäste der Jugendherberge sollen ihren Aufenthaltsort aktiv kennenlernen und die einzigartigen ökologischen Bedingungen des Bayerischen Waldes, und auch seines Nationalparks, entdecken. Durch die Unterstützung mit GPS-Geräten kann die individuelle Erkundung und das „Wiederentdecken“ der Umwelt vor allem bei Jugendlichen, die vermehrt von multimedialer Technik beeinflusst sind, ein neues Interesse wecken. GPS wird zu einem spielerischen Vermittler zwischen realem Erleben und virtueller Darstellung. Es geht um den neuen (medialen) Zugang zum Ort und seiner Geschichte sowie der umgebenden Landschaft mit ihrer Fauna und Flora. Das neue Angebot geht gegenüber durchgeführten Touren mit kopierten Papier-Fragebögen stärker auf die Interessen der zweifellos technikorientierten Zielgruppen ein, für die PC, TV, Handy und MP-3-Player den Alltag bestimmen.
Die GPS-Geräte unterstützen als Medium zum Naturerlebnis die „Natur-Entdecker-Touren“, indem unterschiedliche Aufgaben entlang der flexibel gestaltbaren Touren zu ökologischen und kulturraumbezogenen Themen gestellt werden (z.B. zur Bestimmung von Bayerwald-typischen Pflanzen wie dem „Bärwurz“, Suchaufträge, z. B. nach markanten Bäumen, Rätsel etc). Ergänzt durch weitere Hilfsmittel wie Karte und Kompass können die Aufgaben gelöst werden. Die Natur und Landschaft wird spielerisch und „ganz nebenbei“ erkundet. Der Einsatz der modernen GPS-Technik trägt zur Motivation bei, sich mit den umweltbezogenen Themen auseinander zu setzen.
Im Sinne einer zeitgemäßen Bildung für nachhaltige Entwicklung spielen dabei Teambildung, soziales Lernen, aktives Handeln und Interaktionen eine große Rolle. Gemeinsame Aktionen in Kleingruppen ermöglichen einen jugendgemäßen Zugang zum Erleben von Natur und der sich selbst überlassenen Wildnis des Nationalparks, aber auch zu sozialhistorischen Aspekten und zum Künstlerdorf Waldhäuser.
Entsprechende Ziele und Aufgabenstellungen, die mit den GPS-Geräten erkundet bzw. gelöst werden, werden im nächsten Programm- und Aktionsheft des Umweltstudienplatzes sowohl in die Einzelbausteine als auch als Module in die Wochenprogramme integ-riert werden.
| 2009 |
| Umweltzentrum Schloss Wiesen-felden | Stadt.Land.Sehnsucht
Ziel ist es, die Beziehungen von Stadt- und Landbewohnern zu intensivieren, den Erfah-rungsaustausch zu fördern, auf die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen einzugehen und auf die realen Gefährdungen der Stadt-Land-Entwicklungen aufmerksam zu machen. Dazu dienen unterschiedliche Veranstaltungsformen und Methoden, die jeweils andere Zielgruppen und Bevölkerungsschichten ansprechen, wie z. B. Seminare, Lesungen, kulinarische Werk-stätten.
Das kognitive Ausrichten und das Ansprechen der Emotionen der Menschen ist dabei das Innovative. Die vielfältigen Arten der Vermittlung werden mit diesem Projektthema modellhaft durchgespielt. Dies ist Aufgabe einer kreativen Bildung für nachhaltige Entwicklung und damit eine etwas andere Art, die Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen.
| 2011 |
| Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden | Ergänzung und Ersatz von vorhandener Ausstattung des Umweltzentrums Schloss Wiesenfelden
Durch einen Wechsel der Trägerschaft befindet sich das Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden in einer Phase der Umstrukturierung und des Neubeginns. Um diese seit 1995 staatlich anerkannte Umweltstation weiter zu führen, wurde ein gemeinnütziger Förderverein und eine gemeinnützige Stiftung gegründet: „Freunde und Förderer des Umweltzentrums Schloss Wiesenfelden e. V.“ und „Beate und Hubert Weinzierl Stiftung“. Diese neuen Träger haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden weiter zu betreiben. Infolge dieser Veränderung und eines umfangreicheren Programms mit Veranstaltungen zur Kampagne „WasSerleben“ der Dachmarkenträger „Umweltbildung.Bayern“ ist es notwendig, die vorhandene Ausstattung des Umweltzentrums zu erweitern und zu ergänzen. | 2008 |
| Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden | Kooperation mit Volksschule Wiesenfelden - Theaterszenen und Bewegungsspiele zum Thema „Ernährung“
Kinder schlüpfen in die Rolle der Organe und erzählen aus dieser Perspektive, wie es ihnen geht, wenn sie nur mit Gummibärchen und Chips konfrontiert werden. Ziel der Theaterszenen und Bewegungsspiele rund um das Thema Ernährung ist es, in spielerischer und humorvoller Weise ein ernstes Thema auf der Gefühlsebene mit allen Sinnen zu vermitteln. | 2008 |
| Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden | Kooperation mit Volksschule Wiesenfelden - Ess-und-Trink-Bar
Ziel der „Ess-und-Trink-Bar“, die in der Schule aufgebaut wird, ist es, Kindern und Erwachsenen Lust auf gesunde Ernährung zu vermitteln, weil auch Überzeugungen durch den Magen gehen. | 2008 |
| Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden | Kooperation mit Volksschule Wiesenfelden - Mappe „Wiesenfelden entdecken - Natur und Kultur in unserem Dorf“
Die Mappe zielt darauf ab, die bereits vorliegenden Schriften und Heimatbücher über das Dorf Wiesenfelden in einfacher und verständlicher Sprache für Schüler/innen der Volksschule aufzubereiten. Das Kompendium an Materialien soll in einer Mappe zusammengefasst werden, was auch die Möglichkeit zur Ergänzung und Aktualisierung bietet. | 2008 |
| Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden | Vielfalt Leben - Biodiversität, Ener-gien, Lebensstile
A. Vielfalt Leben
Biologische Vielfalt ist die Grundlage unseres Lebens. Sie ist Nahrung, Kultur, Vorbild und Inspiration. Leben ist Vielfalt. Einseitigkeit bedeutet Einschränkung und sinnliche Verarmung. Mit Vielfalt ist nicht nur der Artenreichtum der Natur gemeint, auch menschliche Gemeinschaften mit ihren kulturellen Facetten und wirtschaftlichen Zu-sammenhängen stehen im Blickfeld dieses Projektvorhabens. Nicht nur Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste, auch die kulturelle Vielfalt und ein schöp-fungsfreundlicher Wertekanon ist bedroht. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung gilt es, die Engführung der Themen Biodiversität und Energie auf der eingleisigen natur-wissenschaftlich-technischen Schiene aufzulösen.
Am Schnittpunkt von Biodiversität, neuen Energieformen und nachhaltigen Lebenssti-len wird Zukunft entworfen. Die Projekte verknüpfen die Bereiche Biodiversität, Ener-gien und Lebensstile in ungewöhnlicher Weise und garantieren einen praktischen An-wendungsbezug. Das Spektrum der geplanten Bildungsaktivitäten reicht von Sprach-kursen für Migranten über künstlerische Kreativangebote bis hin zu kulinarischen Werkstätten. Die Zusammenarbeit mit einer Reihe von Kooperationspartnern hilft, die-se Ziele in Netzwerken zu verwirklichen.
B. Bewährte Veranstaltungsformen mit neuen Inhalten
Erlebnispädagogische Führungen für Schulklassen, Kindergärten und Erwachsenen-gruppen gehören zu den elementaren Aufgaben einer Umweltbildungseinrichtung. Passend zu dem Dreiklang „Biodiversität - Energien - Lebensstile“ werden die bewähr-ten erlebnispädagogischen Angebote des Umweltzentrums Schloss Wiesenfelden im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aktualisiert. Ein neues Modul zum Bereich neuer Energieformen wird im Rahmen des Projekts entwickelt. Die bisherigen Angebote zu den Themenbereichen Wald, Weiher, Wiese, Hecke, Boden, Luchs und Wildkatze, Ernährung werden überarbeitet. Alle Lehrkräfte erhalten Informationsmate-rial, um so eine Nachbereitung im Unterricht vornehmen zu können.
C. Ernährung, Gesundheit, Bewegung, Kunst
Eine Ernährungsweise mit biologisch-saisonalen Lebensmitteln kommt der Artenviel-falt auf den Feldern ebenso wie der menschlichen Gesundheit zugute. Wenn dazu noch die Lust des gemeinsamen Kochens entdeckt wird, sind gute Voraussetzungen für einen kreativ-genussvollen Lebensstil gegeben, der den Geschmack des Lebens verfeinert. Wenn man bedenkt, dass 20 % unserer Energien für die Zubereitung von Essen aufgewendet werden, dann kann man verstehen, welch großen Anteil die Er-nährung an einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft hat. Insofern ist die Nachhaltigkeitspolitik in der Küche hoch aktuell. „Klimaschutz mit Messer und Gabel“ ist angesagt.
Beim Thema „Energie“ ist nicht nur die technische Ausprägung in Form von neuen Energieformen und Energiesparmaßnahmen zu beachten. Auch geistige Kräfte in Form von schöpferischen Energien sind in Bezug auf einen zukunftsfähigen Lebensstil unerlässlich.
D. Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen des Marketingprozesses der Markenträger „Umweltbildung.Bayern“
Ständig sind wir versucht, Zeit einzusparen, um alles zu schaffen, doch bleibt letztlich für nichts „richtig Zeit“. Die Zeit besser zu managen, reicht nicht aus. Innovation, Krea-tivität und Leistungsfreude sind nicht allein durch Willensanstrengung und Disziplin zu erreichen. Ziel dieser Qualifizierungsmaßnahme ist es zu ergründen, was hinter der oberflächlichen Zeitnot steht und wie eine „work-life-balance“ in dem ganzheitlich be-anspruchenden Beruf des Umweltbildners gefunden werden kann. Lebenshindernde Einstellungen und strukturelle Konflikte erkennen, selbstausbeuterischen Tendenzen wirkungsvoll entgegen treten, konstruktiv Nein-Sagen lernen und vieles mehr stehen auf der Agenda dieses Qualifizierungsworkshops, der neue Perspektiven für Arbeit, Zeit und Leben eröffnen soll.
| 2009 |
| Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden | Dokumentation des Seminars „Energie-Landschaften - Globale Klimaänderungen im Spiegel unserer Landschaften“
An dem Seminar „Energie-Landschaften - globale Klimaänderungen im Spie-gel unserer Landschaften“ vom 12. - 14.03.2009 nahmen renommierte Refe-renten teil.
Vorträge wurden angeboten zu den Themen:
- „Die bayerische Klima- und Energiepolitik“
- „Verändernde Landschaftsbilder“
- „Klimaschutz durch Bioenergie?“
- „Land ohne Wein und Nachtigall“
Zudem gab es eine aktuelle Übersicht über die Auswirkungen des weltweiten Klimawandels“.
Zu diesem Seminar wird zeitnah eine Dokumentation erstellt
| 2009 |
| Urbanes Wohnen e.V. - Gemeinnütziger Verein für besseres Wohnen in der Stadt | 1. Bayerischer Wohnprojekttag „Nachhaltiger Wohnungsbau durch Bürgerengagement u. Umweltorientierung“
Vorläufiges Motto des 1. Bayerischen Wohnprojekttags (=8.Münchner Wohnprojekttag): „Gemeinsam planen – zukunftsfähig bauen – solidarisch leben. Nachhaltiger Wohnungsbau durch Bürgerengagement und Umweltorientierung“. Der Projekttag hat Bildungs- und Werkstattcharakter durch wechselseitigen Erfahrungsaustausch und durch Impulsvorträge und Gesprächsrunden zu einem nachhaltigen Lebensstil im Wohnen, Arbeiten, Wirtschaften. | 2008 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur - Kloster Roggenburg | Klima und Energie
Die Themen „Energie“ und „Klima“ sind sehr umfangreich, komplex und unerschöpf-lich. Sie müssen daher in unterschiedlichen Bildungsbausteinen den Altersgruppen entsprechend aufgearbeitet werden. Der regionale Energieverbrauch ist dabei genau-so zu betrachten, wie der weltweite Verbrauch und seine Auswirkungen.
Inhaltlich muss den Gruppen zuerst ein Einstieg in das Thema „Energie“ ermöglicht werden. Daneben sind die unterschiedlichen Möglichkeiten der Energiegewinnung mit ihren Vor- und Nachteilen anschaulich zu erarbeiten. Daran anknüpfend ist ihnen ein Überblick über die Zusammenhänge von nicht nachhaltiger Energie- und Rohstoffnut-zung, CO2-Emissionen und deren Folgen (= Treibhauseffekt) aufzuzeigen. Hier müs-sen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Diese können beispielsweise die Vorteile von regionalen Produkten im Gegensatz zu weit gereisten Produkten (Bei-spiel: Äpfel und Apfelsaft von der klostereigenen Streuobstwiese im Vergleich zu Orangensaft aus Brasilien oder Äpfel aus Neuseeland), die Vorteile von Bioprodukten und wenig intensiv verarbeiteten Produkten in Bezug auf den Energieverbrauch (z. B. selbst hergestellte Kräuterprodukte aus dem eigenen Kräutergarten), die Vermeidung von Müll und die Vorteile des Reparierens bzw. Recyclings in Bezug auf den Energie- und Rohstoffverbrauch oder die Art und Weise der Mobilität (z. B. Fahrrad und ÖPNV statt Flugzeug und Auto) der Teilnehmer selbst sein.
Die möglichen Folgen und Auswirkungen auf die Ökosysteme und Artenvielfalt der Erde und die regionalen Gegebenheiten und Lebensbedingungen (Ökologie, Ökono-mie und Soziales) sind zu vertiefen. Dabei sind unterschiedliche Lebensräume wie Boden, Wasser, Wald und Wiese auf spielerische Art und Weise zu erkunden, zu un-tersuchen und die möglichen Auswirkungen des menschlichen Energieverbrauches auf diese Lebensräume zu vertiefen. Abschließend ist deutlich heraus zu stellen, dass eine konkrete Handlung durch jeden Teilnehmer selbst bereits einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten kann.
| 2009 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur - Kloster Roggenburg | Multiplikatoren Qualifizierung
Boden ist mehr als Dreck und Matsch. Boden ist wertvoll, wird jedoch leider oft nicht entsprechend wertgeschätzt. Die Menschen für das Schutzgut „Boden“ zu sensibilisie-ren und ein entsprechendes Bewusstsein für den Boden zu initiieren, muss Aufgabe einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sein, denn auch der Boden ist durch Über-düngung, Versauerung, Vergiftung, Verdichtung, Versiegelung, Erosion durch Wind und Regen sowie Übernutzung stark gefährdet und unser Umgang mit ihm oft nicht nachhaltig. Wie kann das Thema „Boden“ anschaulich und nachhaltig Kindern im Kin-dergarten- und Grundschulalter vermittelt werden? Damit beschäftigt sich eine Multi-plikatorenschulung für ErzieherInnen, GrundschullehrerInnen und weitere interessierte Multiplikatoren. Ein entsprechendes Modul mit einzelnen Experimenten, Versuchen und Aktionen ist gemeinsam mit diesen aufzubauen und zu entwickeln, damit diese im Anschluss daran in den entsprechenden Einrichtungen diese Themen mit ihren Kin-dern und Schülern selbständig behandeln können. Die Ziele von Bildungseinheiten im Kindergarten- und Grundschulalter sollen dabei die Stärkung kindlicher Autonomie und Mitverantwortung, die Stärkung lernmethodischer Kompetenz sowie die Stärkung des kompetenten Umgangs mit Veränderungen und Belastungen nach dem bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung sein. Dabei werden folgende Methoden und ihre Vorteile und Anknüpfungsmöglichkei-ten an die kindliche Entwicklung berücksichtigt.
- Lernen mit allen Sinnen
- Wecken von Emotionen
- Wecken von Neugierde
- Experimentieren, Ausprobieren und Entdecken
| 2009 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur - Kloster Roggenburg | Schatzkiste Natur öffne dich - Ler-nen in der Umwelt
Nachhaltige Umweltbildung muss sich als Netzwerk von schulischen und außerschuli-schen Umweltbildungseinheiten sehen und diese müssen sich untereinander entspre-chend verstärken und unterstützen. Verschiedenste Schulfächer vermitteln zwar theo-retischen Stoff - wo aber bleibt oftmals das praktische Tun? Hier liegen die Stärken der außerschulischen Bildungseinrichtungen und genau diesen Gedanken greift das Projekt „Schatzkiste Natur öffne dich - Lernen in der Umwelt“ auf, denn es verfolgt die Absicht - Kindergartenkindern, Schülern und anderen Gruppen ein Lernen vor Ort in Verbindung mit selbständigem Tun zu ermöglichen, um somit auch einen sensiblen Umgang mit unserer Umwelt zu vermitteln. Die ganzheitliche, ökologische Bildung im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung, das Erleben und Erfahren mit allen Sinnen, die Förderung der Sensibilität und der Verantwortung durch aktives Mitmachen sowie der Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und Fantasie steht hier im Vordergrund.
Mit Hilfe unterschiedlicher Bildungsbausteine sollen die oben genannten Ziele erreicht werden. Das Angebot soll breit gefächert sein, damit Lehrkräfte und Erzieher die The-men an den aktuellen Fragestellungen der Gruppe beziehungsweise an deren Interes-sen und Möglichkeiten orientieren können. Der zeitliche Umfang beträgt pro Bildungs-einheit drei Stunden.
| 2009 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur - Kloster Roggenburg | Umweltbildung mit Familien
Familieninterne Chancen zum Umweltschutz dürfen nicht außer Acht gelassen wer-den. Über Familien werden in der Umweltbildung zwei Generationen von Konsumen-ten erreicht, die zum jetzigen Zeitpunkt und zukünftig aktiv für Umweltschutzbelange in Verantwortung treten sollen. Innerhalb des geschützten Rahmens „Familie“ können Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung ganz praktisch und im täglichen Leben umge-setzt werden. Deshalb zielt dieses Projekt explizit auf die Möglichkeiten der Familien-mitglieder aller Altersstufen ab, welche auf ihre Weise ihren eigenen Teil zum Erhalt beitragen können. Im Rahmen dieses Projekts werden in der Umweltstation die Kern-bereiche der Agenda 21 - Soziales, Bildung und Umwelt - über drei unterschiedliche Umweltbildungsveranstaltungen für Familien vereinbart.
- Was ist unter unseren Füßen los? Mit der ganzen Familie den Boden erforschen und entdecken.
- Frau im Einklang mit der Natur
- Heldentage - ein Naturwochenende für Väter und Kinder
Im Rahmen der Familie als soziales Gefüge werden über gemeinsame und intensive Erlebnisse und konkrete Handlungen unterschiedliche Bildungsthemen aus dem Um-weltbereich kommuniziert.
| 2009 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur - Kloster Roggenburg | Aktiver Klimaschutz in der Küche
Die Zusammenhänge zwischen Klimaveränderung und Konsumverhalten, insbesondere im täglichen Lebensmittelverbrauch, ist den meisten Menschen nicht bekannt und auf den ersten Blick auch nicht ersichtlich. Über Demonstrationskochkurse mit entsprechender Verwendung von hochwertigen, klimafreundlichen Lebensmitteln werden diese Zusammenhänge den Kursteilnehmern anschaulich und mit direktem Handlungsbezug aufgezeigt. In einer „Klimaschutz-Küche“ sind vorrangig regionale Produkte, Bio-Produkte und wenig veredelte Lebensmittel zu verwenden. Diese zeichnen sich, neben kurzen Transportwegen und in der Folge geringeren CO2-Emissionen, in ihren Anbau- und Produktionsverfahren durch den geringen Einsatz von Pestiziden und Insektiziden und den geringen Energieeinsatz in ihren Produktionsverfahren aus.
In Kursen wird zudem die Zubereitung von vegetarischen Gerichten, die Ver-wendung von Bio-Fleisch und/oder die Verwendung von Wildfleisch vorge-stellt. Dabei geht es auch um Methan und Lachgas, die bei der Düngemittel-herstellung für die Produktion von Tiernahrung entstehen und die neben CO2 zu den Treibhausgasen gehören und an unsere Atmosphäre abgegeben wer-den.
Durch das Integrieren der Umwelt-Küche in das Umweltbildungsprogramm sowie durch die Nutzung durch Kooperationspartner wie das Amt für Land-wirtschaft und Forsten, die kirchlichen und caritativen Bildungsträger, wie z. B. die Kath. Erwachsenenbildung und der Kath. Frauenbund ist beabsichtigt, die Umwelt-Küche zum Kernthema weiter zu entwickeln.
Als Dokumentation dieser Kochkursreihen ist ein regionaler Klimaschutz-Einkaufsführer mit den Rezepten geplant.
| 2009 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur – Kloster Roggenburg | Bildung für nachhaltige Entwicklung als Gruppenerlebnis (Biodiversität)
Mit der Fokusierung auf die Biodiversität und Artenvielfalt an exemplarischen Lebensräumen greift die Umweltstation Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur - Kloster Roggenburg die derzeitige Gesamtdiskussion der Weltkonferenzen und Kampagnen auf, um sie für die Umweltbildung einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Die inhaltliche Ausarbeitung der einzelnen Bildungsbausteine bezieht folgende Ebenen im Sinne der BNE mit ein:
| 2008 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur – Kloster Roggenburg | Bildungsbausteine zum mobilen Einsatz auf der Landesgartenschau Neu-Ulm
| 2008 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur- Kloster Roggenburg | Energietage „Sonne - Motor des Lebens“
Im Rahmen der „Klimawoche 2009“ führt die Umweltstation zwei Aktionstage durch. Dabei sind folgende Punkte geplant:
Energieverbund Roggenburg
Die Gemeinde Roggenburg erklärte im Dezember 2008 ihre Absicht, der Wärmenahversorgung im Klostergelände beizutreten. Dieser Verbund kann nun der Öffentlichkeit in ihrer innovativen Technik vorgestellt werden. Gleich-zeitig wird der CO2-Einsparungseffekt aufgezeigt.
Sonne als Energielieferant
Die Sonne als Energielieferant der Erde und die aus ihr stammende Energie, gespeichert in unterschiedlichen „Energieträgern“, wird schwerpunktmäßig über verschiedene Aktionen in den Mittelpunkt gerückt. Dabei ist die Energie-gewinnung aus der Sonne ein Teilbereich. Die Möglichkeit, Sonnenenergie als alternative Energieform im privaten Bereich zu nutzen, ist dabei ein Schwerpunkt.
Energiekonzept des Klosters / Bildungszentrums
Den Besuchern wird das Bildungszentrum mit seiner Niedrigenergiebauweise vorgestellt und die Vorteile dieser Bauweise mit entsprechender Belüftungs-anlage, Dämmung sowie die dem Sonnenverlauf in ihrer Nutzungsform fol-gende Anordnung der Räume und Fensterfronten vorgeführt. Die Sonnenstrahlen als Wärmequelle einzufangen ist im Kloster bereits in vergangenen Zeiten über bauliche Maßnahmen und die Anordnung der Räume berücksichtigt worden.
Pflanzen als Energiespeicher und ihre Nutzung für uns Menschen an ausge-wählten Beispielen
Ein weiterer Themenbereich wird die in Pflanzen gespeicherte Sonnen-energie sein. Das umfasst zum einen die Herstellung von „Energiebällchen“ als Snack und zum Anderen den Nutzen von Holz als Energieträger. Unter diesem Aspekt ist das Heizkonzept des Bildungszentrums vorzuführen. Die Heizanlage wird mit Hackschnitzeln befeuert und ist somit CO2-neutral.
Aktionsprogramm für Kinder und Jugendliche / Kinderworkshop
Um auch Kinder und Jugendliche an diesen Aktionstagen anzusprechen und ihnen den Themenbereich „Energie und Klima“ in Ansätzen näher zu bringen, wird es in Kooperation mit dem Fachbereich Familienbildung des Zentrums für Familie, Umwelt und Kultur unterschiedliche Aktionen zum Thema „Sonne / Sonnenenergie“ geben, in denen deutlich wird, welche Energie in der Sonne steckt und wie wir Menschen uns diese zu Nutzen machen können.
Klimaschutz-Tage für Schulklassen
Zudem ist geplant, im weiteren Verlauf dieser Woche Teilbereiche eines Akti-onsprogramms zum Thema „Energie“ mit den im Haus untergebrachten Schulklassen zu erproben. Dieses Programm ist als Projekt und ökologische Bildungsmaßnahme mit Unterstützung der Umweltbildungsreferentin, von den Teilnehmern des Programms „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ des Zentrums für Familie, Umwelt und Kultur zu planen und durchzuführen.
| 2009 |
| Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur- Kloster Roggenburg | Basisprojekte „Kloster-Kräutergarten“, „Streuobstwiese“ und „Öko-Markt“
Die Neubepflanzung und Pflege der Kräuter im Garten ist optimal als „Übungsprojekt“ für die Berufsschulen geeignet. Hier lernen die Schüler neben dem praktischen Handwerk des Einrichtens und Abräumens eines Kräutergartens auch die unterschiedlichen, oft in Vergessenheit geratenen Kräutergartenpflanzen kennen. Die Nutzung der Pflanzen und der regionale Kräuteranbau werden anschaulich gemacht, am Objekt vermittelt und als „Mustergarten“ den Besuchern der Klosteranlage über unterschiedliche Führungen präsentiert.
In der Weichselschlucht beim Kloster Roggenburg befindet sich eine Streu-obstwiese mit ca. 150 Obstbäumen im relativ hohen Alter. Lange Zeit wurden die Bäume nicht entsprechend gepflegt, Jungbäume wurden nicht angepflanzt. In der Folge droht die Wiese zu überaltern. Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, Pflegemaßnahmen wie z.B. Baumschnitt und Neubepflanzungen vorzunehmen.
Die Gartenbau- und Landwirtschaftsklassen können hier die Pflege und Neu-bepflanzung übernehmen, lernen die Ökologie und den Nutzen alter Obstwie-sen kennen und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Streuobst-wiese und ihrer Artenvielfalt.
In Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz wird im September 2009 ein Öko-Markt durchgeführt. Hier werden Produkte aus der Region um Roggen-burg den Besuchern präsentiert und angeboten. Die Bedeutung und die Vor-teile dieser regionalen Produkte mit ihrem geringeren Energieverbrauch in der Produktion, kurzen Transportwegen und oft auch biologisch und ökologisch verträglicheren Anbau- und Produktionsweisen, wird den Besuchern hier vor Augen geführt und die Vielfalt im Geschmack, Aussehen und der Anwendung derselben für sie erlebbar gemacht. Daneben wird regionalen Betrieben und Firmen ganz unterschiedlicher Zweige (z. B. Schreinereien, Brauereien, Heizanlagen etc.) die Chance gegeben, für sich und ihre Arbeit zu werben.
| 2009 |
| Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK) | Freude am Leben entdecken - Naturerfahrung für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche
Ziel des Projekts ist es, in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung die bisher gering vertretene Zielgruppe sozial benachteiligter und entsprechend potentiell auch sozial auffälliger Kinder und Jugendlicher stärker ins Blickfeld zu rücken. Aus dem weiten Feld umweltpädagogischer Maßnahmen soll dabei speziell der Bereich der Naturerfahrung herausgegriffen werden, da anzunehmen ist, genannten Kindern und Jugendlichen hierdurch eine spezielle Förderung bzw. Hilfestellung in ihrer Lebenssituation geben zu können. Im Hinblick auf die in verschiedenen Studien konstatierte zunehmende Naturentfremdung, Medienverwahrlosung sowie durch Bewegungsarmut und schlechte Ernährung gekennzeichnete ungesunde Lebenserfahrung könnten Erlebnisse der Naturerfahrung Anstoß zu einem veränderten Wertebewusstsein geben. Grundlage für die Erarbeitung eines zielgruppenspezifischen Angebots stellt die Förderung des Dialogs zwischen Umweltbildung und Jugendsozialarbeit dar mit dem Ziel, die Lebenswelten und daraus entstehende Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen einerseits und Wege und Ziele der Naturerfahrung andererseits aufeinander abzustimmen. Dabei ist zu diskutieren inwieweit und welche Maßnahmen in besonderem Maße dafür geeignet wären, zielgruppenspezifische Situationen zu bearbeiten und wie mögliche Maßnahmen zu modifizieren wären. Während zum einen für die Umweltbildung geklärt werden muss, inwieweit Kompetenzen zur Arbeit mit sozial auffälligen Jugendlichen vorhanden sind und welche Qualifikationen dafür nötig sind, werden auch Kompetenzen der Umweltbildner speziell im Bereich der Naturerfahrung für die Jugendsozialarbeit erschlossen. | 2008 |
| Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK) | Umweltwochen plus - Angebote für Schulklassen
Umweltwochen Das Programm der Umweltwochen bietet seit über zehn Jahren Schulen die Möglichkeit, ihren Schullandheimaufenthalt für die Kinder zu einem intensiven bildungs- und naturerlebnisreichen Aufenthalt zu machen. In einem einwöchigen Programm lernen Kinder Natur als faszinierenden und spannenden Lebensraum kennen, in den sie selbst eingebunden sind und den sie durch ihr Handeln beeinflussen. Natur mit allen Sinnen erforschen, sich selbst wahrnehmen, die gesamte Gruppe neu erleben und das eigene Handeln in Bezug auf seine Umwelt, sich selbst und die Gruppe bewusst machen und überdenken, sind die wesentlichen Bestandteile der Umweltwochen. Abenteuerwoche In Anlehnung an das Programm der Umweltwochen wird die Abenteuerwoche dem Bedürfnis und der Nachfrage von Schulklassen ab der 6. Jahrgangsstufe nach intensiven Selbst- und Gruppenerfahrungen in Zusammenhang mit Naturerleben gerecht. Ziel dabei ist es, auch dem bei Jugendlichen wachsenden Medienkonsum ein attraktives Alternativangebot entgegen zu setzen. Aktionen der Abenteuerwoche sind Floßfahrten, Canadiertouren, Übernachtung am Berg, Wildniserfahrung und kooperative Abenteuerspiele. WasserWerte Dieses Programm soll der Nachfrage nach einem Angebot für Kinder gerecht werden, naturwissenschaftliches Forschung und Experimentieren stärker im Bildungskanon zu berücksichtigen. Die Kinder lernen in dem dreitägigen Programm die vielen Facetten des Lebenselements Wasser kennen. Neben den naturwissenschaftlichen „Werten“ von Wasser, denen sich die Kinder mittels Gewässeruntersuchung, Mikroskopie und Experimenten nähern, stehen auch die „Lebenswerte“ von Wasser zur Diskussion und werden in Spielen, Übungen, Besinnung und Gespräch gemeinsam erarbeitet. Zeit für Lebensfreude Hier liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung der eigenen Person und des Zusammenhalts und der Kommunikation in der Gruppe. Bewegung, gesundes Essen und Wege der Entspannung sind Themen, die speziell für die Zielgruppe von der Vorschule bis zur 4. Klasse aufbereitet werden. | 2008 |
| Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK) | Sonne - voll Energie … in Wasser, Pflanze, Wind und Erde. Projektwochen und Fortbildungsserie
- Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind wesentliche Elemente der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland und tragen entscheidend zu Klima- und Ressourcenschutz bei. Deshalb ist es wichtig, den zukünftigen Generationen fundiertes Wissen und Handlungskompetenzen zum Thema „Energie“ zu vermitteln.
Für die Grundschule gibt es bereits eine Reihe von Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema. Allerdings fehlen den meisten Schulen der notwendige Impuls und die Kapazitäten, diese Materialien zu einem schlüssigen Projekt zusammen zu stellen und anschließend umzusetzen. Hier leistet die Projektwoche „Sonne - voll Energie“ einen innovativen Beitrag: Durch die gezielte Bereitstellung von Informations- und Unterrichtsmaterialien, außerschulischen Projektangeboten und Exkursionen motiviert die Energieschule Oberbayern gemeinsam mit der Lokalen Agenda 21 die Lehrkräfte, eine Projektwoche „Sonne - voll Energie“ in allen Grundschulklassen durchzuführen.
Eine Woche lang setzen sich die Kinder intensiv mit den Themen „nachhaltige Energienutzung“ und „Sonne als Energielieferant“ auseinander.
Als Energieforscher untersuchen sie verschiedene Möglichkeiten der Energieeinsparung und überprüfen ihr eigenes Energienutzungsverhalten.
Anhand praktischer Beispiele lernen sie Technik und Einsatzmöglichkeiten der solaren Energiegewinnung kennen.
Im fächerübergreifenden Unterricht rund um das Thema „Sonne“ experimentieren, basteln und malen die Kinder. Sie schreiben Geschichten und üben Lieder, Theaterstücke und Tänze ein.
Alle Ergebnisse der Projektwoche werden zum Abschluss auf dem „Energietag - Energieeinsparung“ öffentlich präsentiert. | 2009 |
Zum Thema
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
